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Playbook

Systemische Intervention entwerfen

Von komplexem Problemraum zu Wirklogik, Hebeln und überprüfbarer Intervention.

Schritte4 Methoden
Zeit0.5-3 Tage
FormatWorkshop
Ergebnis

Ein Interventionsdesign mit Wirklogik, Hebelpunkten, Risiken und Evaluation.

Am Ende hast du

System MapCausal Loop DiagramLeverage MapIntervention Plan

Entscheidungspunkt

Du kannst entscheiden, welcher Hebel für eine Intervention plausibel, verantwortbar und überprüfbar ist.

Nächster Schritt

Intervention klein testen, Nebenwirkungen beobachten und Lernschleife für Anpassungen einplanen.

Ideal für

  • komplexe Organisationsprobleme
  • Systemverhalten mit Rückkopplungen
  • Change-Programme

Nicht gut für

  • einfache lineare Ursachen
  • akute Incident Response
Vorbereitung

Was vor dem Start klar sein sollte

Rollen

  • Change- oder Systemverantwortliche
  • Betroffene Rollen aus dem System
  • Facilitator mit Systems-Thinking-Erfahrung

Inputs

  • komplexes Problem oder Muster
  • bekannte Akteure, Regeln und Rückkopplungen
  • Daten, Geschichten oder Beobachtungen zum Systemverhalten

Setup

  • Systemgrenze bewusst wählen
  • Perspektivenvielfalt sichern
  • Evaluation und Nebenwirkungen von Anfang an mitdenken
Ablauf

Methodenpfad

4 Methoden
  1. 1Systems ThinkingSystem Map

    Systems Mapping

    Welche Komponenten gehören zu diesem System aus der gewählten Perspektive, und was bleibt Umwelt?

    Warum dieser Schritt?

    Systems Mapping macht Elemente, Akteure und Beziehungen sichtbar, bevor einzelne Ursachen isoliert werden.

    Die Systemkarte wird anschließend um Rückkopplungen und Dynamiken ergänzt.

    Papierillustration der Methode Systems Mapping mit einer klaren Arbeitsstruktur.
  2. 2Systems ThinkingCausal Loop Diagram

    Causal Loop Diagram

    Welche vermuteten Rückkopplungen könnten das beobachtete Verhalten über Zeit hervorbringen?

    Warum dieser Schritt?

    Causal Loop Diagrams zeigen verstärkende und ausgleichende Schleifen hinter beobachtetem Verhalten.

    Die Schleifen helfen, mögliche Hebelpunkte im System zu finden.

    Arbeitsfläche für Causal Loop Diagram: Frage, Beobachtungen und nächste Entscheidung sind sichtbar.
  3. 3Systems ThinkingLeverage Map

    Leverage Points

    An welcher Systemstelle kann eine kleine begründete Änderung das Verhalten nachhaltig beeinflussen?

    Warum dieser Schritt?

    Leverage Points ordnet Eingriffe danach, wie tief sie Systemverhalten beeinflussen können.

    Der ausgewählte Hebel wird anschließend als konkrete Intervention ausgearbeitet.

    Papierillustration von Leverage Points mit dem methodenspezifischen Arbeitsmodell.
  4. 4Systems ThinkingIntervention Plan

    Intervention Mapping

    Wie übersetzen wir ein belegtes Gesundheits- oder Verhaltensproblem systematisch in theorie- und evidenzbasierte Veränderungsziele, Intervention, Umsetzung und Evaluation?

    Warum dieser Schritt?

    Intervention Mapping verbindet Zielgruppe, Verhalten, Kontext, Maßnahme und Evaluation zu einem überprüfbaren Design.

    Der Interventionsplan wird klein getestet und anhand beobachteter Wirkung angepasst.

    Papierillustration zu Intervention Mapping.
Abschlusskriterien
Vorlagen

Artefakte für dieses Playbook

Die Artefakte bleiben zugeklappt, bis du sie wirklich brauchst.

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Intervention Mapping: Arbeitsvorlage

Gegenstand, Evidenz, Rollen, Ablauf und Review festlegen.

# Intervention Mapping: Arbeitsvorlage

## Fragestellung
Noch zu klären

## Gewünschtes Ergebnis
Noch zu klären

## Rahmen
Gesamtes Vorhaben
Zeit: Mehrere Monate; sechs iterative Schritte mit fortlaufender Beteiligung und Evaluation.

Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.

## Vorbereitung für diesen Umfang

### Methodische Grundausstattung
- **Materialien:** Needs Assessment, Logic Model, Change-Objectives-Matrizen, Theorie-/Methodenbelege, Programmdesign, Implementierungs- und Evaluationsplan
- **Rollen:** Planning Group · Zielgruppenvertretung · Verhaltens-/Umweltexpert:innen · Implementierungsorganisation · Evaluation Lead
- **Vorab-Infos:** Planning Group mit Zielgruppenvertretung einsetzen; Problem, Population, Setting und verfügbare epidemiologische sowie qualitative Evidenz abgrenzen.
- **Gesamter Zeitbedarf:** Mehrere Monate; sechs iterative Schritte mit fortlaufender Beteiligung und Evaluation.
- **Setup:** Arbeitsfläche mit Bedarf · Ziele · Methoden · Programm · Umsetzung · Evaluation vorbereiten; Beispiel und eigene Daten trennen.

### Für die Arbeitsschritte bereitstellen

#### Bedarf: Problem-Logik
- Planning Group mit Zielgruppenvertretung einsetzen; Problem, Population, Setting und verfügbare epidemiologische sowie qualitative Evidenz abgrenzen.
- Needs Assessment, Logic Model, Change-Objectives-Matrizen, Theorie-/Methodenbelege, Programmdesign, Implementierungs- und Evaluationsplan

#### Ziele: Zielmatrix
- Problem-Logik

#### Methoden: Methodenplan
- Zielmatrix

#### Programm: Programmprototyp
- Methodenplan

#### Umsetzung: Implementierungsplan
- Programmprototyp

#### Evaluation: Evaluationsplan
- Implementierungsplan


## Intervention Mapping · Arbeitsstruktur

### Problem-Logik
Needs Assessment und Logic Model of Problem mit Verhalten, Umwelt und Determinanten erstellen.

...

### Zielmatrix
Behavioral/Environmental Outcomes in Performance Objectives zerlegen und mit Determinanten zu Change Objectives kreuzen.

...

### Methodenplan
Theoriebasierte Change Methods wählen, Parameter prüfen und in praktische Anwendungen übersetzen.

...

### Programmprototyp
Anwendungen in kohärente Programmkomponenten, Materialien und Sequenz überführen; mit Zielgruppe vorprüfen.

...

### Implementierungsplan
Adoption, Implementierung und Maintenance mit Implementer Outcomes, Objectives und Strategien planen.

...

### Evaluationsplan
Prozess- und Wirkungsevaluation samt Fragen, Indikatoren, Design und Datennutzung planen.

...

Die leere Vorlage enthält nur Arbeitsimpulse.

[Fachquelle · eigene Lehrdarstellung](https://interventionmapping.com/)


## Bedarf: Problem-Logik
Erwartetes Artefakt: Problem-Logik

Needs Assessment und Logic Model of Problem mit Verhalten, Umwelt und Determinanten erstellen.

Eintrag:

...

- [ ] Sind Problem, Population, Verhalten und Umweltfaktoren evidenzbasiert?

## Ziele: Zielmatrix
Erwartetes Artefakt: Zielmatrix

Behavioral/Environmental Outcomes in Performance Objectives zerlegen und mit Determinanten zu Change Objectives kreuzen.

Eintrag:

...

- [ ] Ist jede Zelle als konkrete Veränderung bei Person oder Umwelt formuliert?

## Methoden: Methodenplan
Erwartetes Artefakt: Methodenplan

Theoriebasierte Change Methods wählen, Parameter prüfen und in praktische Anwendungen übersetzen.

Eintrag:

...

- [ ] Passt Methode zur Determinante und werden Anwendungsparameter eingehalten?

## Programm: Programmprototyp
Erwartetes Artefakt: Programmprototyp

Anwendungen in kohärente Programmkomponenten, Materialien und Sequenz überführen; mit Zielgruppe vorprüfen.

Eintrag:

...

- [ ] Deckt jede Komponente Change Objectives ab und ist sie nutzbar?

## Umsetzung: Implementierungsplan
Erwartetes Artefakt: Implementierungsplan

Adoption, Implementierung und Maintenance mit Implementer Outcomes, Objectives und Strategien planen.

Eintrag:

...

- [ ] Sind Entscheider:innen, Ausführende, Ressourcen und Verstetigung explizit?

## Evaluation: Evaluationsplan
Erwartetes Artefakt: Evaluationsplan

Prozess- und Wirkungsevaluation samt Fragen, Indikatoren, Design und Datennutzung planen.

Eintrag:

...

- [ ] Messen Indikatoren Umsetzung, Determinanten, Verhalten und Ergebnis entlang der Logik?

## Offene Fragen und nächste Schritte

...

Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/intervention-mapping/run-sheet