Entscheidung, Owner, Frist, Scope und unverhandelbare Grenzen festlegen; Bewertung bis zur vollständigen Optionensammlung zurückstellen.
Option Framing
Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.
Vorbedingung
Was vorher fertig sein muss
Entscheidungssatz, Ziele und Grenzen, Status quo, Optionenkarten, Konsequenzhypothesen und Annahmenlog
Vorbereitung
Was vor Start vorliegen muss
Entscheidungssatz, Ziele und Grenzen, Status quo, Optionenkarten, Konsequenzhypothesen und Annahmenlog
Decision Owner · Betroffene Stakeholder · Fachperspektiven · Facilitator
Entscheidung, Owner, Frist, Scope und unverhandelbare Grenzen festlegen; Bewertung bis zur vollständigen Optionensammlung zurückstellen.
75–120 Minuten für eine Entscheidung; Evidenzarbeit und Bewertung folgen separat.
Arbeitsfläche mit Frame · Ziele · Optionen · Folgen · Lücken vorbereiten; Beispiel und eigene Daten trennen.
Kernfrage
Die eine Frage, die diese Methode beantwortet
Welche wirklich unterschiedlichen und ausführbaren Handlungswege decken den Entscheidungsraum ab, ohne Lösung, Ziel und Annahme zu vermischen?
Ablauf
Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle
Jede Option wird so beschrieben, dass Annahmen, Konsequenzen und Vergleichbarkeit klar werden. Dadurch schrumpfen Rohideen zu prüfbaren Entscheidungsräumen statt zu losen Einfällen. Die Methode verbessert nicht nur Auswahl, sondern auch die Qualität dessen, was überhaupt als Option gilt.
Option Framing · Arbeitsstruktur
Fiktives Beispiel
Fiktive Werte zeigen die tatsächlichen Fachfelder.
| Option | Mechanismus | Nötige Fähigkeit | Erwartete Folgen | Reversibilität | Kippfrage |
|---|---|---|---|---|---|
| A · Status quoEvidenz und Begründung ergänzen. | Freie Ankunft ohne Steuerung | Keine neue Fähigkeit | p80 18–24 Min.; Notfälle sofort | Vollständig | Ist heutige Streuung saisonal? |
| B · Feste SlotsEvidenz und Begründung ergänzen. | 30-Minuten-Fenster glätten Ankunft | Buchung und Slotdisziplin | p80 12–14 Min.; planbare Last | Pilot reversibel | Halten Werkstätten Slots ein? |
| C · Dynamische SlotsEvidenz und Begründung ergänzen. | Prognose passt Kapazität laufend an | Forecast und Echtzeitbestand | p80 9–13 Min.; hohe Flexibilität | Teilweise reversibel | Erreicht Prognose nötige Güte? |
| D · Slots plus PufferEvidenz und Begründung ergänzen. | Feste Slots reservieren 10 % für Notfälle | Freigaberegel 60 Min. vorher | Planbarkeit plus Notfallzugang | Pilot reversibel | Wie oft bleibt Puffer ungenutzt? |
1. Mechanismus
- A · Status quo
- Freie Ankunft ohne Steuerung
- B · Feste Slots
- 30-Minuten-Fenster glätten Ankunft
- C · Dynamische Slots
- Prognose passt Kapazität laufend an
- D · Slots plus Puffer
- Feste Slots reservieren 10 % für Notfälle
2. Nötige Fähigkeit
- A · Status quo
- Keine neue Fähigkeit
- B · Feste Slots
- Buchung und Slotdisziplin
- C · Dynamische Slots
- Forecast und Echtzeitbestand
- D · Slots plus Puffer
- Freigaberegel 60 Min. vorher
3. Erwartete Folgen
- A · Status quo
- p80 18–24 Min.; Notfälle sofort
- B · Feste Slots
- p80 12–14 Min.; planbare Last
- C · Dynamische Slots
- p80 9–13 Min.; hohe Flexibilität
- D · Slots plus Puffer
- Planbarkeit plus Notfallzugang
4. Reversibilität
- A · Status quo
- Vollständig
- B · Feste Slots
- Pilot reversibel
- C · Dynamische Slots
- Teilweise reversibel
- D · Slots plus Puffer
- Pilot reversibel
5. Kippfrage
- A · Status quo
- Ist heutige Streuung saisonal?
- B · Feste Slots
- Halten Werkstätten Slots ein?
- C · Dynamische Slots
- Erreicht Prognose nötige Güte?
- D · Slots plus Puffer
- Wie oft bleibt Puffer ungenutzt?
Alle Werte sind fiktiv.
- 1
Frame
Wahlrahmen

Ziel
Wahlrahmen: Entscheidung als Wahl mit Owner, Zeitpunkt, Scope und Grenzen formulieren.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Entscheidung, Owner, Frist, Scope und unverhandelbare Grenzen festlegen; Bewertung bis zur vollständigen Optionensammlung zurückstellen.
- Entscheidungssatz, Ziele und Grenzen, Status quo, Optionenkarten, Konsequenzhypothesen und Annahmenlog
Durchführung
- Entscheidung als Wahl mit Owner, Zeitpunkt, Scope und Grenzen formulieren.
Ergebnis
Wahlrahmen
Entscheidung als Wahl mit Owner, Zeitpunkt, Scope und Grenzen formulieren.
Qualitätscheck
Kann der Owner zwischen benannten Handlungen bis zu einem Termin entscheiden?
Stolperfalle
Eine Problembeschreibung ersetzt die anstehende Wahl. Satz als ‚Wer entscheidet bis wann zwischen welchen Handlungen?‘ schließen.
Zeitlicher Rahmen: 15–20 Minuten
- 2
Ziele
Zielbild

Ziel
Zielbild: Fundamentale Ziele und rote Linien festhalten, ohne Lösungsmerkmale als Ziele zu tarnen.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Wahlrahmen
Durchführung
- Fundamentale Ziele und rote Linien festhalten, ohne Lösungsmerkmale als Ziele zu tarnen.
Ergebnis
Zielbild
Fundamentale Ziele und rote Linien festhalten, ohne Lösungsmerkmale als Ziele zu tarnen.
Qualitätscheck
Beschreibt jedes Ziel erwünschte Folgen für Betroffene?
Stolperfalle
‚Automatisierung‘ wird als Ziel gesetzt. Bei jedem Ziel nach dem erwünschten Wert dahinter fragen.
Zeitlicher Rahmen: 15–20 Minuten
- 3
Optionen
Optionenraum

Ziel
Optionenraum: Status quo, diskrete Mechanismen und sinnvolle Hybride aus unabhängigen Gestaltungsdimensionen bilden.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Zielbild
Durchführung
- Status quo, diskrete Mechanismen und sinnvolle Hybride aus unabhängigen Gestaltungsdimensionen bilden.
Ergebnis
Optionenraum
Status quo, diskrete Mechanismen und sinnvolle Hybride aus unabhängigen Gestaltungsdimensionen bilden.
Qualitätscheck
Unterscheiden sich Optionen im Wirkmechanismus und sind sie ausführbar?
Stolperfalle
Dieselbe Lösung erscheint in mehreren Formulierungen. Pro Option Mechanismus, notwendige Fähigkeit und Abgrenzung angeben.
Zeitlicher Rahmen: 20–30 Minuten
- 4
Folgen
Optionenkarten

Ziel
Optionenkarten: Erwartete Folgen, Nebenwirkungen, Reversibilität und Abhängigkeiten je Option beschreiben.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Optionenraum
Durchführung
- Erwartete Folgen, Nebenwirkungen, Reversibilität und Abhängigkeiten je Option beschreiben.
Ergebnis
Optionenkarten
Erwartete Folgen, Nebenwirkungen, Reversibilität und Abhängigkeiten je Option beschreiben.
Qualitätscheck
Sind Folgen kausal mit dem Mechanismus verbunden und als Hypothesen markiert?
Stolperfalle
Optionen bestehen nur aus Namen und Vorteilen. Mechanismus → Folge → Evidenzfrage je Option ergänzen.
Zeitlicher Rahmen: 15–25 Minuten
- 5
Lücken
Prüfbarer Rahmen

Ziel
Prüfbarer Rahmen: Doppelungen, unzulässige Optionen und Informationslücken prüfen; nächsten Analyseschritt festlegen.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Optionenkarten
Durchführung
- Doppelungen, unzulässige Optionen und Informationslücken prüfen; nächsten Analyseschritt festlegen.
Ergebnis
Prüfbarer Rahmen
Doppelungen, unzulässige Optionen und Informationslücken prüfen; nächsten Analyseschritt festlegen.
Qualitätscheck
Bleibt eine echte Auswahl mit klaren Evidenzfragen übrig?
Stolperfalle
Favorit wird gewählt, bevor Konsequenzen belegt sind. Entscheidung vertagen, Kippfragen priorisieren und Evidenzowner benennen.
Zeitlicher Rahmen: 10–20 Minuten
Artefakt
Was am Ende rauskommt
Skizze: so sieht das Artefakt aus
Optionenrahmen mit Status quo, diskreten und hybriden Optionen, Mechanismus, erwarteten Konsequenzen, Reversibilität und offenen Evidenzfragen.
Datum, Owner, Quellenstand und Reviewtermin führen; frühere Fassungen erhalten.
- Entscheidungsframe
- Optionen-Morphologie
- Konsequenz- und Annahmenlog
option-frame-markdown.md
Gegenstand, Evidenz, Rollen, Ablauf und Review festlegen.
Option Framing: Arbeitsvorlage
Fragestellung
Noch zu klären
Gewünschtes Ergebnis
Noch zu klären
Rahmen
Vollständiger Durchlauf Zeit: 75–120 Minuten für eine Entscheidung; Evidenzarbeit und Bewertung folgen separat.
Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.
Vorbereitung für diesen Umfang
Methodische Grundausstattung
- Materialien: Entscheidungssatz, Ziele und Grenzen, Status quo, Optionenkarten, Konsequenzhypothesen und Annahmenlog
- Rollen: Decision Owner · Betroffene Stakeholder · Fachperspektiven · Facilitator
- Vorab-Infos: Entscheidung, Owner, Frist, Scope und unverhandelbare Grenzen festlegen; Bewertung bis zur vollständigen Optionensammlung zurückstellen.
- Gesamter Zeitbedarf: 75–120 Minuten für eine Entscheidung; Evidenzarbeit und Bewertung folgen separat.
- Setup: Arbeitsfläche mit Frame · Ziele · Optionen · Folgen · Lücken vorbereiten; Beispiel und eigene Daten trennen.
Für die Arbeitsschritte bereitstellen
Frame: Wahlrahmen
- Entscheidung, Owner, Frist, Scope und unverhandelbare Grenzen festlegen; Bewertung bis zur vollständigen Optionensammlung zurückstellen.
- Entscheidungssatz, Ziele und Grenzen, Status quo, Optionenkarten, Konsequenzhypothesen und Annahmenlog
Ziele: Zielbild
- Wahlrahmen
Optionen: Optionenraum
- Zielbild
Folgen: Optionenkarten
- Optionenraum
Lücken: Prüfbarer Rahmen
- Optionenkarten
Option Framing · Arbeitsstruktur
| Option | Mechanismus | Nötige Fähigkeit | Erwartete Folgen | Reversibilität | Kippfrage |
|---|---|---|---|---|---|
| A · Status quo | |||||
| B · Feste Slots | |||||
| C · Dynamische Slots | |||||
| D · Slots plus Puffer |
- A · Status quo: Evidenz und Begründung ergänzen.
- B · Feste Slots: Evidenz und Begründung ergänzen.
- C · Dynamische Slots: Evidenz und Begründung ergänzen.
- D · Slots plus Puffer: Evidenz und Begründung ergänzen.
Die leere Vorlage enthält nur Arbeitsimpulse.
Fachquelle · eigene Lehrdarstellung
Frame: Wahlrahmen
Erwartetes Artefakt: Wahlrahmen
Entscheidung als Wahl mit Owner, Zeitpunkt, Scope und Grenzen formulieren.
Eintrag:
...
- Kann der Owner zwischen benannten Handlungen bis zu einem Termin entscheiden?
Ziele: Zielbild
Erwartetes Artefakt: Zielbild
Fundamentale Ziele und rote Linien festhalten, ohne Lösungsmerkmale als Ziele zu tarnen.
Eintrag:
...
- Beschreibt jedes Ziel erwünschte Folgen für Betroffene?
Optionen: Optionenraum
Erwartetes Artefakt: Optionenraum
Status quo, diskrete Mechanismen und sinnvolle Hybride aus unabhängigen Gestaltungsdimensionen bilden.
Eintrag:
...
- Unterscheiden sich Optionen im Wirkmechanismus und sind sie ausführbar?
Folgen: Optionenkarten
Erwartetes Artefakt: Optionenkarten
Erwartete Folgen, Nebenwirkungen, Reversibilität und Abhängigkeiten je Option beschreiben.
Eintrag:
...
- Sind Folgen kausal mit dem Mechanismus verbunden und als Hypothesen markiert?
Lücken: Prüfbarer Rahmen
Erwartetes Artefakt: Prüfbarer Rahmen
Doppelungen, unzulässige Optionen und Informationslücken prüfen; nächsten Analyseschritt festlegen.
Eintrag:
...
- Bleibt eine echte Auswahl mit klaren Evidenzfragen übrig?
Offene Fragen und nächste Schritte
...
Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/option-framing/run-sheet
Beispielausgabe
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.
option-framing-beispiel.md
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Lehrbeispiel: Option Framing · Arbeitsstruktur
| Option | Mechanismus | Nötige Fähigkeit | Erwartete Folgen | Reversibilität | Kippfrage |
|---|---|---|---|---|---|
| A · Status quo | Freie Ankunft ohne Steuerung | Keine neue Fähigkeit | p80 18–24 Min.; Notfälle sofort | Vollständig | Ist heutige Streuung saisonal? |
| B · Feste Slots | 30-Minuten-Fenster glätten Ankunft | Buchung und Slotdisziplin | p80 12–14 Min.; planbare Last | Pilot reversibel | Halten Werkstätten Slots ein? |
| C · Dynamische Slots | Prognose passt Kapazität laufend an | Forecast und Echtzeitbestand | p80 9–13 Min.; hohe Flexibilität | Teilweise reversibel | Erreicht Prognose nötige Güte? |
| D · Slots plus Puffer | Feste Slots reservieren 10 % für Notfälle | Freigaberegel 60 Min. vorher | Planbarkeit plus Notfallzugang | Pilot reversibel | Wie oft bleibt Puffer ungenutzt? |
Stolperfallen
Symptome erkennen, gegensteuern
Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf
- WahlrahmenEine Problembeschreibung ersetzt die anstehende Wahl.In der Phase ansehen
- Zielbild‚Automatisierung‘ wird als Ziel gesetzt.In der Phase ansehen
- OptionenraumDieselbe Lösung erscheint in mehreren Formulierungen.In der Phase ansehen
- OptionenkartenOptionen bestehen nur aus Namen und Vorteilen.In der Phase ansehen
- Prüfbarer RahmenFavorit wird gewählt, bevor Konsequenzen belegt sind.In der Phase ansehen
Wahlrahmen
Eine Problembeschreibung ersetzt die anstehende Wahl.
Satz als ‚Wer entscheidet bis wann zwischen welchen Handlungen?‘ schließen.
Zielbild
‚Automatisierung‘ wird als Ziel gesetzt.
Bei jedem Ziel nach dem erwünschten Wert dahinter fragen.
Optionenraum
Dieselbe Lösung erscheint in mehreren Formulierungen.
Pro Option Mechanismus, notwendige Fähigkeit und Abgrenzung angeben.
Optionenkarten
Optionen bestehen nur aus Namen und Vorteilen.
Mechanismus → Folge → Evidenzfrage je Option ergänzen.
Prüfbarer Rahmen
Favorit wird gewählt, bevor Konsequenzen belegt sind.
Entscheidung vertagen, Kippfragen priorisieren und Evidenzowner benennen.
Abbruchkriterien
Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest
Methodenanleitung durchgearbeitet?
Zum Steckbrief für Zweck, ähnliche Methoden und Quellen oder direkt zur nächsten Methode im Katalog.

