Wähle Zweck und Perspektive; formuliere den Titel als „Ein System, um …“ und benenne die Grenze.
Systems Mapping
Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.
Vorbedingung
Was vorher fertig sein muss
Vorbereitung
Was vor Start vorliegen muss
Freie Fläche oder Whiteboard, Karten für Komponenten, betroffene Perspektiven und klare Beschriftung des Systemzwecks.
Facilitator · Personen mit unterschiedlichen Systemperspektiven · Systemverantwortung; bei sensiblen Grenzen betroffene Gruppen einbeziehen.
Material, Datenzugang und Teilnehmende vorab nach Forschungs- oder Entscheidungsfrage festlegen.
60–180 Minuten für erste Karte und Perspektivenvergleich; Detailmodelle können weitere Sessions erfordern.
Arbeitsfläche mit der methodenspezifischen Struktur öffnen. Fiktive Beispiele dienen nur der Orientierung; Arbeitsvorlage und eigene Befunde bleiben getrennt.
Kernfrage
Die eine Frage, die diese Methode beantwortet
Welche Komponenten gehören zu diesem System aus der gewählten Perspektive, und was bleibt Umwelt?
Ablauf
Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle
Eine Systems Map macht Komponenten, Umwelt und eine ausdrücklich gewählte Systemgrenze sichtbar. Das Verfahren ist perspektivisch: dieselbe Situation erlaubt mehrere begründete Karten.
Systems Mapping Arbeitsblatt
Fiktives Beispiel
Methodenspezifische Fragen mit fiktivem ausgearbeiteten Beispiel; die Arbeitsvorlage bleibt leer.
Zweck und Systemgrenze sichtbar machen
Systemzweck, Perspektive und Grenze
Beispiel: „Ein System zur Bearbeitung von Online-Bestellungen aus Sicht des Fulfilment-Teams“; Shop und Zustelldienst liegen zunächst außerhalb.
Komponenten in System und Umwelt sammeln
Beschriftete innere und äußere Komponenten
Beispielkomponenten: Kundschaft, Bestellservice, Lagerteam und Zahlungsdienst; ihre Position relativ zur Grenze wird begründet.
Grenzen und Systemverständnisse vergleichen
Vergleichbare Systemkarten mit Differenzen
Beispiel: Eine Kundensicht umfasst Bestellung bis Zustellung; eine interne Fulfilment-Sicht endet bei Übergabe an den Carrier.
Karte mit Betroffenen validieren
Validierte, bewusst vorläufige Systemkarte
Fiktive Rückmeldung: Support ergänzt Retourenabwicklung als Umweltkomponente, die auf das gewählte System einwirkt.
Open University defines systems maps as perspective-dependent components within a boundary, with environment outside and without causal arrows by default.
- 1
Zweck
Zweck und Systemgrenze sichtbar machen

Ziel
Systemzweck, Perspektive und Grenze
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Wähle Zweck und Perspektive; formuliere den Titel als „Ein System, um …“ und benenne die Grenze.
- Freie Fläche oder Whiteboard, Karten für Komponenten, betroffene Perspektiven und klare Beschriftung des Systemzwecks.
Durchführung
- Formuliere den Systemzweck aus einer benannten Perspektive. Zeichne Grenze und Umwelt; notiere, wer oder was innerhalb und außerhalb liegt.
- Das Ergebnis „Systemzweck, Perspektive und Grenze“ mit Belegstatus, Quelle oder offenem Prüfbedarf festhalten.
Ergebnis
Systemzweck, Perspektive und Grenze
Systemzweck, Perspektive und Grenze
Qualitätscheck
Ist klar, wessen Systemverständnis die Karte ausdrückt?
Stolperfalle
Die Zeichnung wird als objektiv vollständige Systemgrenze verstanden. Perspektive, Zweck und offene Grenzfragen an den Titel setzen.
Zeitlicher Rahmen: Etwa 10–20 Minuten; Daten- oder Klärungsarbeit separat planen.
- 2
Elemente
Komponenten in System und Umwelt sammeln

Ziel
Beschriftete innere und äußere Komponenten
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Systemzweck, Perspektive und Grenze
- Freie Fläche oder Whiteboard, Karten für Komponenten, betroffene Perspektiven und klare Beschriftung des Systemzwecks.
Durchführung
- Erfasse zentrale Personen, Organisationseinheiten, Technologien oder Ressourcen als benannte Komponenten. Verwende zunächst keine kausalen Pfeile.
- Das Ergebnis „Beschriftete innere und äußere Komponenten“ mit Belegstatus, Quelle oder offenem Prüfbedarf festhalten.
Ergebnis
Beschriftete innere und äußere Komponenten
Beschriftete innere und äußere Komponenten
Qualitätscheck
Sind Komponenten passend zum Zweck und konsistent benannt?
Stolperfalle
Zu viele Details machen den Überblick unlesbar. Mit wenigen zentralen Komponenten starten und Auslassungen markieren.
Zeitlicher Rahmen: Etwa 10–20 Minuten; Daten- oder Klärungsarbeit separat planen.
- 3
Perspektiven
Grenzen und Systemverständnisse vergleichen

Ziel
Vergleichbare Systemkarten mit Differenzen
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Beschriftete innere und äußere Komponenten
- Freie Fläche oder Whiteboard, Karten für Komponenten, betroffene Perspektiven und klare Beschriftung des Systemzwecks.
Durchführung
- Erstelle bei unterschiedlichen Sichtweisen getrennte Karten oder Versionen. Besprich Folgen jeder Grenze.
- Das Ergebnis „Vergleichbare Systemkarten mit Differenzen“ mit Belegstatus, Quelle oder offenem Prüfbedarf festhalten.
Ergebnis
Vergleichbare Systemkarten mit Differenzen
Vergleichbare Systemkarten mit Differenzen
Qualitätscheck
Welche wichtige Komponente verschiebt sich bei anderem Zweck?
Stolperfalle
Perspektiven werden zu einer einzigen Karte vermischt. Versionen getrennt beschriften und gemeinsame wie strittige Annahmen markieren.
Zeitlicher Rahmen: Etwa 10–20 Minuten; Daten- oder Klärungsarbeit separat planen.
- 4
Prüfung
Karte mit Betroffenen validieren

Ziel
Validierte, bewusst vorläufige Systemkarte
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Vergleichbare Systemkarten mit Differenzen
- Freie Fläche oder Whiteboard, Karten für Komponenten, betroffene Perspektiven und klare Beschriftung des Systemzwecks.
Durchführung
- Prüfe Komponenten, Auslassungen und Grenzfolgen mit relevanten Rollen. Nutze bei Bedarf andere Diagramme für Beziehungen oder Dynamik.
- Das Ergebnis „Validierte, bewusst vorläufige Systemkarte“ mit Belegstatus, Quelle oder offenem Prüfbedarf festhalten.
Ergebnis
Validierte, bewusst vorläufige Systemkarte
Validierte, bewusst vorläufige Systemkarte
Qualitätscheck
Erkennen Betroffene ihre relevanten Komponenten und Grenzen wieder?
Stolperfalle
Eine frühe Orientierungszeichnung wird als Prozess- oder Kausalmodell gelesen. Zweck der Karte und fehlende Beziehungen klar benennen; bei Bedarf Prozess Map oder causal loop ergänzen.
Zeitlicher Rahmen: Etwa 10–20 Minuten; Daten- oder Klärungsarbeit separat planen.
Artefakt
Was am Ende rauskommt
Skizze: so sieht das Artefakt aus
Versionierte Dokumentation mit Frage, Evidenz, Ergebnis, Unsicherheit, Verantwortlichen und nächstem Prüftermin.
Datum, Scope, Quelle, Annahmen und Änderungen nachhalten; bei Praxis oder Vorhaben eine verantwortliche Person und Überprüfung festlegen.
- Papier und Stifte
- Whiteboard oder einfache Tabelle
systems-mapping-working-template.md
Plane die Sitzung oder das Vorhaben passend zum tatsächlichen Arbeitsumfang.
Systems Mapping: Arbeitsvorlage
Fragestellung
Noch zu klären
Gewünschtes Ergebnis
Noch zu klären
Rahmen
Vollständige Methode vorbereiten Zeit: 60–180 Minuten für erste Karte und Perspektivenvergleich; Detailmodelle können weitere Sessions erfordern.
Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.
Vorbereitung für diesen Umfang
Methodische Grundausstattung
- Materialien: Freie Fläche oder Whiteboard, Karten für Komponenten, betroffene Perspektiven und klare Beschriftung des Systemzwecks.
- Rollen: Facilitator · Personen mit unterschiedlichen Systemperspektiven · Systemverantwortung; bei sensiblen Grenzen betroffene Gruppen einbeziehen.
- Vorab-Infos: Material, Datenzugang und Teilnehmende vorab nach Forschungs- oder Entscheidungsfrage festlegen.
- Gesamter Zeitbedarf: 60–180 Minuten für erste Karte und Perspektivenvergleich; Detailmodelle können weitere Sessions erfordern.
- Setup: Arbeitsfläche mit der methodenspezifischen Struktur öffnen. Fiktive Beispiele dienen nur der Orientierung; Arbeitsvorlage und eigene Befunde bleiben getrennt.
Für die Arbeitsschritte bereitstellen
Zweck: Zweck und Systemgrenze sichtbar machen
- Wähle Zweck und Perspektive; formuliere den Titel als „Ein System, um …“ und benenne die Grenze.
- Freie Fläche oder Whiteboard, Karten für Komponenten, betroffene Perspektiven und klare Beschriftung des Systemzwecks.
Elemente: Komponenten in System und Umwelt sammeln
- Systemzweck, Perspektive und Grenze
- Freie Fläche oder Whiteboard, Karten für Komponenten, betroffene Perspektiven und klare Beschriftung des Systemzwecks.
Perspektiven: Grenzen und Systemverständnisse vergleichen
- Beschriftete innere und äußere Komponenten
- Freie Fläche oder Whiteboard, Karten für Komponenten, betroffene Perspektiven und klare Beschriftung des Systemzwecks.
Prüfung: Karte mit Betroffenen validieren
- Vergleichbare Systemkarten mit Differenzen
- Freie Fläche oder Whiteboard, Karten für Komponenten, betroffene Perspektiven und klare Beschriftung des Systemzwecks.
Systems Mapping Arbeitsblatt
Zweck und Systemgrenze sichtbar machen
Systemzweck, Perspektive und Grenze
...
Komponenten in System und Umwelt sammeln
Beschriftete innere und äußere Komponenten
...
Grenzen und Systemverständnisse vergleichen
Vergleichbare Systemkarten mit Differenzen
...
Karte mit Betroffenen validieren
Validierte, bewusst vorläufige Systemkarte
...
Leere Arbeitsvorlage zeigt ausschließlich die Fragen, keine Beispieldaten.
Zweck: Zweck und Systemgrenze sichtbar machen
Erwartetes Artefakt: Systemzweck, Perspektive und Grenze
Systemzweck, Perspektive und Grenze
Eintrag:
...
- Ist klar, wessen Systemverständnis die Karte ausdrückt?
Elemente: Komponenten in System und Umwelt sammeln
Erwartetes Artefakt: Beschriftete innere und äußere Komponenten
Beschriftete innere und äußere Komponenten
Eintrag:
...
- Sind Komponenten passend zum Zweck und konsistent benannt?
Perspektiven: Grenzen und Systemverständnisse vergleichen
Erwartetes Artefakt: Vergleichbare Systemkarten mit Differenzen
Vergleichbare Systemkarten mit Differenzen
Eintrag:
...
- Welche wichtige Komponente verschiebt sich bei anderem Zweck?
Prüfung: Karte mit Betroffenen validieren
Erwartetes Artefakt: Validierte, bewusst vorläufige Systemkarte
Validierte, bewusst vorläufige Systemkarte
Eintrag:
...
- Erkennen Betroffene ihre relevanten Komponenten und Grenzen wieder?
Offene Fragen und nächste Schritte
...
Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/systems-mapping/run-sheet
Beispielausgabe
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.
systems-mapping-beispiel.md
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Beispiel: Online-Bestellungen
Perspektive und Zweck: Fulfilment-Team, „Ein System zur Bearbeitung eingehender Online-Bestellungen“.
Innerhalb der Grenze: Bestellservice und Fulfilment-Team.
Umwelt: Kundschaft, Zahlungsdienst, Lagerlieferanten und Zustelldienst.
Grenzfrage: Retourenbearbeitung liegt in einer separaten Organisationseinheit; eine zweite Karte aus Kundensicht schließt sie ein.
Lesart: Die Karte benennt Komponenten und Perspektive, aber weder Prozessreihenfolge noch Kausalität. Für diese Fragen wird ein anderes Diagramm ergänzt.
Stolperfallen
Symptome erkennen, gegensteuern
Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf
- Zweck und Systemgrenze sichtbar machenDie Zeichnung wird als objektiv vollständige Systemgrenze verstanden.In der Phase ansehen
- Komponenten in System und Umwelt sammelnZu viele Details machen den Überblick unlesbar.In der Phase ansehen
- Grenzen und Systemverständnisse vergleichenPerspektiven werden zu einer einzigen Karte vermischt.In der Phase ansehen
- Karte mit Betroffenen validierenEine frühe Orientierungszeichnung wird als Prozess- oder Kausalmodell gelesen.In der Phase ansehen
Zweck und Systemgrenze sichtbar machen
Die Zeichnung wird als objektiv vollständige Systemgrenze verstanden.
Perspektive, Zweck und offene Grenzfragen an den Titel setzen.
Komponenten in System und Umwelt sammeln
Zu viele Details machen den Überblick unlesbar.
Mit wenigen zentralen Komponenten starten und Auslassungen markieren.
Grenzen und Systemverständnisse vergleichen
Perspektiven werden zu einer einzigen Karte vermischt.
Versionen getrennt beschriften und gemeinsame wie strittige Annahmen markieren.
Karte mit Betroffenen validieren
Eine frühe Orientierungszeichnung wird als Prozess- oder Kausalmodell gelesen.
Zweck der Karte und fehlende Beziehungen klar benennen; bei Bedarf Prozess Map oder causal loop ergänzen.
Abbruchkriterien
Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest
Methodenanleitung durchgearbeitet?
Zum Steckbrief für Zweck, ähnliche Methoden und Quellen oder direkt zur nächsten Methode im Katalog.

