Zielgruppe und gesellschaftliche Veränderung benennen.
Theory of Change
Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.
Vorbedingung
Was vorher fertig sein muss
Betroffene, Umsetzung und Evaluation beteiligen.
Vorbereitung
Was vor Start vorliegen muss
Wirkungsboard, Kontextbelege, Indikatorentabelle.
Betroffene, Programmteam, Evaluation, Moderation.
Zielgruppe, gewünschte Veränderung und Zeithorizont gemeinsam begrenzen.
90–150 Minuten Entwurf; Evidenzprüfung und Monitoring in Folgeterminen.
Wirkziel rechts platzieren; rückwärts Vorbedingungen anordnen. Annahmen an Pfeilen, Interventionen und Indikatoren daneben getrennt führen.
Kernfrage
Die eine Frage, die diese Methode beantwortet
Welche Veränderungen müssen eintreten, damit unsere Initiative zur gewünschten Wirkung beiträgt?
Ablauf
Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle
Eine Theory of Change erklärt, wie eine Initiative über notwendige Zwischenveränderungen zu einer langfristigen Wirkung beitragen soll. Kausale Annahmen, Kontext und Messung werden sichtbar.
Theory of Change · Arbeitsvorlage
Fiktives Beispiel
Eine Theory of Change erklärt, wie eine Initiative über notwendige Zwischenveränderungen zu einer langfristigen Wirkung beitragen soll. Kausale Annahmen, Kontext und Messung werden sichtbar.
Langfristige Wirkung
Für wen soll sich was bis wann verändern? Welcher Beitrag liegt in unserem Einflussbereich?
Fiktiv: Ein Stadtteilprogramm will nach zwölf Monaten mehr selbstständige digitale Behördengänge ermöglichen. Ziel: 60 % der Teilnehmenden erledigen einen definierten Vorgang ohne Hilfe; Ausgangswert noch zu erheben.
Veränderungspfad
Welche frühen und mittleren Veränderungen sind notwendig? Verbindungen mit Bedingungen und Begründung notieren.
Betreute Übungen → sichere Anwendung am Übungsfall → selbstständige Anwendung im Alltag → mehr unabhängige Behördengänge. Gerätezugang UND verständliche reale Formulare sind zusätzliche Voraussetzungen.
Annahmen und Belege
Welche Mechanismen, Kontextfaktoren und Alternativerklärungen gelten? Was ist belegt oder offen?
Offen: Übungslernen überträgt sich auf echte Formulare. Risiko: Formulare ändern sich. Prüfung durch spätere reale, freiwillige Aufgaben; externe Portalverbesserungen separat dokumentieren.
Interventionen und Outputs
Welche Maßnahme erzeugt welchen unmittelbaren Output und soll dadurch welches Outcome verändern?
Mira organisiert vier betreute Übungstermine und eine Geräteleihe. Vier Termine sind Outputs; selbstständige Aufgabenerledigung ist das Outcome.
Indikatoren und Lernen
Indikator, Ausgangswert, Ziel, Datenquelle, Termin, Owner und Anpassungsentscheidung festlegen.
Mira erhebt vor Beginn, nach drei und zwölf Monaten den Anteil selbstständig erledigter definierter Aufgaben. Baseline offen, Ziel 60 % nach zwölf Monaten. Bleibt Transfer aus, prüft das Team Aufgabenrealismus und Zugang statt nur weitere Termine anzubieten.
Alle Beispielangaben sind erfunden; sie erläutern die Anwendung.
- 1
Wirkziel
Wirkziel

Ziel
Wirkziel
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Mandat und Kontext
Durchführung
- Zielgruppe, messbare langfristige Veränderung und Horizont festlegen.
- Einflussbereich und externe Faktoren explizit begrenzen.
Ergebnis
Wirkziel
Beschreibt das Ziel eine Veränderung bei Menschen?
Qualitätscheck
Beschreibt das Ziel eine Veränderung bei Menschen?
Stolperfalle
Anzahl der Workshops gilt als Wirkung. Leistung und Veränderung getrennt formulieren.
Zeitlicher Rahmen: 15–20 Minuten
- 2
Rückwärts
Rückwärts

Ziel
Wirkungspfad
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Wirkziel und Erfahrungen
Durchführung
- Vom Ziel rückwärts notwendige frühe und mittlere Veränderungen verbinden.
- Für jeden Pfeil erklären, weshalb die Vorstufe benötigt wird; zusätzliche Bedingungen und alternative Pfade prüfen.
Ergebnis
Wirkungspfad
Fehlt eine notwendige Vorbedingung?
Qualitätscheck
Fehlt eine notwendige Vorbedingung?
Stolperfalle
Eine lineare Erfolgskette wird erzwungen. Parallele Bedingungen und Rückkopplungen sichtbar machen.
Zeitlicher Rahmen: 25–35 Minuten
- 3
Annahmen
Annahmen

Ziel
Annahmenregister
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Wirkungspfad und Studien
Durchführung
- Wirkmechanismen, Kontextannahmen und Belege je Verbindung erfassen.
- Widersprechende Erfahrungen und Bedingungen außerhalb eigener Kontrolle festhalten; kritische Lücken priorisieren.
Ergebnis
Annahmenregister
Sind Annahmen als prüfbar statt als Fakten markiert?
Qualitätscheck
Sind Annahmen als prüfbar statt als Fakten markiert?
Stolperfalle
Einigkeit ersetzt Evidenz. Die schwächste Verbindung durch Daten oder einen Test prüfen.
Zeitlicher Rahmen: 20–30 Minuten
- 4
Intervention
Intervention

Ziel
Interventionsplan
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Geprüfte Wirkannahmen
Durchführung
- Maßnahmen den Veränderungen zuordnen, die sie auslösen sollen.
- Ressourcen, Zuständigkeit und Leistungsumfang prüfen; reine Output-Zählung separat führen.
Ergebnis
Interventionsplan
Ist jeder Eingriff über einen Mechanismus begründet?
Qualitätscheck
Ist jeder Eingriff über einen Mechanismus begründet?
Stolperfalle
Bestehende Maßnahmen bestimmen rückwirkend das Ziel. Vom benötigten Outcome aus die Maßnahme neu wählen.
Zeitlicher Rahmen: 15–25 Minuten
- 5
Messung
Messung

Ziel
Mess- und Lernplan
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Wirkpfad und Datenzugang
Durchführung
- Indikatoren mit Ausgangswert, Ziel, Zeitpunkt und Datenquelle festlegen.
- Eine kurze Wirkgeschichte schreiben; Beitrag der Initiative und alternative Erklärungen bei der Evaluation auseinanderhalten.
Ergebnis
Mess- und Lernplan
Kann ein negativer Befund die Theorie verändern?
Qualitätscheck
Kann ein negativer Befund die Theorie verändern?
Stolperfalle
Zeitliche Verbesserung gilt als bewiesene Verursachung. Andere Einflüsse prüfen und den Beitrag vorsichtig einordnen.
Zeitlicher Rahmen: 15–30 Minuten
Artefakt
Was am Ende rauskommt
Skizze: so sieht das Artefakt aus
Wirkungspfad mit Voraussetzungen, Annahmen, Interventionen und überprüfbaren Indikatoren.
Datum und Geltungsbereich festhalten; bei Änderungen den alten Stand mit Begründung erhalten.
- Großes Wirkungsboard
- Versioniertes Wirkdiagramm
- Indikatorentabelle
theory-of-change-working-template.md
Zielgruppe, gewünschte Veränderung und Zeithorizont gemeinsam begrenzen.
Theory of Change: Arbeitsvorlage
Fragestellung
Noch zu klären
Gewünschtes Ergebnis
Noch zu klären
Rahmen
Gesamter Durchlauf Zeit: 90–150 Minuten Entwurf; Evidenzprüfung und Monitoring in Folgeterminen.
Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.
Vorbereitung für diesen Umfang
Methodische Grundausstattung
- Materialien: Wirkungsboard, Kontextbelege, Indikatorentabelle.
- Rollen: Betroffene, Programmteam, Evaluation, Moderation.
- Vorab-Infos: Zielgruppe, gewünschte Veränderung und Zeithorizont gemeinsam begrenzen.
- Gesamter Zeitbedarf: 90–150 Minuten Entwurf; Evidenzprüfung und Monitoring in Folgeterminen.
- Setup: Wirkziel rechts platzieren; rückwärts Vorbedingungen anordnen. Annahmen an Pfeilen, Interventionen und Indikatoren daneben getrennt führen.
Für die Arbeitsschritte bereitstellen
Wirkziel: Wirkziel
- Mandat und Kontext
Rückwärts: Rückwärts
- Wirkziel und Erfahrungen
Annahmen: Annahmen
- Wirkungspfad und Studien
Intervention: Intervention
- Geprüfte Wirkannahmen
Messung: Messung
- Wirkpfad und Datenzugang
Theory of Change · Arbeitsvorlage
Langfristige Wirkung
Für wen soll sich was bis wann verändern? Welcher Beitrag liegt in unserem Einflussbereich?
...
Veränderungspfad
Welche frühen und mittleren Veränderungen sind notwendig? Verbindungen mit Bedingungen und Begründung notieren.
...
Annahmen und Belege
Welche Mechanismen, Kontextfaktoren und Alternativerklärungen gelten? Was ist belegt oder offen?
...
Interventionen und Outputs
Welche Maßnahme erzeugt welchen unmittelbaren Output und soll dadurch welches Outcome verändern?
...
Indikatoren und Lernen
Indikator, Ausgangswert, Ziel, Datenquelle, Termin, Owner und Anpassungsentscheidung festlegen.
...
Arbeitsimpulse mit eigenen Angaben beantworten. Unbekanntes und Annahmen ausdrücklich markieren.
Wirkziel: Wirkziel
Erwartetes Artefakt: Wirkziel
Beschreibt das Ziel eine Veränderung bei Menschen?
Eintrag:
...
- Beschreibt das Ziel eine Veränderung bei Menschen?
Rückwärts: Rückwärts
Erwartetes Artefakt: Wirkungspfad
Fehlt eine notwendige Vorbedingung?
Eintrag:
...
- Fehlt eine notwendige Vorbedingung?
Annahmen: Annahmen
Erwartetes Artefakt: Annahmenregister
Sind Annahmen als prüfbar statt als Fakten markiert?
Eintrag:
...
- Sind Annahmen als prüfbar statt als Fakten markiert?
Intervention: Intervention
Erwartetes Artefakt: Interventionsplan
Ist jeder Eingriff über einen Mechanismus begründet?
Eintrag:
...
- Ist jeder Eingriff über einen Mechanismus begründet?
Messung: Messung
Erwartetes Artefakt: Mess- und Lernplan
Kann ein negativer Befund die Theorie verändern?
Eintrag:
...
- Kann ein negativer Befund die Theorie verändern?
Offene Fragen und nächste Schritte
...
Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/theory-of-change/run-sheet
Beispielausgabe
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.
theory-of-change-beispiel.md
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Beispiel
Langfristige Wirkung: Fiktiv: Ein Stadtteilprogramm will nach zwölf Monaten mehr selbstständige digitale Behördengänge ermöglichen. Ziel: 60 % der Teilnehmenden erledigen einen definierten Vorgang ohne Hilfe; Ausgangswert noch zu erheben.
Veränderungspfad: Betreute Übungen → sichere Anwendung am Übungsfall → selbstständige Anwendung im Alltag → mehr unabhängige Behördengänge. Gerätezugang UND verständliche reale Formulare sind zusätzliche Voraussetzungen.
Annahmen und Belege: Offen: Übungslernen überträgt sich auf echte Formulare. Risiko: Formulare ändern sich. Prüfung durch spätere reale, freiwillige Aufgaben; externe Portalverbesserungen separat dokumentieren.
Interventionen und Outputs: Mira organisiert vier betreute Übungstermine und eine Geräteleihe. Vier Termine sind Outputs; selbstständige Aufgabenerledigung ist das Outcome.
Indikatoren und Lernen: Mira erhebt vor Beginn, nach drei und zwölf Monaten den Anteil selbstständig erledigter definierter Aufgaben. Baseline offen, Ziel 60 % nach zwölf Monaten. Bleibt Transfer aus, prüft das Team Aufgabenrealismus und Zugang statt nur weitere Termine anzubieten.
Stolperfallen
Symptome erkennen, gegensteuern
Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf
- WirkzielAnzahl der Workshops gilt als Wirkung.In der Phase ansehen
- RückwärtsEine lineare Erfolgskette wird erzwungen.In der Phase ansehen
- AnnahmenEinigkeit ersetzt Evidenz.In der Phase ansehen
- InterventionBestehende Maßnahmen bestimmen rückwirkend das Ziel.In der Phase ansehen
- MessungZeitliche Verbesserung gilt als bewiesene Verursachung.In der Phase ansehen
Wirkziel
Anzahl der Workshops gilt als Wirkung.
Leistung und Veränderung getrennt formulieren.
Rückwärts
Eine lineare Erfolgskette wird erzwungen.
Parallele Bedingungen und Rückkopplungen sichtbar machen.
Annahmen
Einigkeit ersetzt Evidenz.
Die schwächste Verbindung durch Daten oder einen Test prüfen.
Intervention
Bestehende Maßnahmen bestimmen rückwirkend das Ziel.
Vom benötigten Outcome aus die Maßnahme neu wählen.
Messung
Zeitliche Verbesserung gilt als bewiesene Verursachung.
Andere Einflüsse prüfen und den Beitrag vorsichtig einordnen.
Abbruchkriterien
Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest
Methodenanleitung durchgearbeitet?
Zum Steckbrief für Zweck, ähnliche Methoden und Quellen oder direkt zur nächsten Methode im Katalog.

