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Playbook

UX Research planen und auswerten

Von unscharfer Forschungsfrage zu belastbaren qualitativen Insights und nächsten Entscheidungen.

Schritte4 Methoden
Zeit1-3 Wochen
FormatHybrid
Ergebnis

Ein Research Summary mit Forschungsfrage, Interview- oder Beobachtungsdaten, Clustern, Insights und nächsten Lernschritten.

Am Ende hast du

Research FrameInterview NotesTheme ClustersPersona Profiles

Entscheidungspunkt

Du kannst entscheiden, welche Nutzerbedürfnisse und Probleme für die nächste Produktentscheidung relevant sind.

Nächster Schritt

Insights mit Stakeholdern reviewen und daraus nächste Produktentscheidungen, Tests oder Research-Fragen ableiten.

Ideal für

  • frühe Produkt- und Servicefragen
  • Discovery mit Nutzerkontakt
  • Teams ohne klares Problemverständnis

Nicht gut für

  • rein quantitative Marktvalidierung
  • bereits entschiedene Umsetzung ohne Lernbedarf
Vorbereitung

Was vor dem Start klar sein sollte

Rollen

  • UX Research oder Design
  • Product-Verantwortliche
  • Teammitglieder mit Kunden- oder Domänenwissen

Inputs

  • Research-Frage oder Produktunsicherheit
  • Zielgruppenhypothese
  • Zugang zu Nutzerinnen, Nutzern oder Ersatz-Evidenz

Setup

  • Research Scope begrenzen
  • Interview- oder Beobachtungsleitfaden vorbereiten
  • Auswertungsformat vorab festlegen
Ablauf

Methodenpfad

4 Methoden
  1. 1FacilitationResearch Frame

    Problem Framing Workshop

    Welches konkrete Problem welcher Menschen in welchem Kontext ist durch Evidenz belegt, sinnvoll begrenzt und offen genug für mehrere Lösungen?

    Warum dieser Schritt?

    Der Research Frame stellt sicher, dass die Untersuchung auf eine echte Entscheidungs- oder Lernfrage zielt.

    Der Scope bestimmt, welche Personen befragt und welche Kontexte beobachtet werden.

    Papierillustration zu Problem Framing Workshop.
  2. 2UX ResearchInterview Notes

    User Interviews

    Welche Erfahrungen, Bedürfnisse und Beweggründe prägen diese Nutzungssituation, und was müssen wir darüber noch lernen?

    Warum dieser Schritt?

    User Interviews liefern qualitative Evidenz aus konkreten Situationen statt Annahmen über Nutzerverhalten.

    Die Rohnotizen werden anschließend in Muster und Themen verdichtet.

    Papierillustration mit zwei einander zugewandten Personen, Sprechblasen und einem offenen Interviewnotizbuch.
  3. 3UX ResearchTheme Clusters

    Affinity Diagramming

    Welche Beziehungen und Muster entstehen aus den einzelnen Notizen, welche Ausreißer bleiben wichtig und welche Frage folgt?

    Warum dieser Schritt?

    Affinity Diagramming ordnet Beobachtungen zu Mustern, ohne die Evidenzbasis zu verlieren.

    Die Muster können danach als Arbeitsmodell für Zielgruppen oder Nutzungsprofile verdichtet werden.

    Affinity Diagramming
  4. 4UX ResearchPersona Profiles

    Personas

    Welche wiederkehrenden Bedürfnisse und Verhaltensweisen müssen Entscheidungen berücksichtigen, und welche Menschen sind durch die Evidenz noch nicht abgebildet?

    Warum dieser Schritt?

    Personas bündeln wiederkehrende Bedürfnisse, Ziele und Kontexte als handhabbares Produktarbeitsmodell.

    Die Personas werden mit Entscheidungen, Hypothesen oder weiteren Research-Fragen verbunden.

    Papierillustration mit zwei Nutzerprofilkarten, einem Ziel, Verhaltenshinweisen und einer offenen Forschungsfrage.
Abschlusskriterien
Vorlagen

Artefakte für dieses Playbook

Die Artefakte bleiben zugeklappt, bis du sie wirklich brauchst.

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Problem Framing Workshop: Arbeitsvorlage

Gegenstand, Evidenz, Rollen, Ablauf und Review festlegen.

# Problem Framing Workshop: Arbeitsvorlage

## Fragestellung
Noch zu klären

## Gewünschtes Ergebnis
Noch zu klären

## Rahmen
Vollständiger Durchlauf
Zeit: 90–150 Minuten mit vorab gesammelter Evidenz.

Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.

## Vorbereitung für diesen Umfang

### Methodische Grundausstattung
- **Materialien:** Evidenz aus Research und Betrieb, Stakeholder- und Kontextkarte, Annahmenlog, Problem-Frame und How-Might-We-Frage
- **Rollen:** Facilitator · Problem Owner · Betroffene/Kund:innenperspektive · Fach- und Delivery-Perspektiven · Entscheider:in
- **Vorab-Infos:** Entscheidungsanlass, vorhandene Evidenz und harte Grenzen sammeln; Lösungsideen zunächst parken.
- **Gesamter Zeitbedarf:** 90–150 Minuten mit vorab gesammelter Evidenz.
- **Setup:** Arbeitsfläche mit Evidenz · Akteure · Wirkung · Grenze · Frage vorbereiten; Beispiel und eigene Daten trennen.

### Für die Arbeitsschritte bereitstellen

#### Evidenz: Evidenzbild
- Entscheidungsanlass, vorhandene Evidenz und harte Grenzen sammeln; Lösungsideen zunächst parken.
- Evidenz aus Research und Betrieb, Stakeholder- und Kontextkarte, Annahmenlog, Problem-Frame und How-Might-We-Frage

#### Akteure: Akteurskontext
- Evidenzbild

#### Wirkung: Problemkern
- Akteurskontext

#### Grenze: Scope
- Problemkern

#### Frage: Arbeitsfrage
- Scope


## Problem Framing Workshop · Arbeitsstruktur

### Evidenzbild
Beobachtungen, Daten und Zitate sammeln; Fakten, Interpretationen und Lösungen trennen.

...

### Akteurskontext
Betroffene, Kontext, gewünschter Fortschritt und heutige Hürden konkret beschreiben.

...

### Problemkern
Unerwünschtes Ergebnis, Bedeutung und beobachtbare Auswirkung formulieren, ohne Ursache oder Lösung vorwegzunehmen.

...

### Scope
In-Scope, Out-of-Scope, Constraints, Annahmen und offene Wissenslücken verhandeln.

...

### Arbeitsfrage
Frame in eine offene How-Might-We-Frage übersetzen und gegen Evidenz, Lösungsoffenheit und Handlungsraum prüfen.

...

Die leere Vorlage enthält nur Arbeitsimpulse.

[Fachquelle · eigene Lehrdarstellung](https://www.designcouncil.org.uk/our-resources/the-double-diamond/)


## Evidenz: Evidenzbild
Erwartetes Artefakt: Evidenzbild

Beobachtungen, Daten und Zitate sammeln; Fakten, Interpretationen und Lösungen trennen.

Eintrag:

...

- [ ] Ist jeder Befund auf Quelle oder Fall zurückführbar?

## Akteure: Akteurskontext
Erwartetes Artefakt: Akteurskontext

Betroffene, Kontext, gewünschter Fortschritt und heutige Hürden konkret beschreiben.

Eintrag:

...

- [ ] Ist eine konkrete Personengruppe in einer Situation statt ein Marktsegment benannt?

## Wirkung: Problemkern
Erwartetes Artefakt: Problemkern

Unerwünschtes Ergebnis, Bedeutung und beobachtbare Auswirkung formulieren, ohne Ursache oder Lösung vorwegzunehmen.

Eintrag:

...

- [ ] Beschreibt der Kern Ergebnis und Wirkung statt Symptomwort oder Lösungswunsch?

## Grenze: Scope
Erwartetes Artefakt: Scope

In-Scope, Out-of-Scope, Constraints, Annahmen und offene Wissenslücken verhandeln.

Eintrag:

...

- [ ] Sind Grenze und Nicht-Scope entscheidungsrelevant und nachvollziehbar?

## Frage: Arbeitsfrage
Erwartetes Artefakt: Arbeitsfrage

Frame in eine offene How-Might-We-Frage übersetzen und gegen Evidenz, Lösungsoffenheit und Handlungsraum prüfen.

Eintrag:

...

- [ ] Erlaubt die Frage mehrere Lösungswege und bleibt sie beim belegten Bedarf?

## Offene Fragen und nächste Schritte

...

Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/problem-framing-workshop/run-sheet