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Knowledge Modeling Mapping Tool

Event Modeling

Verknüpft Events, Commands und Views zu einem Ablaufbild, das UI, Verhalten und Implementierung zusammenführt.

Event Modeling verbindet fachliche Abläufe mit Commands, Events und Views zu einem durchgängigen Denkmodell. Es hilft, Verhalten, UI und technische Slices aus derselben Logik heraus zu entwerfen.

Kernfrage
Welche Events, Commands und Views erklären das Systemverhalten über die Zeit?
Teilnehmende
2-8
Zeit
2-6 h

Die Schritte bilden einen möglichen Arbeitsweg. Passe sie an Zweck und verfügbare Belege der Methode an.

Papierillustration zu Event Modeling mit den zentralen Arbeitsschritten und einem sichtbaren Ergebnis.
  1. Szenario

    Szenario und Ergebnis festlegen

    Wähle einen wertvollen Use Case und beschreibe, woran eine erfolgreiche oder abgelehnte Ausführung erkennbar ist.

  2. Events

    Events auf Zeitachse anordnen

    Schreibe Events als eingetretene Fakten und ordne sie zeitlich; trenne Systemereignis von flüchtiger Interaktion.

  3. Commands

    Commands und Views ergänzen

    Verknüpfe Commands mit Entscheidungen/Akteuren und Views mit den Informationen, die ein Nutzer zu diesem Zeitpunkt sieht.

  4. Varianten

    Varianten und Informationsfluss prüfen

    Gehe den Ablauf Schritt für Schritt durch, ergänze fachlich relevante Alternativen und prüfe Datenfluss bis zum Ergebnis; markiere offene Regeln.

Überarbeite das Ergebnis, wenn sich Belege, Kontext oder Wirkung ändern. Halte fest, was sich geändert hat und warum.

Geeignet, wenn

Geeignet für: „Event-driven Systems“, „Vertical Slicing“. Beteiligte können die nötigen Belege und Entscheidungen einbringen.

Ideal für

  • Event-driven Systems
  • Vertical Slicing
  • Behavior-first Design

Nicht gut für

  • Pure Infrastructure Design
  • Einfache CRUD Apps

Ergebnisse

  • Event Model

    Zeitlicher Informationsfluss mit Commands, Events, Views und fachlichen Varianten.

  • Prüfbare Modell-Slices und offene Fragen

    Das Artefakt hält Umfang, Datum, Beteiligte, Quellenstand und Verantwortung fest und dokumentiert geänderte Annahmen mit Änderungsgrund.

Event Model: Informationsfluss

Fiktives Arbeitsbeispiel

Fiktiv, Zeitlinie Terminbuchung: Nutzer sieht verfügbare Slots → Command „Termin buchen“ → Event „Termin angefragt“ → Prüfung auf Konflikt → Event „Termin bestätigt“ oder „Buchung abgelehnt“ → Bestätigungsansicht. Read view: nächste Termine. Ausnahme: Praxis nimmt Slot parallel offline aus dem Kalender. Daraus folgt eine explizite Konfliktregel; kein Infrastrukturentscheid ist damit vorweggenommen.

Event Model: Informationsfluss
SzenarioZeitpunktCommandEventView
Szenario 1Beobachtung oder Beispiel für diese Zeile erfassen.Nach Slot-AuswahlTermin buchenTermin bestätigtNächste Termine
  1. 1. Zeitpunkt

    Szenario 1
    Nach Slot-Auswahl
  2. 2. Command

    Szenario 1
    Termin buchen
  3. 3. Event

    Szenario 1
    Termin bestätigt
  4. 4. View

    Szenario 1
    Nächste Termine

Fiktiv, Zeitlinie Terminbuchung: Nutzer sieht verfügbare Slots → Command „Termin buchen“ → Event „Termin angefragt“ → Prüfung auf Konflikt → Event „Termin bestätigt“ oder „Buchung abgelehnt“ → Bestätigungsansicht. Read view: nächste Termine. Ausnahme: Praxis nimmt Slot parallel offline aus dem Kalender. Daraus folgt eine explizite Konfliktregel; kein Infrastrukturentscheid ist damit vorweggenommen.

Event Modeling

Erster Schritt

Wähle einen wertvollen Use Case und beschreibe, woran eine erfolgreiche oder abgelehnte Ausführung erkennbar ist.

Zur Methodenanleitung

Vertiefung

Zweck

Event Modeling verbindet fachliche Abläufe mit Commands, Events und Views zu einem durchgängigen Denkmodell. Es hilft, Verhalten, UI und technische Slices aus derselben Logik heraus zu entwerfen.

Funktionsweise

Das Team wählt ein Szenario und skizziert die relevanten Events entlang der Zeitlinie. Danach ergänzt es Commands, Read Models und UI-Reaktionen, bis der Ablauf vollständig lesbar ist. Am Ende entstehen klare Implementierungsschnitte und ein gemeinsames Bild des Systemverhaltens.

Im Detail

Event Modeling wirkt, weil es Fachereignisse, Auslöser und sichtbare Folgen in ein gemeinsames Verhaltensbild bringt. Seine Qualität steigt, wenn echte Szenarien mit Randfällen benutzt werden und Commands, Events, Views sowie Automationen als zusammenhängende Reaktion betrachtet werden. Rein mechanisches Anordnen von Karten erzeugt nur Reihenfolgen; tragfähig wird die Methode durch präzise Schnitte, die spätere Implementierung, Datenhaltung und Bedienoberfläche zugleich klären.

Durchführung

Starte mit einem durchgehenden Geschäftsfall und halte alle Beteiligten auf derselben Zeitachse, damit niemand in Einzellösungen abbiegt. Spannend wird es an Stellen, an denen mehrere Reaktionen auf dasselbe Ereignis folgen oder ein Schritt stillschweigend Annahmen über Zustände enthält. Beende die Session mit klar benannten Bounded Areas, ungeklärten Zustandsfragen und einer Entscheidung über den ersten Umsetzungsschnitt.

Die Methodenanleitung führt mit 4 Phasen, Zeitrahmen, 4 Stolperfallen und klaren Abbruchkriterien durch die Umsetzung.

Methodenanleitung öffnen

Deine Einschätzung

Hilft dir diese Methode für dein Vorhaben?

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Quellen und Themen

Themen
Artefakt-Vorlagen
Event Modeling: ArbeitsvorlageBereite Entscheidung, Quellenbelege und nächste Prüfung vor.
markdown

event-modeling-working-template.md

Bereite Entscheidung, Quellenbelege und nächste Prüfung vor.

Event Modeling: Arbeitsvorlage

Fragestellung

Noch zu klären

Gewünschtes Ergebnis

Noch zu klären

Rahmen

Methode durchführen Zeit: Siehe Zeitrahmen im Katalog; keine allgemeine Dauer.

Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.

Vorbereitung für diesen Umfang

Methodische Grundausstattung

  • Materialien: Gemeinsame Arbeitsfläche, Quellenbelege und eine abgestimmte Entscheidungsfrage.
  • Rollen: Moderation, Fachexpertise, Product, Entwicklung, Architektur.
  • Vorab-Infos: Sammle vorhandene Daten, Beispiele, Rahmenbedingungen und relevante Perspektiven.
  • Gesamter Zeitbedarf: 2–4 Std. für einen abgegrenzten Ablauf; größere Prozesse aufteilen.
  • Setup: Das Team wählt ein Szenario und skizziert die relevanten Events entlang der Zeitlinie. Danach ergänzt es Commands, Read Models und UI-Reaktionen, bis der Ablauf vollständig lesbar ist. Am Ende entstehen klare Implementierungsschnitte und ein gemeinsames Bild des Systemverhaltens.

Für die Arbeitsschritte bereitstellen

Szenario: Szenario und Ergebnis festlegen

  • Nutzerziel, Systemgrenze, Ausgangszustand

Events: Events auf Zeitachse anordnen

  • Fachliche Änderungen und Akteure

Commands: Commands und Views ergänzen

  • Zeitlinie, auslösende Nutzerintentionen, benötigte Screens

Varianten: Varianten und Informationsfluss prüfen

  • Happy Path, Ablehnungen, Nebenläufigkeit und Regeln

Event Model: Informationsfluss

SzenarioZeitpunktCommandEventView
Szenario 1
  • Szenario 1: Beobachtung oder Beispiel für diese Zeile erfassen.

Events beschreiben Informationsänderungen; Commands drücken Absicht aus; Views zeigen Nutzerinformationen.

Event Modeling

Szenario: Szenario und Ergebnis festlegen

Erwartetes Artefakt: Szenario mit klaren Endzuständen

Szenario mit klaren Endzuständen

Eintrag:

...

  • Sind Start und Ergebnis fachlich beobachtbar?

Events: Events auf Zeitachse anordnen

Erwartetes Artefakt: Ereigniszeitlinie

Ereigniszeitlinie

Eintrag:

...

  • Verändert jedes Event fachliche Information?

Commands: Commands und Views ergänzen

Erwartetes Artefakt: Command/Event/View-Modell

Command/Event/View-Modell

Eintrag:

...

  • Lässt sich jeder View aus vorangegangenen Änderungen erklären?

Varianten: Varianten und Informationsfluss prüfen

Erwartetes Artefakt: Prüfbare Modell-Slices und offene Fragen

Prüfbare Modell-Slices und offene Fragen

Eintrag:

...

  • Fehlen Konflikt- oder Ablehnungswege?

Offene Fragen und nächste Schritte

...

Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/event-modeling/run-sheet

Alternativen und Nachbarn

Passende Alternativen mit Entscheidungshilfe, danach weitere verwandte Methoden.

Alle Methoden
Rahmenbedingungen und Herkunft
MittelWorkshop + Async2-6 h

Steckbrief

Methodenform
Mapping Tool
Teilnehmende
2-8
Zeit
2-6 h
Reifegrad
Established
Ursprung
Adam Dymitruk
Papierillustration zu C4 Model mit den zentralen Arbeitsschritten und einem sichtbaren Ergebnis.
Als Nächstes: C4 Model