Was sind Methoden?
Das Wort „Methode“ stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet sinngemäß „nachgehen“ oder „verfolgen“. Allgemeinsprachlich ist eine Methode ein planmäßiges Verfahren, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.
Im Kontext von Wissenschaft ist Methode erkenntnistheoretisch zu verstehen: Methoden liefern, wenn alles gut läuft, einen mehr oder weniger abgesicherten, auf jeden Fall aber transparenten Erkenntnisweg. Die Methode ist also die Art und Weise, wie oder auf welchem Weg Wissen gewonnen wurde.
Das hilft zu prüfen, wo Forschung entlang des Erkenntniswegs logisch abgebogen ist und wie wissenschaftliche Aussagen zustande gekommen sind. Mit ihren systematischen Vorgehensweisen und Materialien haben Methoden eine zentrale Bedeutung.
Deshalb sollten Methoden nie willkürlich oder unkritisch verwendet werden. Es gilt, ihre Erkenntnispotenziale, Perspektiven und Grenzen hinsichtlich Fragestellung und Erkenntnisinteresse zu reflektieren. Manchmal müssen methodische Werkzeuge überdacht, modifiziert oder neu entwickelt werden.