methodatlas
Playbook

Entscheidungs-Governance aufsetzen

Von Entscheidungsstau zu Rollen, Rechten, Eskalationswegen und dokumentierten Entscheidungen.

Schritte4 Methoden
Zeit2-4 h Setup, laufend
FormatWorkshop
Ergebnis

Ein Governance-Setup mit Entscheidungstypen, Rollenmodell, Eskalation und Decision Log.

Am Ende hast du

Decision Rights MapRAPID MapDACI MapRAID Log

Entscheidungspunkt

Du kannst entscheiden, welches Rollenmodell und welcher Eskalationsweg für wiederkehrende Entscheidungen gelten.

Nächster Schritt

Governance auf echte Entscheidungstypen anwenden, Decision Log pflegen und nach ersten Fällen nachschärfen.

Ideal für

  • skalierende Organisationen
  • Cross-Team-Entscheidungen
  • unklare Verantwortlichkeiten

Nicht gut für

  • kleine autonome Teams ohne Reibung
  • rein informelle Abstimmung
Vorbereitung

Was vor dem Start klar sein sollte

Rollen

  • Entscheidungsverantwortliche
  • Team- oder Bereichsleitungen
  • Rollen mit häufigem Input oder Eskalationsbedarf

Inputs

  • wiederkehrende Entscheidungstypen
  • bekannte Entscheidungsstaus oder Konflikte
  • bestehende Rollen- und Governance-Regeln

Setup

  • Entscheidungsbereich begrenzen
  • typische Fälle sammeln
  • Pflegeort für Decision Log oder RAID Log festlegen
Ablauf

Methodenpfad

4 Methoden
  1. 1Decision MakingDecision Rights Map

    Decision Rights Mapping

    Wer empfiehlt, liefert Input, muss zustimmen, entscheidet einmalig und führt die konkrete Entscheidung aus?

    Warum dieser Schritt?

    Decision Rights Mapping macht sichtbar, welche Entscheidungstypen existieren und wo Rechte unklar sind.

    Für komplexe Entscheidungstypen wird danach ein konkretes Rollenmodell gewählt.

    Papierillustration von Decision Rights Mapping mit dem methodenspezifischen Arbeitsmodell.
  2. 2Decision MakingRAPID Map

    RAPID

    Wer empfiehlt, stimmt zwingend zu, liefert Input, entscheidet und führt die Entscheidung aus?

    Warum dieser Schritt?

    RAPID trennt Recommend, Agree, Perform, Input und Decide und eignet sich für komplexe Cross-Team-Entscheidungen.

    Das RAPID-Modell wird anschließend für konkrete Entscheidungen oder schlankere Fälle operationalisiert.

    Papierillustration zu RAPID
  3. 3Decision MakingDACI Map

    DACI

    Wer treibt diese Entscheidung voran, wer entscheidet, wer liefert Input und wer muss das Ergebnis kennen?

    Warum dieser Schritt?

    DACI macht Driver, Approver, Contributors und Informed für konkrete Entscheidungen handhabbar.

    Offene Risiken, Annahmen, Issues und Dependencies werden danach laufend steuerbar gemacht.

    Papierillustration zu DACI
  4. 4DeliveryRAID Log

    RAID Log

    Welche offenen Risks, Assumptions, Issues und Dependencies gefährden die nächste Zusage, und wer tut was bis wann?

    Warum dieser Schritt?

    Das RAID Log hält Risiken, Annahmen, Issues und Abhängigkeiten sichtbar und mit Verantwortung verbunden.

    Der Log wird zur regelmäßigen Governance-Routine und Entscheidungsunterstützung.

    Papierillustration für RAID Log mit fachlich beschrifteter Arbeitsfläche.
Abschlusskriterien
Vorlagen

Artefakte für dieses Playbook

Die Artefakte bleiben zugeklappt, bis du sie wirklich brauchst.

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Decision Framing Workshop: Arbeitsvorlage

Gegenstand, Evidenz, Rollen, Ablauf und Review festlegen.

# Decision Framing Workshop: Arbeitsvorlage

## Fragestellung
Noch zu klären

## Gewünschtes Ergebnis
Noch zu klären

## Rahmen
Vollständiger Durchlauf
Zeit: 120–180 Minuten plus Vorinterviews bei strittigem Scope.

Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.

## Vorbereitung für diesen Umfang

### Methodische Grundausstattung
- **Materialien:** Entscheidungsmandat, Stakeholder- und Scope-Karte, Ziele, Alternativen, Unsicherheiten, Evidenzquellen und Entscheidungslog
- **Rollen:** Decision Owner · zentrale Stakeholder · Fach-/Datenexpert:innen · Facilitator · Scribe
- **Vorab-Infos:** Mandat und Decision Owner klären; Stakeholder vorab nach Entscheidung, Grenzen, Interessen und strittigen Annahmen befragen.
- **Gesamter Zeitbedarf:** 120–180 Minuten plus Vorinterviews bei strittigem Scope.
- **Setup:** Arbeitsfläche mit Entscheid · Scope · Ziele · Optionen · Evidenz vorbereiten; Beispiel und eigene Daten trennen.

### Für die Arbeitsschritte bereitstellen

#### Entscheid: Entscheidungssatz
- Mandat und Decision Owner klären; Stakeholder vorab nach Entscheidung, Grenzen, Interessen und strittigen Annahmen befragen.
- Entscheidungsmandat, Stakeholder- und Scope-Karte, Ziele, Alternativen, Unsicherheiten, Evidenzquellen und Entscheidungslog

#### Scope: Scope-Karte
- Entscheidungssatz

#### Ziele: Zielhierarchie
- Scope-Karte

#### Optionen: Alternativenraum
- Zielhierarchie

#### Evidenz: Evidenzplan
- Alternativenraum


## Decision Framing Workshop · Arbeitsstruktur

| Framefeld | Arbeitsfrage | Fiktiver Inhalt | Owner/Quelle | Status |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Entscheidung |   |   |   |   |
| Scope |   |   |   |   |
| Ziele |   |   |   |   |
| Alternativen |   |   |   |   |
| Unsicherheit |   |   |   |   |

- **Entscheidung:** Evidenz und Begründung ergänzen.
- **Scope:** Evidenz und Begründung ergänzen.
- **Ziele:** Evidenz und Begründung ergänzen.
- **Alternativen:** Evidenz und Begründung ergänzen.
- **Unsicherheit:** Evidenz und Begründung ergänzen.

Die leere Vorlage enthält nur Arbeitsimpulse.

[Fachquelle · eigene Lehrdarstellung](https://www.sdg.org/en/decision-quality)


## Entscheid: Entscheidungssatz
Erwartetes Artefakt: Entscheidungssatz

Decision Owner, Entscheidungssatz, Termin und ausgelöste Folgeentscheidung klären.

Eintrag:

...

- [ ] Enthält der Satz eine konkrete Wahl und einen handlungsfähigen Owner?

## Scope: Scope-Karte
Erwartetes Artefakt: Scope-Karte

In/Out, Zeithorizont, betroffene Gruppen, feste Grenzen und Schnittstellen markieren.

Eintrag:

...

- [ ] Sind strittige Grenzen als Entscheidung oder Annahme sichtbar?

## Ziele: Zielhierarchie
Erwartetes Artefakt: Zielhierarchie

Fundamentale Ziele, Messgrößen und rote Linien aus Stakeholderperspektiven ableiten.

Eintrag:

...

- [ ] Sind Ziele unabhängig von einer bevorzugten Lösung und ohne Doppelzählung?

## Optionen: Alternativenraum
Erwartetes Artefakt: Alternativenraum

Status quo und unterscheidbare, ausführbare Alternativen auf passender Entscheidungsebene formulieren.

Eintrag:

...

- [ ] Sind mindestens zwei echte Handlungen und der Status quo vergleichbar?

## Evidenz: Evidenzplan
Erwartetes Artefakt: Evidenzplan

Schlüsselunsicherheiten, Kippwerte, Quellen, Owner und Entscheidungsprozess festlegen; Frame abnehmen.

Eintrag:

...

- [ ] Ist klar, welche Unsicherheit die Wahl ändern kann und wer sie bis wann klärt?

## Offene Fragen und nächste Schritte

...

Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/decision-framing-workshop/run-sheet
MarkdownVorlage anzeigen

RAID Log: Arbeitsvorlage

Plane RAID Log mit realem Scope, passenden Rollen und einem klaren Entscheidungsziel.

# RAID Log: Arbeitsvorlage

## Fragestellung
Noch zu klären

## Gewünschtes Ergebnis
Noch zu klären

## Rahmen
Praxis einrichten und prüfen
Zeit: 45 Minuten initial; 15–30 Minuten pro Review

Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.

## Vorbereitung für diesen Umfang

### Methodische Grundausstattung
- **Materialien:** RAID-Tabelle mit stabilen IDs, Vorhabensplan, Risikoregister, Annahmen aus Discovery, Issue-Liste, Abhängigkeitszusagen und Eskalationskalender.
- **Rollen:** Delivery Lead · Scribe · Item Owner · Entscheider bei Eskalationen
- **Vorab-Infos:** Bestehende Listen zusammenführen, Dubletten markieren und überfällige Items vor dem Review hervorheben.
- **Gesamter Zeitbedarf:** 45 Minuten initial; 15–30 Minuten pro Review
- **Setup:** Vier Typdefinitionen sowie Pflichtfelder ID, Aussage, Auswirkung, Owner, Aktion, Termin und Status sichtbar platzieren.

### Für die Arbeitsschritte bereitstellen

#### Regeln: RAID-Typen und Pflichtfelder festlegen
- Vorhabensscope
- Governance- und Eskalationsregeln
- Bestehende Listen

#### Erfassen: Einträge präzise aufnehmen
- Discovery-, Planungs- und Deliveryerkenntnisse
- Risiken, offene Annahmen, aktuelle Probleme
- Externe Zusagen und Schnittstellen

#### Steuern: Owner und Folgeschritt setzen
- Qualifizierte Einträge
- Verantwortlichkeiten
- Entscheidungs- und Eskalationswege

#### Review: Änderungen und Übergänge prüfen
- Aktuelles RAID Log
- Neue Evidenz und Lieferstände
- Entscheidungen aus Reviews


## RAID Log

| RAID-ID | R/A/I/D | Aussage · Auswirkung | Owner · Datum | Aktion · Nachweis | Status · Trigger |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| D-07 |   |   |   |   |   |

- **D-07:** Externe Sandbox

Pro Eintrag genau einen Typ wählen und einen prüfbaren nächsten Schritt setzen.

[UK Government Gate 2 Review: Delivery Strategy](https://www.gov.uk/government/publications/gate-review-2-delivery-strategy/gate-2-review-delivery-strategy)


## Regeln: RAID-Typen und Pflichtfelder festlegen
Erwartetes Artefakt: RAID-Konvention

Typregeln · Pflichtfelder · Status · Kadenz

Eintrag:

...

- [ ] Kann jedes Item eindeutig genau einem Typ zugeordnet werden?

## Erfassen: Einträge präzise aufnehmen
Erwartetes Artefakt: Qualifizierte Einträge

ID · Typ · Aussage · Auswirkung · Quelle

Eintrag:

...

- [ ] Passt Grammatik und Folgeschritt zum Typ?

## Steuern: Owner und Folgeschritt setzen
Erwartetes Artefakt: Steuerbares Log

Aktion · Owner · Termin · Status · Eskalation

Eintrag:

...

- [ ] Hat jeder Typ den richtigen Folgeschritt?

## Review: Änderungen und Übergänge prüfen
Erwartetes Artefakt: Aktualisiertes RAID Log

Status · Übergang · Entscheidung · Abschlussnachweis

Eintrag:

...

- [ ] Ist jede Änderung datiert und begründet?

## Offene Fragen und nächste Schritte

...

Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/raid-log/run-sheet