Komplexe soziale und organisationale Probleme verstehen und verhandelbare Verbesserungen entwickeln.
Soft Systems Methodology
Systemische Methode, um unstrukturierte Problemsituationen über Modelle, Perspektiven und Lernschleifen zu bearbeiten.
Eine Problemsituation wird exploriert, als relevante Systeme modelliert, mit der Realität verglichen und in machbare Veränderungen übersetzt.
Visuelle Orientierung
Methodenskizze für ein schnelles Grundgefühl.
- 1Unstrukturierte SituationProblemfeld beschreiben, ohne zu sortieren.
- 2Rich PictureVisualisieren statt textuell beschreiben.
- 3Root DefinitionsSysteme mit CATWOE definieren.
- 4Konzeptuelle ModelleWie würde so ein System idealtypisch arbeiten?
- 5Vergleich Modell vs RealitätDifferenzen finden, Lernpotenziale.
- 6VeränderungenWünschenswerte und machbare Maßnahmen wählen.
- 7HandelnMaßnahmen einführen, Schleife neu starten.
Ablauf
- 1Problemsituation explorieren
- 2Rich Picture erstellen
- 3Root Definitions formulieren
- 4Konzeptuelle Modelle bauen
- 5Vergleich und Verbesserungen ableiten
Ideal für
- Komplexe Organisationsthemen
- Systemische Transformation
- Stakeholderreiche Probleme
Nicht gut für
- Akute Fehlerbehebung
- Einfache Prozessabweichungen
- Reine technische Diagnose
Vertiefung
Soft Systems Methodology behandelt Probleme als unterschiedliche Wahrnehmungen einer Situation statt als eindeutig objektive Defekte. Rich Pictures, Root Definitions und konzeptionelle Modelle helfen, mehrere sinnvolle Sichtweisen zu entwickeln. Diese Modelle werden mit der realen Situation verglichen, um wünschbare und machbare Veränderungen zu finden. Die Methode erzeugt Lernen zwischen Stakeholdern, nicht nur eine technische Lösung.
SSM eignet sich für komplexe Organisationsthemen, Transformationen und Konflikte mit vielen Perspektiven. Sie unterstützt sensemaking, Dialog und systemisches Denken. Sie ist zu aufwendig für kleine, klar definierte technische Probleme oder schnelle Priorisierungsfragen.
Plane mehrere Arbeitsphasen und lade unterschiedliche Perspektiven ein. Nutze Visualisierung, um abstrakte Systemmodelle greifbar zu machen, und formuliere Veränderungen bewusst als wünschbar und machbar. Halte den Prozess offen genug für Lernen, aber klar genug, damit konkrete nächste Schritte entstehen.
Quellen
Soft Systems Methodology ArbeitsvorlageKompakte Arbeitsvorlage für Soft Systems Methodology mit Kontext, Input, Ergebnisartefakten und nächstem Schritt.agenda
# Soft Systems Methodology Agenda
**Ziel:** ...
**Teilnehmende:** ...
**Zeitbox:** 0.5-3 Tage
| Zeit | Schritt | Zweck | Output |
|---|---|---|---|
| 00:00 | Kontext | Ziel und Scope klären | Gemeinsames Verständnis |
| 00:10 | Durchführung | Methode nach Run Sheet anwenden | Arbeitsstand |
| 00:50 | Synthese | Ergebnis verdichten | Entscheidung oder Artefakt |
| 01:10 | Abschluss | Owner und nächste Schritte setzen | Follow-up |
## Ergebnisartefakte
- Rich Picture:
- Root Definitions:
- Conceptual Models:
- Change Agenda:Ähnliche Methoden
Alle MethodenStrukturiert eine Problemsituation über Customers, Actors, Transformation, Worldview, Owners und Environment.
Informelle Zeichnung einer komplexen Situation mit Menschen, Themen, Spannungen und Beziehungen.
Planungsmethode, um Interventionen aus Problem-, Zielgruppen- und Veränderungslogik systematisch abzuleiten.
Hierarchie von Hebeln nach Donella Meadows zur Systemveränderung.
Modelliert Bestände, Flüsse und Feedback, die Systemverhalten über Zeit erzeugen.
Standardmuster wiederkehrender Systemdynamiken wie Limits to Growth.