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MethodenanleitungAgile

Affinity Estimation

Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.

KomplexitätMittel
Zeit30-90 min
Teilnehmende3-12
FormatWorkshop
ReifegradEstablished
Affinity Estimation planen
01

Vorbedingung

Was vorher fertig sein muss

Vorher abschließenVergleichbarer Gegenstand

Item-Satz, enthaltene Arbeit und gemeinsame Definition of Done festlegen; unklare oder artfremde Items vorab aussortieren.

Ohne gemeinsamen Bezugsrahmen werden Werte nicht vergleichbar.
Vorher abschließenEvidenzzugang

Vergleichbare, refinete Items, gemeinsame Definition of Done, relative Skala, Referenz-Items und Diskussionsstapel

Fehlende Daten bleiben als Unsicherheit sichtbar.
02

Vorbereitung

Was vor Start vorliegen muss

Materialien

Vergleichbare, refinete Items, gemeinsame Definition of Done, relative Skala, Referenz-Items und Diskussionsstapel

Personen / Rollen

Umsetzendes Team sortiert · Product Owner klärt · Facilitator schützt den stillen Ablauf

Vorabinfos

Item-Satz, enthaltene Arbeit und gemeinsame Definition of Done festlegen; unklare oder artfremde Items vorab aussortieren.

Zeitbedarf

30–60 Minuten für 20–50 vergleichbare Items; strittige Items anschließend vertiefen.

Setup

Arbeitsfläche mit Rahmen · Anker · Sortieren · Konflikte · Kalibrieren vorbereiten; Beispiel und eigene Daten trennen.

03

Kernfrage

Die eine Frage, die diese Methode beantwortet

Wie ordnet das Team viele vergleichbare Items schnell nach relativer Größe und macht nur die echten Unsicherheiten zum Gespräch?

04

Ablauf

Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle

Sie lässt Aufgaben im Vergleich zu bereits bekannten Größen anordnen und verdichtet die Einschätzung zu Clustern. Das gemeinsame Sortieren nutzt Mustererkennung statt Einzeldebatte und macht Ausreißer dort sichtbar, wo sie wirklich geklärt werden müssen.

Affinity Estimation · Arbeitsstruktur

Fiktives Beispiel

Fiktive Werte zeigen die tatsächlichen Fachfelder.

Affinity Estimation · Arbeitsstruktur
ItemEnthaltenBezugErstplatzierungKonfliktErgebnisFolge
Token löschenEvidenz und Begründung ergänzen.Build, Test, Security, RolloutKleiner Anker: ValidierungsregelKleinKeinerKleinPlanbar
Karte speichernEvidenz und Begründung ergänzen.Build, Test, Security Review, RolloutMittlerer Anker: Provider-TokenMittel/GroßGastnutzer und Migration unklarMittelScope fixiert
ProviderwechselEvidenz und Begründung ergänzen.Auth, Migration, Fallback, ZertifizierungGroßer Anker: neue ZahlungsartGrößer als großMehrere OutcomesKlärungsstapelSplit + Spike
  1. 1. Enthalten

    Token löschen
    Build, Test, Security, Rollout
    Karte speichern
    Build, Test, Security Review, Rollout
    Providerwechsel
    Auth, Migration, Fallback, Zertifizierung
  2. 2. Bezug

    Token löschen
    Kleiner Anker: Validierungsregel
    Karte speichern
    Mittlerer Anker: Provider-Token
    Providerwechsel
    Großer Anker: neue Zahlungsart
  3. 3. Erstplatzierung

    Token löschen
    Klein
    Karte speichern
    Mittel/Groß
    Providerwechsel
    Größer als groß
  4. 4. Konflikt

    Token löschen
    Keiner
    Karte speichern
    Gastnutzer und Migration unklar
    Providerwechsel
    Mehrere Outcomes
  5. 5. Ergebnis

    Token löschen
    Klein
    Karte speichern
    Mittel
    Providerwechsel
    Klärungsstapel
  6. 6. Folge

    Token löschen
    Planbar
    Karte speichern
    Scope fixiert
    Providerwechsel
    Split + Spike

Alle Werte sind fiktiv.

Fachquelle · eigene Lehrdarstellung

  1. 1

    Rahmen

    Vergleichsmenge

    Ziel

    Vergleichsmenge: Vergleichbare Items und eine gemeinsame Größenbedeutung festlegen.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Item-Satz, enthaltene Arbeit und gemeinsame Definition of Done festlegen; unklare oder artfremde Items vorab aussortieren.
    • Vergleichbare, refinete Items, gemeinsame Definition of Done, relative Skala, Referenz-Items und Diskussionsstapel

    Durchführung

    • Vergleichbare Items und eine gemeinsame Größenbedeutung festlegen.

    Ergebnis

    Vergleichsmenge

    Vergleichbare Items und eine gemeinsame Größenbedeutung festlegen.

    Qualitätscheck

    Umfassen alle Items dieselben Arbeitsarten und denselben Done-Standard?

    Stolperfalle

    Research, Features und Betriebsprojekte landen in einer Menge. Menge teilen oder Schätzdimension vereinheitlichen.

    Zeitlicher Rahmen: 5–10 Minuten

  2. 2

    Anker

    Größenanker

    Ziel

    Größenanker: Ein kleines, mittleres und großes bekanntes Item als relative Orientierung platzieren.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Vergleichsmenge

    Durchführung

    • Ein kleines, mittleres und großes bekanntes Item als relative Orientierung platzieren.

    Ergebnis

    Größenanker

    Ein kleines, mittleres und großes bekanntes Item als relative Orientierung platzieren.

    Qualitätscheck

    Sind Anker verstanden und aus derselben Arbeitsdomäne?

    Stolperfalle

    Anker sind Wunschwerte statt abgeschlossene Vergleichsarbeit. Nur bekannte Arbeit mit geteilter Done-Definition als Anker nutzen.

    Zeitlicher Rahmen: 5–10 Minuten

  3. 3

    Sortieren

    Erstsortierung

    Ziel

    Erstsortierung: Teammitglieder platzieren Items still relativ zu Ankern; ein Item darf einmal verschoben werden.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Größenanker

    Durchführung

    • Teammitglieder platzieren Items still relativ zu Ankern; ein Item darf einmal verschoben werden.

    Ergebnis

    Erstsortierung

    Teammitglieder platzieren Items still relativ zu Ankern; ein Item darf einmal verschoben werden.

    Qualitätscheck

    Wurde unabhängig platziert, bevor Diskussion oder Zahlenanker entstehen?

    Stolperfalle

    Die erste Person erklärt jede Platzierung und ankert alle anderen. Still platzieren und Begründung erst bei Konflikten öffnen.

    Zeitlicher Rahmen: 10–20 Minuten

  4. 4

    Konflikte

    Klärungsstapel

    Ziel

    Klärungsstapel: Bei zweitem Verschiebewunsch Item in den Diskussionsstapel legen; Unterschiede über Scope und Risiko klären.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Erstsortierung

    Durchführung

    • Bei zweitem Verschiebewunsch Item in den Diskussionsstapel legen; Unterschiede über Scope und Risiko klären.

    Ergebnis

    Klärungsstapel

    Bei zweitem Verschiebewunsch Item in den Diskussionsstapel legen; Unterschiede über Scope und Risiko klären.

    Qualitätscheck

    Erklärt die Diskussion verschiedene Arbeitsbilder statt Vorlieben?

    Stolperfalle

    Items wandern mehrfach hin und her und bremsen den Durchlauf. Nach einer Verschiebung den nächsten Konflikt bewusst separieren.

    Zeitlicher Rahmen: 10–15 Minuten

  5. 5

    Kalibrieren

    Relative Schätzung

    Ziel

    Relative Schätzung: Gruppen benennen, Grenzfälle prüfen und große oder unklare Items splitten beziehungsweise weitergeben.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Klärungsstapel

    Durchführung

    • Gruppen benennen, Grenzfälle prüfen und große oder unklare Items splitten beziehungsweise weitergeben.

    Ergebnis

    Relative Schätzung

    Gruppen benennen, Grenzfälle prüfen und große oder unklare Items splitten beziehungsweise weitergeben.

    Qualitätscheck

    Sind Nachbarschaften plausibel und offene Items mit nächstem Schritt versehen?

    Stolperfalle

    Die Reihenfolge wird in scheinpräzise Stunden umgerechnet. Relative Gruppen und Annahmen bewahren; Prognosen separat aus Durchsatzdaten ableiten.

    Zeitlicher Rahmen: 5–10 Minuten

05

Artefakt

Was am Ende rauskommt

Skizze: so sieht das Artefakt aus

Affinity Estimation · Relative Size MapViele Backlog Items schnell entlang einer Größenachse grob schätzen
Affinity Estimation Relative Size MapDie Skizze zeigt Backlog-Karten, die entlang einer relativen Größenachse in Size Buckets sortiert und als grobe Schätzung dokumentiert werden.Viele Items grob relativ schätzenErst still sortieren, dann nur Grenzen, Ausreißer und große Items besprechen.Input ItemsBacklog-Karten sammelnRelative Size MapStill von klein nach groß einsortierenEstimate OutputAusreißer und Grenzen klärenLoginExportSSOReportPortalGrenzfälle kurz klären13er splitten oder spiken1kleinTooltipCopy3überschaubarFilterAPI5mittelExportSSO8großReportPortal13splittenAuditSpikekleingroßGrouped EstimatesItems je Size BucketUnclear ItemsAnnahmen klärenSplit CandidatesGroße Items schneiden
Form

Relativ geordnete und kalibrierte Items mit Referenzen, markierten Konflikten, Annahmen sowie Split- oder Klärungsaufträgen.

Versionierung / Ownership

Datum, Team, Datenstand und Reviewtermin führen; frühere Fassungen erhalten.

Tool-Alternativen
  • Relative Größenbahn
  • Referenz-Items
  • Diskussions- und Klärungsstapel

affinity-estimation-working-template.md

Gegenstand, Daten, Rollen, Ablauf und Review festlegen.

Affinity Estimation: Arbeitsvorlage

Fragestellung

Noch zu klären

Gewünschtes Ergebnis

Noch zu klären

Rahmen

Praxisdurchlauf Zeit: 30–60 Minuten für 20–50 vergleichbare Items; strittige Items anschließend vertiefen.

Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.

Vorbereitung für diesen Umfang

Methodische Grundausstattung

  • Materialien: Vergleichbare, refinete Items, gemeinsame Definition of Done, relative Skala, Referenz-Items und Diskussionsstapel
  • Rollen: Umsetzendes Team sortiert · Product Owner klärt · Facilitator schützt den stillen Ablauf
  • Vorab-Infos: Item-Satz, enthaltene Arbeit und gemeinsame Definition of Done festlegen; unklare oder artfremde Items vorab aussortieren.
  • Gesamter Zeitbedarf: 30–60 Minuten für 20–50 vergleichbare Items; strittige Items anschließend vertiefen.
  • Setup: Arbeitsfläche mit Rahmen · Anker · Sortieren · Konflikte · Kalibrieren vorbereiten; Beispiel und eigene Daten trennen.

Für die Arbeitsschritte bereitstellen

Rahmen: Vergleichsmenge

  • Item-Satz, enthaltene Arbeit und gemeinsame Definition of Done festlegen; unklare oder artfremde Items vorab aussortieren.
  • Vergleichbare, refinete Items, gemeinsame Definition of Done, relative Skala, Referenz-Items und Diskussionsstapel

Anker: Größenanker

  • Vergleichsmenge

Sortieren: Erstsortierung

  • Größenanker

Konflikte: Klärungsstapel

  • Erstsortierung

Kalibrieren: Relative Schätzung

  • Klärungsstapel

Affinity Estimation · Arbeitsstruktur

ItemEnthaltenBezugErstplatzierungKonfliktErgebnisFolge
Token löschen
Karte speichern
Providerwechsel
  • Token löschen: Evidenz und Begründung ergänzen.
  • Karte speichern: Evidenz und Begründung ergänzen.
  • Providerwechsel: Evidenz und Begründung ergänzen.

Die leere Vorlage enthält nur Arbeitsimpulse.

Fachquelle · eigene Lehrdarstellung

Rahmen: Vergleichsmenge

Erwartetes Artefakt: Vergleichsmenge

Vergleichbare Items und eine gemeinsame Größenbedeutung festlegen.

Eintrag:

...

  • Umfassen alle Items dieselben Arbeitsarten und denselben Done-Standard?

Anker: Größenanker

Erwartetes Artefakt: Größenanker

Ein kleines, mittleres und großes bekanntes Item als relative Orientierung platzieren.

Eintrag:

...

  • Sind Anker verstanden und aus derselben Arbeitsdomäne?

Sortieren: Erstsortierung

Erwartetes Artefakt: Erstsortierung

Teammitglieder platzieren Items still relativ zu Ankern; ein Item darf einmal verschoben werden.

Eintrag:

...

  • Wurde unabhängig platziert, bevor Diskussion oder Zahlenanker entstehen?

Konflikte: Klärungsstapel

Erwartetes Artefakt: Klärungsstapel

Bei zweitem Verschiebewunsch Item in den Diskussionsstapel legen; Unterschiede über Scope und Risiko klären.

Eintrag:

...

  • Erklärt die Diskussion verschiedene Arbeitsbilder statt Vorlieben?

Kalibrieren: Relative Schätzung

Erwartetes Artefakt: Relative Schätzung

Gruppen benennen, Grenzfälle prüfen und große oder unklare Items splitten beziehungsweise weitergeben.

Eintrag:

...

  • Sind Nachbarschaften plausibel und offene Items mit nächstem Schritt versehen?

Offene Fragen und nächste Schritte

...

Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/affinity-estimation/run-sheet

06

Beispielausgabe

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.

affinity-estimation-beispiel.md

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Lehrbeispiel: Affinity Estimation · Arbeitsstruktur

ItemEnthaltenBezugErstplatzierungKonfliktErgebnisFolge
Token löschenBuild, Test, Security, RolloutKleiner Anker: ValidierungsregelKleinKeinerKleinPlanbar
Karte speichernBuild, Test, Security Review, RolloutMittlerer Anker: Provider-TokenMittel/GroßGastnutzer und Migration unklarMittelScope fixiert
ProviderwechselAuth, Migration, Fallback, ZertifizierungGroßer Anker: neue ZahlungsartGrößer als großMehrere OutcomesKlärungsstapelSplit + Spike
07

Stolperfallen

Symptome erkennen, gegensteuern

Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf

  1. VergleichsmengeResearch, Features und Betriebsprojekte landen in einer Menge.In der Phase ansehen
  2. GrößenankerAnker sind Wunschwerte statt abgeschlossene Vergleichsarbeit.In der Phase ansehen
  3. ErstsortierungDie erste Person erklärt jede Platzierung und ankert alle anderen.In der Phase ansehen
  4. KlärungsstapelItems wandern mehrfach hin und her und bremsen den Durchlauf.In der Phase ansehen
  5. Relative SchätzungDie Reihenfolge wird in scheinpräzise Stunden umgerechnet.In der Phase ansehen
08

Abbruchkriterien

Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest

Stopp Rahmen: Umfassen alle Items dieselben Arbeitsarten und denselben Done-Standard?
Stopp Anker: Sind Anker verstanden und aus derselben Arbeitsdomäne?
Stopp Sortieren: Wurde unabhängig platziert, bevor Diskussion oder Zahlenanker entstehen?
Stopp Konflikte: Erklärt die Diskussion verschiedene Arbeitsbilder statt Vorlieben?
Stopp Kalibrieren: Sind Nachbarschaften plausibel und offene Items mit nächstem Schritt versehen?

Methode nach Agile Community. Die Methode ist aus der agilen Praxisgemeinschaft entstanden oder wurde dort verbreitet. Kuratiert mit 1 Quellen.

Quellen: Affinity Estimation

Ablauf, Timeboxen und Stolperfallen sind redaktionell kuratierte Praxisempfehlungen auf Basis der genannten Quellen.

Methodenanleitung durchgearbeitet?

Zum Steckbrief für Zweck, ähnliche Methoden und Quellen oder direkt zur nächsten Methode im Katalog.