methodatlas
MethodenanleitungKnowledge Modeling

Knowledge Mapping

Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.

KomplexitätMittel
Zeit1-3 h
Teilnehmende3-12
FormatWorkshop
ReifegradEstablished
Knowledge Mapping planen
01

Vorbedingung

Was vorher fertig sein muss

Vorher abschließenKonkreter Gegenstand

Eine konkrete Leistung und ihre Wissensgrenze festlegen; bekannte Rollen, Artefakte und Speicherorte zusammentragen.

Ohne Grenze wird der Durchlauf allgemein und nicht prüfbar.
Vorher abschließenZugang und Beteiligung

Facilitator · Vertreter:innen der Wissensdomäne · Wissensträger:innen · Transfer-Owner

Fehlende Perspektiven oder Zugänge werden vor dem Start sichtbar gemacht.
02

Vorbereitung

Was vor Start vorliegen muss

Materialien

Domänenliste, Rollenübersicht, vorhandene Dokumente, Systeme und Abhängigkeiten

Personen / Rollen

Facilitator · Vertreter:innen der Wissensdomäne · Wissensträger:innen · Transfer-Owner

Vorabinfos

Eine konkrete Leistung und ihre Wissensgrenze festlegen; bekannte Rollen, Artefakte und Speicherorte zusammentragen. Reale Fälle, Quellen und Grenzen vorbereiten.

Zeitbedarf

90–180 Minuten für eine Domäne; Validierung mit Wissensträger:innen zusätzlich.

Setup

Arbeitsfläche mit den Schritten Domänen-Scope · Wissensregister · Bewertung · Risikokarte · Transferplan anlegen; Beispielwerte bleiben von eigenen Angaben getrennt.

03

Kernfrage

Die eine Frage, die diese Methode beantwortet

Welches kritische Wissen liegt wo, bei wem und mit welchem Risiko für die Arbeit vor?

04

Ablauf

Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle

Zuerst werden Wissensdomänen, Quellen und Träger gesammelt. Danach bewertet das Team Kritikalität, Abhängigkeiten und fehlende Bausteine und plant Transfers oder Sicherungen. Am Ende entsteht eine Karte, die Lern- und Übergabeaufwand gezielt steuerbar macht.

Knowledge Mapping · Arbeitsstruktur

Fiktives Beispiel

Fiktive Werte sind den fachlichen Feldern eindeutig zugeordnet.

Knowledge Mapping · Arbeitsstruktur
WissensgebietTräger:inArtefaktFundortAktualitätKritikalitätTransfer
SlotregelnWissensgebiet mit Träger, Artefakt, Risiko und Transfer erfassen.LeaWiki-Seite AbholungConfluence / OpsGeprüft 02.10.Hoch, täglich benötigtKim übernimmt nächsten Ausnahmefall
LagerausnahmenWissensgebiet mit Träger, Artefakt, Risiko und Transfer erfassen.MuratNoch kein ArtefaktPersönliches WissenNur mündlich aktuellKritisch, EinzelpersonenrisikoDrei Fälle dokumentieren bis 18.10.
  1. 1. Träger:in

    Slotregeln
    Lea
    Lagerausnahmen
    Murat
  2. 2. Artefakt

    Slotregeln
    Wiki-Seite Abholung
    Lagerausnahmen
    Noch kein Artefakt
  3. 3. Fundort

    Slotregeln
    Confluence / Ops
    Lagerausnahmen
    Persönliches Wissen
  4. 4. Aktualität

    Slotregeln
    Geprüft 02.10.
    Lagerausnahmen
    Nur mündlich aktuell
  5. 5. Kritikalität

    Slotregeln
    Hoch, täglich benötigt
    Lagerausnahmen
    Kritisch, Einzelpersonenrisiko
  6. 6. Transfer

    Slotregeln
    Kim übernimmt nächsten Ausnahmefall
    Lagerausnahmen
    Drei Fälle dokumentieren bis 18.10.

Alle Angaben sind erfunden.

Fachquelle · eigene Lehrdarstellung

  1. 1

    Scope

    Domänen-Scope

    Ziel

    Domänen-Scope: Scope und Wissensdomänen anhand einer konkreten Leistung definieren.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Eine konkrete Leistung und ihre Wissensgrenze festlegen; bekannte Rollen, Artefakte und Speicherorte zusammentragen.
    • Domänenliste, Rollenübersicht, vorhandene Dokumente, Systeme und Abhängigkeiten

    Durchführung

    • Scope und Wissensdomänen anhand einer konkreten Leistung definieren.

    Ergebnis

    Domänen-Scope

    Scope und Wissensdomänen anhand einer konkreten Leistung definieren

    Qualitätscheck

    Ist der Scope an einer Leistung und klaren Grenze festgemacht?

    Stolperfalle

    Wenn der Scope zu breit oder ohne konkrete Leistung gewählt wird, lässt sich das Wissen später nicht sinnvoll abgrenzen. Scope und Wissensdomänen an einer konkreten Leistung und klaren Grenze festmachen.

    Zeitlicher Rahmen: Fachlich nötige Zeit innerhalb des Gesamtrahmens; den Schritt erst nach erfülltem Check abschließen.

  2. 2

    Wissen

    Wissensregister

    Ziel

    Wissensregister: Wissensträger:innen, Artefakte und Speicherorte je Domäne erfassen.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Domänen-Scope

    Durchführung

    • Wissensträger:innen, Artefakte und Speicherorte je Domäne erfassen.

    Ergebnis

    Wissensregister

    Wissensträger:innen, Artefakte und Speicherorte je Domäne erfassen

    Qualitätscheck

    Hat jeder Eintrag Wissen, Träger:in, Artefakt und Fundort?

    Stolperfalle

    Wenn Einträge nur ein Thema ohne Träger:in oder Fundort nennen, lässt sich das Wissen später nicht mehr auffinden. Zu jedem Eintrag Wissen, Träger:in, Artefakt und Fundort gemeinsam erfassen.

    Zeitlicher Rahmen: Fachlich nötige Zeit innerhalb des Gesamtrahmens; den Schritt erst nach erfülltem Check abschließen.

  3. 3

    Bewertung

    Bewertung

    Ziel

    Bewertung: Kritikalität, Aktualität und Abhängigkeiten mit Belegen bewerten.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Wissensregister

    Durchführung

    • Kritikalität, Aktualität und Abhängigkeiten mit Belegen bewerten.

    Ergebnis

    Bewertung

    Kritikalität, Aktualität und Abhängigkeiten mit Belegen bewerten

    Qualitätscheck

    Sind Kritikalität und Aktualität durch Nutzung oder Vorfälle begründet?

    Stolperfalle

    Wenn Kritikalität und Aktualität nur geschätzt statt belegt werden, verzerrt das spätere Priorisierung. Kritikalität und Aktualität an konkreter Nutzung oder Vorfällen festmachen, nicht an Vermutung.

    Zeitlicher Rahmen: Fachlich nötige Zeit innerhalb des Gesamtrahmens; den Schritt erst nach erfülltem Check abschließen.

  4. 4

    Risiken

    Risikokarte

    Ziel

    Risikokarte: Wissenslücken, Einzelpersonenrisiken und veraltete Artefakte markieren.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Bewertung

    Durchführung

    • Wissenslücken, Einzelpersonenrisiken und veraltete Artefakte markieren.

    Ergebnis

    Risikokarte

    Wissenslücken, Einzelpersonenrisiken und veraltete Artefakte markieren

    Qualitätscheck

    Sind fehlendes Wissen und fehlende Dokumentation getrennt?

    Stolperfalle

    Wenn fehlendes Wissen und fehlende Dokumentation vermischt werden, entstehen die falschen Maßnahmen. Wissenslücken und Dokumentationslücken getrennt markieren und Einzelpersonenrisiken sichtbar machen.

    Zeitlicher Rahmen: Fachlich nötige Zeit innerhalb des Gesamtrahmens; den Schritt erst nach erfülltem Check abschließen.

  5. 5

    Transfer

    Transferplan

    Ziel

    Transferplan: Transfermaßnahmen mit Owner, Zielgruppe und Prüftermin planen.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Risikokarte

    Durchführung

    • Transfermaßnahmen mit Owner, Zielgruppe und Prüftermin planen.

    Ergebnis

    Transferplan

    Transfermaßnahmen mit Owner, Zielgruppe und Prüftermin planen

    Qualitätscheck

    Ist jede Transfermaßnahme an einer realen Aufgabe überprüfbar?

    Stolperfalle

    Wenn Transfermaßnahmen ohne reale Aufgabe geplant werden, bleibt unklar, ob der Transfer tatsächlich gelungen ist. Jede Maßnahme an einer realen Aufgabe mit Owner, Zielgruppe und Prüftermin ausrichten.

    Zeitlicher Rahmen: Fachlich nötige Zeit innerhalb des Gesamtrahmens; den Schritt erst nach erfülltem Check abschließen.

05

Artefakt

Was am Ende rauskommt

Skizze: so sieht das Artefakt aus

Knowledge Mapping · WissensrisikenWissensdomänen, Wissensträger, Artefakte, Kritikalität und Transfermaßnahmen als Karte verbinden
Knowledge MappingDas Visual zeigt eine Wissensdomäne, Wissensträger, Artefakte, Kritikalitätsmarker und einen Transferplan.Sichtbar machen, wo Wissen liegt und wo es kritisch konzentriert istDie Karte verbindet Domänen, Personen und Artefakte mit Wissensrisiken und konkreten Transfermaßnahmen.wo liegt Wissen?Risiko bewertenTransfersichernWissensdomänekritischer ProduktbereichExpertinimplizites WissenCommunitygeteilte PraxisRunbookexplizit dokumentiertKritikalitätSingle PointveraltetTransferplanPairing, Doku, Review
Form

Transferplan mit Belegen, offenen Punkten, Owner und Review.

Versionierung / Ownership

Datum, Owner, Quellenstand und Reviewtermin führen; frühere Fassungen erhalten.

Tool-Alternativen
  • Gemeinsame Arbeitsfläche
  • Domänenliste, Rollenübersicht, vorhandene Dokumente, Systeme und Abhängigkeiten
  • Versionierte Ergebnisablage

knowledge-mapping-working-template.md

Plane Gegenstand, Beteiligung, vollständigen Ablauf und Review.

Knowledge Mapping: Arbeitsvorlage

Fragestellung

Noch zu klären

Gewünschtes Ergebnis

Noch zu klären

Rahmen

Vollständiger Durchlauf Zeit: 90–180 Minuten für eine Domäne; Validierung mit Wissensträger:innen zusätzlich.

Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.

Vorbereitung für diesen Umfang

Methodische Grundausstattung

  • Materialien: Domänenliste, Rollenübersicht, vorhandene Dokumente, Systeme und Abhängigkeiten
  • Rollen: Facilitator · Vertreter:innen der Wissensdomäne · Wissensträger:innen · Transfer-Owner
  • Vorab-Infos: Eine konkrete Leistung und ihre Wissensgrenze festlegen; bekannte Rollen, Artefakte und Speicherorte zusammentragen. Reale Fälle, Quellen und Grenzen vorbereiten.
  • Gesamter Zeitbedarf: 90–180 Minuten für eine Domäne; Validierung mit Wissensträger:innen zusätzlich.
  • Setup: Arbeitsfläche mit den Schritten Domänen-Scope · Wissensregister · Bewertung · Risikokarte · Transferplan anlegen; Beispielwerte bleiben von eigenen Angaben getrennt.

Für die Arbeitsschritte bereitstellen

Scope: Domänen-Scope

  • Eine konkrete Leistung und ihre Wissensgrenze festlegen; bekannte Rollen, Artefakte und Speicherorte zusammentragen.
  • Domänenliste, Rollenübersicht, vorhandene Dokumente, Systeme und Abhängigkeiten

Wissen: Wissensregister

  • Domänen-Scope

Bewertung: Bewertung

  • Wissensregister

Risiken: Risikokarte

  • Bewertung

Transfer: Transferplan

  • Risikokarte

Knowledge Mapping · Arbeitsstruktur

WissensgebietTräger:inArtefaktFundortAktualitätKritikalitätTransfer
Slotregeln
Lagerausnahmen
  • Slotregeln: Wissensgebiet mit Träger, Artefakt, Risiko und Transfer erfassen.
  • Lagerausnahmen: Wissensgebiet mit Träger, Artefakt, Risiko und Transfer erfassen.

Die leere Vorlage enthält nur Arbeitsimpulse.

Fachquelle · eigene Lehrdarstellung

Scope: Domänen-Scope

Erwartetes Artefakt: Domänen-Scope

Scope und Wissensdomänen anhand einer konkreten Leistung definieren

Eintrag:

...

  • Ist der Scope an einer Leistung und klaren Grenze festgemacht?

Wissen: Wissensregister

Erwartetes Artefakt: Wissensregister

Wissensträger:innen, Artefakte und Speicherorte je Domäne erfassen

Eintrag:

...

  • Hat jeder Eintrag Wissen, Träger:in, Artefakt und Fundort?

Bewertung: Bewertung

Erwartetes Artefakt: Bewertung

Kritikalität, Aktualität und Abhängigkeiten mit Belegen bewerten

Eintrag:

...

  • Sind Kritikalität und Aktualität durch Nutzung oder Vorfälle begründet?

Risiken: Risikokarte

Erwartetes Artefakt: Risikokarte

Wissenslücken, Einzelpersonenrisiken und veraltete Artefakte markieren

Eintrag:

...

  • Sind fehlendes Wissen und fehlende Dokumentation getrennt?

Transfer: Transferplan

Erwartetes Artefakt: Transferplan

Transfermaßnahmen mit Owner, Zielgruppe und Prüftermin planen

Eintrag:

...

  • Ist jede Transfermaßnahme an einer realen Aufgabe überprüfbar?

Offene Fragen und nächste Schritte

...

Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/knowledge-mapping/run-sheet

06

Beispielausgabe

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.

knowledge-mapping-beispiel.md

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Lehrbeispiel: Knowledge Mapping · Arbeitsstruktur

WissensgebietTräger:inArtefaktFundortAktualitätKritikalitätTransfer
SlotregelnLeaWiki-Seite AbholungConfluence / OpsGeprüft 02.10.Hoch, täglich benötigtKim übernimmt nächsten Ausnahmefall
LagerausnahmenMuratNoch kein ArtefaktPersönliches WissenNur mündlich aktuellKritisch, EinzelpersonenrisikoDrei Fälle dokumentieren bis 18.10.
07

Stolperfallen

Symptome erkennen, gegensteuern

Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf

  1. Domänen-ScopeWenn der Scope zu breit oder ohne konkrete Leistung gewählt wird, lässt sich das Wissen später nicht sinnvoll abgrenzen.In der Phase ansehen
  2. WissensregisterWenn Einträge nur ein Thema ohne Träger:in oder Fundort nennen, lässt sich das Wissen später nicht mehr auffinden.In der Phase ansehen
  3. BewertungWenn Kritikalität und Aktualität nur geschätzt statt belegt werden, verzerrt das spätere Priorisierung.In der Phase ansehen
  4. RisikokarteWenn fehlendes Wissen und fehlende Dokumentation vermischt werden, entstehen die falschen Maßnahmen.In der Phase ansehen
  5. TransferplanWenn Transfermaßnahmen ohne reale Aufgabe geplant werden, bleibt unklar, ob der Transfer tatsächlich gelungen ist.In der Phase ansehen
08

Abbruchkriterien

Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest

Schritt „Domänen-Scope“ nicht abschließen, solange dieser Check offen ist: Ist der Scope an einer Leistung und klaren Grenze festgemacht?
Schritt „Wissensregister“ nicht abschließen, solange dieser Check offen ist: Hat jeder Eintrag Wissen, Träger:in, Artefakt und Fundort?
Schritt „Bewertung“ nicht abschließen, solange dieser Check offen ist: Sind Kritikalität und Aktualität durch Nutzung oder Vorfälle begründet?
Schritt „Risikokarte“ nicht abschließen, solange dieser Check offen ist: Sind fehlendes Wissen und fehlende Dokumentation getrennt?
Schritt „Transferplan“ nicht abschließen, solange dieser Check offen ist: Ist jede Transfermaßnahme an einer realen Aufgabe überprüfbar?

Methode nach Praxisgemeinschaft. Die Methode ist als verbreitete Praxis entstanden und wird nicht eindeutig einer einzelnen Urheberin oder Organisation zugeschrieben. Kuratiert mit 1 Quellen.

Quellen: Knowledge Mapping

Ablauf, Timeboxen und Stolperfallen sind redaktionell kuratierte Praxisempfehlungen auf Basis der genannten Quellen.

Methodenanleitung durchgearbeitet?

Zum Steckbrief für Zweck, ähnliche Methoden und Quellen oder direkt zur nächsten Methode im Katalog.