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Playbook

Risiko- und Readiness-Review durchführen

Von Optimismus zu sichtbaren Risiken, Kontrollen, Tests und Release-Entscheidung.

Schritte4 Methoden
Zeit2-4 h
FormatWorkshop
Ergebnis

Ein priorisiertes Risiko-Backlog mit Kontrollen, Tests und Go/No-Go-Kriterien.

Am Ende hast du

Risk ListRisk MatrixFailure ScenariosROAM Board

Entscheidungspunkt

Du kannst entscheiden, ob ein Release oder Vorhaben bereit ist, welche Risiken akzeptiert werden und welche vorher mitigiert werden müssen.

Nächster Schritt

Top-Risiken ownern, Kontrollen oder Tests durchführen und Go/No-Go-Kriterien vor der Entscheidung prüfen.

Ideal für

  • kritische Releases
  • Architektur- oder Betriebsrisiken
  • Programme mit vielen Abhängigkeiten

Nicht gut für

  • kleine Routinechanges
  • Teams ohne Umsetzungsmandat für Maßnahmen
Vorbereitung

Was vor dem Start klar sein sollte

Rollen

  • Release oder Program Owner
  • Engineering, Operations und Security
  • relevante Business- oder Support-Stakeholder

Inputs

  • Release-Scope oder Vorhabenbeschreibung
  • bekannte Abhängigkeiten und Risiken
  • Betriebs-, Sicherheits- oder Qualitätsanforderungen

Setup

  • Readiness-Kriterien festlegen
  • Risiken vorab sammeln
  • Entscheidungszeitpunkt und Eskalationsweg klären
Ablauf

Methodenpfad

4 Methoden
  1. 1Decision MakingRisk List

    Pre-Mortem

    Welche plausiblen Gründe könnten dieses Vorhaben zum angenommenen Zeitpunkt scheitern lassen, und wie erkennen oder mindern wir sie?

    Warum dieser Schritt?

    Das Pre-Mortem erlaubt dem Team, Scheitern vorwegzunehmen und Risiken ohne Gesichtsverlust auszusprechen.

    Die Risikoliste wird anschließend nach Wahrscheinlichkeit und Auswirkung bewertet.

    Ein hypothetisches Scheitern macht konkrete Risiken, Frühwarnsignale und passende Maßnahmen sichtbar.
  2. 2Decision MakingRisk Matrix

    Risk Matrix

    Welche Risiken überschreiten im vereinbarten Zeitraum unsere Toleranz, und welche Reaktion senkt sie nachvollziehbar?

    Warum dieser Schritt?

    Die Risk Matrix priorisiert Risiken sichtbar und schafft gemeinsame Sprache für Dringlichkeit.

    Die Top-Risiken werden danach als konkrete Ausfallpfade und Kontrollen untersucht.

    Papierillustration einer 5-mal-5-Risikomatrix mit kalibrierten Achsen und Maßnahmenkarten.
  3. 3EngineeringFailure Scenarios

    Failure Scenario Analysis

    Welche glaubwürdigen Ausfallpfade bedrohen eine kritische Leistung, wie erkennen und begrenzen wir sie, und welche Restunsicherheit muss geübt werden?

    Warum dieser Schritt?

    Failure Scenario Analysis prüft, wie Risiken eintreten, erkannt und beantwortet werden können.

    Die Szenarien werden anschließend in den ROAM-Status für Steuerung und Ownership übersetzt.

    Papierillustration zu Failure Scenario Analysis.
  4. 4AgileROAM Board

    ROAM Board

    Wie wird jedes relevante Risiko behandelt, und was muss bis zum nächsten Review geschehen?

    Warum dieser Schritt?

    Das ROAM Board sortiert Risiken nach Resolved, Owned, Accepted und Mitigated und macht Verantwortung sichtbar.

    Der ROAM-Stand fließt in Release-Entscheidung, Follow-up und Kommunikation ein.

    Papierboard mit den vier ROAM-Feldern Resolved, Owned, Accepted und Mitigated.
Abschlusskriterien
Vorlagen

Artefakte für dieses Playbook

Die Artefakte bleiben zugeklappt, bis du sie wirklich brauchst.

MarkdownVorlage anzeigen

Failure Scenario Analysis: Arbeitsvorlage

Gegenstand, Evidenz, Rollen, Ablauf und Review festlegen.

# Failure Scenario Analysis: Arbeitsvorlage

## Fragestellung
Noch zu klären

## Gewünschtes Ergebnis
Noch zu klären

## Rahmen
Vollständiger Durchlauf
Zeit: 90–180 Minuten je Systembereich; technische Nachprüfung und Übungen zusätzlich.

Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.

## Vorbereitung für diesen Umfang

### Methodische Grundausstattung
- **Materialien:** Systemgrenze, kritische Leistungen, Architektur/Abhängigkeiten, Szenariokarten, Signale, Schutzmechanismen und Übungsplan
- **Rollen:** Service Owner · Reliability/Safety · Architektur · Operations · betroffene Fachperspektiven · Maßnahmen-Owner
- **Vorab-Infos:** Kritische Leistung, Betriebszustand, Schutzgrenzen und betrachteten Zeithorizont festlegen; reale Vorfälle und Architektur bereitlegen.
- **Gesamter Zeitbedarf:** 90–180 Minuten je Systembereich; technische Nachprüfung und Übungen zusätzlich.
- **Setup:** Arbeitsfläche mit Leistung · Szenarien · Pfade · Schutz · Üben vorbereiten; Beispiel und eigene Daten trennen.

### Für die Arbeitsschritte bereitstellen

#### Leistung: Schutzobjekt
- Kritische Leistung, Betriebszustand, Schutzgrenzen und betrachteten Zeithorizont festlegen; reale Vorfälle und Architektur bereitlegen.
- Systemgrenze, kritische Leistungen, Architektur/Abhängigkeiten, Szenariokarten, Signale, Schutzmechanismen und Übungsplan

#### Szenarien: Szenarioraum
- Schutzobjekt

#### Pfade: Ausfallpfade
- Szenarioraum

#### Schutz: Schutzmatrix
- Ausfallpfade

#### Üben: Drill-Plan
- Schutzmatrix


## Failure Scenario Analysis · Arbeitsstruktur

| Szenario | Auslöser | Ausfallpfad | Auswirkung | Erkennung | Schutz | Recovery | Übung |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Poolerschöpfung |   |   |   |   |   |   |   |
| Lagernetz aus |   |   |   |   |   |   |   |

- **Poolerschöpfung:** Evidenz und Begründung ergänzen.
- **Lagernetz aus:** Evidenz und Begründung ergänzen.

Die leere Vorlage enthält nur Arbeitsimpulse.

[Fachquelle · eigene Lehrdarstellung](https://sre.google/sre-book/emergency-response/)


## Leistung: Schutzobjekt
Erwartetes Artefakt: Schutzobjekt

Kritische Leistung, Erfolgskriterium und unzulässige Auswirkungen definieren.

Eintrag:

...

- [ ] Ist klar, was unter welchen Bedingungen erhalten werden muss?

## Szenarien: Szenarioraum
Erwartetes Artefakt: Szenarioraum

Glaubwürdige Auslöser aus Architektur, Historie und Umwelt sammeln; zusammengesetzte Fälle zulassen.

Eintrag:

...

- [ ] Sind Szenarien konkret, plausibel und voneinander unterscheidbar?

## Pfade: Ausfallpfade
Erwartetes Artefakt: Ausfallpfade

Vom Auslöser über Zwischenzustände zur Auswirkung modellieren; Annahmen und Eskalationspunkte markieren.

Eintrag:

...

- [ ] Ist jede Verbindung mechanistisch und zeitlich nachvollziehbar?

## Schutz: Schutzmatrix
Erwartetes Artefakt: Schutzmatrix

Detection, Prevention, Mitigation und Recovery je Pfad prüfen; Single Points und Blindstellen markieren.

Eintrag:

...

- [ ] Hat jede Kontrolle Signal, Owner und bekannte Wirksamkeitsgrenze?

## Üben: Drill-Plan
Erwartetes Artefakt: Drill-Plan

Priorisierte Szenarien als Tabletop, GameDay oder technischen Test mit Abbruchregeln durchführen.

Eintrag:

...

- [ ] Prüft der Drill Erkennung, Entscheidung, Recovery und Kommunikation?

## Offene Fragen und nächste Schritte

...

Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/failure-scenario-analysis/run-sheet