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UX Research Analyse-Methode

Empathy Mapping

Empathy Mapping macht Wissen über eine Nutzergruppe gemeinsam sichtbar.

Empathy Mapping ordnet Aussagen, Beobachtungen und vorsichtige Annahmen entlang von Sagen, Denken, Tun und Fühlen. Die Methode trennt Belege von Deutungen und macht offene Fragen sichtbar.

Kernfrage
Was sagt, denkt, tut und fühlt dieser User Type, was ist belegt und welche Annahme muss geprüft werden?
Teilnehmende
4-8
Zeit
30–60 Minuten

Was sagt, denkt, tut und fühlt dieser User Type, was ist belegt und welche Annahme muss geprüft werden?

Empathy Mapping
  1. Fokus

    Nutzerperspektive eingrenzen

    Lege einen User Type, eine konkrete Situation und den Zweck der Map fest.

  2. Evidenz

    Aussagen und Verhalten sammeln

    Sammle wörtliche Aussagen und beobachtbares Verhalten mit Quellenangabe.

  3. Perspektiven

    Says, Thinks, Does und Feels ordnen

    Ordne das Material in die vier Perspektiven ein und kennzeichne unbelegte Deutungen.

  4. Lücken

    Spannungen und Research-Gaps ableiten

    Verdichte Spannungen und fehlende Belege zu konkreten Folgefragen oder Produktentscheidungen.

Bei neuer Evidenz oder verändertem Kontext aktualisieren.

Geeignet, wenn

Wenn ein Team qualitative Nutzerforschung für einen User Type gemeinsam verdichten und Forschungslücken sichtbar machen möchte.

Ideal für

  • Workshop Synthesis
  • Kickoff Alignment
  • Research Framing

Nicht gut für

  • Tiefe Segmentierung
  • Quantitative Priorisierung

Ergebnisse

  • Arbeitsartefakt

    Nachvollziehbarer, überarbeitbarer Arbeitsstand.

  • Folgefragen

    Lücken und nächste Schritte.

Empathy Map

Fiktives Lehrbeispiel, keine Forschung.

Vier Perspektiven für eine konkrete Nutzergruppe.

Says

Direkte Worte oder Zitate.

„Ich weiß nicht, ob es geklappt hat.“

Thinks

Vermutete Gedanken nur belegt oder markiert.

Annahme: „Was passiert als Nächstes?“

Does

Beobachtbares Verhalten.

Prüft den Status erneut.

Feels

Gefühl mit Quelle und Kontext.

Quelle nötig oder offenlassen.

NN/G

Erster Schritt

Einen User Type oder eine konkrete Nutzungssituation wählen. Zitate, Beobachtungen und Quellenkürzel bereitlegen.

Zur Methodenanleitung

Vertiefung

Zweck

Wenn über eine Zielgruppe viel vermutet, aber wenig gemeinsam gesehen wird, macht Empathy Mapping Wissen und Lücken direkt vergleichbar. Das Bild zeigt zugleich, welche Annahmen tragfähig sind und wo Evidenz fehlt.

Funktionsweise

Aussagen, Beobachtungen und Vermutungen werden entlang von Wahrnehmen, Denken, Sagen und Tun zusammengeführt. Dadurch werden Spannungen und blinde Stellen greifbar, sodass Forschungslücken und Produktannahmen sauberer voneinander getrennt werden.

Im Detail

Empathy Mapping wirkt, weil Aussagen über Wahrnehmen, Denken, Fühlen und Tun nebeneinandergelegt werden und dadurch Lücken oder Widersprüche sichtbar werden. Die Methode ist hilfreich, wenn Beobachtungen von Annahmen getrennt und widersprüchliche Hinweise nicht vorschnell geglättet werden. Gute Anwendung verdichtet das Material zu klaren Spannungen und offenen Fragen, damit Empathie in bessere Entscheidungen und weitere Forschung übergeht.

Durchführung

Nutze als Ausgangspunkt konkrete Beobachtungen oder Zitate und markiere sichtbar, was gesichert und was vermutet ist. Der kritische Moment kommt, wenn ein angenehmes Gesamtbild entsteht, obwohl einzelne Belege dagegen sprechen; dann lohnt sich das bewusste Offenhalten der Spannung. Schließe mit den wichtigsten Unsicherheiten und den Produkt oder Research Fragen, die daraus folgen.

Die Methodenanleitung führt mit 4 Phasen, Zeitrahmen, 4 Stolperfallen und klaren Abbruchkriterien durch die Umsetzung.

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Deine Einschätzung

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Quellen und Themen

Themen
Artefakt-Vorlagen
Empathy Mapping: ArbeitsvorlageNutzerperspektive, Evidenz und offene Interpretationen für eine fokussierte Empathy Map vorbereiten.
canvas

empathy-mapping-working-template.md

Nutzerperspektive, Evidenz und offene Interpretationen für eine fokussierte Empathy Map vorbereiten.

Empathy Mapping: Arbeitsvorlage

Fragestellung

Noch zu klären

Gewünschtes Ergebnis

Noch zu klären

Rahmen

Eine Empathy Map erarbeiten Zeit: 30–60 Minuten

Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.

Vorbereitung für diesen Umfang

Methodische Grundausstattung

  • Materialien: Empathy-Map mit Says, Thinks, Does und Feels, Research-Zitate, Beobachtungsnotizen, Quellenkürzel und Evidenzfarben.
  • Rollen: Facilitation, Research oder UX mit Quellenkontakt sowie Produkt- und Service-Rollen; 4–8 Personen.
  • Vorab-Infos: Researchfrage, betrachteten User Type, Interviewzitate und Beobachtungen mit Quellenkürzeln vorbereiten.
  • Gesamter Zeitbedarf: 30–60 Minuten für eine Map; Research-Auswertung und Validierung zusätzlich.
  • Setup: Eine Map behandelt genau einen User Type in einer konkreten Situation. Direkte Aussagen und beobachtbares Verhalten bleiben von Interpretation und Annahmen unterscheidbar.

Für die Arbeitsschritte bereitstellen

Fokus: Nutzerperspektive eingrenzen

  • Researchfrage und gewünschte Entscheidung
  • konkreter User Type und Nutzungssituation

Evidenz: Aussagen und Verhalten sammeln

  • Interviewzitate mit Quellenkürzeln
  • Beobachtungen mit Situation und Datum

Perspektiven: Says, Thinks, Does und Feels ordnen

  • quellengebundene Evidenznotizen
  • vereinbarte Kennzeichnung für Annahmen

Lücken: Spannungen und Research-Gaps ableiten

  • ausgefüllte Map mit Quellenstatus
  • sichtbare Widersprüche und Annahmen

Empathy Map

Says

Direkte Worte oder Zitate.

...

Thinks

Vermutete Gedanken nur belegt oder markiert.

...

Does

Beobachtbares Verhalten.

...

Feels

Gefühl mit Quelle und Kontext.

...

NN/G

Fokus: Nutzerperspektive eingrenzen

Erwartetes Artefakt: User Type · Situation · Erkenntnisziel

Konkreter User Type, Situation und Zweck der Map

Eintrag:

...

  • Bezieht sich die Map auf genau einen User Type?
  • Ist die Situation so konkret, dass Quellen zugeordnet werden können?

Evidenz: Aussagen und Verhalten sammeln

Erwartetes Artefakt: Zitat oder Beobachtung · Kontext · Quelle

Quellengebundene Zitate und Beobachtungen, getrennt von Annahmen

Eintrag:

...

  • Hat jede Evidenznotiz eine Quelle?
  • Sind Interpretation und Beobachtung unterscheidbar?

Perspektiven: Says, Thinks, Does und Feels ordnen

Erwartetes Artefakt: Says · Thinks · Does · Feels · Quellenstatus

Vier Perspektiven mit Evidenz- oder Annahmenstatus je Eintrag

Eintrag:

...

  • Sind unbelegte innere Zustände als Interpretation markiert?
  • Bleiben widersprüchliche Signale sichtbar?

Lücken: Spannungen und Research-Gaps ableiten

Erwartetes Artefakt: Muster · Spannung · Research-Gap · nächste Aktion

Priorisierte Lücken mit Frage, Owner und nächstem Beleg

Eintrag:

...

  • Ist jede Folgefrage aus einem sichtbaren Gap abgeleitet?
  • Hat die nächste Aktion einen Owner?

Offene Fragen und nächste Schritte

...

Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/empathy-mapping/run-sheet

Alternativen und Nachbarn

Passende Alternativen mit Entscheidungshilfe, danach weitere verwandte Methoden.

Alle Methoden
Rahmenbedingungen und Herkunft
NiedrigWorkshop30–60 min

Steckbrief

Methodenform
Analyse-Methode
Teilnehmende
4-8
Zeit
30–60 min
Reifegrad
Established
Ursprung
Dave Gray
Papierillustration einer Journey Map mit vier verbundenen Phasen, mehreren Erfahrungsspuren und einer markierten Stelle für eine nähere Untersuchung.
Als Nächstes: Customer Journey Mapping