methodatlas
MethodenanleitungFacilitation

Open Space Technology

Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.

KomplexitätHoch
Zeit0.5-2 Tage
Teilnehmende20-500+
FormatWorkshop
ReifegradCanonical
Open Space Technology planen
01

Vorbedingung

Was vorher fertig sein muss

Vorher abschließenKonkreter Gegenstand

Ein dringliches Leitthema, offene Einladung, verfügbare Räume und Zeitfenster festlegen; Proceedings-Ablage vorbereiten.

Ohne Grenze wird der Durchlauf allgemein und nicht prüfbar.
Vorher abschließenZugang und Beteiligung

Facilitator · Teilnehmende · Gastgeber:innen oder Session-Owner · Dokumentation

Fehlende Perspektiven oder Zugänge werden vor dem Start sichtbar gemacht.
02

Vorbereitung

Was vor Start vorliegen muss

Materialien

Leitfrage, sichtbare Agenda, Arbeitsflächen, Timer und Ergebnisablage

Personen / Rollen

Facilitator · Teilnehmende · Gastgeber:innen oder Session-Owner · Dokumentation

Vorabinfos

Ein dringliches Leitthema, offene Einladung, verfügbare Räume und Zeitfenster festlegen; Proceedings-Ablage vorbereiten. Reale Fälle, Quellen und Grenzen vorbereiten.

Zeitbedarf

Ein halber bis zwei Tage.

Setup

Arbeitsfläche mit den Schritten Marktplatz-Rahmen · Sessionangebote · Agenda · Sessionberichte · Proceedings anlegen; Beispielwerte bleiben von eigenen Angaben getrennt.

03

Kernfrage

Die eine Frage, die diese Methode beantwortet

Welche Themen müssen die Teilnehmenden selbst auf die Agenda setzen, um zum Leitthema handlungsfähig zu werden?

04

Ablauf

Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle

Die Teilnehmenden setzen selbst Schwerpunkte, bilden dazu Sessions und wechseln dort dorthin, wo ihre Aufmerksamkeit am meisten Nutzen verspricht. So entsteht ein offenes Arbeitsfeld, in dem relevante Fragen statt vorgefertigter Programmpunkte die Energie lenken.

Open Space Technology · Arbeitsstruktur

Fiktives Beispiel

Fiktive Werte sind den fachlichen Feldern eindeutig zugeordnet.

Open Space Technology · Arbeitsstruktur
SessionZeitRaumGastgeber:inArbeitsfrageProceedingsNächster Schritt
Slots und KapazitätSessionangebot mit Zeit, Raum, Gastgeber:in, Frage, Ergebnis und Follow-up führen.10:00ElbeLeaWie koppeln wir Slots an reale Lagerkapazität?Drei Engpässe, Foto des BoardsPilot mit 8 Slots am 04.11., Lea
ExpressabholungSessionangebot mit Zeit, Raum, Gastgeber:in, Frage, Ergebnis und Follow-up führen.11:15AlsterMuratWelche Expressfälle rechtfertigen Unterbrechung?Vier Falltypen und offene Datenfrage30 Fälle auswerten bis 27.10., Cem
  1. 1. Zeit

    Slots und Kapazität
    10:00
    Expressabholung
    11:15
  2. 2. Raum

    Slots und Kapazität
    Elbe
    Expressabholung
    Alster
  3. 3. Gastgeber:in

    Slots und Kapazität
    Lea
    Expressabholung
    Murat
  4. 4. Arbeitsfrage

    Slots und Kapazität
    Wie koppeln wir Slots an reale Lagerkapazität?
    Expressabholung
    Welche Expressfälle rechtfertigen Unterbrechung?
  5. 5. Proceedings

    Slots und Kapazität
    Drei Engpässe, Foto des Boards
    Expressabholung
    Vier Falltypen und offene Datenfrage
  6. 6. Nächster Schritt

    Slots und Kapazität
    Pilot mit 8 Slots am 04.11., Lea
    Expressabholung
    30 Fälle auswerten bis 27.10., Cem

Alle Angaben sind erfunden.

Fachquelle · eigene Lehrdarstellung

  1. 1

    Rahmen

    Marktplatz-Rahmen

    Ziel

    Marktplatz-Rahmen: Leitthema, Einladung, verfügbare Räume und harte Zeitgrenzen erklären.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Ein dringliches Leitthema, offene Einladung, verfügbare Räume und Zeitfenster festlegen; Proceedings-Ablage vorbereiten.
    • Leitfrage, sichtbare Agenda, Arbeitsflächen, Timer und Ergebnisablage

    Durchführung

    • Leitthema, Einladung, verfügbare Räume und harte Zeitgrenzen erklären.

    Ergebnis

    Marktplatz-Rahmen

    Leitthema, Einladung, verfügbare Räume und harte Zeitgrenzen erklären

    Qualitätscheck

    Sind Leitthema, Einladung, Zeitgrenzen und Gesetz der zwei Füße erklärt?

    Stolperfalle

    Wenn das Gesetz der zwei Füße nicht erklärt wird, bleiben Teilnehmende aus Höflichkeit in unpassenden Sessions sitzen. Leitthema, Einladung, Zeitgrenzen und das Gesetz der zwei Füße vor dem Marktplatz explizit erklären.

    Zeitlicher Rahmen: Fachlich nötige Zeit innerhalb des Gesamtrahmens; den Schritt erst nach erfülltem Check abschließen.

  2. 2

    Angebote

    Sessionangebote

    Ziel

    Sessionangebote: Teilnehmende bieten Sessions mit Titel, Frage und Gastgeber:in an.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Marktplatz-Rahmen

    Durchführung

    • Teilnehmende bieten Sessions mit Titel, Frage und Gastgeber:in an.

    Ergebnis

    Sessionangebote

    Teilnehmende bieten Sessions mit Titel, Frage und Gastgeber:in an

    Qualitätscheck

    Hat jedes Angebot Titel, Arbeitsfrage und verantwortliche Gastgeber:in?

    Stolperfalle

    Wenn ein Angebot nur einen Titel ohne Arbeitsfrage nennt, wissen Interessierte nicht, was sie in der Session erwartet. Für jedes Angebot Titel, konkrete Arbeitsfrage und verantwortliche Gastgeber:in einfordern.

    Zeitlicher Rahmen: Fachlich nötige Zeit innerhalb des Gesamtrahmens; den Schritt erst nach erfülltem Check abschließen.

  3. 3

    Marktplatz

    Agenda

    Ziel

    Agenda: Sessionangebote gemeinsam auf Zeitfenster und Räume verteilen.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Sessionangebote

    Durchführung

    • Sessionangebote gemeinsam auf Zeitfenster und Räume verteilen.

    Ergebnis

    Agenda

    Sessionangebote gemeinsam auf Zeitfenster und Räume verteilen

    Qualitätscheck

    Ist jedes Angebot genau einem Raum und Zeitfenster zugeordnet?

    Stolperfalle

    Wenn mehrere Angebote denselben Raum oder dasselbe Zeitfenster beanspruchen, entsteht Chaos beim Start. Angebote gemeinsam und sichtbar auf Raum und Zeitfenster verteilen, bevor die Sessions beginnen.

    Zeitlicher Rahmen: Fachlich nötige Zeit innerhalb des Gesamtrahmens; den Schritt erst nach erfülltem Check abschließen.

  4. 4

    Sessions

    Sessionberichte

    Ziel

    Sessionberichte: Teilnehmende wählen Sessions selbst, wechseln bei fehlendem Lern- oder Beitragsnutzen und dokumentieren.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Agenda

    Durchführung

    • Teilnehmende wählen Sessions selbst, wechseln bei fehlendem Lern- oder Beitragsnutzen und dokumentieren.

    Ergebnis

    Sessionberichte

    Teilnehmende wählen Sessions selbst, wechseln bei fehlendem Lern- oder Beitragsnutzen und dokumentieren

    Qualitätscheck

    Erstellt jede Session einen zugänglichen Bericht mit Erkenntnissen und offenen Punkten?

    Stolperfalle

    Wenn Teilnehmende aus Höflichkeit in einer Session bleiben, obwohl sie weder lernen noch beitragen, verschenken sie Zeit für alle. Aktiv zum Wechseln gemäß Gesetz der zwei Füße ermutigen und jede Session dokumentieren lassen.

    Zeitlicher Rahmen: Fachlich nötige Zeit innerhalb des Gesamtrahmens; den Schritt erst nach erfülltem Check abschließen.

  5. 5

    Proceedings

    Proceedings

    Ziel

    Proceedings: Sessionberichte veröffentlichen und nächste Schritte mit Ownern bündeln.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Sessionberichte

    Durchführung

    • Sessionberichte veröffentlichen und nächste Schritte mit Ownern bündeln.

    Ergebnis

    Proceedings

    Sessionberichte veröffentlichen und nächste Schritte mit Ownern bündeln

    Qualitätscheck

    Sind Proceedings veröffentlicht und Maßnahmen mit Owner sowie Termin versehen?

    Stolperfalle

    Wenn Sessionberichte nach dem Tag verschwinden, gehen Erkenntnisse und Zusagen verloren. Proceedings zeitnah veröffentlichen und jede Maßnahme mit Owner und Termin versehen.

    Zeitlicher Rahmen: Fachlich nötige Zeit innerhalb des Gesamtrahmens; den Schritt erst nach erfülltem Check abschließen.

05

Artefakt

Was am Ende rauskommt

Skizze: so sieht das Artefakt aus

Open Space Technology · Marktplatz der ThemenTeilnehmende bringen Anliegen ein, bauen daraus einen Session-Marktplatz und arbeiten selbstorganisiert in parallelen Gesprächen
Open Space TechnologyDas Visual zeigt Leitthema, Themenanbieter, Session-Marktplatz, Gesetz der zwei Füße, parallele Sessions und Proceedings.Einen offenen Themenraum schaffen, in dem Verantwortung zur Agenda wirdDie Gruppe setzt Themen selbst, wählt Sessions frei und dokumentiert, was aus Energie und Anliegen entsteht.Rahmen haltenAgenda entsteht im RaumSelbstorganisationDokumentierenLeitthemawichtig, komplex, offen genugAnbieterThemen einbringen und VerantwortungübernehmenSession-MarktplatzRaum AStrategieRaum BRisikenRaum CAktionenZwei Füßedorthin gehen, wo Lernen oderBeitrag möglich istProceedingsErgebnisse und nächste Themen bündeln
Form

Proceedings mit Belegen, offenen Punkten, Owner und Review.

Versionierung / Ownership

Datum, Owner, Quellenstand und Reviewtermin führen; frühere Fassungen erhalten.

Tool-Alternativen
  • Gemeinsame Arbeitsfläche
  • Leitfrage, sichtbare Agenda, Arbeitsflächen, Timer und Ergebnisablage
  • Versionierte Ergebnisablage

open-space-technology-working-template.md

Plane Gegenstand, Beteiligung, vollständigen Ablauf und Review.

Open Space Technology: Arbeitsvorlage

Fragestellung

Noch zu klären

Gewünschtes Ergebnis

Noch zu klären

Rahmen

Vollständiger Durchlauf Zeit: Ein halber bis zwei Tage.

Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.

Vorbereitung für diesen Umfang

Methodische Grundausstattung

  • Materialien: Leitfrage, sichtbare Agenda, Arbeitsflächen, Timer und Ergebnisablage
  • Rollen: Facilitator · Teilnehmende · Gastgeber:innen oder Session-Owner · Dokumentation
  • Vorab-Infos: Ein dringliches Leitthema, offene Einladung, verfügbare Räume und Zeitfenster festlegen; Proceedings-Ablage vorbereiten. Reale Fälle, Quellen und Grenzen vorbereiten.
  • Gesamter Zeitbedarf: Ein halber bis zwei Tage.
  • Setup: Arbeitsfläche mit den Schritten Marktplatz-Rahmen · Sessionangebote · Agenda · Sessionberichte · Proceedings anlegen; Beispielwerte bleiben von eigenen Angaben getrennt.

Für die Arbeitsschritte bereitstellen

Rahmen: Marktplatz-Rahmen

  • Ein dringliches Leitthema, offene Einladung, verfügbare Räume und Zeitfenster festlegen; Proceedings-Ablage vorbereiten.
  • Leitfrage, sichtbare Agenda, Arbeitsflächen, Timer und Ergebnisablage

Angebote: Sessionangebote

  • Marktplatz-Rahmen

Marktplatz: Agenda

  • Sessionangebote

Sessions: Sessionberichte

  • Agenda

Proceedings: Proceedings

  • Sessionberichte

Open Space Technology · Arbeitsstruktur

SessionZeitRaumGastgeber:inArbeitsfrageProceedingsNächster Schritt
Slots und Kapazität
Expressabholung
  • Slots und Kapazität: Sessionangebot mit Zeit, Raum, Gastgeber:in, Frage, Ergebnis und Follow-up führen.
  • Expressabholung: Sessionangebot mit Zeit, Raum, Gastgeber:in, Frage, Ergebnis und Follow-up führen.

Die leere Vorlage enthält nur Arbeitsimpulse.

Fachquelle · eigene Lehrdarstellung

Rahmen: Marktplatz-Rahmen

Erwartetes Artefakt: Marktplatz-Rahmen

Leitthema, Einladung, verfügbare Räume und harte Zeitgrenzen erklären

Eintrag:

...

  • Sind Leitthema, Einladung, Zeitgrenzen und Gesetz der zwei Füße erklärt?

Angebote: Sessionangebote

Erwartetes Artefakt: Sessionangebote

Teilnehmende bieten Sessions mit Titel, Frage und Gastgeber:in an

Eintrag:

...

  • Hat jedes Angebot Titel, Arbeitsfrage und verantwortliche Gastgeber:in?

Marktplatz: Agenda

Erwartetes Artefakt: Agenda

Sessionangebote gemeinsam auf Zeitfenster und Räume verteilen

Eintrag:

...

  • Ist jedes Angebot genau einem Raum und Zeitfenster zugeordnet?

Sessions: Sessionberichte

Erwartetes Artefakt: Sessionberichte

Teilnehmende wählen Sessions selbst, wechseln bei fehlendem Lern- oder Beitragsnutzen und dokumentieren

Eintrag:

...

  • Erstellt jede Session einen zugänglichen Bericht mit Erkenntnissen und offenen Punkten?

Proceedings: Proceedings

Erwartetes Artefakt: Proceedings

Sessionberichte veröffentlichen und nächste Schritte mit Ownern bündeln

Eintrag:

...

  • Sind Proceedings veröffentlicht und Maßnahmen mit Owner sowie Termin versehen?

Offene Fragen und nächste Schritte

...

Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/open-space-technology/run-sheet

06

Beispielausgabe

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.

open-space-technology-beispiel.md

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Lehrbeispiel: Open Space Technology · Arbeitsstruktur

SessionZeitRaumGastgeber:inArbeitsfrageProceedingsNächster Schritt
Slots und Kapazität10:00ElbeLeaWie koppeln wir Slots an reale Lagerkapazität?Drei Engpässe, Foto des BoardsPilot mit 8 Slots am 04.11., Lea
Expressabholung11:15AlsterMuratWelche Expressfälle rechtfertigen Unterbrechung?Vier Falltypen und offene Datenfrage30 Fälle auswerten bis 27.10., Cem
07

Stolperfallen

Symptome erkennen, gegensteuern

Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf

  1. Marktplatz-RahmenWenn das Gesetz der zwei Füße nicht erklärt wird, bleiben Teilnehmende aus Höflichkeit in unpassenden Sessions sitzen.In der Phase ansehen
  2. SessionangeboteWenn ein Angebot nur einen Titel ohne Arbeitsfrage nennt, wissen Interessierte nicht, was sie in der Session erwartet.In der Phase ansehen
  3. AgendaWenn mehrere Angebote denselben Raum oder dasselbe Zeitfenster beanspruchen, entsteht Chaos beim Start.In der Phase ansehen
  4. SessionberichteWenn Teilnehmende aus Höflichkeit in einer Session bleiben, obwohl sie weder lernen noch beitragen, verschenken sie Zeit für alle.In der Phase ansehen
  5. ProceedingsWenn Sessionberichte nach dem Tag verschwinden, gehen Erkenntnisse und Zusagen verloren.In der Phase ansehen
08

Abbruchkriterien

Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest

Schritt „Marktplatz-Rahmen“ nicht abschließen, solange dieser Check offen ist: Sind Leitthema, Einladung, Zeitgrenzen und Gesetz der zwei Füße erklärt?
Schritt „Sessionangebote“ nicht abschließen, solange dieser Check offen ist: Hat jedes Angebot Titel, Arbeitsfrage und verantwortliche Gastgeber:in?
Schritt „Agenda“ nicht abschließen, solange dieser Check offen ist: Ist jedes Angebot genau einem Raum und Zeitfenster zugeordnet?
Schritt „Sessionberichte“ nicht abschließen, solange dieser Check offen ist: Erstellt jede Session einen zugänglichen Bericht mit Erkenntnissen und offenen Punkten?
Schritt „Proceedings“ nicht abschließen, solange dieser Check offen ist: Sind Proceedings veröffentlicht und Maßnahmen mit Owner sowie Termin versehen?

Methode nach Harrison Owen. Kuratiert mit 1 Quellen.

Quellen: Open Space Technology

Ablauf, Timeboxen und Stolperfallen sind redaktionell kuratierte Praxisempfehlungen auf Basis der genannten Quellen.

Methodenanleitung durchgearbeitet?

Zum Steckbrief für Zweck, ähnliche Methoden und Quellen oder direkt zur nächsten Methode im Katalog.