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MethodenanleitungDecision Making

Decision Rights Mapping

Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.

KomplexitätMittel
Zeit90-180 min
Teilnehmende4-12
FormatWorkshop
ReifegradEstablished
Decision Rights Mapping planen
01

Vorbedingung

Was vorher fertig sein muss

Vorher abschließenBegrenzter Gegenstand

Scope und Zweck von Decision Rights Mapping sind als konkrete Frage benannt.

Ohne Scope wird RAPID Decision Map beliebig.
Vorher abschließenZugang zu relevanten Perspektiven

Liste kritischer Entscheidungen, Beteiligte Rollen, Governance- und Zustimmungspflichten und entscheidungsfähige Fachpersonen sind verfügbar.

Ohne diese Perspektiven bleiben zentrale Aussagen in RAPID Decision Map unbelegt.
02

Vorbereitung

Was vor Start vorliegen muss

Materialien

Liste kritischer Entscheidungen, Beteiligte Rollen, Governance- und Zustimmungspflichten, gemeinsame Arbeitsfläche, Quellenlinks und Entscheidungslog.

Personen / Rollen

Facilitator · Process Owner · heutige Entscheider · betroffene Ausführende

Vorabinfos

Liste kritischer Entscheidungen, Beteiligte Rollen, Governance- und Zustimmungspflichten vorab zusammentragen und offene Annahmen markieren.

Zeitbedarf

45–75 Minuten für 3–5 Entscheidungen

Setup

eine RAPID-Matrix je klar formulierter Entscheidung mit genau einer D-Rolle sichtbar vorbereiten und Bewertungsbegriffe vor Beginn kalibrieren.

03

Kernfrage

Die eine Frage, die diese Methode beantwortet

Wer empfiehlt, liefert Input, muss zustimmen, entscheidet einmalig und führt die konkrete Entscheidung aus?

04

Ablauf

Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle

RAPID klärt Entscheidungsrollen. Eine Entscheidung hat genau eine D-Rolle und in der Regel eine führende R-Rolle. Agree wird sparsam für echte Zustimmungspflichten eingesetzt; Input liefert relevante Sicht, Perform setzt den Beschluss um.

RAPID Decision Map

Fiktives Arbeitsbeispiel

eine RAPID-Matrix je klar formulierter Entscheidung mit genau einer D-Rolle als präzise Arbeitsstruktur mit fiktivem Beispiel.

RAPID Decision Map
EntscheidungEntscheidungR: RecommendI/A: Input und AgreeD: DecideP: Perform und Übergang
Enterprise-PreisRAPID-ZuordnungEnterprise-Preis für Start am 01.10. freigeben; Entscheid 15.08.Product Lead mit Finance-Modell.I: Sales, CS; A: Legal nur Vertragsklauseln.GM Product.Billing und Sales Ops; Reopen bei >10 % Kostenabweichung.
  1. 1. Entscheidung

    Enterprise-Preis
    Enterprise-Preis für Start am 01.10. freigeben; Entscheid 15.08.
  2. 2. R: Recommend

    Enterprise-Preis
    Product Lead mit Finance-Modell.
  3. 3. I/A: Input und Agree

    Enterprise-Preis
    I: Sales, CS; A: Legal nur Vertragsklauseln.
  4. 4. D: Decide

    Enterprise-Preis
    GM Product.
  5. 5. P: Perform und Übergang

    Enterprise-Preis
    Billing und Sales Ops; Reopen bei >10 % Kostenabweichung.

Das Beispiel zeigt die Fachlogik von Decision Rights Mapping; eigene Vorlagen bleiben leer.

Bain & Company: The Five Steps to Better Decisions

  1. 1

    Entscheidungen

    Entscheidungen

    Ziel

    Entscheidungsliste so erarbeiten, dass die Kernfrage „Wer empfiehlt, liefert Input, muss zustimmen, entscheidet einmalig und führt die konkrete Entscheidung aus?“ belastbar weiter beantwortet werden kann.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Liste kritischer Entscheidungen
    • Beteiligte Rollen
    • Governance- und Zustimmungspflichten

    Durchführung

    • Die 3–5 wertkritischen Entscheidungen präzise als zu treffende Wahl formulieren.
    • Quelle, Begründung und offene Unsicherheit direkt in Entscheidungsliste festhalten.

    Ergebnis

    Entscheidungsliste

    Entscheidungsliste · Quelle · Unsicherheit · nächster Entscheid

    Qualitätscheck

    Hat jede Zeile einen klaren Gegenstand, Entscheidungszeitpunkt und Geltungsbereich?

    Stolperfalle

    Breite Themen wie Strategie oder Pricing werden statt konkreter Entscheidungen eingetragen. Grundlage nachholen, Aussage korrigieren und den Schritt mit sichtbarer Begründung wiederholen.

    Zeitlicher Rahmen: 10–20 Minuten

  2. 2

    RAPID

    RAPID

    Ziel

    RAPID-Zuordnung so erarbeiten, dass die Kernfrage „Wer empfiehlt, liefert Input, muss zustimmen, entscheidet einmalig und führt die konkrete Entscheidung aus?“ belastbar weiter beantwortet werden kann.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Entscheidungsliste
    • Beteiligte Rollen
    • Governance- und Zustimmungspflichten

    Durchführung

    • R, I, A, D und P zuordnen; genau eine D-Rolle und wenige echte A-Rollen sichern.
    • Quelle, Begründung und offene Unsicherheit direkt in RAPID-Zuordnung festhalten.

    Ergebnis

    RAPID-Zuordnung

    RAPID-Zuordnung · Quelle · Unsicherheit · nächster Entscheid

    Qualitätscheck

    Gibt es genau eine D und eine klare führende R-Rolle?

    Stolperfalle

    Mehrere D- oder A-Rollen erzeugen faktisch Vetorechte und verlängern die Entscheidung. Grundlage nachholen, Aussage korrigieren und den Schritt mit sichtbarer Begründung wiederholen.

    Zeitlicher Rahmen: 10–20 Minuten

  3. 3

    Ablauf

    Ablauf

    Ziel

    Entscheidungsprozess so erarbeiten, dass die Kernfrage „Wer empfiehlt, liefert Input, muss zustimmen, entscheidet einmalig und führt die konkrete Entscheidung aus?“ belastbar weiter beantwortet werden kann.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • RAPID-Zuordnung
    • Beteiligte Rollen
    • Governance- und Zustimmungspflichten

    Durchführung

    • Inputs, Meilensteine, Entscheidungsforum, Kommunikation und Wiedereröffnungsregel festlegen.
    • Quelle, Begründung und offene Unsicherheit direkt in Entscheidungsprozess festhalten.

    Ergebnis

    Entscheidungsprozess

    Entscheidungsprozess · Quelle · Unsicherheit · nächster Entscheid

    Qualitätscheck

    Ist klar, wann Input endet, D entscheidet und P beginnt?

    Stolperfalle

    Die Buchstaben stehen in der Matrix, aber kein Termin oder verbindlicher Übergang zur Ausführung existiert. Grundlage nachholen, Aussage korrigieren und den Schritt mit sichtbarer Begründung wiederholen.

    Zeitlicher Rahmen: 10–20 Minuten

05

Artefakt

Was am Ende rauskommt

Skizze: so sieht das Artefakt aus

Decision Rights Mapping · Entscheidungsrechte klärenKonkrete Entscheidungstypen gegen Rollen mappen und je Entscheidung Decide, Recommend, Input und Inform explizit festlegen
Decision Rights MappingDas Visual zeigt Entscheidungstypen, Rollen und eine Matrix mit Decide, Recommend, Input und Inform sowie Vereinbarung und Kommunikation.Entscheidungsrechte sichtbar und zustimmungsfähig machenDie Matrix klärt, wer entscheidet, empfiehlt, Input gibt oder informiert wird, bevor Governance-Reibung eskaliert.Entscheidungstypenkonkrete wiederkehrende Entscheidungenstatt abstrakte Rollen startenDecision Rights MatrixProductTechLegalOpsScope ändernDRIIRelease stoppenRIIDPolicy-AusnahmeIRDIBudget verschiebenRIIDDecideRecommendInput / InformVereinbarungKonflikte, Doppel-Ds und Lückenexplizit klärenKommunizierenMatrix als gültigeEntscheidungsregel...erst Entscheidungen,dann Rollenkeine Entscheidung ohne genau ein DZustimmung amEnde einholen
Form

Versioniertes RAPID Decision Map mit Datum, Quellen, Ownern und nächstem Review.

Versionierung / Ownership

Datum, Quelle, Annahmenstand und Entscheidung je Fassung von RAPID Decision Map erhalten.

Tool-Alternativen
  • RAPID Decision Map als Board oder Dokument
  • Quellen- und Evidenzregister
  • Entscheidungs- und Maßnahmenlog

decision-rights-mapping-working-template.md

Plane Decision Rights Mapping entlang der fachlichen Schritte und der konkreten Entscheidungsfrage.

Decision Rights Mapping: Arbeitsvorlage

Fragestellung

Noch zu klären

Gewünschtes Ergebnis

Noch zu klären

Rahmen

Gesamten Workshop Zeit: 45–75 Minuten für 3–5 Entscheidungen

Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.

Vorbereitung für diesen Umfang

Methodische Grundausstattung

  • Materialien: Liste kritischer Entscheidungen, Beteiligte Rollen, Governance- und Zustimmungspflichten, gemeinsame Arbeitsfläche, Quellenlinks und Entscheidungslog.
  • Rollen: Facilitator · Process Owner · heutige Entscheider · betroffene Ausführende
  • Vorab-Infos: Liste kritischer Entscheidungen, Beteiligte Rollen, Governance- und Zustimmungspflichten vorab zusammentragen und offene Annahmen markieren.
  • Gesamter Zeitbedarf: 45–75 Minuten für 3–5 Entscheidungen
  • Setup: eine RAPID-Matrix je klar formulierter Entscheidung mit genau einer D-Rolle sichtbar vorbereiten und Bewertungsbegriffe vor Beginn kalibrieren.

Für die Arbeitsschritte bereitstellen

Entscheidungen: Entscheidungen

  • Liste kritischer Entscheidungen
  • Beteiligte Rollen
  • Governance- und Zustimmungspflichten

RAPID: RAPID

  • Entscheidungsliste
  • Beteiligte Rollen
  • Governance- und Zustimmungspflichten

Ablauf: Ablauf

  • RAPID-Zuordnung
  • Beteiligte Rollen
  • Governance- und Zustimmungspflichten

RAPID Decision Map

EntscheidungVerb + Gegenstand + Scope + TerminWer erstellt die belastbare Empfehlung?Relevante Inputs · echte ZustimmungspflichtenGenau eine Rolle mit finalem EntscheidAusführende · Start · Kommunikation · Reopen Trigger
Enterprise-Preis
  • Enterprise-Preis: RAPID-Zuordnung

Nur reale Angaben, Quellen und Entscheidungen eintragen.

Bain & Company: The Five Steps to Better Decisions

Entscheidungen: Entscheidungen

Erwartetes Artefakt: Entscheidungsliste

Entscheidungsliste · Quelle · Unsicherheit · nächster Entscheid

Eintrag:

...

  • Hat jede Zeile einen klaren Gegenstand, Entscheidungszeitpunkt und Geltungsbereich?

RAPID: RAPID

Erwartetes Artefakt: RAPID-Zuordnung

RAPID-Zuordnung · Quelle · Unsicherheit · nächster Entscheid

Eintrag:

...

  • Gibt es genau eine D und eine klare führende R-Rolle?

Ablauf: Ablauf

Erwartetes Artefakt: Entscheidungsprozess

Entscheidungsprozess · Quelle · Unsicherheit · nächster Entscheid

Eintrag:

...

  • Ist klar, wann Input endet, D entscheidet und P beginnt?

Offene Fragen und nächste Schritte

...

Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/decision-rights-mapping/run-sheet

06

Beispielausgabe

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.

decision-rights-mapping-beispiel.md

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Beispiel: Entscheidung 'Enterprise-Preis zum 01.10. freigeben'. R: Product Lead erstellt Empfehlung mit Finance-Input. I: Sales und Customer Success. A: Legal nur für Vertragsklauseln. D: GM Product. P: Billing und Sales Operations. Entscheidungstermin 15.08.; Wiedereröffnung nur bei >10 % Kostenabweichung oder neuer Regulierung.

07

Stolperfallen

Symptome erkennen, gegensteuern

Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf

  1. EntscheidungenBreite Themen wie Strategie oder Pricing werden statt konkreter Entscheidungen eingetragen.In der Phase ansehen
  2. RAPIDMehrere D- oder A-Rollen erzeugen faktisch Vetorechte und verlängern die Entscheidung.In der Phase ansehen
  3. AblaufDie Buchstaben stehen in der Matrix, aber kein Termin oder verbindlicher Übergang zur Ausführung existiert.In der Phase ansehen
08

Abbruchkriterien

Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest

RAPID Decision Map beantwortet die Kernfrage mit nachvollziehbaren Belegen oder offen markierter Unsicherheit.
Owner, nächste Aktion und Prüftermin sind für offene Punkte benannt.

Methodenanleitung durchgearbeitet?

Zum Steckbrief für Zweck, ähnliche Methoden und Quellen oder direkt zur nächsten Methode im Katalog.