Wenn ein Vorhaben an vielen Personen, Interessen und Machtachsen hängt, ordnet Stakeholder Mapping das Umfeld systematisch. Es zeigt, wer beeinflusst, wer betroffen ist und wo Beziehungspflege oder Absicherung zuerst zählt.
Facilitation Mapping Tool
Stakeholder Mapping
Erkennt relevante Akteursgruppen und begründet die Planung ihrer Beteiligung.
Stakeholder Mapping erfasst Akteursgruppen für eine konkrete Entscheidung oder Veränderung. Einfluss und Interesse werden als situative Arbeitsannahmen eingeordnet; daraus entstehen Beteiligungs-, Review- und Informationswege.
Welche Akteursgruppen sind in dieser Entscheidung betroffen oder einflussreich, welche Annahmen gelten und wie werden sie beteiligt?
- Teilnehmende
- 2-8
- Zeit
- 60–90 Minuten
Welche Akteursgruppen sind in dieser Entscheidung betroffen oder einflussreich, welche Annahmen gelten und wie werden sie beteiligt?

Rahmen
Veränderung und Entscheidung eingrenzen
Definiere die konkrete Veränderung, die anstehende Entscheidung und den betrachteten Zeitraum.
Akteure
Betroffene und Einflusswege erfassen
Sammle direkt und indirekt Betroffene, Einflussnehmende und relevante Wissensquellen als Gruppen.
Einordnung
Einfluss und Interesse als Annahmen kartieren
Ordne Gruppen für den vereinbarten Kontext ein und dokumentiere Beleg oder Unsicherheit jeder Platzierung.
Beteiligung
Proportionale Beteiligung planen
Leite Beteiligungsform, Informationsbedarf, Verantwortung und Reviewzeitpunkt aus der Karte ab.
Bei neuer Evidenz oder verändertem Kontext aktualisieren.
Geeignet, wenn
Wenn eine konkrete Entscheidung oder Veränderung mehrere betroffene, einflussreiche oder wissensrelevante Akteursgruppen berührt.
Ideal für
- Project Kickoff
- Change Work
- Service Design
Nicht gut für
- Technische Detailentscheidungen
- Anonyme Massenmärkte ohne Stakeholderzugang
Ergebnisse

Arbeitsartefakt
Nachvollziehbarer, überarbeitbarer Arbeitsstand.

Folgefragen
Lücken und nächste Schritte.
Stakeholder Map
Fiktives Lehrbeispiel
Akteursgruppen mit situativen Annahmen zu Einfluss, Interesse und Beteiligung.
| Arbeitszeile | Akteursgruppe | Interesse | Einfluss | Beteiligung |
|---|---|---|---|---|
| AkteursgruppeWelche Gruppe ist betroffen, einflussreich oder wissensrelevant? | Haushalte mit Reservierung | hoch, Annahme | mittel, Annahme | Interview und Review |
| Annahme prüfenWelche Einordnung braucht Gespräch oder Review? | Ehrenamtliche Werkzeugausgabe | Hoch: Annahme wegen zusätzlicher Prüfaufgaben | Hoch: Annahme wegen Verantwortung für die Ausgabe | Arbeitsablauf gemeinsam prüfen; Einordnung im Gespräch bestätigen |
1. Akteursgruppe
- Akteursgruppe
- Haushalte mit Reservierung
- Annahme prüfen
- Ehrenamtliche Werkzeugausgabe
2. Interesse
- Akteursgruppe
- hoch, Annahme
- Annahme prüfen
- Hoch: Annahme wegen zusätzlicher Prüfaufgaben
3. Einfluss
- Akteursgruppe
- mittel, Annahme
- Annahme prüfen
- Hoch: Annahme wegen Verantwortung für die Ausgabe
4. Beteiligung
- Akteursgruppe
- Interview und Review
- Annahme prüfen
- Arbeitsablauf gemeinsam prüfen; Einordnung im Gespräch bestätigen
Einordnungen bleiben überprüfbar und überarbeitbar.
Erster Schritt
Vorhaben, Entscheidung und Zeitraum festlegen. Betroffene, Einflusswege und Wissensquellen als Gruppen sammeln.
Vertiefung
Die Gruppe sammelt relevante Personen und Organisationen, legt Einfluss, Betroffenheit und Haltung nebeneinander und prüft die Verbindungen zwischen ihnen. Daraus entsteht ein gemeinsames Lagebild für Gespräche, Risiken und gezielte Einbindung.
Stakeholder Mapping arbeitet, weil es Akteure, Interessen, Einfluss und Betroffenheit in ein gemeinsames Bild bringt. Die Methode wird tragfähig, wenn Beziehungen, Spannungen und mögliche Allianzen sichtbar werden und nicht nur Namen auf einer Fläche landen. Klarheit braucht es bei verborgenen Einflusswegen, unterschiedlichen Motiven und der Dynamik über die Zeit, damit Zusammenarbeit und Kommunikation gezielter geplant werden können.
Starte mit dem konkreten Vorhaben und sammle nur Stakeholder, die darauf wirklich Einfluss nehmen oder davon stark betroffen sind. Der wichtige Punkt kommt, wenn formale Rollen wenig über tatsächlichen Einfluss aussagen; dann braucht es genauere Diskussion über Netzwerke und Interessen. Zum Schluss notiere einige priorisierte Beziehungen und eine Entscheidung, wie jede davon aktiv bearbeitet wird.
Die Methodenanleitung führt mit 4 Phasen, Zeitrahmen, 4 Stolperfallen und klaren Abbruchkriterien durch die Umsetzung.
Methodenanleitung öffnenDeine Einschätzung
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Quellen und Themen
Stakeholder Mapping: ArbeitsvorlageEine konkrete Veränderung, relevante Akteursgruppen und überprüfbare Beteiligungsannahmen vorbereiten.markdown
stakeholder-mapping-working-template.md
Eine konkrete Veränderung, relevante Akteursgruppen und überprüfbare Beteiligungsannahmen vorbereiten.
Stakeholder Mapping: Arbeitsvorlage
Fragestellung
Noch zu klären
Gewünschtes Ergebnis
Noch zu klären
Rahmen
Map und Beteiligungsplan erarbeiten Zeit: 60–90 Minuten
Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.
Vorbereitung für diesen Umfang
Methodische Grundausstattung
- Materialien: Einfluss-Interesse-Matrix, Akteursliste, Quellen oder Gesprächsnotizen, Annahmenmarkierungen und Beteiligungsplan.
- Rollen: Facilitation, Projekt- oder Produktverantwortung, betroffene Fachrollen und bei Bedarf Vertretungen betroffener Gruppen.
- Vorab-Infos: Konkrete Veränderung oder Entscheidung, Zeitraum, erste Akteursliste, bekannte Beziehungen und Quellen oder Gesprächsnotizen vorbereiten.
- Gesamter Zeitbedarf: 60–90 Minuten für Karte und Beteiligungsplan; Gespräche und Reviews anschließend terminieren.
- Setup: Einfluss und Interesse gelten nur für den vereinbarten Kontext und Zeitraum. Direkte Aussagen, beobachtete Beziehungen und Arbeitsannahmen werden unterschiedlich markiert.
Für die Arbeitsschritte bereitstellen
Rahmen: Veränderung und Entscheidung eingrenzen
- Veränderung oder Vorhaben
- Entscheidung, Ziel und Zeitraum
Akteure: Betroffene und Einflusswege erfassen
- erste Akteurs- und Partnerliste
- bekannte Beziehungen, Abhängigkeiten und Wissensquellen
Einordnung: Einfluss und Interesse als Annahmen kartieren
- Akteursliste und Beziehungshinweise
- situative Evidenz oder Gesprächsnotizen
Beteiligung: Proportionale Beteiligung planen
- Stakeholder Map mit Unsicherheiten
- verfügbare Beteiligungsformen und Verantwortlichkeiten
Stakeholder Map
| Arbeitszeile | Akteursgruppe | Interesse in dieser Situation | Einfluss auf Entscheidung oder Umsetzung | Beteiligung und Review |
|---|---|---|---|---|
| Akteursgruppe | ||||
| Annahme prüfen |
- Akteursgruppe: Welche Gruppe ist betroffen, einflussreich oder wissensrelevant?
- Annahme prüfen: Welche Einordnung braucht Gespräch oder Review?
Leere Arbeitsvorlage: eigene Angaben eintragen.
Rahmen: Veränderung und Entscheidung eingrenzen
Erwartetes Artefakt: Veränderung · Entscheidung · Zeitraum · Grenze
Abgegrenzter Kontext mit Entscheidung und Zeitraum
Eintrag:
...
- Bezieht sich die Map auf eine konkrete Entscheidung?
- Sind Zeitraum und Systemgrenze benannt?
Akteure: Betroffene und Einflusswege erfassen
Erwartetes Artefakt: Akteursgruppe · Betroffenheit · Rolle · Einflussweg · Quelle
Akteursliste mit direkten und indirekten Beziehungen
Eintrag:
...
- Sind direkt und indirekt Betroffene vertreten?
- Bleiben unbekannte oder fehlende Perspektiven sichtbar?
Einordnung: Einfluss und Interesse als Annahmen kartieren
Erwartetes Artefakt: Gruppe · Interesse · Einfluss · Quelle oder Annahme
Situative Map mit Begründung und Unsicherheit je Platzierung
Eintrag:
...
- Kann jede Platzierung hinterfragt und aktualisiert werden?
- Wird Einfluss nicht mit Hierarchie gleichgesetzt?
Beteiligung: Proportionale Beteiligung planen
Erwartetes Artefakt: Gruppe · Beteiligung · Owner · nächster Kontakt · Review
Beteiligungsplan mit konkreten Wegen, Ownern und Reviewterminen
Eintrag:
...
- Erzeugt jede priorisierte Einordnung eine passende Aktion?
- Sind Zustimmung, Information und Mitgestaltung klar unterschieden?
Offene Fragen und nächste Schritte
...
Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/stakeholder-mapping/run-sheet
Alternativen und Nachbarn
Passende Alternativen mit Entscheidungshilfe, danach weitere verwandte Methoden.

Statt Stakeholder Mapping, wenn ihr Stakeholder nach Einfluss und Interesse sauber einordnen wollt.

Macht Ziele, Bedenken und offene Lücken sichtbar, damit Klärungsschritte gezielt geplant werden können.

Bewertet Stakeholder nach Power, Legitimacy und Urgency und übersetzt die Klassen in Bearbeitungsstrategien.

Vergleicht drei Perspektiven in einem gemeinsamen Bild und macht Überlappungen ebenso sichtbar wie Unterschiede.

Legt Erwartungen von Stakeholdern offen, clustert Konflikte und formt daraus konkrete Agreements.

Schärft Ziel, Kernbotschaft und Spannungsbogen, damit ein Narrativ klar zu Handlung oder Entscheidung führt.
Rahmenbedingungen und Herkunft
Steckbrief
- Methodenform
- Mapping Tool
- Teilnehmende
- 2-8
- Zeit
- 60–90 min
- Reifegrad
- Canonical
- Ursprung
- Praxisgemeinschaft

