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Knowledge Modeling

IBIS

Hält strittige Fragen, Positionen und Argumente so fest, dass Design- und Entscheidungsrationale nachvollziehbar werden.

Kernfrage
Welche Positionen beantworten die zentrale Issue, und welche Argumente sprechen für oder gegen jede Position?
MittelWorkshop + Async1-3 h
Zweck

IBIS strukturiert Denken über komplexe Fragen als Folge von Issues, Ideas und Arguments. Die Methode hält Diskussionen offen, ohne sie in vorschnellen Konsens zu drücken.

Funktionsweise

Das Team formuliert zuerst die zentrale Frage als Issue. Danach werden mögliche Antworten als Ideas gesammelt und mit Pro- und Contra-Arguments verknüpft. So bleibt der Entscheidungsweg transparent, auch wenn die Lage widersprüchlich ist.

Visuelle Orientierung

Methodenskizze für ein schnelles Grundgefühl.

IBIS · Issue-Based Information SystemEine offene Frage mit Positionen, Pro- und Contra-Argumenten so verbinden, dass Entscheidungslogik nachvollziehbar bleibt
IBISDas Visual zeigt eine zentrale Issue-Frage, mögliche Positionen, Pro- und Contra-Argumente sowie eine Rationale.Fragen, Positionen und Argumente nachvollziehbar verbindenIBIS macht Entscheidungsrationale sichtbar, ohne Diskussionen auf eine lineare Liste zu reduzieren.fragt nachunterstützt / widersprichtbegründetIssueWelche Architektur wählen?Position AModular MonolithPosition BMicroservicesPosition CManaged PlatformProeinfacher BetriebContraSkalengrenzeProTeamautonomieContraKomplexitätOffenLock-in prüfenRationaleEntscheidung oder offene Fragendokumentieren

Ablauf

  1. 1Issue formulieren
  2. 2Positionen sammeln
  3. 3Argumente zuordnen
  4. 4Beziehungen prüfen
  5. 5Entscheidung oder offene Fragen markieren

Das Runsheet führt mit 5 Phasen, Timeboxen, 5 Stolperfallen und klaren Abbruchkriterien durch die Umsetzung.

Runsheet öffnen

Ideal für

  • Design Rationale
  • Architecture Decisions
  • Policy Discussions

Nicht gut für

  • Einfache Taskplanung
  • Ideation ohne Argumentationsbedarf

Vertiefung

Im Detail

IBIS arbeitet stark, weil es Diskussionen in Issues, Positionen und Argumente zerlegt und dadurch Entscheidungslogik offenlegt. Der Nutzen entsteht, wenn kontroverse Punkte sprachlich sauber getrennt und Begründungen sichtbar an genau eine Aussage gehängt werden. Wer die Methode gut einsetzt, achtet auf trennscharfe Fragen, nachvollziehbare Gegenargumente und dokumentierte Schlussfolgerungen, damit Debatten später nicht wieder von vorn beginnen.

Durchführung

Bereite eine Leitfrage vor, die als echtes Entscheidungsproblem taugt, und führe das Team früh in die drei Bausteine ein, damit keine Mischformen entstehen. Besonders wichtig wird es, wenn Meinungen als Faktenformeln auftauchen; dann sollten sie sofort als Position oder Argument umgehängt werden. Zum Abschluss braucht es eine sichtbare Entscheidung oder eine markierte Restunsicherheit, die an den nächsten Termin gebunden wird.

Output-Artefakte
Issue MapPositionsArgument Notes
Tags
Artefakt-Vorlagen
IBIS ArbeitsvorlageKompakte Arbeitsvorlage für IBIS mit Kontext, Input, Ergebnisartefakten und nächstem Schritt.
canvas

ibis-working-template.md

Kompakte Arbeitsvorlage für IBIS mit Kontext, Input, Ergebnisartefakten und nächstem Schritt.

IBIS Canvas

Kontext

Wofür wird die Methode eingesetzt?

Kernfrage

Welche Frage soll am Ende beantwortet sein?

Input

Welche Daten, Beobachtungen oder Materialien liegen vor?

Arbeitsfläche

  • Bereich 1:
  • Bereich 2:
  • Bereich 3:
  • Beziehungen / Muster:

Ergebnisartefakte

  • Issue Map:
  • Positions:
  • Argument Notes:

Offene Fragen

  • ...

Nächster Schritt

Owner, Datum, Erfolgssignal.

Wann stattdessen?

Kurze Entscheidungshilfe für vorhandene Alternativen.

Argument Mapping

Statt IBIS, wenn du Argumente und Gegenargumente mit klarer Begründungsstruktur auseinanderhalten willst.

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