Produkt, Kundengruppe, Geografie und Wertschöpfungsstufe sind benannt.
Porter Five Forces
Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.
Vorbedingung
Was vorher fertig sein muss
Preise, Konzentration, Wechselkosten, Eintrittsbarrieren und Substitute können zumindest teilweise belegt werden.
Vorbereitung
Was vor Start vorliegen muss
Branchendefinition, Kunden- und Lieferantendaten, Wettbewerberliste, Kosten- und Preislogiken sowie Quellenregister.
Strategy Owner, Markt- und Finanzexpertise, Vertriebs- oder Beschaffungsperspektive und Research Owner.
Angebot, Kundengruppe, Region, Wertschöpfungsstufe, relevante Wettbewerber, Substitute und Lieferanten.
2–4 Stunden plus Markt- und Branchenrecherche
Fünf Kräfte mit Leitfragen vorbereiten; für jeden Befund Mechanismus, Evidenz, Trend und Implikation erfassen.
Kernfrage
Die eine Frage, die diese Methode beantwortet
Welche Branchenkräfte bestimmen Profitabilität und wo können wir uns wirksam positionieren?
Ablauf
Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle
Five Forces analysiert Branchenprofitabilität über Rivalität, Bedrohung durch neue Anbieter und Substitute sowie Verhandlungsmacht von Lieferanten und Käufern. Entscheidend sind konkrete ökonomische Mechanismen und Veränderungen, nicht eine bloße Hoch-mittel-niedrig-Bewertung.
Porter Five Forces
Fiktives Beispiel
Die Branchenrivalität wird zusammen mit vier Quellen strukturellen Wettbewerbsdrucks betrachtet.
Neue Anbieter
Welche Eintrittsbarrieren und erwarteten Reaktionen prägen den Markteintritt?
Niedrige Softwarekosten; Zertifizierung und Vertrieb bremsen.
Lieferantenmacht
Wie konzentriert, differenziert und ersetzbar sind wichtige Inputs?
Gefragte Trainer:innen knapp; Inhalte teilweise lizenzierbar.
Käufermacht
Wie stark bündeln Käufer Volumen, vergleichen und wechseln?
Fünf Plattformen bündeln Rahmenverträge; Wechsel technisch leicht.
Substitute
Welche andersartigen Lösungen erfüllen dasselbe Kundenbedürfnis?
Interne Akademien und kostenlose Herstellerkurse.
Rivalität
Wie intensiv konkurrieren bestehende Anbieter und warum?
Viele ähnliche Kataloge, geringe Differenzierung und Preisdruck.
- 1
Branche
Branche abgrenzen

Ziel
Explizite Branchengrenze
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Angebot und Kundengruppe
- Geografie und Wertschöpfungsstufe
Durchführung
- Produktumfang, Kunden, Region und betrachtete Stufe festlegen.
- Benachbarte Branchen, Komplemente und Substitute getrennt markieren.
Ergebnis
Branchendefinition
In Scope, out of Scope und Begründung
Qualitätscheck
Erklärt die Grenze, welche Akteure direkt um denselben Wertpool konkurrieren?
Stolperfalle
Die Branche entspricht nur der eigenen Produktkategorie. Vom Kundenbedürfnis und den ökonomischen Austauschbeziehungen aus neu abgrenzen.
Zeitlicher Rahmen: 20–30 Minuten
- 2
Kräfte
Fünf Kräfte untersuchen

Ziel
Belegte Kraftprofile
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Branchendefinition
- Markt- und Unternehmensdaten
Durchführung
- Rivalität, Eintritt, Substitute, Lieferantenmacht und Käufermacht getrennt analysieren.
- Konzentration, Differenzierung, Wechselkosten, Skaleneffekte und Alternativen mit Quellen notieren.
Ergebnis
Fünf Kraftprofile
Mechanismus, Evidenz, Trend und Betroffene
Qualitätscheck
Ist jede Bewertung durch einen Mechanismus erklärt? Sind Substitute aus Kundensicht definiert?
Stolperfalle
Jede Kraft erhält nur ein Bauchgefühl-Label. Label entfernen und zuerst Ursache, Evidenz und Wirkung beschreiben.
Zeitlicher Rahmen: 60–100 Minuten
- 3
Dynamik
Wechselwirkungen bewerten

Ziel
Strukturelles Gesamtbild
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Fünf Kraftprofile
- Technologie- und Regulierungsänderungen
Durchführung
- Verstärkungen und Gegenwirkungen zwischen Kräften markieren.
- Prüfen, wie Trends Eintrittsbarrieren, Substitute oder Verhandlungsmacht verändern.
Ergebnis
Dynamische Branchenkarte
Wechselwirkung, Richtung und Zeithorizont
Qualitätscheck
Zeigt das Gesamtbild mehr als die Summe einzelner Labels?
Stolperfalle
Ein kurzfristiger Nachfrageboom wird als dauerhafte Attraktivität gelesen. Konjunktureffekt von struktureller Branchenökonomie trennen.
Zeitlicher Rahmen: 25–40 Minuten
- 4
Optionen
Positionierung ableiten

Ziel
Strategische Optionen
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Strukturelles Gesamtbild
- Eigene Fähigkeiten und Zielsetzung
Durchführung
- Für die stärksten Kräfte mögliche Positionierung, Barrieren oder Geschäftsmodelländerungen formulieren.
- Trade-offs, Voraussetzungen und erwartete Reaktion anderer Akteure prüfen.
Ergebnis
Optionsportfolio
Option, adressierte Kraft, Voraussetzung und Risiko
Qualitätscheck
Adressiert jede Option einen belegten Mechanismus? Sind Reaktionen von Käufern, Lieferanten und Rivalen berücksichtigt?
Stolperfalle
Allgemeine Ziele wie „besser differenzieren“ bleiben ohne Mechanik. Konkreten Faktor, Kundennutzen und Schutz vor Nachahmung benennen.
Zeitlicher Rahmen: 30–45 Minuten
- 5
Monitoring
Annahmen überwachen

Ziel
Aktualisierbare Branchenlogik
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Optionsportfolio
- Kritische Annahmen
Durchführung
- Je kritischer Kraft ein Frühindikator und eine Datenquelle zuordnen.
- Owner, Schwelle und nächsten Review festhalten.
Ergebnis
Monitoringplan
Annahme, Signal, Quelle, Owner und Review
Qualitätscheck
Würde das Signal eine strategische Option infrage stellen?
Stolperfalle
Die Analyse wird als zeitlose Wahrheit abgelegt. Branchengrenze und stärkste Kräfte mindestens beim nächsten Strategiezyklus prüfen.
Zeitlicher Rahmen: 15–25 Minuten
Artefakt
Was am Ende rauskommt
Skizze: so sieht das Artefakt aus
Five-Forces-Analyse mit Branchengrenze, belegten Mechanismen je Kraft, Gesamtbild und strategischen Optionen.
Branchendefinition und Analysedatum festhalten; veränderte Mechanismen mit neuer Evidenz aktualisieren.
- Five-Forces-Canvas
- Branchenökonomisches Datenblatt
- Quellen- und Annahmenregister
porter-five-forces-working-template.md
Die Branche über Produkt, Kundengruppe, Geografie und Wertschöpfungsstufe abgrenzen.
Porter Five Forces: Arbeitsvorlage
Fragestellung
Noch zu klären
Gewünschtes Ergebnis
Noch zu klären
Rahmen
Gesamter Durchlauf Zeit: 2–4 Stunden plus Markt- und Branchenrecherche
Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.
Vorbereitung für diesen Umfang
Methodische Grundausstattung
- Materialien: Branchendefinition, Kunden- und Lieferantendaten, Wettbewerberliste, Kosten- und Preislogiken sowie Quellenregister.
- Rollen: Strategy Owner, Markt- und Finanzexpertise, Vertriebs- oder Beschaffungsperspektive und Research Owner.
- Vorab-Infos: Angebot, Kundengruppe, Region, Wertschöpfungsstufe, relevante Wettbewerber, Substitute und Lieferanten.
- Gesamter Zeitbedarf: 2–4 Stunden plus Markt- und Branchenrecherche
- Setup: Fünf Kräfte mit Leitfragen vorbereiten; für jeden Befund Mechanismus, Evidenz, Trend und Implikation erfassen.
Für die Arbeitsschritte bereitstellen
Branche: Branche abgrenzen
- Angebot und Kundengruppe
- Geografie und Wertschöpfungsstufe
Kräfte: Fünf Kräfte untersuchen
- Branchendefinition
- Markt- und Unternehmensdaten
Dynamik: Wechselwirkungen bewerten
- Fünf Kraftprofile
- Technologie- und Regulierungsänderungen
Optionen: Positionierung ableiten
- Strukturelles Gesamtbild
- Eigene Fähigkeiten und Zielsetzung
Monitoring: Annahmen überwachen
- Optionsportfolio
- Kritische Annahmen
Porter Five Forces
Neue Anbieter
Welche Eintrittsbarrieren und erwarteten Reaktionen prägen den Markteintritt?
...
Lieferantenmacht
Wie konzentriert, differenziert und ersetzbar sind wichtige Inputs?
...
Käufermacht
Wie stark bündeln Käufer Volumen, vergleichen und wechseln?
...
Substitute
Welche andersartigen Lösungen erfüllen dasselbe Kundenbedürfnis?
...
Rivalität
Wie intensiv konkurrieren bestehende Anbieter und warum?
...
Harvard Business School: The Five Forces
Branche: Branche abgrenzen
Erwartetes Artefakt: Branchendefinition
In Scope, out of Scope und Begründung
Eintrag:
...
- Erklärt die Grenze, welche Akteure direkt um denselben Wertpool konkurrieren?
Kräfte: Fünf Kräfte untersuchen
Erwartetes Artefakt: Fünf Kraftprofile
Mechanismus, Evidenz, Trend und Betroffene
Eintrag:
...
- Ist jede Bewertung durch einen Mechanismus erklärt?
- Sind Substitute aus Kundensicht definiert?
Dynamik: Wechselwirkungen bewerten
Erwartetes Artefakt: Dynamische Branchenkarte
Wechselwirkung, Richtung und Zeithorizont
Eintrag:
...
- Zeigt das Gesamtbild mehr als die Summe einzelner Labels?
Optionen: Positionierung ableiten
Erwartetes Artefakt: Optionsportfolio
Option, adressierte Kraft, Voraussetzung und Risiko
Eintrag:
...
- Adressiert jede Option einen belegten Mechanismus?
- Sind Reaktionen von Käufern, Lieferanten und Rivalen berücksichtigt?
Monitoring: Annahmen überwachen
Erwartetes Artefakt: Monitoringplan
Annahme, Signal, Quelle, Owner und Review
Eintrag:
...
- Würde das Signal eine strategische Option infrage stellen?
Offene Fragen und nächste Schritte
...
Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/porter-five-forces/run-sheet
Beispielausgabe
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.
porter-five-forces-beispiel.md
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Beispiel
Branche: Digitale Weiterbildung für mittelständische Unternehmen in DACH.
Käufermacht: hoch, weil fünf große Einkaufsplattformen Rahmenverträge bündeln und Anbieterwechsel technisch leicht ist. Lieferantenmacht: mittel; gefragte Trainer:innen sind knapp, Inhalte können jedoch lizenziert werden. Neue Anbieter: mittel bis hoch durch niedrige Softwarekosten, aber Zertifizierungen und Vertrieb bremsen. Substitute: interne Akademien und kostenlose Herstellerkurse. Rivalität: hoch durch viele ähnliche Kataloge und geringe Differenzierung.
Option: Nachweisbare Transferprogramme für regulierte Rollen statt breitem Kurskatalog. Adressiert Käufermacht und Rivalität. Kritische Annahme: Compliance-Leads zahlen für auditierbare Kompetenznachweise. Test: fünf Angebotsgespräche vor Investition.
Stolperfallen
Symptome erkennen, gegensteuern
Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf
- Branche abgrenzenDie Branche entspricht nur der eigenen Produktkategorie.In der Phase ansehen
- Fünf Kräfte untersuchenJede Kraft erhält nur ein Bauchgefühl-Label.In der Phase ansehen
- Wechselwirkungen bewertenEin kurzfristiger Nachfrageboom wird als dauerhafte Attraktivität gelesen.In der Phase ansehen
- Positionierung ableitenAllgemeine Ziele wie „besser differenzieren“ bleiben ohne Mechanik.In der Phase ansehen
- Annahmen überwachenDie Analyse wird als zeitlose Wahrheit abgelegt.In der Phase ansehen
Branche abgrenzen
Die Branche entspricht nur der eigenen Produktkategorie.
Vom Kundenbedürfnis und den ökonomischen Austauschbeziehungen aus neu abgrenzen.
Fünf Kräfte untersuchen
Jede Kraft erhält nur ein Bauchgefühl-Label.
Label entfernen und zuerst Ursache, Evidenz und Wirkung beschreiben.
Wechselwirkungen bewerten
Ein kurzfristiger Nachfrageboom wird als dauerhafte Attraktivität gelesen.
Konjunktureffekt von struktureller Branchenökonomie trennen.
Positionierung ableiten
Allgemeine Ziele wie „besser differenzieren“ bleiben ohne Mechanik.
Konkreten Faktor, Kundennutzen und Schutz vor Nachahmung benennen.
Annahmen überwachen
Die Analyse wird als zeitlose Wahrheit abgelegt.
Branchengrenze und stärkste Kräfte mindestens beim nächsten Strategiezyklus prüfen.
Abbruchkriterien
Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest
Methodenanleitung durchgearbeitet?
Zum Steckbrief für Zweck, ähnliche Methoden und Quellen oder direkt zur nächsten Methode im Katalog.

