Wenn mehrere Kontexte miteinander reden müssen, macht sie deren Beziehungen und Abhängigkeiten lesbar. Sie hilft, Integrationsdruck und Zuständigkeiten über Systemgrenzen hinweg zu sortieren.
Context Map
Zeigt Beziehungen zwischen fachlichen Kontexten und macht Integrationsmuster, Abhängigkeiten und Reibungspunkte sichtbar.
Welche Bounded Contexts existieren, wie sind sie integriert, wo entstehen Reibung und Modellverfaelschung, und welche Beziehungsmuster sind angemessen?
Sie legt Kontexte mit ihren Verbindungen in ein gemeinsames Bild und zeigt, wo Übergaben, Übersetzungen oder Kopplungen entstehen. Dadurch werden Architekturgespräche über Grenzen, Flüsse und Verantwortung konkreter.
Visuelle Orientierung
Methodenskizze für ein schnelles Grundgefühl.
Ablauf
- 1Contexts listen
- 2Beziehungen zeichnen
- 3Interaction Patterns labeln
- 4Ownership notieren
- 5Konflikte und Abhängigkeiten klären
Das Runsheet führt mit 5 Phasen, Timeboxen, 5 Stolperfallen und klaren Abbruchkriterien durch die Umsetzung.
Runsheet öffnenIdeal für
- DDD Strategy
- Microservice Boundaries
- Integration Planning
Nicht gut für
- Story-level Discovery
- UI Design
Vertiefung
Eine Context Map hilft, weil sie nicht nur Kontexte benennt, sondern die Qualität ihrer Beziehungen sichtbar macht. Gute Nutzung trennt bewusst zwischen fachlicher Abhängigkeit, organisatorischer Realität und technischer Kopplung, damit aus dem Bild keine Wunscharchitektur wird. Ihren Wert entfaltet sie dort, wo Machtverhältnisse, Übersetzungsaufwand und Schutzbedarf explizit werden und dadurch Integrationsentscheidungen tragfähiger ausfallen.
Sammle vor dem Termin echte Austauschpunkte zwischen Kontexten, etwa Datenübergaben, Freigaben oder Konflikte bei Begriffen. Der Kipppunkt entsteht meist bei der Frage, wer sich nach wem richten muss. Schließe die Arbeit mit wenigen markierten Problembeziehungen und einer priorisierten Klärung für die riskanteste Kopplung.
Context Map ArbeitsvorlageKompakte Arbeitsvorlage für Context Map mit Kontext, Input, Ergebnisartefakten und nächstem Schritt.canvas
context-map-working-template.md
Kompakte Arbeitsvorlage für Context Map mit Kontext, Input, Ergebnisartefakten und nächstem Schritt.
Context Map Canvas
Kontext
Wofür wird die Methode eingesetzt?
Kernfrage
Welche Frage soll am Ende beantwortet sein?
Input
Welche Daten, Beobachtungen oder Materialien liegen vor?
Arbeitsfläche
- Bereich 1:
- Bereich 2:
- Bereich 3:
- Beziehungen / Muster:
Ergebnisartefakte
- Context Map:
- Integration Patterns:
- Boundary Notes:
Offene Fragen
- ...
Nächster Schritt
Owner, Datum, Erfolgssignal.
Wann stattdessen?
Kurze Entscheidungshilfe für vorhandene Alternativen.
Statt Context Map, wenn du einen Bounded Context samt Regeln, Sprache und Schnittstellen auf einer Seite schärfen willst.
Ähnliche Methoden
Alle MethodenKlärt Sprache, Modellgrenzen und Zuständigkeiten eines fachlichen Kontextes, bevor Integration und Teamgrenzen festgelegt werden.
Statt Context Map, wenn du einen Bounded Context samt Regeln, Sprache und Schnittstellen auf einer Seite schärfen willst.
Macht Domänengrenzen, Ownership und Beziehungen sichtbar, damit Modellierungsfragen und Verantwortungen sauber geklärt werden.
Macht Domainwissen als chronologische Ereigniswand sichtbar, von Domain Events über Commands bis zu Bounded Contexts.
Verknüpft Events, Commands und Views zu einem Ablaufbild, das UI, Verhalten und Implementierung zusammenführt.
Übersetzt Fachwissen in eine erzählte Situation, an der Begriffe, Beziehungen und Regeln gemeinsam geprüft werden.
Bereitet Stakeholder, Kernbotschaften und Artefakte so auf, dass Architekturkommunikation gezielt anschließt.