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Facilitation

Problem Framing Workshop

Workshop, der ein unscharfes Problem in eine geteilte, bearbeitbare Problemdefinition überführt.

FacilitationLowWorkshop60-120 min
Zweck

Vor Lösungsarbeit klären, welches Problem für wen, warum und mit welchen Grenzen bearbeitet wird.

Funktionsweise

Stakeholder, Symptome, Ursachenannahmen, Zielzustände und Grenzen werden gesammelt und zu einem Problem Statement verdichtet.

Visuelle Orientierung

Methodenskizze für ein schnelles Grundgefühl.

Problem Framing Workshop
  1. 1
    Kontext sammeln
    Wo, wer, was hat sich verändert?
  2. 2
    Pains und Symptome
    Was tut weh, wem, in welcher Häufigkeit?
  3. 3
    Wurzeln vermuten
    Welche tieferen Treiber wirken?
  4. 4
    Problem-Statement
    Klares, scharfes Problem in einem Satz.
  5. 5
    Erfolgskriterien
    Woran erkennen wir Erfolg?

Ablauf

  1. 1Ausgangssituation sammeln
  2. 2Betroffene und Auswirkungen klären
  3. 3Annahmen und Grenzen sichtbar machen
  4. 4Problem Statements formulieren
  5. 5Gemeinsame Arbeitsdefinition auswählen

Ideal für

  • Frühe Discovery
  • Unklare Initiativen
  • Cross-funktionale Ausrichtung

Nicht gut für

  • Bereits validierte Probleme
  • Reine Maßnahmenplanung
  • Akute Incident Response

Vertiefung

Im Detail

Problem Framing verschiebt die Aufmerksamkeit von Lösungen zurück auf die Frage, welches Problem überhaupt gelöst werden soll. Die Methode verbindet Beobachtungen, Betroffene, Auswirkungen, Annahmen und Erfolgskriterien zu einer gemeinsamen Arbeitsdefinition. Dadurch werden unterschiedliche mentale Modelle sichtbar und lösungsgetriebene Diskussionen gebremst. Das Ergebnis ist ein Problem Statement, das Entscheidungen über Scope und nächste Analyse ermöglicht.

Einordnung

Der Workshop passt am Anfang von Discovery, Strategiearbeit, Architekturarbeit oder Verbesserungsinitiativen. Er unterstützt gemeinsames Verständnis und reduziert das Risiko, am falschen Problem zu arbeiten. Er ist weniger sinnvoll, wenn Problem, Ursache und Ziel bereits eindeutig validiert sind.

Durchführung

Lade Personen mit unterschiedlichen Perspektiven ein und verbiete vorschnelle Lösungsvorschläge nicht, parke sie aber sichtbar. Nutze klare Prompts wie Betroffene, Auswirkung, Evidenz, Grenzen und Erfolg. Schließe mit einer Formulierung, die von der Gruppe geprüft und explizit akzeptiert wird.

Output-Artefakte
Problem StatementScope GrenzenAnnahmenlisteNächste Analysefragen
Artefakt-Vorlagen
Problem FrameArbeitsblatt für Problem, Zielgruppe, Wirkung und Entscheidungskontext.
markdown
# Problem Frame

## Problemstatement

Für wen ist welches Problem in welchem Kontext relevant?

## Betroffene Zielgruppe

Wer erlebt das Problem, wie oft und woran merken wir es?

## Evidenz

Welche Daten, Beobachtungen oder Beispiele stützen das Problem?

## Wirkung

Welche Kosten, Risiken oder verpassten Chancen entstehen?

## Nicht-Ziele

Was lösen wir bewusst nicht?

## Nächste Lernfrage

Was müssen wir als Nächstes herausfinden?

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