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MethodenanleitungFacilitation

Problem Framing Workshop

Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.

KomplexitätNiedrig
Zeit60-120 min
Teilnehmende4-10
FormatWorkshop
ReifegradEstablished
Problem Framing Workshop planen
01

Vorbedingung

Was vorher fertig sein muss

Vorher abschließenKlare Grenze

Entscheidungsanlass, vorhandene Evidenz und harte Grenzen sammeln; Lösungsideen zunächst parken.

Ohne Grenze vermischen sich Fälle, Zeiträume oder Variablen.
Vorher abschließenEvidenzzugang

Evidenz aus Research und Betrieb, Stakeholder- und Kontextkarte, Annahmenlog, Problem-Frame und How-Might-We-Frage

Fehlende Quellen bleiben als Unsicherheit sichtbar.
02

Vorbereitung

Was vor Start vorliegen muss

Materialien

Evidenz aus Research und Betrieb, Stakeholder- und Kontextkarte, Annahmenlog, Problem-Frame und How-Might-We-Frage

Personen / Rollen

Facilitator · Problem Owner · Betroffene/Kund:innenperspektive · Fach- und Delivery-Perspektiven · Entscheider:in

Vorabinfos

Entscheidungsanlass, vorhandene Evidenz und harte Grenzen sammeln; Lösungsideen zunächst parken.

Zeitbedarf

90–150 Minuten mit vorab gesammelter Evidenz.

Setup

Arbeitsfläche mit Evidenz · Akteure · Wirkung · Grenze · Frage vorbereiten; Beispiel und eigene Daten trennen.

03

Kernfrage

Die eine Frage, die diese Methode beantwortet

Welches konkrete Problem welcher Menschen in welchem Kontext ist durch Evidenz belegt, sinnvoll begrenzt und offen genug für mehrere Lösungen?

04

Ablauf

Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle

Die Gruppe prüft, welche Beschreibung des Problems belastbar ist, welche Annahmen darin stecken und welche Sichtweise das Feld unnötig verengt. Daraus entsteht ein präziserer Rahmen, der spätere Ideen und Entscheidungen deutlich besser trägt.

Problem Framing Workshop · Arbeitsstruktur

Fiktives Beispiel

Fiktive Werte zeigen die tatsächlichen Fachfelder.

Evidenzbild

Beobachtungen, Daten und Zitate sammeln; Fakten, Interpretationen und Lösungen trennen.

19 von 32 Ersatzteilsuchen beginnen im Chat; 11 enden mit Lageranruf; Zitat: „Bestand ist von gestern.“

Akteurskontext

Betroffene, Kontext, gewünschter Fortschritt und heutige Hürden konkret beschreiben.

Mobile Techniker:innen im laufenden Kund:innenauftrag müssen ein kompatibles Teil finden, bevor das Zeitfenster endet.

Problemkern

Unerwünschtes Ergebnis, Bedeutung und beobachtbare Auswirkung formulieren, ohne Ursache oder Lösung vorwegzunehmen.

Veraltete Bestandsinformation verlängert Suche und Kund:innenwartezeit; Ursache bleibt zunächst Hypothese.

Scope

In-Scope, Out-of-Scope, Constraints, Annahmen und offene Wissenslücken verhandeln.

In: Teilesuche im Auftrag; out: Beschaffung; Constraint: schwaches Netz; offen: Häufigkeit kompatibler Alternativen.

Arbeitsfrage

Frame in eine offene How-Might-We-Frage übersetzen und gegen Evidenz, Lösungsoffenheit und Handlungsraum prüfen.

Wie könnten mobile Techniker:innen im Auftrag verlässliche kompatible Teile finden, auch bei schwachem Netz?

Alle Werte sind fiktiv.

Fachquelle · eigene Lehrdarstellung

  1. 1

    Evidenz

    Evidenzbild

    Ziel

    Evidenzbild: Beobachtungen, Daten und Zitate sammeln; Fakten, Interpretationen und Lösungen trennen.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Entscheidungsanlass, vorhandene Evidenz und harte Grenzen sammeln; Lösungsideen zunächst parken.
    • Evidenz aus Research und Betrieb, Stakeholder- und Kontextkarte, Annahmenlog, Problem-Frame und How-Might-We-Frage

    Durchführung

    • Beobachtungen, Daten und Zitate sammeln; Fakten, Interpretationen und Lösungen trennen.

    Ergebnis

    Evidenzbild

    Beobachtungen, Daten und Zitate sammeln; Fakten, Interpretationen und Lösungen trennen.

    Qualitätscheck

    Ist jeder Befund auf Quelle oder Fall zurückführbar?

    Stolperfalle

    Meinungen der Workshopgruppe ersetzen Nutzer- und Betriebsbelege. Jede Aussage als Beobachtung, Interpretation oder Hypothese markieren.

    Zeitlicher Rahmen: 20–30 Minuten

  2. 2

    Akteure

    Akteurskontext

    Ziel

    Akteurskontext: Betroffene, Kontext, gewünschter Fortschritt und heutige Hürden konkret beschreiben.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Evidenzbild

    Durchführung

    • Betroffene, Kontext, gewünschter Fortschritt und heutige Hürden konkret beschreiben.

    Ergebnis

    Akteurskontext

    Betroffene, Kontext, gewünschter Fortschritt und heutige Hürden konkret beschreiben.

    Qualitätscheck

    Ist eine konkrete Personengruppe in einer Situation statt ein Marktsegment benannt?

    Stolperfalle

    „Alle Nutzer“ werden als einheitliche Zielgruppe behandelt. Kontext und relevante Variation eingrenzen; mehrere Frames bei unterschiedlichen Situationen bilden.

    Zeitlicher Rahmen: 15–25 Minuten

  3. 3

    Wirkung

    Problemkern

    Ziel

    Problemkern: Unerwünschtes Ergebnis, Bedeutung und beobachtbare Auswirkung formulieren, ohne Ursache oder Lösung vorwegzunehmen.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Akteurskontext

    Durchführung

    • Unerwünschtes Ergebnis, Bedeutung und beobachtbare Auswirkung formulieren, ohne Ursache oder Lösung vorwegzunehmen.

    Ergebnis

    Problemkern

    Unerwünschtes Ergebnis, Bedeutung und beobachtbare Auswirkung formulieren, ohne Ursache oder Lösung vorwegzunehmen.

    Qualitätscheck

    Beschreibt der Kern Ergebnis und Wirkung statt Symptomwort oder Lösungswunsch?

    Stolperfalle

    „Wir brauchen eine neue Suche“ wird zum Problem. Lösung entfernen und beobachtetes Hindernis plus Folge formulieren.

    Zeitlicher Rahmen: 15–25 Minuten

  4. 4

    Grenze

    Scope

    Ziel

    Scope: In-Scope, Out-of-Scope, Constraints, Annahmen und offene Wissenslücken verhandeln.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Problemkern

    Durchführung

    • In-Scope, Out-of-Scope, Constraints, Annahmen und offene Wissenslücken verhandeln.

    Ergebnis

    Scope

    In-Scope, Out-of-Scope, Constraints, Annahmen und offene Wissenslücken verhandeln.

    Qualitätscheck

    Sind Grenze und Nicht-Scope entscheidungsrelevant und nachvollziehbar?

    Stolperfalle

    Der Scope umfasst vorsorglich den gesamten Serviceprozess. Auf den kleinsten sinnvollen Entscheidungsraum begrenzen und Abhängigkeiten separat führen.

    Zeitlicher Rahmen: 15–25 Minuten

  5. 5

    Frage

    Arbeitsfrage

    Ziel

    Arbeitsfrage: Frame in eine offene How-Might-We-Frage übersetzen und gegen Evidenz, Lösungsoffenheit und Handlungsraum prüfen.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Scope

    Durchführung

    • Frame in eine offene How-Might-We-Frage übersetzen und gegen Evidenz, Lösungsoffenheit und Handlungsraum prüfen.

    Ergebnis

    Arbeitsfrage

    Frame in eine offene How-Might-We-Frage übersetzen und gegen Evidenz, Lösungsoffenheit und Handlungsraum prüfen.

    Qualitätscheck

    Erlaubt die Frage mehrere Lösungswege und bleibt sie beim belegten Bedarf?

    Stolperfalle

    Die Frage enthält bereits „durch eine KI-Suche“. Mechanismus entfernen und Frage auf Akteur:in, Fortschritt und Kontext zurückführen.

    Zeitlicher Rahmen: 15–25 Minuten

05

Artefakt

Was am Ende rauskommt

Skizze: so sieht das Artefakt aus

Problem Framing WorkshopSymptome, Betroffene, Evidenz, Annahmen und Grenzen in ein gemeinsames bearbeitbares Problem Statement überführen
Problem Framing WorkshopDas Visual zeigt, wie Symptome, Betroffene und Evidenz über gemeinsames Framing zu einem Problem Statement, Scope und Erfolgskriterien verdichtet werden.Vom diffusen Thema zur bearbeitbaren ProblemdefinitionDer Workshop bündelt Rohsignale, schärft Annahmen und stoppt vorschnelle Lösungen, bis ein gemeinsames Problem Statement trägt.Rohmaterial sammelngemeinsam zuspitzenakzeptierteArbeitsdefinitionSymptomewas ist beobachtbar?Betroffenefür wen ist es relevant?Evidenzwelche Daten stützen das?FramingAnnahmen, Auswirkungen und Grenzengemeinsam schärfenProblem Statementfür wen, welches Problem, warum jetzt?Scope & ErfolgGrenzen und Erfolgskriterien festlegenLösungsideen parkennicht verlieren, aber nicht dominierenlassen
Form

Problem Frame mit Akteur:in, Kontext, Bedürfnis, Evidenz, Auswirkung, Scope, Annahmen und offener Designfrage.

Versionierung / Ownership

Datum, Owner, Quellenstand und Reviewtermin führen; frühere Fassungen erhalten.

Tool-Alternativen
  • Evidenzwand
  • Problem-Frame-Canvas
  • Annahmen- und Scope-Log

problem-frame-markdown.md

Gegenstand, Evidenz, Rollen, Ablauf und Review festlegen.

Problem Framing Workshop: Arbeitsvorlage

Fragestellung

Noch zu klären

Gewünschtes Ergebnis

Noch zu klären

Rahmen

Vollständiger Durchlauf Zeit: 90–150 Minuten mit vorab gesammelter Evidenz.

Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.

Vorbereitung für diesen Umfang

Methodische Grundausstattung

  • Materialien: Evidenz aus Research und Betrieb, Stakeholder- und Kontextkarte, Annahmenlog, Problem-Frame und How-Might-We-Frage
  • Rollen: Facilitator · Problem Owner · Betroffene/Kund:innenperspektive · Fach- und Delivery-Perspektiven · Entscheider:in
  • Vorab-Infos: Entscheidungsanlass, vorhandene Evidenz und harte Grenzen sammeln; Lösungsideen zunächst parken.
  • Gesamter Zeitbedarf: 90–150 Minuten mit vorab gesammelter Evidenz.
  • Setup: Arbeitsfläche mit Evidenz · Akteure · Wirkung · Grenze · Frage vorbereiten; Beispiel und eigene Daten trennen.

Für die Arbeitsschritte bereitstellen

Evidenz: Evidenzbild

  • Entscheidungsanlass, vorhandene Evidenz und harte Grenzen sammeln; Lösungsideen zunächst parken.
  • Evidenz aus Research und Betrieb, Stakeholder- und Kontextkarte, Annahmenlog, Problem-Frame und How-Might-We-Frage

Akteure: Akteurskontext

  • Evidenzbild

Wirkung: Problemkern

  • Akteurskontext

Grenze: Scope

  • Problemkern

Frage: Arbeitsfrage

  • Scope

Problem Framing Workshop · Arbeitsstruktur

Evidenzbild

Beobachtungen, Daten und Zitate sammeln; Fakten, Interpretationen und Lösungen trennen.

...

Akteurskontext

Betroffene, Kontext, gewünschter Fortschritt und heutige Hürden konkret beschreiben.

...

Problemkern

Unerwünschtes Ergebnis, Bedeutung und beobachtbare Auswirkung formulieren, ohne Ursache oder Lösung vorwegzunehmen.

...

Scope

In-Scope, Out-of-Scope, Constraints, Annahmen und offene Wissenslücken verhandeln.

...

Arbeitsfrage

Frame in eine offene How-Might-We-Frage übersetzen und gegen Evidenz, Lösungsoffenheit und Handlungsraum prüfen.

...

Die leere Vorlage enthält nur Arbeitsimpulse.

Fachquelle · eigene Lehrdarstellung

Evidenz: Evidenzbild

Erwartetes Artefakt: Evidenzbild

Beobachtungen, Daten und Zitate sammeln; Fakten, Interpretationen und Lösungen trennen.

Eintrag:

...

  • Ist jeder Befund auf Quelle oder Fall zurückführbar?

Akteure: Akteurskontext

Erwartetes Artefakt: Akteurskontext

Betroffene, Kontext, gewünschter Fortschritt und heutige Hürden konkret beschreiben.

Eintrag:

...

  • Ist eine konkrete Personengruppe in einer Situation statt ein Marktsegment benannt?

Wirkung: Problemkern

Erwartetes Artefakt: Problemkern

Unerwünschtes Ergebnis, Bedeutung und beobachtbare Auswirkung formulieren, ohne Ursache oder Lösung vorwegzunehmen.

Eintrag:

...

  • Beschreibt der Kern Ergebnis und Wirkung statt Symptomwort oder Lösungswunsch?

Grenze: Scope

Erwartetes Artefakt: Scope

In-Scope, Out-of-Scope, Constraints, Annahmen und offene Wissenslücken verhandeln.

Eintrag:

...

  • Sind Grenze und Nicht-Scope entscheidungsrelevant und nachvollziehbar?

Frage: Arbeitsfrage

Erwartetes Artefakt: Arbeitsfrage

Frame in eine offene How-Might-We-Frage übersetzen und gegen Evidenz, Lösungsoffenheit und Handlungsraum prüfen.

Eintrag:

...

  • Erlaubt die Frage mehrere Lösungswege und bleibt sie beim belegten Bedarf?

Offene Fragen und nächste Schritte

...

Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/problem-framing-workshop/run-sheet

06

Beispielausgabe

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.

problem-framing-workshop-beispiel.md

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Lehrbeispiel: Problem Framing Workshop · Arbeitsstruktur

Evidenzbild

19 von 32 Ersatzteilsuchen beginnen im Chat; 11 enden mit Lageranruf; Zitat: „Bestand ist von gestern.“

Akteurskontext

Mobile Techniker:innen im laufenden Kund:innenauftrag müssen ein kompatibles Teil finden, bevor das Zeitfenster endet.

Problemkern

Veraltete Bestandsinformation verlängert Suche und Kund:innenwartezeit; Ursache bleibt zunächst Hypothese.

Scope

In: Teilesuche im Auftrag; out: Beschaffung; Constraint: schwaches Netz; offen: Häufigkeit kompatibler Alternativen.

Arbeitsfrage

Wie könnten mobile Techniker:innen im Auftrag verlässliche kompatible Teile finden, auch bei schwachem Netz?

07

Stolperfallen

Symptome erkennen, gegensteuern

Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf

  1. EvidenzbildMeinungen der Workshopgruppe ersetzen Nutzer- und Betriebsbelege.In der Phase ansehen
  2. Akteurskontext„Alle Nutzer“ werden als einheitliche Zielgruppe behandelt.In der Phase ansehen
  3. Problemkern„Wir brauchen eine neue Suche“ wird zum Problem.In der Phase ansehen
  4. ScopeDer Scope umfasst vorsorglich den gesamten Serviceprozess.In der Phase ansehen
  5. ArbeitsfrageDie Frage enthält bereits „durch eine KI-Suche“.In der Phase ansehen
08

Abbruchkriterien

Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest

Stopp Evidenz: Ist jeder Befund auf Quelle oder Fall zurückführbar?
Stopp Akteure: Ist eine konkrete Personengruppe in einer Situation statt ein Marktsegment benannt?
Stopp Wirkung: Beschreibt der Kern Ergebnis und Wirkung statt Symptomwort oder Lösungswunsch?
Stopp Grenze: Sind Grenze und Nicht-Scope entscheidungsrelevant und nachvollziehbar?
Stopp Frage: Erlaubt die Frage mehrere Lösungswege und bleibt sie beim belegten Bedarf?

Methode nach Praxisgemeinschaft. Die Methode ist als verbreitete Praxis entstanden und wird nicht eindeutig einer einzelnen Urheberin oder Organisation zugeschrieben. Kuratiert mit 1 Quellen.

Quellen: Problem Framing Workshop

Ablauf, Timeboxen und Stolperfallen sind redaktionell kuratierte Praxisempfehlungen auf Basis der genannten Quellen.

Methodenanleitung durchgearbeitet?

Zum Steckbrief für Zweck, ähnliche Methoden und Quellen oder direkt zur nächsten Methode im Katalog.