Wenn ein Nutzungsszenario früh verständlich werden soll, verdichtet sie Situationen, Kontext und Ablauf in eine lesbare Sequenz. Sie hilft, Konzeptideen vor dem Bau zu prüfen.
UX Design Mapping Tool
Storyboarding
Macht einen konkreten Nutzungsmoment als Folge nachvollziehbarer Szenen sichtbar.
Storyboarding ordnet Szenario, visuelle Szenen und kurze Beschriftungen zu einem lesbaren Ablauf. Es hilft, Kontext und Übergänge einer recherchierten Erfahrung oder einer vorgeschlagenen Lösung gemeinsam zu prüfen. Vermutungen über Gedanken oder Gefühle müssen als Annahmen gekennzeichnet werden.
Welche Situationen, Handlungen und Übergänge prägen diesen konkreten Nutzungspfad oder die vorgeschlagene Erfahrung?
- Teilnehmende
- 1-8 Mitwirkende
- Zeit
- Eine Session oder Sequenz
Die Phasenleiste führt von Szenario und Szenenfolge zu Visualisierung und Prüfung.

Szenario
Szenario eingrenzen
Wähle einen Fall mit Anfang, Ziel und einer klärbaren Gestaltungsfrage.
Szenen
Szenenfolge skizzieren
Zerlege das Szenario in wenige aufeinanderfolgende Schlüsselmomente.
Storyboard
Bilder und Beschriftungen ergänzen
Zeichne einfach und beschrifte Handlung sowie entscheidenden Kontext.
Prüfen
Ablauf gemeinsam prüfen
Lies die Bildfolge ohne mündliche Ergänzung und markiere offene Übergänge.
Prüfe, wo Reihenfolge, Kontext oder Serviceübergang unklar bleibt. Überarbeite die Szene und kennzeichne, ob sie auf Forschung, Beobachtung oder einer Konzeptannahme beruht.
Geeignet, wenn
Nutze Storyboarding, um eine konkrete aktuelle Erfahrung, eine Konzeptidee oder einen kritischen Ablauf schnell besprechbar zu machen. Wähle einen Fall und zeige nur entscheidungsrelevante Szenen.
Ideal für
- Concept Testing
- Service Design
- Prototype Planning
Nicht gut für
- Präzise UI-Spezifikation
- Tiefe Analytics
Ergebnisse

Szenario-Storyboard
Eine zusammenhängende Folge mit Kontext, Handlung und Konsequenz.

Prüfbare Annahmen
Sichtbare Lücken, kritische Übergänge und offene Tests.
Sechs Szenen eines Storyboards
Fiktives Konzeptbeispiel
Eine zusammenhängende Szene pro Zeile mit Kontext, Handlung und Evidenzstatus.
| Storyboard-Frame | Frame | Szene und Kontext | Handlung oder Kontaktpunkt | Beleg oder Annahme |
|---|---|---|---|---|
| Frame 1Auslöser und Ziel zeigen. | 1 | Samstags wird ein Regal locker. | Die Person entscheidet, einen Akkuschrauber zu benötigen. | Fiktive Annahme zum Bedarf; kein beobachteter Fall. |
| Frame 2Ersten Schritt und Suchkontext darstellen. | 2 | Die Person öffnet den fiktiven Werkzeugkatalog. | Sie sucht nach einem passenden Gerät. | Konzeptannahme; keine reale Recherche. |
| Frame 3Entscheidungsrelevante Information sichtbar machen. | 3 | Die Werkzeugkarte zeigt Bestand und Standort. | Ein Samstag-Abholfenster steht neben der Verfügbarkeit. | Vorgeschlagener Kontaktpunkt, noch nicht getestet. |
| Frame 4Übergang zur nächsten Handlung erklären. | 4 | Die Person wählt ein Zeitfenster. | Ein Reservierungsschritt bestätigt den Plan. | Ungeprüfte Funktionsannahme. |
| Frame 5Zugang zum Service darstellen. | 5 | Die Person kommt zum Ausleihort. | Weg- und Zugangsinformationen helfen bei der Abholung. | Zu prüfende Öffnungszeiten und Zugangsbedingungen. |
| Frame 6Ergebnis und offenen Folgepunkt zeigen. | 6 | Nach der Reparatur wird das Werkzeug zurückgegeben. | Der Ablauf endet mit einer verfügbaren Rückgabeoption. | Fiktive Annahme; Rückgabe im Alltag validieren. |
1. Frame
- Frame 1
- 1
- Frame 2
- 2
- Frame 3
- 3
- Frame 4
- 4
- Frame 5
- 5
- Frame 6
- 6
2. Szene und Kontext
- Frame 1
- Samstags wird ein Regal locker.
- Frame 2
- Die Person öffnet den fiktiven Werkzeugkatalog.
- Frame 3
- Die Werkzeugkarte zeigt Bestand und Standort.
- Frame 4
- Die Person wählt ein Zeitfenster.
- Frame 5
- Die Person kommt zum Ausleihort.
- Frame 6
- Nach der Reparatur wird das Werkzeug zurückgegeben.
3. Handlung oder Kontaktpunkt
- Frame 1
- Die Person entscheidet, einen Akkuschrauber zu benötigen.
- Frame 2
- Sie sucht nach einem passenden Gerät.
- Frame 3
- Ein Samstag-Abholfenster steht neben der Verfügbarkeit.
- Frame 4
- Ein Reservierungsschritt bestätigt den Plan.
- Frame 5
- Weg- und Zugangsinformationen helfen bei der Abholung.
- Frame 6
- Der Ablauf endet mit einer verfügbaren Rückgabeoption.
4. Beleg oder Annahme
- Frame 1
- Fiktive Annahme zum Bedarf; kein beobachteter Fall.
- Frame 2
- Konzeptannahme; keine reale Recherche.
- Frame 3
- Vorgeschlagener Kontaktpunkt, noch nicht getestet.
- Frame 4
- Ungeprüfte Funktionsannahme.
- Frame 5
- Zu prüfende Öffnungszeiten und Zugangsbedingungen.
- Frame 6
- Fiktive Annahme; Rückgabe im Alltag validieren.
Innere Zustände und Ereignisse aus der Forschung belegen oder als Annahme markieren.
Erster Schritt
Benenne das Szenario, die dargestellte Person oder Rolle und die Frage, die die Bildfolge klären soll.
Davor sinnvoll
Vertiefung
Sie bildet Schlüsselszenen so ab, dass Reihenfolge, Kontext und mögliche Brüche im Ablauf sichtbar bleiben. Weil die Darstellung narrativ statt technisch startet, lassen sich Konzepte früh mit Stakeholdern prüfen, bevor ein Interface detailliert wird.
Storyboarding funktioniert, weil Nutzungssituationen als Folge von Szenen sichtbar werden und dadurch Logik, Übergang und Bedeutung einer Lösung konkreter prüfbar sind. Gute Anwendung zeigt Handlung, Kontext und Reaktion in einer Form, die Diskussion über Verhalten ermöglicht, nicht nur über Oberfläche. Die Methode ist stark, wenn sie Lücken zwischen Absicht und tatsächlicher Nutzungserfahrung früh aufdeckt und damit bessere Designentscheidungen vorbereitet.
Starte mit einem konkreten Auslöser der Nutzung und halte den Erzählfaden über alle Szenen hinweg konsistent. Die meiste Klarheit entsteht an der Stelle, an der eine Szene nur funktioniert, weil stillschweigend Wissen oder Motivation unterstellt wird. Schließe mit einem verständlichen Ablauf, markierten Brüchen und einer Auswahl der Szenen, die als Nächstes getestet oder gestaltet werden.
Die Methodenanleitung führt mit 4 Phasen, Zeitrahmen, 4 Stolperfallen und klaren Abbruchkriterien durch die Umsetzung.
Methodenanleitung öffnenDeine Einschätzung
Hilft dir diese Methode für dein Vorhaben?
Mit deinem Feedback hilfst du, den Methodatlas weiterzuentwickeln.
Quellen und Themen
Workshop AgendaKompakte Agenda-Vorlage für Methodenketten mit Timebox, Zweck und Output.agenda
workshop-agenda-markdown.md
Kompakte Agenda-Vorlage für Methodenketten mit Timebox, Zweck und Output.
Workshop Agenda
Ziel: ... Teilnehmende: ... Dauer: ...
| Zeit | Methode | Zweck | Output |
|---|---|---|---|
| 00:00 | Check-in | Fokus setzen | Gemeinsamer Start |
| 00:10 | How Might We | Ideationsfragen | HMW-Liste |
| 00:35 | Brainwriting | Ideen erzeugen | Idea Pool |
| 01:10 | Dot Voting | Auswahl vorbereiten | Priorisierte Ideen |
| 01:30 | Storyboarding | Konzept greifbar machen | Storyboard |
Abschluss
Entscheidung, Owner, nächster Test.
Storyboarding: ArbeitsvorlageBereite eine kurze, fokussierte Bildfolge für ein Nutzungsszenario oder Konzept vor.markdown
storyboarding-working-template.md
Bereite eine kurze, fokussierte Bildfolge für ein Nutzungsszenario oder Konzept vor.
Storyboarding: Arbeitsvorlage
Fragestellung
Noch zu klären
Gewünschtes Ergebnis
Noch zu klären
Rahmen
Ein fokussiertes Storyboard Zeit: Etwa 45–90 Minuten für eine Sequenz; Recherche und Validierung liegen außerhalb der Session.
Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.
Vorbereitung für diesen Umfang
Methodische Grundausstattung
- Materialien: Szenariobeschreibung, relevante Recherchebelege oder klar markierte Annahmen, Papier oder digitales Board mit Frames und Stifte.
- Rollen: Eine Person führt die Geschichte zusammen; ein kleines Team prüft Lesbarkeit und Übergänge. Für nutzerzentrierte Storyboards werden Aussagen und Emotionen nur aus passenden Belegen übernommen oder als Hypothese benannt.
- Vorab-Infos: Rolle, Ziel, Zeitraum, Ausgangsproblem und benötigte Entscheidung bestimmen. Forschungsnotizen und Wissenslücken zusammentragen.
- Gesamter Zeitbedarf: Für eine fokussierte Sequenz etwa 45–90 Minuten einschließlich Szenario, Skizzieren und gemeinsamer Prüfung. Recherche und spätere Validierung separat planen.
- Setup: Frames in Leserichtung vorbereiten. Niedrige Detailstufe wählen, bevor Illustrationen entstehen. Belege, Hypothesen und offene Stellen sichtbar kennzeichnen.
Für die Arbeitsschritte bereitstellen
Szenario: Szenario eingrenzen
- Benenne das Szenario, die dargestellte Person oder Rolle und die Frage, die die Bildfolge klären soll.
Szenen: Szenenfolge skizzieren
- Einzelnes Szenario mit Zweck und Evidenzstatus.
Storyboard: Bilder und Beschriftungen ergänzen
- Geordnete Szenenfolge mit erkennbaren Übergängen.
Prüfen: Ablauf gemeinsam prüfen
- Storyboard mit lesbaren Bildern, knappen Captions und Evidenzmarkern.
Sechs Szenen eines Storyboards
| Storyboard-Frame | Frame | Szene und Kontext | Handlung oder Kontaktpunkt | Beleg oder Annahme |
|---|---|---|---|---|
| Frame 1 | ||||
| Frame 2 | ||||
| Frame 3 | ||||
| Frame 4 | ||||
| Frame 5 | ||||
| Frame 6 |
- Frame 1: Auslöser und Ziel zeigen.
- Frame 2: Ersten Schritt und Suchkontext darstellen.
- Frame 3: Entscheidungsrelevante Information sichtbar machen.
- Frame 4: Übergang zur nächsten Handlung erklären.
- Frame 5: Zugang zum Service darstellen.
- Frame 6: Ergebnis und offenen Folgepunkt zeigen.
Leere Vorlage: pro Frame Kontext, Handlung und Evidenzstatus ergänzen.
Szenario: Szenario eingrenzen
Erwartetes Artefakt: Einzelnes Szenario mit Zweck und Evidenzstatus.
Einzelnes Szenario mit Zweck und Evidenzstatus.
Eintrag:
...
- Eine Person oder Rolle verfolgt ein verständliches Ziel; Fakt und Annahme sind unterscheidbar.
Szenen: Szenenfolge skizzieren
Erwartetes Artefakt: Geordnete Szenenfolge mit erkennbaren Übergängen.
Geordnete Szenenfolge mit erkennbaren Übergängen.
Eintrag:
...
- Jede Szene trägt zur Zielerreichung oder zur Gestaltungsfrage bei.
Storyboard: Bilder und Beschriftungen ergänzen
Erwartetes Artefakt: Storyboard mit lesbaren Bildern, knappen Captions und Evidenzmarkern.
Storyboard mit lesbaren Bildern, knappen Captions und Evidenzmarkern.
Eintrag:
...
- Bild und Caption erzählen denselben Moment; unbelegte Emotionen oder Zitate werden nicht als Fakt dargestellt.
Prüfen: Ablauf gemeinsam prüfen
Erwartetes Artefakt: Überarbeitete Szenenfolge mit Gestaltungsfrage oder Testauftrag.
Überarbeitete Szenenfolge mit Gestaltungsfrage oder Testauftrag.
Eintrag:
...
- Eine außenstehende Person versteht Ziel, Reihenfolge und Ergebnis anhand der Karten.
Offene Fragen und nächste Schritte
...
Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/storyboarding/run-sheet
Alternativen und Nachbarn
Passende Alternativen mit Entscheidungshilfe, danach weitere verwandte Methoden.

Statt Storyboarding, wenn du mehrere Lösungsskizzen parallel erzeugen und direkt im Team kritisieren lassen willst.

Ordnet Phasen, Touchpoints, Pain Points und Chancen entlang einer Journey, um Erfahrungslücken zu benennen.

Macht Serviceabläufe, Kontaktpunkte und Verantwortungen sichtbar, damit Frontstage und Backstage gemeinsam präzisiert werden.

Bündelt parallele Skizzenrunden, integriert Zwischenergebnisse und formt daraus eine priorisierte Lösungsskizze.

Führt vom breiten Erkunden zum klaren Problem Statement und weiter zu Prototypen, die in Deliverables münden.

Strukturiert Problem, Outcomes, Nutzer, Hypothesen und Experimente zu einem überprüfbaren Arbeitsmodell.
Rahmenbedingungen und Herkunft
Steckbrief
- Methodenform
- Mapping Tool
- Teilnehmende
- 1-8
- Zeit
- 30-90 min
- Reifegrad
- Canonical
- Ursprung
- Praxisgemeinschaft



