Eine konkrete Leistung und ihre Wissensgrenze festlegen; bekannte Rollen, Artefakte und Speicherorte zusammentragen.
Knowledge Mapping
Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.
Vorbedingung
Was vorher fertig sein muss
Facilitator · Vertreter:innen der Wissensdomäne · Wissensträger:innen · Transfer-Owner
Vorbereitung
Was vor Start vorliegen muss
Domänenliste, Rollenübersicht, vorhandene Dokumente, Systeme und Abhängigkeiten
Facilitator · Vertreter:innen der Wissensdomäne · Wissensträger:innen · Transfer-Owner
Eine konkrete Leistung und ihre Wissensgrenze festlegen; bekannte Rollen, Artefakte und Speicherorte zusammentragen. Reale Fälle, Quellen und Grenzen vorbereiten.
90–180 Minuten für eine Domäne; Validierung mit Wissensträger:innen zusätzlich.
Arbeitsfläche mit den Schritten Domänen-Scope · Wissensregister · Bewertung · Risikokarte · Transferplan anlegen; Beispielwerte bleiben von eigenen Angaben getrennt.
Kernfrage
Die eine Frage, die diese Methode beantwortet
Welches kritische Wissen liegt wo, bei wem und mit welchem Risiko für die Arbeit vor?
Ablauf
Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle
Zuerst werden Wissensdomänen, Quellen und Träger gesammelt. Danach bewertet das Team Kritikalität, Abhängigkeiten und fehlende Bausteine und plant Transfers oder Sicherungen. Am Ende entsteht eine Karte, die Lern- und Übergabeaufwand gezielt steuerbar macht.
Knowledge Mapping · Arbeitsstruktur
Fiktives Beispiel
Fiktive Werte sind den fachlichen Feldern eindeutig zugeordnet.
| Wissensgebiet | Träger:in | Artefakt | Fundort | Aktualität | Kritikalität | Transfer |
|---|---|---|---|---|---|---|
| SlotregelnWissensgebiet mit Träger, Artefakt, Risiko und Transfer erfassen. | Lea | Wiki-Seite Abholung | Confluence / Ops | Geprüft 02.10. | Hoch, täglich benötigt | Kim übernimmt nächsten Ausnahmefall |
| LagerausnahmenWissensgebiet mit Träger, Artefakt, Risiko und Transfer erfassen. | Murat | Noch kein Artefakt | Persönliches Wissen | Nur mündlich aktuell | Kritisch, Einzelpersonenrisiko | Drei Fälle dokumentieren bis 18.10. |
1. Träger:in
- Slotregeln
- Lea
- Lagerausnahmen
- Murat
2. Artefakt
- Slotregeln
- Wiki-Seite Abholung
- Lagerausnahmen
- Noch kein Artefakt
3. Fundort
- Slotregeln
- Confluence / Ops
- Lagerausnahmen
- Persönliches Wissen
4. Aktualität
- Slotregeln
- Geprüft 02.10.
- Lagerausnahmen
- Nur mündlich aktuell
5. Kritikalität
- Slotregeln
- Hoch, täglich benötigt
- Lagerausnahmen
- Kritisch, Einzelpersonenrisiko
6. Transfer
- Slotregeln
- Kim übernimmt nächsten Ausnahmefall
- Lagerausnahmen
- Drei Fälle dokumentieren bis 18.10.
Alle Angaben sind erfunden.
- 1
Scope
Domänen-Scope

Ziel
Domänen-Scope: Scope und Wissensdomänen anhand einer konkreten Leistung definieren.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Eine konkrete Leistung und ihre Wissensgrenze festlegen; bekannte Rollen, Artefakte und Speicherorte zusammentragen.
- Domänenliste, Rollenübersicht, vorhandene Dokumente, Systeme und Abhängigkeiten
Durchführung
- Scope und Wissensdomänen anhand einer konkreten Leistung definieren.
Ergebnis
Domänen-Scope
Scope und Wissensdomänen anhand einer konkreten Leistung definieren
Qualitätscheck
Ist der Scope an einer Leistung und klaren Grenze festgemacht?
Stolperfalle
Wenn der Scope zu breit oder ohne konkrete Leistung gewählt wird, lässt sich das Wissen später nicht sinnvoll abgrenzen. Scope und Wissensdomänen an einer konkreten Leistung und klaren Grenze festmachen.
Zeitlicher Rahmen: Fachlich nötige Zeit innerhalb des Gesamtrahmens; den Schritt erst nach erfülltem Check abschließen.
- 2
Wissen
Wissensregister

Ziel
Wissensregister: Wissensträger:innen, Artefakte und Speicherorte je Domäne erfassen.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Domänen-Scope
Durchführung
- Wissensträger:innen, Artefakte und Speicherorte je Domäne erfassen.
Ergebnis
Wissensregister
Wissensträger:innen, Artefakte und Speicherorte je Domäne erfassen
Qualitätscheck
Hat jeder Eintrag Wissen, Träger:in, Artefakt und Fundort?
Stolperfalle
Wenn Einträge nur ein Thema ohne Träger:in oder Fundort nennen, lässt sich das Wissen später nicht mehr auffinden. Zu jedem Eintrag Wissen, Träger:in, Artefakt und Fundort gemeinsam erfassen.
Zeitlicher Rahmen: Fachlich nötige Zeit innerhalb des Gesamtrahmens; den Schritt erst nach erfülltem Check abschließen.
- 3
Bewertung
Bewertung

Ziel
Bewertung: Kritikalität, Aktualität und Abhängigkeiten mit Belegen bewerten.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Wissensregister
Durchführung
- Kritikalität, Aktualität und Abhängigkeiten mit Belegen bewerten.
Ergebnis
Bewertung
Kritikalität, Aktualität und Abhängigkeiten mit Belegen bewerten
Qualitätscheck
Sind Kritikalität und Aktualität durch Nutzung oder Vorfälle begründet?
Stolperfalle
Wenn Kritikalität und Aktualität nur geschätzt statt belegt werden, verzerrt das spätere Priorisierung. Kritikalität und Aktualität an konkreter Nutzung oder Vorfällen festmachen, nicht an Vermutung.
Zeitlicher Rahmen: Fachlich nötige Zeit innerhalb des Gesamtrahmens; den Schritt erst nach erfülltem Check abschließen.
- 4
Risiken
Risikokarte

Ziel
Risikokarte: Wissenslücken, Einzelpersonenrisiken und veraltete Artefakte markieren.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Bewertung
Durchführung
- Wissenslücken, Einzelpersonenrisiken und veraltete Artefakte markieren.
Ergebnis
Risikokarte
Wissenslücken, Einzelpersonenrisiken und veraltete Artefakte markieren
Qualitätscheck
Sind fehlendes Wissen und fehlende Dokumentation getrennt?
Stolperfalle
Wenn fehlendes Wissen und fehlende Dokumentation vermischt werden, entstehen die falschen Maßnahmen. Wissenslücken und Dokumentationslücken getrennt markieren und Einzelpersonenrisiken sichtbar machen.
Zeitlicher Rahmen: Fachlich nötige Zeit innerhalb des Gesamtrahmens; den Schritt erst nach erfülltem Check abschließen.
- 5
Transfer
Transferplan

Ziel
Transferplan: Transfermaßnahmen mit Owner, Zielgruppe und Prüftermin planen.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Risikokarte
Durchführung
- Transfermaßnahmen mit Owner, Zielgruppe und Prüftermin planen.
Ergebnis
Transferplan
Transfermaßnahmen mit Owner, Zielgruppe und Prüftermin planen
Qualitätscheck
Ist jede Transfermaßnahme an einer realen Aufgabe überprüfbar?
Stolperfalle
Wenn Transfermaßnahmen ohne reale Aufgabe geplant werden, bleibt unklar, ob der Transfer tatsächlich gelungen ist. Jede Maßnahme an einer realen Aufgabe mit Owner, Zielgruppe und Prüftermin ausrichten.
Zeitlicher Rahmen: Fachlich nötige Zeit innerhalb des Gesamtrahmens; den Schritt erst nach erfülltem Check abschließen.
Artefakt
Was am Ende rauskommt
Skizze: so sieht das Artefakt aus
Transferplan mit Belegen, offenen Punkten, Owner und Review.
Datum, Owner, Quellenstand und Reviewtermin führen; frühere Fassungen erhalten.
- Gemeinsame Arbeitsfläche
- Domänenliste, Rollenübersicht, vorhandene Dokumente, Systeme und Abhängigkeiten
- Versionierte Ergebnisablage
knowledge-mapping-working-template.md
Plane Gegenstand, Beteiligung, vollständigen Ablauf und Review.
Knowledge Mapping: Arbeitsvorlage
Fragestellung
Noch zu klären
Gewünschtes Ergebnis
Noch zu klären
Rahmen
Vollständiger Durchlauf Zeit: 90–180 Minuten für eine Domäne; Validierung mit Wissensträger:innen zusätzlich.
Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.
Vorbereitung für diesen Umfang
Methodische Grundausstattung
- Materialien: Domänenliste, Rollenübersicht, vorhandene Dokumente, Systeme und Abhängigkeiten
- Rollen: Facilitator · Vertreter:innen der Wissensdomäne · Wissensträger:innen · Transfer-Owner
- Vorab-Infos: Eine konkrete Leistung und ihre Wissensgrenze festlegen; bekannte Rollen, Artefakte und Speicherorte zusammentragen. Reale Fälle, Quellen und Grenzen vorbereiten.
- Gesamter Zeitbedarf: 90–180 Minuten für eine Domäne; Validierung mit Wissensträger:innen zusätzlich.
- Setup: Arbeitsfläche mit den Schritten Domänen-Scope · Wissensregister · Bewertung · Risikokarte · Transferplan anlegen; Beispielwerte bleiben von eigenen Angaben getrennt.
Für die Arbeitsschritte bereitstellen
Scope: Domänen-Scope
- Eine konkrete Leistung und ihre Wissensgrenze festlegen; bekannte Rollen, Artefakte und Speicherorte zusammentragen.
- Domänenliste, Rollenübersicht, vorhandene Dokumente, Systeme und Abhängigkeiten
Wissen: Wissensregister
- Domänen-Scope
Bewertung: Bewertung
- Wissensregister
Risiken: Risikokarte
- Bewertung
Transfer: Transferplan
- Risikokarte
Knowledge Mapping · Arbeitsstruktur
| Wissensgebiet | Träger:in | Artefakt | Fundort | Aktualität | Kritikalität | Transfer |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Slotregeln | ||||||
| Lagerausnahmen |
- Slotregeln: Wissensgebiet mit Träger, Artefakt, Risiko und Transfer erfassen.
- Lagerausnahmen: Wissensgebiet mit Träger, Artefakt, Risiko und Transfer erfassen.
Die leere Vorlage enthält nur Arbeitsimpulse.
Fachquelle · eigene Lehrdarstellung
Scope: Domänen-Scope
Erwartetes Artefakt: Domänen-Scope
Scope und Wissensdomänen anhand einer konkreten Leistung definieren
Eintrag:
...
- Ist der Scope an einer Leistung und klaren Grenze festgemacht?
Wissen: Wissensregister
Erwartetes Artefakt: Wissensregister
Wissensträger:innen, Artefakte und Speicherorte je Domäne erfassen
Eintrag:
...
- Hat jeder Eintrag Wissen, Träger:in, Artefakt und Fundort?
Bewertung: Bewertung
Erwartetes Artefakt: Bewertung
Kritikalität, Aktualität und Abhängigkeiten mit Belegen bewerten
Eintrag:
...
- Sind Kritikalität und Aktualität durch Nutzung oder Vorfälle begründet?
Risiken: Risikokarte
Erwartetes Artefakt: Risikokarte
Wissenslücken, Einzelpersonenrisiken und veraltete Artefakte markieren
Eintrag:
...
- Sind fehlendes Wissen und fehlende Dokumentation getrennt?
Transfer: Transferplan
Erwartetes Artefakt: Transferplan
Transfermaßnahmen mit Owner, Zielgruppe und Prüftermin planen
Eintrag:
...
- Ist jede Transfermaßnahme an einer realen Aufgabe überprüfbar?
Offene Fragen und nächste Schritte
...
Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/knowledge-mapping/run-sheet
Beispielausgabe
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.
knowledge-mapping-beispiel.md
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Lehrbeispiel: Knowledge Mapping · Arbeitsstruktur
| Wissensgebiet | Träger:in | Artefakt | Fundort | Aktualität | Kritikalität | Transfer |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Slotregeln | Lea | Wiki-Seite Abholung | Confluence / Ops | Geprüft 02.10. | Hoch, täglich benötigt | Kim übernimmt nächsten Ausnahmefall |
| Lagerausnahmen | Murat | Noch kein Artefakt | Persönliches Wissen | Nur mündlich aktuell | Kritisch, Einzelpersonenrisiko | Drei Fälle dokumentieren bis 18.10. |
Stolperfallen
Symptome erkennen, gegensteuern
Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf
- Domänen-ScopeWenn der Scope zu breit oder ohne konkrete Leistung gewählt wird, lässt sich das Wissen später nicht sinnvoll abgrenzen.In der Phase ansehen
- WissensregisterWenn Einträge nur ein Thema ohne Träger:in oder Fundort nennen, lässt sich das Wissen später nicht mehr auffinden.In der Phase ansehen
- BewertungWenn Kritikalität und Aktualität nur geschätzt statt belegt werden, verzerrt das spätere Priorisierung.In der Phase ansehen
- RisikokarteWenn fehlendes Wissen und fehlende Dokumentation vermischt werden, entstehen die falschen Maßnahmen.In der Phase ansehen
- TransferplanWenn Transfermaßnahmen ohne reale Aufgabe geplant werden, bleibt unklar, ob der Transfer tatsächlich gelungen ist.In der Phase ansehen
Domänen-Scope
Wenn der Scope zu breit oder ohne konkrete Leistung gewählt wird, lässt sich das Wissen später nicht sinnvoll abgrenzen.
Scope und Wissensdomänen an einer konkreten Leistung und klaren Grenze festmachen.
Wissensregister
Wenn Einträge nur ein Thema ohne Träger:in oder Fundort nennen, lässt sich das Wissen später nicht mehr auffinden.
Zu jedem Eintrag Wissen, Träger:in, Artefakt und Fundort gemeinsam erfassen.
Bewertung
Wenn Kritikalität und Aktualität nur geschätzt statt belegt werden, verzerrt das spätere Priorisierung.
Kritikalität und Aktualität an konkreter Nutzung oder Vorfällen festmachen, nicht an Vermutung.
Risikokarte
Wenn fehlendes Wissen und fehlende Dokumentation vermischt werden, entstehen die falschen Maßnahmen.
Wissenslücken und Dokumentationslücken getrennt markieren und Einzelpersonenrisiken sichtbar machen.
Transferplan
Wenn Transfermaßnahmen ohne reale Aufgabe geplant werden, bleibt unklar, ob der Transfer tatsächlich gelungen ist.
Jede Maßnahme an einer realen Aufgabe mit Owner, Zielgruppe und Prüftermin ausrichten.
Abbruchkriterien
Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest
Methodenanleitung durchgearbeitet?
Zum Steckbrief für Zweck, ähnliche Methoden und Quellen oder direkt zur nächsten Methode im Katalog.

