Wenn viele Aufgaben zügig eingeordnet werden müssen, sortiert sie nach wahrgenommenem Aufwand und Ähnlichkeit. Sie reduziert den Aufwand für Feinschätzung bei großen Mengen.
Affinity Estimation
Lässt das Team Items still gruppieren, diskutiert Abweichungen und erzeugt konsistente relative Größenbilder.
Wie ordnen sich diese Items relativ zueinander entlang der Größenachse, und wo entstehen Ausreißer oder Cluster, die genauere Diskussion brauchen?
Sie lässt Aufgaben im Vergleich zu bereits bekannten Größen anordnen und verdichtet die Einschätzung zu Clustern. Das gemeinsame Sortieren nutzt Mustererkennung statt Einzeldebatte und macht Ausreißer dort sichtbar, wo sie wirklich geklärt werden müssen.
Visuelle Orientierung
Methodenskizze für ein schnelles Grundgefühl.
Ablauf
- 1Items als Karten vorbereiten
- 2Relative Größenachse aufbauen
- 3Items still sortieren
- 4Cluster mit Größen versehen
- 5Ausreißer und Unsicherheiten klären
Das Runsheet führt mit 4 Phasen, Timeboxen, 5 Stolperfallen und klaren Abbruchkriterien durch die Umsetzung.
Runsheet öffnenIdeal für
- Large Backlogs
- Release Planning
- Team Calibration
Nicht gut für
- Einzelne Hochrisiko-Items
- Sehr unklare Anforderungen
- Detaillierte Kostenschätzung
Vertiefung
Affinity Estimation funktioniert, weil viele Items zugleich relativ eingeordnet werden können und dadurch ein gemeinsames Größenbild in kurzer Zeit entsteht. Gute Anwendung bleibt offen für Umplatzierungen, sobald neue Vergleichspaare auftauchen oder Unsicherheit sichtbar wird. Das Verfahren hilft besonders dort, wo Muster im Backlog wichtiger sind als exakte Einzelwerte und die Diskussion über Nachbarschaften mehr Erkenntnis liefert als Zahlen allein.
Nutze eine Mischung aus bekannten und unklaren Items, damit die Gruppe stabile Ankerpunkte und echte Diskussionsfälle hat. Substanz bekommt die Runde, wenn ein Element mehrfach verschoben wird und dadurch seine Unsicherheit offenbart. Schließe mit einer bereinigten Ordnung, markierten Ausnahmen und klaren Kandidaten für spätere Detailschätzung.
Affinity Estimation ArbeitsvorlageKompakte Arbeitsvorlage für Affinity Estimation mit Kontext, Input, Ergebnisartefakten und nächstem Schritt.canvas
affinity-estimation-working-template.md
Kompakte Arbeitsvorlage für Affinity Estimation mit Kontext, Input, Ergebnisartefakten und nächstem Schritt.
Affinity Estimation Canvas
Kontext
Wofür wird die Methode eingesetzt?
Kernfrage
Welche Frage soll am Ende beantwortet sein?
Input
Welche Daten, Beobachtungen oder Materialien liegen vor?
Arbeitsfläche
- Bereich 1:
- Bereich 2:
- Bereich 3:
- Beziehungen / Muster:
Ergebnisartefakte
- Affinity Size Map:
- Grouped Estimates:
- Unclear Items:
Offene Fragen
- ...
Nächster Schritt
Owner, Datum, Erfolgssignal.
Wann stattdessen?
Kurze Entscheidungshilfe für vorhandene Alternativen.
Statt Affinity Estimation, wenn ihr Schätzungen relativ kalibrieren wollt und gemeinsame Annahmen offenlegen möchtet.
Statt Affinity Estimation, wenn ihr Schätzungen mit mehreren Expertenrunden belastbarer machen wollt.
Ähnliche Methoden
Alle MethodenVerteilt Arbeit in feste Größenfenster, damit relative Schätzungen schnell entstehen und strittige Items sichtbar bleiben.
Vergleicht Stories relativ, deckt Wissenslücken auf und erzeugt eine gemeinsame Schätzung mit nachvollziehbaren Annahmen.
Statt Affinity Estimation, wenn ihr Schätzungen relativ kalibrieren wollt und gemeinsame Annahmen offenlegen möchtet.
Vergibt relative Punkte auf Basis von Referenzstories und macht Risiko, Umfang und Lernaufwand vergleichbar.
Sortiert Backlog Items grob nach Referenzgrößen und markiert früh Themen, die später Split oder Klärung brauchen.
Schätzt Arbeit in einer teaminternen Einheit und macht Annahmen sichtbar, die echte Kapazität verzerren können.
Organisiert Produktentwicklung in feste Sprints mit klaren Rollen, Events und einem priorisierten Backlog.