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Domain Modeling Mapping Tool

Context Map

Eine Context Map zeigt Bounded Contexts und ihre Integrationsbeziehungen, Abhängigkeiten und Übersetzungsgrenzen.

Eine Context Map zeigt Bounded Contexts sowie ihre Integrationsbeziehungen, Abhängigkeiten und Übersetzungsgrenzen. Sie macht sichtbar, wo Modelle zusammenwirken und wo Klärungsbedarf besteht.

Kernfrage
Welche Modelle gelten wo, und wie beeinflussen sich die Kontexte bei Zusammenarbeit?
Teilnehmende
2-8
Zeit
1-3 h

Die Phasen können iterativ durchlaufen werden; ihre Reihenfolge unterstützt den Einstieg, ersetzt aber kein fachliches Urteil.

Arbeitsfläche für Context Map: Frage, Beobachtungen und nächste Entscheidung sind sichtbar.
  1. Kontexte

    Kontexte und Modelle benennen

    Verorte Modellgrenzen anhand Sprache und Regeln; notiere Begriffe, die anderswo anders bedeuten.

  2. Beziehungen

    Beziehungen eintragen

    Zeichne Daten-/Prozessfluss mit Richtung und benenne Upstream/Downstream.

  3. Integration

    Integrationsmuster klären

    Vereinbare je Beziehung Muster wie Customer-Supplier, Conformist oder ACL anhand realer Zusammenarbeit.

  4. Klärung

    Reibung und nächste Entscheidung markieren

    Kennzeichne geteilte Kernel, Übersetzung, Engpass und ungelöste Konflikte; ordne Untersuchung zu.

Prüfe Ergebnis und offene Annahmen beim nächsten passenden Termin. Halte Änderungen, Verantwortung und neue Evidenz fest.

Geeignet, wenn

Geeignet: Mehrere benannte Bounded Contexts mit bekannten Modellen und mindestens einem relevanten Integrationsfluss.

Ideal für

  • DDD Strategy
  • Microservice Boundaries
  • Integration Planning

Nicht gut für

  • Story-level Discovery
  • UI Design

Ergebnisse

  • Arbeitsbild

    Das Arbeitsbild zeigt Modellgrenzen anhand von Sprache und Regeln sowie Begriffe mit abweichender Bedeutung in anderen Kontexten.

  • Prüfbare Evidenz

    Die Vereinbarung enthält je Beziehung Muster wie Customer-Supplier, Conformist oder ACL anhand realer Zusammenarbeit.

  • Nächster Schritt

    Die Übersicht kennzeichnet Shared Kernel, Übersetzung, Engpass und ungelöste Konflikte sowie die zugeordnete Untersuchung.

Kontexte, Richtung und Integrationsmuster

Fiktives Lehrbeispiel

Zeige Bounded Contexts und ihre Integrationsbeziehungen, Abhängigkeiten und Übersetzungsgrenzen.

Kontext A

Nenne Kontextgrenze, Modellverantwortung und lokale Begriffe.

Upstream: Produktbegriffe und Statuscodes.

Beziehung

Zeige Beziehung, Richtung, Schnittstelle und austauschende Information.

Downstream; ACL übersetzt externe Statuscodes in lokale Buchungsregeln.

Muster

Dokumentiere Muster, Teams und tatsächliche Kollaboration.

Publiziert BillingCompleted-Event; Buchung konsumiert es.

Klärung

Halte Mehrdeutigkeiten, Übersetzungslücken und nächste Klärung fest.

Fiktiver Befund: Status „reserviert“ bedeutet in zwei Kontexten Verschiedenes; Glossar abstimmen.

Fiktive Plattform: „Katalog“ liefert Produktdaten; „Buchung“ konsumiert sie als Upstream/Downstream-Beziehung. Ein Anti-Corruption Layer übersetzt externe Statuscodes in Buchungsbegriffe. „Abrechnung“ publiziert Events, die Buchung abonniert. Pfeile dokumentieren Richtung; sie behaupten keine Teamzuständigkeit.

Bounded Context · Martin Fowler

Erster Schritt

Beginne mit einer abgegrenzten Frage, kläre Zugang und Beteiligte und sichere vorhandene Belege. Zeige Bounded Contexts und ihre Integrationsbeziehungen, Abhängigkeiten und Übersetzungsgrenzen.

Zur Methodenanleitung

Vertiefung

Zweck

Wenn mehrere Kontexte miteinander reden müssen, macht sie deren Beziehungen und Abhängigkeiten lesbar. Sie hilft, Integrationsdruck und Zuständigkeiten über Systemgrenzen hinweg zu sortieren.

Funktionsweise

Sie legt Kontexte mit ihren Verbindungen in ein gemeinsames Bild und zeigt, wo Übergaben, Übersetzungen oder Kopplungen entstehen. Dadurch werden Architekturgespräche über Grenzen, Flüsse und Verantwortung konkreter.

Im Detail

Eine Context Map hilft, weil sie nicht nur Kontexte benennt, sondern die Qualität ihrer Beziehungen sichtbar macht. Gute Nutzung trennt bewusst zwischen fachlicher Abhängigkeit, organisatorischer Realität und technischer Kopplung, damit aus dem Bild keine Wunscharchitektur wird. Ihren Wert entfaltet sie dort, wo Machtverhältnisse, Übersetzungsaufwand und Schutzbedarf explizit werden und dadurch Integrationsentscheidungen tragfähiger ausfallen.

Durchführung

Sammle vor dem Termin echte Austauschpunkte zwischen Kontexten, etwa Datenübergaben, Freigaben oder Konflikte bei Begriffen. Der Kipppunkt entsteht meist bei der Frage, wer sich nach wem richten muss. Schließe die Arbeit mit wenigen markierten Problembeziehungen und einer priorisierten Klärung für die riskanteste Kopplung.

Die Methodenanleitung führt mit 4 Phasen, Zeitrahmen, 4 Stolperfallen und klaren Abbruchkriterien durch die Umsetzung.

Methodenanleitung öffnen

Deine Einschätzung

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Quellen und Themen

Themen
Artefakt-Vorlagen
Context Map: ArbeitsvorlageBereite Context Map mit klarer Frage, Rollen und Quellen vor.
markdown

context-map-working-template.md

Bereite Context Map mit klarer Frage, Rollen und Quellen vor.

Context Map: Arbeitsvorlage

Fragestellung

Noch zu klären

Gewünschtes Ergebnis

Noch zu klären

Rahmen

Vollständigen Ablauf planen Zeit: Nach Umfang und verfügbaren Belegen festlegen

Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.

Vorbereitung für diesen Umfang

Methodische Grundausstattung

  • Materialien: Gemeinsame Arbeitsfläche, zugängliche Quellen und Notiz für Entscheidungen.
  • Rollen: Domain Expert:innen · Tech Leads · Facilitator
  • Vorab-Infos: Frage, Zeitraum, Datenzugriff, beteiligte Rollen und bekannte Unsicherheiten vorab klären.
  • Gesamter Zeitbedarf: 2–4 Stunden für eine mittlere Domäne; komplexe Landschaften benötigen fokussierte Folgetermine.
  • Setup: Eine gemeinsame Version anlegen. Fakten, Annahmen und Entscheidung getrennt kennzeichnen.

Für die Arbeitsschritte bereitstellen

Kontexte: Kontexte und Modelle benennen

  • Kontextnamen, Domänenbegriffe und Modellverantwortung

Beziehungen: Beziehungen eintragen

  • Integrationsflüsse, APIs, Events und Datenabhängigkeit

Integration: Integrationsmuster klären

  • Teambeziehung und relevante DDD-Muster

Klärung: Reibung und nächste Entscheidung markieren

  • Reibung, Übersetzung und ungelöste Grenze

Kontexte, Richtung und Integrationsmuster

Kontext A

Nenne Kontextgrenze, Modellverantwortung und lokale Begriffe.

...

Beziehung

Zeige Beziehung, Richtung, Schnittstelle und austauschende Information.

...

Muster

Dokumentiere Muster, Teams und tatsächliche Kollaboration.

...

Klärung

Halte Mehrdeutigkeiten, Übersetzungslücken und nächste Klärung fest.

...

Leere Vorlage: beginne mit einer abgegrenzten Frage. Trage nur erhobene Fakten ein, markiere Annahmen und halte offene Fragen sowie Quellen fest.

Bounded Context · Martin Fowler

Kontexte: Kontexte und Modelle benennen

Erwartetes Artefakt: Abgegrenzte Bounded Contexts und ihre Begriffe

Abgegrenzte Bounded Contexts und ihre Begriffe

Eintrag:

...

  • Ist jeder Kontext intern kohärent?

Beziehungen: Beziehungen eintragen

Erwartetes Artefakt: Gerichtetes Abhängigkeits- und Integrationsbild

Gerichtetes Abhängigkeits- und Integrationsbild

Eintrag:

...

  • Ist Abhängigkeitsrichtung eindeutig?

Integration: Integrationsmuster klären

Erwartetes Artefakt: Abgestimmte Beziehungsmuster zwischen Kontexten

Abgestimmte Beziehungsmuster zwischen Kontexten

Eintrag:

...

  • Ist das Muster beidseitig verstanden?

Klärung: Reibung und nächste Entscheidung markieren

Erwartetes Artefakt: Offene Modell- und Integrationsrisiken

Offene Modell- und Integrationsrisiken

Eintrag:

...

  • Ist eine Landkarte als Hypothese geprüft?

Offene Fragen und nächste Schritte

...

Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/context-map/run-sheet

Alternativen und Nachbarn

Passende Alternativen mit Entscheidungshilfe, danach weitere verwandte Methoden.

Alle Methoden
Rahmenbedingungen und Herkunft
MittelWorkshop + Async1-3 h

Steckbrief

Methodenform
Mapping Tool
Teilnehmende
2-8
Zeit
1-3 h
Reifegrad
Canonical
Ursprung
Praxisgemeinschaft
Papierillustration mit zwei betrachteten Optionen, die zu einem Entscheidungsdokument mit markiertem Status und sichtbaren Konsequenzen führen.
Als Nächstes: Architecture Decision Record