methodatlas

Innovation Workshop-Methode

How Might We

Verdichtet belegte Probleme zu offenen, lösbaren Designfragen.

How Might We verdichtet ein beobachtetes Problem oder Insight zu einer Frage, die Möglichkeiten öffnet und den gewünschten Ausgang benennt. Reichweite und Lösungsoffenheit werden gemeinsam geprüft.

Kernfrage
Wie könnten wir die gewünschte Wirkung in dieser konkreten Situation ermöglichen, ohne eine Lösung vorzugeben?
Teilnehmende
1-10
Zeit
30–45 Minuten

Wie könnten wir die gewünschte Wirkung in dieser konkreten Situation ermöglichen, ohne eine Lösung vorzugeben?

How Might We
  1. Evidenz

    Problem und Wirkung verankern

    Beschreibe ein belegtes Problem oder Insight mit Situation, Quelle und gewünschter Wirkung.

  2. Varianten

    Offene HMW-Fragen formulieren

    Formuliere mehrere How-Might-We-Fragen, die unterschiedliche Lösungsrichtungen zulassen.

  3. Scope

    Reichweite und Bearbeitbarkeit prüfen

    Prüfe Zielgruppe, gewünschte Wirkung und Grenze jeder Variante und wähle einen arbeitsfähigen Scope.

  4. Übergabe

    Ideation vorbereiten

    Veröffentliche die gewählte Frage mit Problembeleg, Grenzen und offenen Annahmen für die Ideation.

Bei neuer Evidenz oder verändertem Kontext aktualisieren.

Geeignet, wenn

Wenn Research oder Beobachtung ein konkretes Problem zeigt und ein Team daraus einen offenen Fokus für Ideation entwickeln will.

Ideal für

  • Problem Reframing
  • Workshop Kickoff
  • Opportunity Design

Nicht gut für

  • Direkte Lösungsauswahl
  • Unklare Problemownership

Ergebnisse

  • Arbeitsartefakt

    Nachvollziehbarer, überarbeitbarer Arbeitsstand.

  • Folgefragen

    Lücken und nächste Schritte.

HMW-Fragenblatt

Fiktives Lehrbeispiel

Problem, Evidenz, Varianten und Reichweite getrennt festhalten.

Problem und Kontext

Welche Situation und welches Problem sind belegt?

Haushalte sehen Abholbereitschaft vor der Fahrt nicht sicher.

Evidenz

Welche Quelle trägt den Problemrahmen?

Fiktive Notiz F1, keine Forschung.

Fragevarianten

Welche offenen How-Might-We-Fragen sind möglich?

Wie könnten wir Abholbereitschaft einschätzbar machen?

Auswahl und Grenze

Welche Frage bleibt bearbeitbar?

Vor der Fahrt; keine Lösung vorgegeben.

Beispiel und Arbeitsimpuls bleiben getrennt.

NN/G

Erster Schritt

Ein belegtes Problem oder Insight mit Situation, betroffener Personengruppe und gewünschter Wirkung notieren.

Zur Methodenanleitung

Vertiefung

Zweck

Bei einem festgefahrenen Problem mit vielen impliziten Annahmen übersetzt die Methode Beobachtungen in offene, bearbeitbare Fragen. Sie schärft den Problemrahmen, ohne die Lösung mitzudenken. Dadurch wird Frust oder Unschärfe zu einem Suchraum mit klarer Richtung.

Funktionsweise

Die Formulierung zwingt dazu, zwischen beobachteter Spannung und gewünschter Veränderung zu unterscheiden. Dadurch entsteht eine Frageform, die weder zu eng noch zu abstrakt bleibt und sich gut für Ideation oder Priorisierung nutzen lässt. Die Qualität liegt in der präzisen Rahmung, weil schon kleine sprachliche Verschiebungen die spätere Lösungsvielfalt stark beeinflussen.

Im Detail

How Might We arbeitet stark, weil es Probleme in offene, handlungsfähige Suchfragen übersetzt. Die Methode hilft dann besonders, wenn eine Formulierung gleichzeitig ernstes Problemverständnis trägt und genug Spielraum für unterschiedliche Lösungsrichtungen offenlässt. Klarheit braucht es bei konkrete Adressaten, klare Spannung im Satz und überprüfbare Reichweite, damit die Frage Ideation steuert statt sie in Allgemeinplätze aufzulösen.

Durchführung

Leite die Formulierungen aus echten Beobachtungen oder klaren Produktspannungen ab, nicht aus Wunschlisten. Der entscheidende Punkt kommt, wenn Fragen zu breit oder bereits lösungsnah werden; dann muss nachgeschärft werden, bis mehrere Richtungen denkbar bleiben. Schließe mit einer kleinen Auswahl starker Fragen und entscheide, welche davon die nächste Ideenrunde führen.

Die Methodenanleitung führt mit 4 Phasen, Zeitrahmen, 4 Stolperfallen und klaren Abbruchkriterien durch die Umsetzung.

Methodenanleitung öffnen

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Quellen und Themen

Themen
Artefakt-Vorlagen
Workshop AgendaKompakte Agenda-Vorlage für Methodenketten mit Timebox, Zweck und Output.
agenda

workshop-agenda-markdown.md

Kompakte Agenda-Vorlage für Methodenketten mit Timebox, Zweck und Output.

Workshop Agenda

Ziel: ... Teilnehmende: ... Dauer: ...

ZeitMethodeZweckOutput
00:00Check-inFokus setzenGemeinsamer Start
00:10How Might WeIdeationsfragenHMW-Liste
00:35BrainwritingIdeen erzeugenIdea Pool
01:10Dot VotingAuswahl vorbereitenPriorisierte Ideen
01:30StoryboardingKonzept greifbar machenStoryboard

Abschluss

Entscheidung, Owner, nächster Test.

How Might We: ArbeitsvorlageEinen belegten Problemrahmen in mehrere offene Fragen und einen klaren Ideation-Fokus übersetzen.
markdown

how-might-we-working-template.md

Einen belegten Problemrahmen in mehrere offene Fragen und einen klaren Ideation-Fokus übersetzen.

How Might We: Arbeitsvorlage

Fragestellung

Noch zu klären

Gewünschtes Ergebnis

Noch zu klären

Rahmen

Eine HMW-Frage entwickeln Zeit: 30–45 Minuten

Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.

Vorbereitung für diesen Umfang

Methodische Grundausstattung

  • Materialien: Problem- oder Insight-Notizen mit Quellen, HMW-Frageblatt, Timer und getrennte Fläche für Varianten und Auswahlkriterien.
  • Rollen: Facilitation, Research oder Produkt sowie Personen aus dem betroffenen Fachbereich; die Evidenzquelle muss zugänglich sein.
  • Vorab-Infos: Ein belegtes Problem oder Insight mit Situation, betroffener Personengruppe, Quelle und gewünschter Wirkung vorbereiten.
  • Gesamter Zeitbedarf: 30–45 Minuten für Problemrahmen, Varianten und Auswahl; Ideation und Validierung folgen separat.
  • Setup: Problembeleg, HMW-Varianten und Auswahlkriterien auf getrennten Flächen halten. Jede Frage beginnt mit einer Möglichkeit und bleibt frei von Feature- oder Toolnamen.

Für die Arbeitsschritte bereitstellen

Evidenz: Problem und Wirkung verankern

  • belegtes Problem oder Insight
  • Situation, betroffene Gruppe und gewünschte Wirkung

Varianten: Offene HMW-Fragen formulieren

  • Problemrahmen und gewünschte Wirkung
  • betroffene Gruppe oder Situation

Scope: Reichweite und Bearbeitbarkeit prüfen

  • HMW-Varianten
  • Auswahlkriterien und bekannte Grenzen

Übergabe: Ideation vorbereiten

  • ausgewählte HMW-Frage
  • Problemquelle, Grenzen und Annahmen

HMW-Fragenblatt

Problem und Kontext

Welche Situation und welches Problem sind belegt?

...

Evidenz

Welche Quelle trägt den Problemrahmen?

...

Fragevarianten

Welche offenen How-Might-We-Fragen sind möglich?

...

Auswahl und Grenze

Welche Frage bleibt bearbeitbar?

...

Leere Arbeitsvorlage: eigene Angaben eintragen.

NN/G

Evidenz: Problem und Wirkung verankern

Erwartetes Artefakt: Situation · Problem · Quelle · gewünschte Wirkung

Nachvollziehbarer Problemanker mit Evidenzstatus

Eintrag:

...

  • Ist das Problem zu einer Quelle zurückverfolgbar?
  • Bleibt die gewünschte Wirkung von einer konkreten Lösung frei?

Varianten: Offene HMW-Fragen formulieren

Erwartetes Artefakt: HMW-Frage · Zielgruppe · gewünschte Wirkung

Mehrere klar unterscheidbare, lösungsoffene HMW-Varianten

Eintrag:

...

  • Erlaubt jede Variante mehrere Lösungen?
  • Versteckt sich kein Featurevorschlag in der Frage?

Scope: Reichweite und Bearbeitbarkeit prüfen

Erwartetes Artefakt: Ausgewählte Frage · Zielgruppe · Wirkung · Grenze

Begründete Auswahl mit klarer Reichweite und offenen Annahmen

Eintrag:

...

  • Kann ein Team innerhalb des Scopes Ideen entwickeln?
  • Bleiben Grenzen und Annahmen sichtbar?

Übergabe: Ideation vorbereiten

Erwartetes Artefakt: HMW-Frage · Evidenz · Grenzen · nächste Session

Ideation-Brief mit Frage, Problemanker, Rahmen und nächstem Termin

Eintrag:

...

  • Sind Evidenzstatus und Grenzen explizit?
  • Ist die nächste Ideation-Aktion vereinbart?

Offene Fragen und nächste Schritte

...

Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/how-might-we/run-sheet

Alternativen und Nachbarn

Passende Alternativen mit Entscheidungshilfe, danach weitere verwandte Methoden.

Alle Methoden
Rahmenbedingungen und Herkunft
NiedrigWorkshop + Async30–45 min

Steckbrief

Methodenform
Workshop-Methode
Teilnehmende
1-10
Zeit
30–45 min
Reifegrad
Canonical
Ursprung
IDEO
Papierillustration zu Brainstorming mit den zentralen Arbeitsschritten und einem sichtbaren Ergebnis.
Als Nächstes: Brainstorming