Stimmt Gegenstand, Grenze und Entscheidung ab, bevor ihr das Modell füllt.
Wardley Mapping
Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.
Vorbedingung
Was vorher fertig sein muss
Bringt Quellen und Personen mit Prozesswissen ein; trennt Fakten von Annahmen.
Vorbereitung
Was vor Start vorliegen muss
Gemeinsame Arbeitsfläche, Quellenbelege und eine abgestimmte Entscheidungsfrage.
Mapping, Fachleute, Nutzer:innen oder Serviceverantwortliche, Strategieentscheidung.
Sammle vorhandene Daten, Beispiele, Rahmenbedingungen und relevante Perspektiven.
2–4 Std. für ein strategisches Gebiet; Belege und Review separat planen.
Zuerst wird der Nutzerbedarf benannt und die Wertkette von oben nach unten skizziert. Danach werden Komponenten nach Sichtbarkeit und Evolution eingeordnet, Reibungspunkte markiert und Bewegungen diskutiert. Am Ende stehen konkrete strategische Optionen und Notizen zu sinnvollen nächsten Schritten.
Kernfrage
Die eine Frage, die diese Methode beantwortet
Wie hängt der Nutzerbedarf mit Komponenten zusammen und wie weit sind sie entwickelt?
Ablauf
Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle
Wardley Mapping macht sichtbar, wo ein Angebot heute steht und wohin es sich entwickeln kann. Die Methode verbindet Nutzerbedarf, Wertkette und Reifegrade zu einer Strategiegrundlage für Plattform-, Build- oder Buy-Entscheidungen.
Wardley Map: Komponenten und Evolution
Fiktives Arbeitsbeispiel
Fiktiv, Online-Terminbuchung: Nutzerbedarf „einen verfügbaren Folgetermin finden“ (oben, sichtbar). Abhängigkeiten: Slot-Auswahl → Terminverfügbarkeit → Praxis-Kalender → Cloud-Infrastruktur. Nur nach Belegen eingeordnet: Slot-Auswahl Custom, Kalenderintegration Product, Cloud-Infrastruktur Commodity. Strategische Frage: Differenziert die Slot-Auswahl nachweislich oder sollten Ressourcen in verlässliche Kalenderdaten fließen?
| Szenario | Nutzerbedarf | Komponente | Abhängigkeit | Evolution | Strategischer Play |
|---|---|---|---|---|---|
| Komponente 1Beobachtung oder Beispiel für diese Zeile erfassen. | Folgetermin finden | Slot-Auswahl | Praxis-Kalender | Custom (fiktive Position) | Differenzierung mit Nutzungsbelegen prüfen |
1. Nutzerbedarf
- Komponente 1
- Folgetermin finden
2. Komponente
- Komponente 1
- Slot-Auswahl
3. Abhängigkeit
- Komponente 1
- Praxis-Kalender
4. Evolution
- Komponente 1
- Custom (fiktive Position)
5. Strategischer Play
- Komponente 1
- Differenzierung mit Nutzungsbelegen prüfen
Fiktiv, Online-Terminbuchung: Nutzerbedarf „einen verfügbaren Folgetermin finden“ (oben, sichtbar). Abhängigkeiten: Slot-Auswahl → Terminverfügbarkeit → Praxis-Kalender → Cloud-Infrastruktur. Nur nach Belegen eingeordnet: Slot-Auswahl Custom, Kalenderintegration Product, Cloud-Infrastruktur Commodity. Strategische Frage: Differenziert die Slot-Auswahl nachweislich oder sollten Ressourcen in verlässliche Kalenderdaten fließen?
- 1
Purpose
Purpose und Nutzerbedarf bestimmen

Ziel
Purpose-Satz
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Strategische Frage, Nutzer oder Begünstigte
Durchführung
- Benenne, wem die Strategie nützt, welches Bedürfnis erfüllt wird und welche Entscheidung die Karte vorbereiten soll.
Ergebnis
Purpose-Satz
Purpose-Satz
Qualitätscheck
Ist der Bedarf aus Nutzersicht formuliert?
Stolperfalle
Eine Produktidee wird als Bedarf ausgegeben. Frage, welches Ergebnis der Nutzer ohne die Lösung erreichen will.
Zeitlicher Rahmen: Zeitbedarf richtet sich nach Umfang und Beleglage; es gibt keine allgemeine Dauer.
- 2
Kette
Wertkette und Abhängigkeiten zeichnen

Ziel
Beschriftete Value Chain
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Purpose, Beteiligte mit Landschaftswissen
Durchführung
- Leite vom Nutzerbedarf abhängige Fähigkeiten ab und verbinde nur tatsächliche Abhängigkeiten von oben nach unten.
Ergebnis
Beschriftete Value Chain
Beschriftete Value Chain
Qualitätscheck
Ist jede Komponente nötig, um den Bedarf zu erfüllen?
Stolperfalle
Die Map wird eine unverbundene Komponentenliste. Streiche irrelevante Elemente und ergänze fehlende Abhängigkeiten.
Zeitlicher Rahmen: Zeitbedarf richtet sich nach Umfang und Beleglage; es gibt keine allgemeine Dauer.
- 3
Evolution
Sichtbarkeit und Evolution einordnen

Ziel
Wardley Map mit begründeten Positionen
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Wertkette, Marktdaten und technische Evidenz
Durchführung
- Setze Nutzerbedarf auf der Sichtbarkeitsachse und ordne Fähigkeiten von Genesis über Custom und Product bis Commodity nach Markt- und Beleglage.
Ergebnis
Wardley Map mit begründeten Positionen
Wardley Map mit begründeten Positionen
Qualitätscheck
Stützen Belege die Evolution statt die Wunschposition?
Stolperfalle
Strategische Bedeutung wird mit Marktreife verwechselt. Dokumentiere Beobachtung und Unsicherheit je Position.
Zeitlicher Rahmen: Zeitbedarf richtet sich nach Umfang und Beleglage; es gibt keine allgemeine Dauer.
- 4
Plays
Klimata, Prinzipien und Plays ableiten

Ziel
Strategieoptionen mit Prüfhinweis
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Map, relevante Marktkräfte, organisatorische Fähigkeiten
Durchführung
- Prüfe Klimata und Doctrine gegen die Map; formuliere wenige konkrete Plays samt Signal, das die Annahme widerlegen würde.
Ergebnis
Strategieoptionen mit Prüfhinweis
Strategieoptionen mit Prüfhinweis
Qualitätscheck
Führt jedes Play zu einer testbaren Handlung?
Stolperfalle
Die Karte bleibt eine statische Illustration. Benenne Bewegung, Owner und Beobachtungstermin.
Zeitlicher Rahmen: Zeitbedarf richtet sich nach Umfang und Beleglage; es gibt keine allgemeine Dauer.
Artefakt
Was am Ende rauskommt
Skizze: so sieht das Artefakt aus
Wardley Mapping hilft, weil Nutzerbedarf, Wertkette und Reifegrad einer Landschaft zusammen sichtbar werden und strategische Entscheidungen dadurch weniger aus dem Bauch kommen. Gute Anwendung hält den Bezug zum Nutzer konsequent fest und ordnet Komponenten nüchtern nach Evolution statt nach Wunschstatus ein. So wird erkennbar, wo Eigenbau trägt, wo Standardisierung sinnvoll wird und welche Bewegungen im Umfeld die nächste Entscheidung prägen.
Notiere Umfang, Datum, Beteiligte, Quellenstand und Verantwortung. Halte geänderte Annahmen samt Änderungsgrund fest.
- Gemeinsames Whiteboard oder Papiervorlage
- Quellen, Aufzeichnungen oder Messdaten
wardley-mapping-working-template.md
Bereite Entscheidung, Quellenbelege und nächste Prüfung vor.
Wardley Mapping: Arbeitsvorlage
Fragestellung
Noch zu klären
Gewünschtes Ergebnis
Noch zu klären
Rahmen
Methode durchführen Zeit: Siehe Zeitrahmen im Katalog; keine allgemeine Dauer.
Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.
Vorbereitung für diesen Umfang
Methodische Grundausstattung
- Materialien: Gemeinsame Arbeitsfläche, Quellenbelege und eine abgestimmte Entscheidungsfrage.
- Rollen: Mapping, Fachleute, Nutzer:innen oder Serviceverantwortliche, Strategieentscheidung.
- Vorab-Infos: Sammle vorhandene Daten, Beispiele, Rahmenbedingungen und relevante Perspektiven.
- Gesamter Zeitbedarf: 2–4 Std. für ein strategisches Gebiet; Belege und Review separat planen.
- Setup: Zuerst wird der Nutzerbedarf benannt und die Wertkette von oben nach unten skizziert. Danach werden Komponenten nach Sichtbarkeit und Evolution eingeordnet, Reibungspunkte markiert und Bewegungen diskutiert. Am Ende stehen konkrete strategische Optionen und Notizen zu sinnvollen nächsten Schritten.
Für die Arbeitsschritte bereitstellen
Purpose: Purpose und Nutzerbedarf bestimmen
- Strategische Frage, Nutzer oder Begünstigte
Kette: Wertkette und Abhängigkeiten zeichnen
- Purpose, Beteiligte mit Landschaftswissen
Evolution: Sichtbarkeit und Evolution einordnen
- Wertkette, Marktdaten und technische Evidenz
Plays: Klimata, Prinzipien und Plays ableiten
- Map, relevante Marktkräfte, organisatorische Fähigkeiten
Wardley Map: Komponenten und Evolution
| Szenario | Nutzerbedarf | Komponente | Abhängigkeit | Evolution | Nächste Frage |
|---|---|---|---|---|---|
| Komponente 1 |
- Komponente 1: Beobachtung oder Beispiel für diese Zeile erfassen.
Evolutionseinordnungen sind Hypothesen, bis Marktbelege sie stützen.
Introduction · Learn Wardley Mapping
Purpose: Purpose und Nutzerbedarf bestimmen
Erwartetes Artefakt: Purpose-Satz
Purpose-Satz
Eintrag:
...
- Ist der Bedarf aus Nutzersicht formuliert?
Kette: Wertkette und Abhängigkeiten zeichnen
Erwartetes Artefakt: Beschriftete Value Chain
Beschriftete Value Chain
Eintrag:
...
- Ist jede Komponente nötig, um den Bedarf zu erfüllen?
Evolution: Sichtbarkeit und Evolution einordnen
Erwartetes Artefakt: Wardley Map mit begründeten Positionen
Wardley Map mit begründeten Positionen
Eintrag:
...
- Stützen Belege die Evolution statt die Wunschposition?
Plays: Klimata, Prinzipien und Plays ableiten
Erwartetes Artefakt: Strategieoptionen mit Prüfhinweis
Strategieoptionen mit Prüfhinweis
Eintrag:
...
- Führt jedes Play zu einer testbaren Handlung?
Offene Fragen und nächste Schritte
...
Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/wardley-mapping/run-sheet
Beispielausgabe
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.
wardley-mapping-beispiel.md
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktiv, Online-Terminbuchung: Nutzerbedarf „einen verfügbaren Folgetermin finden“ (oben, sichtbar). Abhängigkeiten: Slot-Auswahl → Terminverfügbarkeit → Praxis-Kalender → Cloud-Infrastruktur. Nur nach Belegen eingeordnet: Slot-Auswahl Custom, Kalenderintegration Product, Cloud-Infrastruktur Commodity. Strategische Frage: Differenziert die Slot-Auswahl nachweislich oder sollten Ressourcen in verlässliche Kalenderdaten fließen?
Stolperfallen
Symptome erkennen, gegensteuern
Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf
- Purpose und Nutzerbedarf bestimmenEine Produktidee wird als Bedarf ausgegeben.In der Phase ansehen
- Wertkette und Abhängigkeiten zeichnenDie Map wird eine unverbundene Komponentenliste.In der Phase ansehen
- Sichtbarkeit und Evolution einordnenStrategische Bedeutung wird mit Marktreife verwechselt.In der Phase ansehen
- Klimata, Prinzipien und Plays ableitenDie Karte bleibt eine statische Illustration.In der Phase ansehen
Purpose und Nutzerbedarf bestimmen
Eine Produktidee wird als Bedarf ausgegeben.
Frage, welches Ergebnis der Nutzer ohne die Lösung erreichen will.
Wertkette und Abhängigkeiten zeichnen
Die Map wird eine unverbundene Komponentenliste.
Streiche irrelevante Elemente und ergänze fehlende Abhängigkeiten.
Sichtbarkeit und Evolution einordnen
Strategische Bedeutung wird mit Marktreife verwechselt.
Dokumentiere Beobachtung und Unsicherheit je Position.
Klimata, Prinzipien und Plays ableiten
Die Karte bleibt eine statische Illustration.
Benenne Bewegung, Owner und Beobachtungstermin.
Abbruchkriterien
Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest
Methodenanleitung durchgearbeitet?
Zum Steckbrief für Zweck, ähnliche Methoden und Quellen oder direkt zur nächsten Methode im Katalog.

