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Playbook

Product Discovery starten

Von vager Produktidee zu klarer Zielgruppe, Problemhypothesen und ersten Lernschritten.

Schritte4 Methoden
Zeit2-10 Tage
FormatHybrid
Ergebnis

Ein priorisierter Lernplan mit Zielgruppe, Opportunity, Annahmen und erstem Test.

Am Ende hast du

Problem FrameOpportunity Solution TreeAssumption MapTest Plan

Entscheidungspunkt

Du kannst entscheiden, welche Opportunity zuerst gelernt oder getestet wird und welche Lösungsideen noch nicht reif für Delivery sind.

Nächster Schritt

Den Test durchführen, Evidenz auswerten und danach Opportunity, Annahmen oder Lösungshypothese aktualisieren.

Ideal für

  • neue Produktinitiativen
  • unscharfe Opportunities
  • Teams vor der ersten Lösungsentscheidung

Nicht gut für

  • reine Delivery-Optimierung
  • bereits validierte Backlog-Arbeit
Vorbereitung

Was vor dem Start klar sein sollte

Rollen

  • Product Owner oder Product Manager
  • UX Research oder Design
  • Tech Lead oder Umsetzungsteam

Inputs

  • vage Produktidee oder Opportunity
  • bekannte Nutzer- und Geschäftssignale
  • bestehende Annahmen und Risiken

Setup

  • Zielgruppe eingrenzen
  • Lernziel statt Lösungsvorgabe formulieren
  • Zeitfenster für ersten Test reservieren
Ablauf

Methodenpfad

4 Methoden
  1. 1FacilitationProblem Frame

    Problem Framing Workshop

    Welches konkrete Problem welcher Menschen in welchem Kontext ist durch Evidenz belegt, sinnvoll begrenzt und offen genug für mehrere Lösungen?

    Warum dieser Schritt?

    Der Problem Frame verhindert, dass das Team direkt in Lösungen springt, bevor Zielgruppe, Problem und Entscheidungsbedarf geklärt sind.

    Der geschärfte Problemraum wird anschließend in Opportunities, Lösungen und Experimente aufgeteilt.

    Papierillustration zu Problem Framing Workshop.
  2. 2Product DiscoveryOpportunity Solution Tree

    Opportunity Solution Tree

    Welche evidenzgestützten Wege können das gewünschte Outcome über Kundenbedürfnisse und geprüfte Lösungen erreichen?

    Warum dieser Schritt?

    Der Opportunity Solution Tree verbindet Outcome, Nutzerbedürfnisse, Lösungsideen und Experimente in einer gemeinsamen Landkarte.

    Die Landkarte macht sichtbar, welche Annahmen hinter den attraktivsten Pfaden liegen.

    Papierillustration eines verzweigten Baums mit Outcome an der Wurzel, darunter Kunden-Opportunities, Lösungsoptionen und kleinen Experimentkarten.
  3. 3Product DiscoveryAssumption Map

    Assumption Mapping

    Welche Annahmen sind für die Idee entscheidend und haben die schwächste unterstützende Evidenz?

    Warum dieser Schritt?

    Assumption Mapping priorisiert die Annahmen, bei denen Risiko und Wissenslücke am größten sind.

    Die riskanteste Annahme wird danach in einen konkreten Lernschritt übersetzt.

    Papierillustration einer Assumption Map als ruhige Vier-Felder-Matrix mit Hypothesenkarten und Markierung der wichtigen, kaum belegten Annahmen.
  4. 4Product DiscoveryTest Plan

    Riskiest Assumption Test

    Welche Annahme würde die Idee bei Irrtum am stärksten beschädigen und besitzt zugleich die schwächste belastbare Evidenz?

    Warum dieser Schritt?

    Der Test fokussiert die Discovery auf die Annahme, die eine Lösungsidee am ehesten kippen kann.

    Das Testergebnis entscheidet, ob der Pfad fortgesetzt, angepasst oder verworfen wird.

    Papierillustration für Riskiest Assumption Test mit fachlich beschrifteter Arbeitsfläche.
Abschlusskriterien
Vorlagen

Artefakte für dieses Playbook

Die Artefakte bleiben zugeklappt, bis du sie wirklich brauchst.

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Problem Framing Workshop: Arbeitsvorlage

Gegenstand, Evidenz, Rollen, Ablauf und Review festlegen.

# Problem Framing Workshop: Arbeitsvorlage

## Fragestellung
Noch zu klären

## Gewünschtes Ergebnis
Noch zu klären

## Rahmen
Vollständiger Durchlauf
Zeit: 90–150 Minuten mit vorab gesammelter Evidenz.

Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.

## Vorbereitung für diesen Umfang

### Methodische Grundausstattung
- **Materialien:** Evidenz aus Research und Betrieb, Stakeholder- und Kontextkarte, Annahmenlog, Problem-Frame und How-Might-We-Frage
- **Rollen:** Facilitator · Problem Owner · Betroffene/Kund:innenperspektive · Fach- und Delivery-Perspektiven · Entscheider:in
- **Vorab-Infos:** Entscheidungsanlass, vorhandene Evidenz und harte Grenzen sammeln; Lösungsideen zunächst parken.
- **Gesamter Zeitbedarf:** 90–150 Minuten mit vorab gesammelter Evidenz.
- **Setup:** Arbeitsfläche mit Evidenz · Akteure · Wirkung · Grenze · Frage vorbereiten; Beispiel und eigene Daten trennen.

### Für die Arbeitsschritte bereitstellen

#### Evidenz: Evidenzbild
- Entscheidungsanlass, vorhandene Evidenz und harte Grenzen sammeln; Lösungsideen zunächst parken.
- Evidenz aus Research und Betrieb, Stakeholder- und Kontextkarte, Annahmenlog, Problem-Frame und How-Might-We-Frage

#### Akteure: Akteurskontext
- Evidenzbild

#### Wirkung: Problemkern
- Akteurskontext

#### Grenze: Scope
- Problemkern

#### Frage: Arbeitsfrage
- Scope


## Problem Framing Workshop · Arbeitsstruktur

### Evidenzbild
Beobachtungen, Daten und Zitate sammeln; Fakten, Interpretationen und Lösungen trennen.

...

### Akteurskontext
Betroffene, Kontext, gewünschter Fortschritt und heutige Hürden konkret beschreiben.

...

### Problemkern
Unerwünschtes Ergebnis, Bedeutung und beobachtbare Auswirkung formulieren, ohne Ursache oder Lösung vorwegzunehmen.

...

### Scope
In-Scope, Out-of-Scope, Constraints, Annahmen und offene Wissenslücken verhandeln.

...

### Arbeitsfrage
Frame in eine offene How-Might-We-Frage übersetzen und gegen Evidenz, Lösungsoffenheit und Handlungsraum prüfen.

...

Die leere Vorlage enthält nur Arbeitsimpulse.

[Fachquelle · eigene Lehrdarstellung](https://www.designcouncil.org.uk/our-resources/the-double-diamond/)


## Evidenz: Evidenzbild
Erwartetes Artefakt: Evidenzbild

Beobachtungen, Daten und Zitate sammeln; Fakten, Interpretationen und Lösungen trennen.

Eintrag:

...

- [ ] Ist jeder Befund auf Quelle oder Fall zurückführbar?

## Akteure: Akteurskontext
Erwartetes Artefakt: Akteurskontext

Betroffene, Kontext, gewünschter Fortschritt und heutige Hürden konkret beschreiben.

Eintrag:

...

- [ ] Ist eine konkrete Personengruppe in einer Situation statt ein Marktsegment benannt?

## Wirkung: Problemkern
Erwartetes Artefakt: Problemkern

Unerwünschtes Ergebnis, Bedeutung und beobachtbare Auswirkung formulieren, ohne Ursache oder Lösung vorwegzunehmen.

Eintrag:

...

- [ ] Beschreibt der Kern Ergebnis und Wirkung statt Symptomwort oder Lösungswunsch?

## Grenze: Scope
Erwartetes Artefakt: Scope

In-Scope, Out-of-Scope, Constraints, Annahmen und offene Wissenslücken verhandeln.

Eintrag:

...

- [ ] Sind Grenze und Nicht-Scope entscheidungsrelevant und nachvollziehbar?

## Frage: Arbeitsfrage
Erwartetes Artefakt: Arbeitsfrage

Frame in eine offene How-Might-We-Frage übersetzen und gegen Evidenz, Lösungsoffenheit und Handlungsraum prüfen.

Eintrag:

...

- [ ] Erlaubt die Frage mehrere Lösungswege und bleibt sie beim belegten Bedarf?

## Offene Fragen und nächste Schritte

...

Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/problem-framing-workshop/run-sheet
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Opportunity Solution Tree: Arbeitsvorlage

Plane den Einstieg und den laufenden Arbeitsrhythmus für Outcome, Opportunities, Lösungen und Tests.

# Opportunity Solution Tree: Arbeitsvorlage

## Fragestellung
Noch zu klären

## Gewünschtes Ergebnis
Noch zu klären

## Rahmen
Kontinuierliche Discovery strukturieren
Zeit: Laufende Praxis; kein Gesamtzeitlimit

Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.

## Vorbereitung für diesen Umfang

### Methodische Grundausstattung
- **Materialien:** Outcome-Definition, Forschungsnotizen mit Quellen, Opportunity-Clustering, gemeinsame Baumfläche und Platz für Lösungshypothesen und Experimentkarten.
- **Rollen:** Produkttrio oder cross-funktionales Team aus Product, Design/Research und Engineering; Discovery-Verantwortung hält Baum und Evidenz aktuell.
- **Vorab-Infos:** Outcome, Zielgruppe und aktuelle Produkt- oder Kundenbelege sammeln. Kundenaussagen von Interpretationen trennen.
- **Gesamter Zeitbedarf:** Kein einzelner Workshop. Einstieg und erste Struktur in etwa 1–2 Stunden; Interviews, Tests und Aktualisierungen laufen in wiederkehrenden Discovery-Zyklen.
- **Setup:** Outcome oben, Opportunities darunter, Lösungen unter der gewählten Opportunity und Experimente auf Lösungsannahmen abbilden. Nur eine Ziel-Opportunity gleichzeitig vertiefen.

### Für die Arbeitsschritte bereitstellen

#### Outcome: Ein steuerbares Outcome festlegen
- Produktstrategie und Zielgruppe
- Verfügbare Kennzahl oder beobachtbarer Verhaltensindikator

#### Opportunities: Kundenbedürfnisse strukturieren
- Story-basierte Kundengespräche oder Beobachtungen
- Outcome und bestehende Opportunity-Notizen

#### Fokus: Eine Ziel-Opportunity auswählen
- Outcome
- Opportunity Map und zugehörige Kundennotizen

#### Lösungen: Mehrere Lösungswege erkunden
- Ziel-Opportunity und Erfolgssignal
- Produkt-, Design- und technische Perspektiven

#### Lernen: Annahmen testen und Baum aktualisieren
- Lösungsoptionen und explizite Annahmen
- Zugriff auf geeignete Nutzer oder Daten


## Opportunity Solution Tree

### Outcome
Welches steuerbare Ergebnis soll sich verbessern?

...

### Kunden-Opportunities
Welche Bedürfnisse, Pain Points oder Wünsche aus konkreten Kundensituationen könnten das Outcome beeinflussen?

...

### Ziel-Opportunity
Welche Opportunity wählen wir für die nächste Discovery-Runde und warum?

...

### Lösungsoptionen
Welche unterschiedlichen Wege könnten diese Opportunity bedienen?

...

### Annahmen und Tests
Welche riskante Annahme prüft welcher Test, und welche Entscheidung folgt?

...

Leere Vorlage: genau ein Outcome wählen, Opportunities mit Beleg verknüpfen, Ziel-Opportunity markieren, darunter Lösungshypothesen und Tests dokumentieren.

[Quelle: Teresa Torres, Product Talk](https://www.producttalk.org/opportunity-solution-trees/)


## Outcome: Ein steuerbares Outcome festlegen
Erwartetes Artefakt: Outcome als Wurzel des Baums

Ergebnis · Zielgruppe · Messsignal

Eintrag:

...

- [ ] Kann das Team das Outcome mit Produktentscheidungen beeinflussen?

## Opportunities: Kundenbedürfnisse strukturieren
Erwartetes Artefakt: Kundenbezogene Opportunities mit Belegen

Bedürfnis oder Hindernis · Quelle · offene Frage

Eintrag:

...

- [ ] Ist jede Opportunity aus Kundenwissen hergeleitet?
- [ ] Enthält sie noch eine Lösung in Verkleidung?

## Fokus: Eine Ziel-Opportunity auswählen
Erwartetes Artefakt: Gewählte Ziel-Opportunity mit Begründung

Opportunity · Evidenz · Begründung

Eintrag:

...

- [ ] Ist die Opportunity relevant und ausreichend verstanden, um Ideen zu entwickeln?

## Lösungen: Mehrere Lösungswege erkunden
Erwartetes Artefakt: Lösungsoptionen mit Annahmen

Option · adressierte Opportunity · wichtigste Annahme

Eintrag:

...

- [ ] Gibt es verschiedene Wege, die Opportunity zu bedienen?

## Lernen: Annahmen testen und Baum aktualisieren
Erwartetes Artefakt: Aktualisierter Baum mit Tests und Entscheidungen

Annahme · Test · Evidenz · Entscheidung

Eintrag:

...

- [ ] Prüft der Test eine wichtige Annahme der Lösung?
- [ ] Ist die nächste Entscheidung vor dem Test benannt?

## Offene Fragen und nächste Schritte

...

Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/opportunity-solution-tree/run-sheet
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Assumption Map Checklist

Checkliste für kritische Annahmen nach Risiko und Wissensstand.

- [ ] Annahme als überprüfbare Aussage formuliert
- [ ] Risiko bewertet
- [ ] Wissensstand bewertet
- [ ] Datenquelle oder Testidee ergänzt
- [ ] Riskiest Assumption markiert
- [ ] Erfolgskriterium definiert
- [ ] Owner und Datum gesetzt
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Experiment Plan

Kurzer Plan für Hypothese, Testdesign, Erfolgskriterium und Entscheidung.

# Experiment Plan

## Hypothese

Wir glauben, dass ...

## Zielgruppe

Für wen testen wir?

## Testdesign

Was machen Teilnehmende oder Nutzende konkret?

## Erfolgskriterium

Wir werten den Test als positiv, wenn ...

## Risiken und Grenzen

Was kann der Test nicht beweisen?

## Entscheidung danach

Wenn positiv: ...
Wenn negativ: ...

## Owner und Datum

...