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MethodenanleitungSystems Thinking

Systems Mapping

Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.

KomplexitätMittel
Zeit1-3 h
Teilnehmende3-12
FormatWorkshop + Async
ReifegradEstablished
Arbeit planen
01

Vorbedingung

Was vorher fertig sein muss

Vorher abschließenKlarer Arbeitsrahmen

Wähle Zweck und Perspektive; formuliere den Titel als „Ein System, um …“ und benenne die Grenze.

Ohne abgegrenzte Frage oder prüfbare Belege wird das Ergebnis unscharf.
02

Vorbereitung

Was vor Start vorliegen muss

Materialien

Freie Fläche oder Whiteboard, Karten für Komponenten, betroffene Perspektiven und klare Beschriftung des Systemzwecks.

Personen / Rollen

Facilitator · Personen mit unterschiedlichen Systemperspektiven · Systemverantwortung; bei sensiblen Grenzen betroffene Gruppen einbeziehen.

Vorabinfos

Material, Datenzugang und Teilnehmende vorab nach Forschungs- oder Entscheidungsfrage festlegen.

Zeitbedarf

60–180 Minuten für erste Karte und Perspektivenvergleich; Detailmodelle können weitere Sessions erfordern.

Setup

Arbeitsfläche mit der methodenspezifischen Struktur öffnen. Fiktive Beispiele dienen nur der Orientierung; Arbeitsvorlage und eigene Befunde bleiben getrennt.

03

Kernfrage

Die eine Frage, die diese Methode beantwortet

Welche Komponenten gehören zu diesem System aus der gewählten Perspektive, und was bleibt Umwelt?

04

Ablauf

Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle

Eine Systems Map macht Komponenten, Umwelt und eine ausdrücklich gewählte Systemgrenze sichtbar. Das Verfahren ist perspektivisch: dieselbe Situation erlaubt mehrere begründete Karten.

Systems Mapping Arbeitsblatt

Fiktives Beispiel

Methodenspezifische Fragen mit fiktivem ausgearbeiteten Beispiel; die Arbeitsvorlage bleibt leer.

Zweck und Systemgrenze sichtbar machen

Systemzweck, Perspektive und Grenze

Beispiel: „Ein System zur Bearbeitung von Online-Bestellungen aus Sicht des Fulfilment-Teams“; Shop und Zustelldienst liegen zunächst außerhalb.

Komponenten in System und Umwelt sammeln

Beschriftete innere und äußere Komponenten

Beispielkomponenten: Kundschaft, Bestellservice, Lagerteam und Zahlungsdienst; ihre Position relativ zur Grenze wird begründet.

Grenzen und Systemverständnisse vergleichen

Vergleichbare Systemkarten mit Differenzen

Beispiel: Eine Kundensicht umfasst Bestellung bis Zustellung; eine interne Fulfilment-Sicht endet bei Übergabe an den Carrier.

Karte mit Betroffenen validieren

Validierte, bewusst vorläufige Systemkarte

Fiktive Rückmeldung: Support ergänzt Retourenabwicklung als Umweltkomponente, die auf das gewählte System einwirkt.

Open University defines systems maps as perspective-dependent components within a boundary, with environment outside and without causal arrows by default.

Systems maps | OpenLearn

  1. 1

    Zweck

    Zweck und Systemgrenze sichtbar machen

    Ziel

    Systemzweck, Perspektive und Grenze

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Wähle Zweck und Perspektive; formuliere den Titel als „Ein System, um …“ und benenne die Grenze.
    • Freie Fläche oder Whiteboard, Karten für Komponenten, betroffene Perspektiven und klare Beschriftung des Systemzwecks.

    Durchführung

    • Formuliere den Systemzweck aus einer benannten Perspektive. Zeichne Grenze und Umwelt; notiere, wer oder was innerhalb und außerhalb liegt.
    • Das Ergebnis „Systemzweck, Perspektive und Grenze“ mit Belegstatus, Quelle oder offenem Prüfbedarf festhalten.

    Ergebnis

    Systemzweck, Perspektive und Grenze

    Systemzweck, Perspektive und Grenze

    Qualitätscheck

    Ist klar, wessen Systemverständnis die Karte ausdrückt?

    Stolperfalle

    Die Zeichnung wird als objektiv vollständige Systemgrenze verstanden. Perspektive, Zweck und offene Grenzfragen an den Titel setzen.

    Zeitlicher Rahmen: Etwa 10–20 Minuten; Daten- oder Klärungsarbeit separat planen.

  2. 2

    Elemente

    Komponenten in System und Umwelt sammeln

    Ziel

    Beschriftete innere und äußere Komponenten

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Systemzweck, Perspektive und Grenze
    • Freie Fläche oder Whiteboard, Karten für Komponenten, betroffene Perspektiven und klare Beschriftung des Systemzwecks.

    Durchführung

    • Erfasse zentrale Personen, Organisationseinheiten, Technologien oder Ressourcen als benannte Komponenten. Verwende zunächst keine kausalen Pfeile.
    • Das Ergebnis „Beschriftete innere und äußere Komponenten“ mit Belegstatus, Quelle oder offenem Prüfbedarf festhalten.

    Ergebnis

    Beschriftete innere und äußere Komponenten

    Beschriftete innere und äußere Komponenten

    Qualitätscheck

    Sind Komponenten passend zum Zweck und konsistent benannt?

    Stolperfalle

    Zu viele Details machen den Überblick unlesbar. Mit wenigen zentralen Komponenten starten und Auslassungen markieren.

    Zeitlicher Rahmen: Etwa 10–20 Minuten; Daten- oder Klärungsarbeit separat planen.

  3. 3

    Perspektiven

    Grenzen und Systemverständnisse vergleichen

    Ziel

    Vergleichbare Systemkarten mit Differenzen

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Beschriftete innere und äußere Komponenten
    • Freie Fläche oder Whiteboard, Karten für Komponenten, betroffene Perspektiven und klare Beschriftung des Systemzwecks.

    Durchführung

    • Erstelle bei unterschiedlichen Sichtweisen getrennte Karten oder Versionen. Besprich Folgen jeder Grenze.
    • Das Ergebnis „Vergleichbare Systemkarten mit Differenzen“ mit Belegstatus, Quelle oder offenem Prüfbedarf festhalten.

    Ergebnis

    Vergleichbare Systemkarten mit Differenzen

    Vergleichbare Systemkarten mit Differenzen

    Qualitätscheck

    Welche wichtige Komponente verschiebt sich bei anderem Zweck?

    Stolperfalle

    Perspektiven werden zu einer einzigen Karte vermischt. Versionen getrennt beschriften und gemeinsame wie strittige Annahmen markieren.

    Zeitlicher Rahmen: Etwa 10–20 Minuten; Daten- oder Klärungsarbeit separat planen.

  4. 4

    Prüfung

    Karte mit Betroffenen validieren

    Ziel

    Validierte, bewusst vorläufige Systemkarte

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Vergleichbare Systemkarten mit Differenzen
    • Freie Fläche oder Whiteboard, Karten für Komponenten, betroffene Perspektiven und klare Beschriftung des Systemzwecks.

    Durchführung

    • Prüfe Komponenten, Auslassungen und Grenzfolgen mit relevanten Rollen. Nutze bei Bedarf andere Diagramme für Beziehungen oder Dynamik.
    • Das Ergebnis „Validierte, bewusst vorläufige Systemkarte“ mit Belegstatus, Quelle oder offenem Prüfbedarf festhalten.

    Ergebnis

    Validierte, bewusst vorläufige Systemkarte

    Validierte, bewusst vorläufige Systemkarte

    Qualitätscheck

    Erkennen Betroffene ihre relevanten Komponenten und Grenzen wieder?

    Stolperfalle

    Eine frühe Orientierungszeichnung wird als Prozess- oder Kausalmodell gelesen. Zweck der Karte und fehlende Beziehungen klar benennen; bei Bedarf Prozess Map oder causal loop ergänzen.

    Zeitlicher Rahmen: Etwa 10–20 Minuten; Daten- oder Klärungsarbeit separat planen.

05

Artefakt

Was am Ende rauskommt

Skizze: so sieht das Artefakt aus

Systems MapAkteure, Ressourcen, Regeln, Feedback und Hebelpunkte als vernetztes System sichtbar machen
Systems MappingDas Visual zeigt ein Systemnetz aus Akteuren, Regeln, Daten, Team, Beziehungen und Hebelpunkt.Beziehungen statt Einzelteile untersuchenSystems Mapping macht sichtbar, welche Akteure, Ressourcen und Regeln ein Verhalten gemeinsam erzeugen.NutzungLieferungbegrenztmisstHebelSystem im FokusService-ErlebnisNutzerBedarfTeamKapazitätRegelnPolicyDatenSignalHebelpunktFeedback früher sichtbar machen
Form

Versionierte Dokumentation mit Frage, Evidenz, Ergebnis, Unsicherheit, Verantwortlichen und nächstem Prüftermin.

Versionierung / Ownership

Datum, Scope, Quelle, Annahmen und Änderungen nachhalten; bei Praxis oder Vorhaben eine verantwortliche Person und Überprüfung festlegen.

Tool-Alternativen
  • Papier und Stifte
  • Whiteboard oder einfache Tabelle

systems-mapping-working-template.md

Plane die Sitzung oder das Vorhaben passend zum tatsächlichen Arbeitsumfang.

Systems Mapping: Arbeitsvorlage

Fragestellung

Noch zu klären

Gewünschtes Ergebnis

Noch zu klären

Rahmen

Vollständige Methode vorbereiten Zeit: 60–180 Minuten für erste Karte und Perspektivenvergleich; Detailmodelle können weitere Sessions erfordern.

Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.

Vorbereitung für diesen Umfang

Methodische Grundausstattung

  • Materialien: Freie Fläche oder Whiteboard, Karten für Komponenten, betroffene Perspektiven und klare Beschriftung des Systemzwecks.
  • Rollen: Facilitator · Personen mit unterschiedlichen Systemperspektiven · Systemverantwortung; bei sensiblen Grenzen betroffene Gruppen einbeziehen.
  • Vorab-Infos: Material, Datenzugang und Teilnehmende vorab nach Forschungs- oder Entscheidungsfrage festlegen.
  • Gesamter Zeitbedarf: 60–180 Minuten für erste Karte und Perspektivenvergleich; Detailmodelle können weitere Sessions erfordern.
  • Setup: Arbeitsfläche mit der methodenspezifischen Struktur öffnen. Fiktive Beispiele dienen nur der Orientierung; Arbeitsvorlage und eigene Befunde bleiben getrennt.

Für die Arbeitsschritte bereitstellen

Zweck: Zweck und Systemgrenze sichtbar machen

  • Wähle Zweck und Perspektive; formuliere den Titel als „Ein System, um …“ und benenne die Grenze.
  • Freie Fläche oder Whiteboard, Karten für Komponenten, betroffene Perspektiven und klare Beschriftung des Systemzwecks.

Elemente: Komponenten in System und Umwelt sammeln

  • Systemzweck, Perspektive und Grenze
  • Freie Fläche oder Whiteboard, Karten für Komponenten, betroffene Perspektiven und klare Beschriftung des Systemzwecks.

Perspektiven: Grenzen und Systemverständnisse vergleichen

  • Beschriftete innere und äußere Komponenten
  • Freie Fläche oder Whiteboard, Karten für Komponenten, betroffene Perspektiven und klare Beschriftung des Systemzwecks.

Prüfung: Karte mit Betroffenen validieren

  • Vergleichbare Systemkarten mit Differenzen
  • Freie Fläche oder Whiteboard, Karten für Komponenten, betroffene Perspektiven und klare Beschriftung des Systemzwecks.

Systems Mapping Arbeitsblatt

Zweck und Systemgrenze sichtbar machen

Systemzweck, Perspektive und Grenze

...

Komponenten in System und Umwelt sammeln

Beschriftete innere und äußere Komponenten

...

Grenzen und Systemverständnisse vergleichen

Vergleichbare Systemkarten mit Differenzen

...

Karte mit Betroffenen validieren

Validierte, bewusst vorläufige Systemkarte

...

Leere Arbeitsvorlage zeigt ausschließlich die Fragen, keine Beispieldaten.

Systems maps | OpenLearn

Zweck: Zweck und Systemgrenze sichtbar machen

Erwartetes Artefakt: Systemzweck, Perspektive und Grenze

Systemzweck, Perspektive und Grenze

Eintrag:

...

  • Ist klar, wessen Systemverständnis die Karte ausdrückt?

Elemente: Komponenten in System und Umwelt sammeln

Erwartetes Artefakt: Beschriftete innere und äußere Komponenten

Beschriftete innere und äußere Komponenten

Eintrag:

...

  • Sind Komponenten passend zum Zweck und konsistent benannt?

Perspektiven: Grenzen und Systemverständnisse vergleichen

Erwartetes Artefakt: Vergleichbare Systemkarten mit Differenzen

Vergleichbare Systemkarten mit Differenzen

Eintrag:

...

  • Welche wichtige Komponente verschiebt sich bei anderem Zweck?

Prüfung: Karte mit Betroffenen validieren

Erwartetes Artefakt: Validierte, bewusst vorläufige Systemkarte

Validierte, bewusst vorläufige Systemkarte

Eintrag:

...

  • Erkennen Betroffene ihre relevanten Komponenten und Grenzen wieder?

Offene Fragen und nächste Schritte

...

Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/systems-mapping/run-sheet

06

Beispielausgabe

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.

systems-mapping-beispiel.md

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Beispiel: Online-Bestellungen

Perspektive und Zweck: Fulfilment-Team, „Ein System zur Bearbeitung eingehender Online-Bestellungen“.

Innerhalb der Grenze: Bestellservice und Fulfilment-Team.

Umwelt: Kundschaft, Zahlungsdienst, Lagerlieferanten und Zustelldienst.

Grenzfrage: Retourenbearbeitung liegt in einer separaten Organisationseinheit; eine zweite Karte aus Kundensicht schließt sie ein.

Lesart: Die Karte benennt Komponenten und Perspektive, aber weder Prozessreihenfolge noch Kausalität. Für diese Fragen wird ein anderes Diagramm ergänzt.

07

Stolperfallen

Symptome erkennen, gegensteuern

Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf

  1. Zweck und Systemgrenze sichtbar machenDie Zeichnung wird als objektiv vollständige Systemgrenze verstanden.In der Phase ansehen
  2. Komponenten in System und Umwelt sammelnZu viele Details machen den Überblick unlesbar.In der Phase ansehen
  3. Grenzen und Systemverständnisse vergleichenPerspektiven werden zu einer einzigen Karte vermischt.In der Phase ansehen
  4. Karte mit Betroffenen validierenEine frühe Orientierungszeichnung wird als Prozess- oder Kausalmodell gelesen.In der Phase ansehen
08

Abbruchkriterien

Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest

Wenn Systemzweck und Perspektive nicht vereinbar sind, erst den Scope klären. Bei strittigen Grenzen mehrere Versionen anlegen; eine Systems Map darf keine Kausal- oder Prozesslogik vortäuschen.

Methode nach Systems Thinking Community. Die Methode stammt aus Systemdenken, System Dynamics oder angrenzender Organisationspraxis. Kuratiert mit 1 Quellen.

Quellen: Systems maps | OpenLearn

Ablauf, Timeboxen und Stolperfallen sind redaktionell kuratierte Praxisempfehlungen auf Basis der genannten Quellen.

Methodenanleitung durchgearbeitet?

Zum Steckbrief für Zweck, ähnliche Methoden und Quellen oder direkt zur nächsten Methode im Katalog.