Bei frühen Entscheidungen sind Alternativen oft noch unscharf, unvollständig oder vermischt. Option Framing bringt jede Möglichkeit in eine vergleichbare Form und macht sichtbar, welche Variante wirklich zur Frage passt.
Decision Making Entscheidungsmethode
Option Framing
Formt Rohoptionen zu vergleichbaren Beschreibungen mit Annahmen und Konsequenzen für eine echte Shortlist.
Jede Option wird so beschrieben, dass Annahmen, Konsequenzen und Vergleichbarkeit klar werden. Dadurch schrumpfen Rohideen zu prüfbaren Entscheidungsräumen statt zu losen Einfällen. Die Methode verbessert nicht nur Auswahl, sondern auch die Qualität dessen, was überhaupt als Option gilt.
Welche wirklich unterschiedlichen und ausführbaren Handlungswege decken den Entscheidungsraum ab, ohne Lösung, Ziel und Annahme zu vermischen?
- Teilnehmende
- 3-8
- Zeit
- 75–120 Minuten für eine Entscheidung; Evidenzarbeit und Bewertung folgen separat.
Die Schritte bilden einen vollständigen methodischen Durchlauf.

Frame
Wahlrahmen
Entscheidung als Wahl mit Owner, Zeitpunkt, Scope und Grenzen formulieren.
Ziele
Zielbild
Fundamentale Ziele und rote Linien festhalten, ohne Lösungsmerkmale als Ziele zu tarnen.
Optionen
Optionenraum
Status quo, diskrete Mechanismen und sinnvolle Hybride aus unabhängigen Gestaltungsdimensionen bilden.
Folgen
Optionenkarten
Erwartete Folgen, Nebenwirkungen, Reversibilität und Abhängigkeiten je Option beschreiben.
Lücken
Prüfbarer Rahmen
Doppelungen, unzulässige Optionen und Informationslücken prüfen; nächsten Analyseschritt festlegen.
Neue Evidenz im Review ergänzen und Entscheidungen samt früherem Stand versionieren.
Geeignet, wenn
Bei frühen Entscheidungen sind Alternativen oft noch unscharf, unvollständig oder vermischt. Option Framing bringt jede Möglichkeit in eine vergleichbare Form und macht sichtbar, welche Variante wirklich zur Frage passt.
Ideal für
- Vorbereitung komplexer Entscheidungen
- Strategie- und Produktoptionen
- Architekturvarianten
Nicht gut für
- Reine Ursachenanalyse
- Einzeloption ohne Alternativen
- Akute Incident Response
Ergebnisse

Prüfbarer Rahmen
Optionenrahmen mit Status quo, diskreten und hybriden Optionen, Mechanismus, erwarteten Konsequenzen, Reversibilität und offenen Evidenzfragen.
Option Framing · Arbeitsstruktur
Fiktives Beispiel
Fiktive Werte zeigen die tatsächlichen Fachfelder.
| Option | Mechanismus | Nötige Fähigkeit | Erwartete Folgen | Reversibilität | Kippfrage |
|---|---|---|---|---|---|
| A · Status quoEvidenz und Begründung ergänzen. | Freie Ankunft ohne Steuerung | Keine neue Fähigkeit | p80 18–24 Min.; Notfälle sofort | Vollständig | Ist heutige Streuung saisonal? |
| B · Feste SlotsEvidenz und Begründung ergänzen. | 30-Minuten-Fenster glätten Ankunft | Buchung und Slotdisziplin | p80 12–14 Min.; planbare Last | Pilot reversibel | Halten Werkstätten Slots ein? |
| C · Dynamische SlotsEvidenz und Begründung ergänzen. | Prognose passt Kapazität laufend an | Forecast und Echtzeitbestand | p80 9–13 Min.; hohe Flexibilität | Teilweise reversibel | Erreicht Prognose nötige Güte? |
| D · Slots plus PufferEvidenz und Begründung ergänzen. | Feste Slots reservieren 10 % für Notfälle | Freigaberegel 60 Min. vorher | Planbarkeit plus Notfallzugang | Pilot reversibel | Wie oft bleibt Puffer ungenutzt? |
1. Mechanismus
- A · Status quo
- Freie Ankunft ohne Steuerung
- B · Feste Slots
- 30-Minuten-Fenster glätten Ankunft
- C · Dynamische Slots
- Prognose passt Kapazität laufend an
- D · Slots plus Puffer
- Feste Slots reservieren 10 % für Notfälle
2. Nötige Fähigkeit
- A · Status quo
- Keine neue Fähigkeit
- B · Feste Slots
- Buchung und Slotdisziplin
- C · Dynamische Slots
- Forecast und Echtzeitbestand
- D · Slots plus Puffer
- Freigaberegel 60 Min. vorher
3. Erwartete Folgen
- A · Status quo
- p80 18–24 Min.; Notfälle sofort
- B · Feste Slots
- p80 12–14 Min.; planbare Last
- C · Dynamische Slots
- p80 9–13 Min.; hohe Flexibilität
- D · Slots plus Puffer
- Planbarkeit plus Notfallzugang
4. Reversibilität
- A · Status quo
- Vollständig
- B · Feste Slots
- Pilot reversibel
- C · Dynamische Slots
- Teilweise reversibel
- D · Slots plus Puffer
- Pilot reversibel
5. Kippfrage
- A · Status quo
- Ist heutige Streuung saisonal?
- B · Feste Slots
- Halten Werkstätten Slots ein?
- C · Dynamische Slots
- Erreicht Prognose nötige Güte?
- D · Slots plus Puffer
- Wie oft bleibt Puffer ungenutzt?
Alle Werte sind fiktiv.
Erster Schritt
Entscheidung, Owner, Frist, Scope und unverhandelbare Grenzen festlegen; Bewertung bis zur vollständigen Optionensammlung zurückstellen.
Vertiefung
Jede Option wird so beschrieben, dass Annahmen, Konsequenzen und Vergleichbarkeit klar werden. Dadurch schrumpfen Rohideen zu prüfbaren Entscheidungsräumen statt zu losen Einfällen. Die Methode verbessert nicht nur Auswahl, sondern auch die Qualität dessen, was überhaupt als Option gilt.
Option Framing verwandelt rohe Ideen in vergleichbare Entscheidungsoptionen. Jede Option braucht denselben Zuschnitt aus Nutzen, Annahmen, Aufwand, Risiko und Konsequenzen. Die Methode hilft, schlechte, doppelte oder unvollständige Optionen vor der eigentlichen Auswahl sichtbar zu machen. Dadurch wird die Entscheidung besser, bevor überhaupt bewertet wird.
Bestehe darauf, dass jede Option in derselben Schärfe beschrieben wird und der Nullfall bewusst mit im Feld bleibt. Ihr Wert wächst, sobald unscharfe Einfälle zu vergleichbaren Entscheidungsräumen verdichtet werden. Beende die Runde mit einer shortlist, den fehlenden Informationen und einer klaren Frage für die nächste Bewertungsrunde.
Die Methodenanleitung führt mit 5 Phasen, Zeitrahmen, 5 Stolperfallen und klaren Abbruchkriterien durch die Umsetzung.
Methodenanleitung öffnenDeine Einschätzung
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Quellen und Themen
Option Framing: ArbeitsvorlageGegenstand, Evidenz, Rollen, Ablauf und Review festlegen.markdown
option-frame-markdown.md
Gegenstand, Evidenz, Rollen, Ablauf und Review festlegen.
Option Framing: Arbeitsvorlage
Fragestellung
Noch zu klären
Gewünschtes Ergebnis
Noch zu klären
Rahmen
Vollständiger Durchlauf Zeit: 75–120 Minuten für eine Entscheidung; Evidenzarbeit und Bewertung folgen separat.
Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.
Vorbereitung für diesen Umfang
Methodische Grundausstattung
- Materialien: Entscheidungssatz, Ziele und Grenzen, Status quo, Optionenkarten, Konsequenzhypothesen und Annahmenlog
- Rollen: Decision Owner · Betroffene Stakeholder · Fachperspektiven · Facilitator
- Vorab-Infos: Entscheidung, Owner, Frist, Scope und unverhandelbare Grenzen festlegen; Bewertung bis zur vollständigen Optionensammlung zurückstellen.
- Gesamter Zeitbedarf: 75–120 Minuten für eine Entscheidung; Evidenzarbeit und Bewertung folgen separat.
- Setup: Arbeitsfläche mit Frame · Ziele · Optionen · Folgen · Lücken vorbereiten; Beispiel und eigene Daten trennen.
Für die Arbeitsschritte bereitstellen
Frame: Wahlrahmen
- Entscheidung, Owner, Frist, Scope und unverhandelbare Grenzen festlegen; Bewertung bis zur vollständigen Optionensammlung zurückstellen.
- Entscheidungssatz, Ziele und Grenzen, Status quo, Optionenkarten, Konsequenzhypothesen und Annahmenlog
Ziele: Zielbild
- Wahlrahmen
Optionen: Optionenraum
- Zielbild
Folgen: Optionenkarten
- Optionenraum
Lücken: Prüfbarer Rahmen
- Optionenkarten
Option Framing · Arbeitsstruktur
| Option | Mechanismus | Nötige Fähigkeit | Erwartete Folgen | Reversibilität | Kippfrage |
|---|---|---|---|---|---|
| A · Status quo | |||||
| B · Feste Slots | |||||
| C · Dynamische Slots | |||||
| D · Slots plus Puffer |
- A · Status quo: Evidenz und Begründung ergänzen.
- B · Feste Slots: Evidenz und Begründung ergänzen.
- C · Dynamische Slots: Evidenz und Begründung ergänzen.
- D · Slots plus Puffer: Evidenz und Begründung ergänzen.
Die leere Vorlage enthält nur Arbeitsimpulse.
Fachquelle · eigene Lehrdarstellung
Frame: Wahlrahmen
Erwartetes Artefakt: Wahlrahmen
Entscheidung als Wahl mit Owner, Zeitpunkt, Scope und Grenzen formulieren.
Eintrag:
...
- Kann der Owner zwischen benannten Handlungen bis zu einem Termin entscheiden?
Ziele: Zielbild
Erwartetes Artefakt: Zielbild
Fundamentale Ziele und rote Linien festhalten, ohne Lösungsmerkmale als Ziele zu tarnen.
Eintrag:
...
- Beschreibt jedes Ziel erwünschte Folgen für Betroffene?
Optionen: Optionenraum
Erwartetes Artefakt: Optionenraum
Status quo, diskrete Mechanismen und sinnvolle Hybride aus unabhängigen Gestaltungsdimensionen bilden.
Eintrag:
...
- Unterscheiden sich Optionen im Wirkmechanismus und sind sie ausführbar?
Folgen: Optionenkarten
Erwartetes Artefakt: Optionenkarten
Erwartete Folgen, Nebenwirkungen, Reversibilität und Abhängigkeiten je Option beschreiben.
Eintrag:
...
- Sind Folgen kausal mit dem Mechanismus verbunden und als Hypothesen markiert?
Lücken: Prüfbarer Rahmen
Erwartetes Artefakt: Prüfbarer Rahmen
Doppelungen, unzulässige Optionen und Informationslücken prüfen; nächsten Analyseschritt festlegen.
Eintrag:
...
- Bleibt eine echte Auswahl mit klaren Evidenzfragen übrig?
Offene Fragen und nächste Schritte
...
Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/option-framing/run-sheet
Alternativen und Nachbarn
Passende Alternativen mit Entscheidungshilfe, danach weitere verwandte Methoden.

Statt Option Framing, wenn ihr bereits vergleichbare Optionen habt und eine knappe Score-Logik für Priorität braucht.

Statt Option Framing, wenn ihr Optionen nach Wirkung, Aufwand und strategischer Relevanz vorsortieren wollt.

Schärft Entscheidungsfrage, Optionen, Kriterien und Evidenzbedarf bis zum passenden Entscheidungsformat.

Zeichnet Entscheidungen als verzweigte Pfade, sodass Optionen, Bedingungen und Konsequenzen im Vergleich klarer werden.

Ordnet Hauptthese, Pro- und Contra-Argumente sowie Belege zu einer klaren Decision Rationale.

Macht harte und weiche Grenzen sichtbar und formt daraus Entscheidungsregeln sowie Option Impact Notes.
Rahmenbedingungen und Herkunft
Steckbrief
- Methodenform
- Entscheidungsmethode
- Teilnehmende
- 3-8
- Zeit
- 45-120 min
- Reifegrad
- Established
- Ursprung
- Praxisgemeinschaft

