Mehrere benannte Bounded Contexts mit bekannten Modellen und mindestens einem relevanten Integrationsfluss.
Context Map
Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.
Vorbedingung
Was vorher fertig sein muss
Relevante Personen und Quellen können einbezogen werden.
Vorbereitung
Was vor Start vorliegen muss
Gemeinsame Arbeitsfläche, zugängliche Quellen und Notiz für Entscheidungen.
Domain Expert:innen · Tech Leads · Facilitator
Frage, Zeitraum, Datenzugriff, beteiligte Rollen und bekannte Unsicherheiten vorab klären.
2–4 Stunden für eine mittlere Domäne; komplexe Landschaften benötigen fokussierte Folgetermine.
Eine gemeinsame Version anlegen. Fakten, Annahmen und Entscheidung getrennt kennzeichnen.
Kernfrage
Die eine Frage, die diese Methode beantwortet
Welche Modelle gelten wo, und wie beeinflussen sich die Kontexte bei Zusammenarbeit?
Ablauf
Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle
Eine Context Map zeigt Bounded Contexts sowie ihre Integrationsbeziehungen, Abhängigkeiten und Übersetzungsgrenzen. Sie macht sichtbar, wo Modelle zusammenwirken und wo Klärungsbedarf besteht.
Kontexte, Richtung und Integrationsmuster
Fiktives Lehrbeispiel
Zeige Bounded Contexts und ihre Integrationsbeziehungen, Abhängigkeiten und Übersetzungsgrenzen.
Kontext A
Nenne Kontextgrenze, Modellverantwortung und lokale Begriffe.
Upstream: Produktbegriffe und Statuscodes.
Beziehung
Zeige Beziehung, Richtung, Schnittstelle und austauschende Information.
Downstream; ACL übersetzt externe Statuscodes in lokale Buchungsregeln.
Muster
Dokumentiere Muster, Teams und tatsächliche Kollaboration.
Publiziert BillingCompleted-Event; Buchung konsumiert es.
Klärung
Halte Mehrdeutigkeiten, Übersetzungslücken und nächste Klärung fest.
Fiktiver Befund: Status „reserviert“ bedeutet in zwei Kontexten Verschiedenes; Glossar abstimmen.
Fiktive Plattform: „Katalog“ liefert Produktdaten; „Buchung“ konsumiert sie als Upstream/Downstream-Beziehung. Ein Anti-Corruption Layer übersetzt externe Statuscodes in Buchungsbegriffe. „Abrechnung“ publiziert Events, die Buchung abonniert. Pfeile dokumentieren Richtung; sie behaupten keine Teamzuständigkeit.
- 1
Kontexte
Kontexte und Modelle benennen

Ziel
Ist jeder Kontext intern kohärent?
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Kontextnamen, Domänenbegriffe und Modellverantwortung
Durchführung
- Verorte Modellgrenzen anhand Sprache und Regeln; notiere Begriffe, die anderswo anders bedeuten.
- Ist jeder Kontext intern kohärent?
Ergebnis
Abgegrenzte Bounded Contexts und ihre Begriffe
Abgegrenzte Bounded Contexts und ihre Begriffe
Qualitätscheck
Ist jeder Kontext intern kohärent?
Stolperfalle
Kontextgrenzen folgen nur Systemnamen Begriffe, Regeln und Modellverantwortung als Grenzbelege heranziehen.
Zeitlicher Rahmen: Teil des vereinbarten Arbeitsblocks; Recherche ggf. separat.
- 2
Beziehungen
Beziehungen eintragen

Ziel
Ist Abhängigkeitsrichtung eindeutig?
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Integrationsflüsse, APIs, Events und Datenabhängigkeit
Durchführung
- Zeichne Daten-/Prozessfluss mit Richtung und benenne Upstream/Downstream.
- Ist Abhängigkeitsrichtung eindeutig?
Ergebnis
Gerichtetes Abhängigkeits- und Integrationsbild
Gerichtetes Abhängigkeits- und Integrationsbild
Qualitätscheck
Ist Abhängigkeitsrichtung eindeutig?
Stolperfalle
Pfeilrichtung ist uneindeutig Legende für Upstream/Downstream festlegen und je Beziehung prüfen.
Zeitlicher Rahmen: Teil des vereinbarten Arbeitsblocks; Recherche ggf. separat.
- 3
Integration
Integrationsmuster klären

Ziel
Ist das Muster beidseitig verstanden?
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Teambeziehung und relevante DDD-Muster
Durchführung
- Vereinbare je Beziehung Muster wie Customer-Supplier, Conformist oder ACL anhand realer Zusammenarbeit.
- Ist das Muster beidseitig verstanden?
Ergebnis
Abgestimmte Beziehungsmuster zwischen Kontexten
Abgestimmte Beziehungsmuster zwischen Kontexten
Qualitätscheck
Ist das Muster beidseitig verstanden?
Stolperfalle
Muster wird ohne Teamrealität zugewiesen Integrationsmuster mit beiden beteiligten Teams und tatsächlicher Macht-/Lieferbeziehung klären.
Zeitlicher Rahmen: Teil des vereinbarten Arbeitsblocks; Recherche ggf. separat.
- 4
Klärung
Reibung und nächste Entscheidung markieren

Ziel
Ist eine Landkarte als Hypothese geprüft?
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Reibung, Übersetzung und ungelöste Grenze
Durchführung
- Kennzeichne geteilte Kernel, Übersetzung, Engpass und ungelöste Konflikte; ordne Untersuchung zu.
- Ist eine Landkarte als Hypothese geprüft?
Ergebnis
Offene Modell- und Integrationsrisiken
Offene Modell- und Integrationsrisiken
Qualitätscheck
Ist eine Landkarte als Hypothese geprüft?
Stolperfalle
Map wird als Zielarchitektur eingefroren Ist-Beziehung und gewünschte Änderung unterscheiden; Karte bei Erkenntnis aktualisieren.
Zeitlicher Rahmen: Teil des vereinbarten Arbeitsblocks; Recherche ggf. separat.
Artefakt
Was am Ende rauskommt
Skizze: so sieht das Artefakt aus
Versioniertes Ergebnis mit Frage, Evidenz, offenen Punkten, nächster Maßnahme, Verantwortung und Reviewtermin.
Datum, Geltungsbereich, Quellen und Änderungen festhalten. Frühere Beobachtungen erhalten.
- Whiteboard oder Papier
- Gemeinsame Tabelle
- Projektablage mit Versionshistorie
context-map-working-template.md
Bereite Context Map mit klarer Frage, Rollen und Quellen vor.
Context Map: Arbeitsvorlage
Fragestellung
Noch zu klären
Gewünschtes Ergebnis
Noch zu klären
Rahmen
Vollständigen Ablauf planen Zeit: Nach Umfang und verfügbaren Belegen festlegen
Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.
Vorbereitung für diesen Umfang
Methodische Grundausstattung
- Materialien: Gemeinsame Arbeitsfläche, zugängliche Quellen und Notiz für Entscheidungen.
- Rollen: Domain Expert:innen · Tech Leads · Facilitator
- Vorab-Infos: Frage, Zeitraum, Datenzugriff, beteiligte Rollen und bekannte Unsicherheiten vorab klären.
- Gesamter Zeitbedarf: 2–4 Stunden für eine mittlere Domäne; komplexe Landschaften benötigen fokussierte Folgetermine.
- Setup: Eine gemeinsame Version anlegen. Fakten, Annahmen und Entscheidung getrennt kennzeichnen.
Für die Arbeitsschritte bereitstellen
Kontexte: Kontexte und Modelle benennen
- Kontextnamen, Domänenbegriffe und Modellverantwortung
Beziehungen: Beziehungen eintragen
- Integrationsflüsse, APIs, Events und Datenabhängigkeit
Integration: Integrationsmuster klären
- Teambeziehung und relevante DDD-Muster
Klärung: Reibung und nächste Entscheidung markieren
- Reibung, Übersetzung und ungelöste Grenze
Kontexte, Richtung und Integrationsmuster
Kontext A
Nenne Kontextgrenze, Modellverantwortung und lokale Begriffe.
...
Beziehung
Zeige Beziehung, Richtung, Schnittstelle und austauschende Information.
...
Muster
Dokumentiere Muster, Teams und tatsächliche Kollaboration.
...
Klärung
Halte Mehrdeutigkeiten, Übersetzungslücken und nächste Klärung fest.
...
Leere Vorlage: beginne mit einer abgegrenzten Frage. Trage nur erhobene Fakten ein, markiere Annahmen und halte offene Fragen sowie Quellen fest.
Bounded Context · Martin Fowler
Kontexte: Kontexte und Modelle benennen
Erwartetes Artefakt: Abgegrenzte Bounded Contexts und ihre Begriffe
Abgegrenzte Bounded Contexts und ihre Begriffe
Eintrag:
...
- Ist jeder Kontext intern kohärent?
Beziehungen: Beziehungen eintragen
Erwartetes Artefakt: Gerichtetes Abhängigkeits- und Integrationsbild
Gerichtetes Abhängigkeits- und Integrationsbild
Eintrag:
...
- Ist Abhängigkeitsrichtung eindeutig?
Integration: Integrationsmuster klären
Erwartetes Artefakt: Abgestimmte Beziehungsmuster zwischen Kontexten
Abgestimmte Beziehungsmuster zwischen Kontexten
Eintrag:
...
- Ist das Muster beidseitig verstanden?
Klärung: Reibung und nächste Entscheidung markieren
Erwartetes Artefakt: Offene Modell- und Integrationsrisiken
Offene Modell- und Integrationsrisiken
Eintrag:
...
- Ist eine Landkarte als Hypothese geprüft?
Offene Fragen und nächste Schritte
...
Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/context-map/run-sheet
Beispielausgabe
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.
context-map-beispiel.md
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Lehrbeispiel
Fiktive Plattform: „Katalog“ liefert Produktdaten; „Buchung“ konsumiert sie als Upstream/Downstream-Beziehung. Ein Anti-Corruption Layer übersetzt externe Statuscodes in Buchungsbegriffe. „Abrechnung“ publiziert Events, die Buchung abonniert. Pfeile dokumentieren Richtung; sie behaupten keine Teamzuständigkeit.
Alle Namen und Werte sind erfunden und dienen nur der Illustration. Offene Erklärungen bleiben als Fragen markiert.
Stolperfallen
Symptome erkennen, gegensteuern
Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf
- Kontexte und Modelle benennenKontextgrenzen folgen nur SystemnamenIn der Phase ansehen
- Beziehungen eintragenPfeilrichtung ist uneindeutigIn der Phase ansehen
- Integrationsmuster klärenMuster wird ohne Teamrealität zugewiesenIn der Phase ansehen
- Reibung und nächste Entscheidung markierenMap wird als Zielarchitektur eingefrorenIn der Phase ansehen
Kontexte und Modelle benennen
Kontextgrenzen folgen nur Systemnamen
Begriffe, Regeln und Modellverantwortung als Grenzbelege heranziehen.
Beziehungen eintragen
Pfeilrichtung ist uneindeutig
Legende für Upstream/Downstream festlegen und je Beziehung prüfen.
Integrationsmuster klären
Muster wird ohne Teamrealität zugewiesen
Integrationsmuster mit beiden beteiligten Teams und tatsächlicher Macht-/Lieferbeziehung klären.
Reibung und nächste Entscheidung markieren
Map wird als Zielarchitektur eingefroren
Ist-Beziehung und gewünschte Änderung unterscheiden; Karte bei Erkenntnis aktualisieren.
Abbruchkriterien
Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest
Methodenanleitung durchgearbeitet?
Zum Steckbrief für Zweck, ähnliche Methoden und Quellen oder direkt zur nächsten Methode im Katalog.

