Wirksame Interventionen entwickeln, die zu Ursachen, Verhalten, Kontext und Umsetzung passen.
Intervention Mapping
Planungsmethode, um Interventionen aus Problem-, Zielgruppen- und Veränderungslogik systematisch abzuleiten.
Problem, Ziele, Determinanten, Methoden, Programmbausteine und Implementierung werden schrittweise verbunden.
Visuelle Orientierung
Methodenskizze für ein schnelles Grundgefühl.
- 1BedarfsanalyseProblemverhalten und Determinanten verstehen.
- 2ProgrammzielePerformance- und Change-Ziele formulieren.
- 3Methoden wählenWirksame Techniken zu jedem Ziel zuordnen.
- 4Programm bauenMaterialien, Sequenzierung, Vermittlung.
- 5ImplementationEinführung, Schulung, Begleitung.
- 6EvaluationWirkung messen, Programm anpassen.
Ablauf
- 1Problem und Zielgruppe analysieren
- 2Veränderungsziele definieren
- 3Determinanten und Methoden wählen
- 4Interventionsbausteine entwerfen
- 5Implementierung und Evaluation planen
Ideal für
- Komplexe Veränderungsprogramme
- Verhaltensänderung
- Intervention Design
Nicht gut für
- Akute Troubleshooting-Fälle
- Kleine operative Verbesserungen
- Reine Priorisierung
Vertiefung
Intervention Mapping übersetzt Problemanalyse in ein gestaltetes Veränderungsprogramm. Die Methode klärt zuerst, welches Verhalten oder welche Bedingungen verändert werden sollen und welche Determinanten darauf wirken. Danach werden passende Veränderungsmethoden, Materialien, Umsetzungswege und Evaluation geplant. Dadurch werden Interventionen nicht aus Bauchgefühl, sondern aus nachvollziehbarer Wirklogik entwickelt.
Die Methode passt für komplexe Verhaltens-, Gesundheits-, Organisations- oder Community-Probleme. Sie unterstützt theoriegeleitetes Design und zwingt dazu, Umsetzung und Evaluation früh mitzudenken. Sie ist zu aufwendig für kleine Prozesskorrekturen oder rein technische Fehlerbehebung.
Plane mehrere Sessions und arbeite mit Stakeholdern, Daten und vorhandener Evidenz. Halte Problem, Zielgruppe, Determinanten und Interventionselemente explizit miteinander verbunden. Achte darauf, die Implementierung nicht erst am Ende zu behandeln.
Quellen
Intervention Mapping ArbeitsvorlageKompakte Arbeitsvorlage für Intervention Mapping mit Kontext, Input, Ergebnisartefakten und nächstem Schritt.canvas
# Intervention Mapping Canvas
## Kontext
Wofür wird die Methode eingesetzt?
## Kernfrage
Welche Frage soll am Ende beantwortet sein?
## Input
Welche Daten, Beobachtungen oder Materialien liegen vor?
## Arbeitsfläche
- Bereich 1:
- Bereich 2:
- Bereich 3:
- Beziehungen / Muster:
## Ergebnisartefakte
- Logic Model:
- Change Objectives:
- Intervention Components:
- Evaluation Plan:
## Offene Fragen
- ...
## Nächster Schritt
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