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MethodenanleitungUX Design

Design Studio

Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.

KomplexitätMittel
Zeit1-3 h
Teilnehmende3-8
FormatWorkshop
ReifegradEstablished
Planen
01

Vorbedingung

Was vorher fertig sein muss

Vorher abschließenNutzungsproblem

Szenario, Zielgruppe und relevante Erkenntnisse liegen vor.

Ohne Bedarf wird die Kritik zur Geschmacksfrage.
02

Vorbereitung

Was vor Start vorliegen muss

Materialien

Papier, dicke Stifte, Szenario, Kriterien und Platz für mehrere Skizzen.

Personen / Rollen

Interdisziplinäres Team, Moderation und Person mit Nutzerwissen.

Vorabinfos

Nutzungsszenario, Bedarf, Grenzen und Bewertungskriterien sichtbar vorbereiten; Zeichenfähigkeit ist keine Voraussetzung.

Zeitbedarf

60–120 Minuten; Nutzertest separat

Setup

Briefing sichtbar auslegen; alle erhalten gleiche Skizzenzeit und Platz für mehrere Alternativen und Kritik.

03

Kernfrage

Die eine Frage, die diese Methode beantwortet

Welche Gestaltung löst das konkrete Nutzerproblem am besten und was lernen wir aus den Entwurfsalternativen?

04

Ablauf

Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle

Design Studio verbindet individuelles Skizzieren mit kurzer Vorstellung, zielbezogener Kritik und erneuter Gestaltung. Mehrere Entwürfe werden zunächst parallel entwickelt; gute Elemente können danach zu einer neuen Variante kombiniert werden.

Design Studio · Arbeitsvorlage

Fiktives Beispiel

Design Studio verbindet individuelles Skizzieren mit kurzer Vorstellung, zielbezogener Kritik und erneuter Gestaltung. Mehrere Entwürfe werden zunächst parallel entwickelt; gute Elemente können danach zu einer neuen Variante kombiniert werden.

Designauftrag

Welches Szenario und Nutzerziel begrenzen die Skizzen?

Fiktiv: Eine mobile Nutzerin soll einen passenden Abendkurs finden und reservieren.

Erste Entwürfe

Mindestens zwei unterschiedliche Lösungswege mit Ablauf beschreiben oder skizzieren.

A: Filterliste mit sofortiger Reservierung. B: geführte Auswahl nach Termin und Interesse.

Kritik

Welche Stärke, Schwäche und offene Frage ergibt sich je Entwurf aus dem Nutzerziel?

A zeigt schnell viele Optionen, überfordert möglicherweise. B begrenzt Auswahl, versteckt aber verfügbare Termine.

Überarbeitung

Welche Elemente werden kombiniert und wie funktioniert der neue Ablauf?

Zuerst freie Abende wählen, danach kurze gefilterte Liste mit sichtbaren Terminen und Reservierung.

Testfrage

Welche unsichere Annahme prüfen wir mit welchem beobachtbaren Verhalten?

Kann eine neue Nutzerin ohne Hilfe einen zeitlich passenden Kurs reservieren? Lea erstellt einen Papierprototyp und beobachtet den Ablauf.

Alle Beispielangaben sind erfunden; sie erläutern die Anwendung.

NN/g: Facilitating an Effective Design Studio Workshop

  1. 1

    Briefing

    Briefing

    Ziel

    Geteilter Designauftrag

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Nutzerwissen
    • Szenario

    Durchführung

    • Szenario, Nutzerziel und Grenzen gemeinsam klären und Kriterien für die Kritik festhalten.
    • Das konkrete Problem erläutern, ohne eine Lösung vorzugeben.

    Ergebnis

    Geteilter Designauftrag

    Können alle das Nutzerziel wiedergeben?

    Qualitätscheck

    Können alle das Nutzerziel wiedergeben?

    Stolperfalle

    Das Briefing enthält bereits den gewünschten Screen. Zum Bedarf zurückgehen und Lösungsraum offenhalten.

    Zeitlicher Rahmen: 10–15 Minuten

  2. 2

    Skizzieren

    Parallel skizzieren

    Ziel

    Skizzenalternativen

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Designauftrag
    • Papier und Stifte

    Durchführung

    • Individuell mehrere grobe Lösungsvarianten zeichnen; Interaktion und Ablauf knapp beschriften.
    • Einfache Kästen und Pfeile reichen; Detailpolitur vertagen.

    Ergebnis

    Skizzenalternativen

    Sind verschiedene Ansätze statt nur Layoutvarianten entstanden?

    Qualitätscheck

    Sind verschiedene Ansätze statt nur Layoutvarianten entstanden?

    Stolperfalle

    Eine Person zeichnet, alle anderen kommentieren. Zuerst parallele Einzelarbeit mit gleicher Zeit ermöglichen.

    Zeitlicher Rahmen: 10–20 Minuten

  3. 3

    Kritik

    Vorstellen und kritisieren

    Ziel

    Annotierte Entwürfe

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Skizzen
    • Kriterien

    Durchführung

    • Jede Person den Entwurf kurz am Szenario erklären lassen; Kritik benennt Wirkung und offene Frage.
    • Stärken und Schwächen festhalten, ohne sich auf eine Lieblingsskizze festzulegen.

    Ergebnis

    Annotierte Entwürfe

    Bezieht sich Kritik auf Nutzerziel und Kriterien?

    Qualitätscheck

    Bezieht sich Kritik auf Nutzerziel und Kriterien?

    Stolperfalle

    Verteidigung und Geschmacksdiskussion verbrauchen die Zeit. Beobachtete Designwirkung benennen und Klärung auf die nächste Iteration richten.

    Zeitlicher Rahmen: 15–30 Minuten

  4. 4

    Neuentwurf

    Neu entwerfen

    Ziel

    Überarbeiteter Entwurf

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Kritik
    • Entwurfsalternativen

    Durchführung

    • Nützliche Elemente kombinieren und anhand der Kritik eine neue, nachvollziehbare Variante skizzieren.
    • Herkunft der Elemente und verbleibende Annahmen kennzeichnen.

    Ergebnis

    Überarbeiteter Entwurf

    Ist die neue Variante in sich schlüssig?

    Qualitätscheck

    Ist die neue Variante in sich schlüssig?

    Stolperfalle

    Alle Vorschläge werden ohne Zusammenhang zusammengebaut. Den Ablauf aus Nutzersicht erneut durchspielen und Überflüssiges entfernen.

    Zeitlicher Rahmen: 15–25 Minuten

  5. 5

    Lerntest

    Lernschritt planen

    Ziel

    Prototyp-Testauftrag

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Entwurf
    • Offene Annahmen

    Durchführung

    • Eine Richtung mit Begründung auswählen und die kritischste Annahme als Prototyptest formulieren.
    • Owner, Zielgruppe und Beobachtung festlegen.

    Ergebnis

    Prototyp-Testauftrag

    Ist die Auswahl als zu prüfende Hypothese markiert?

    Qualitätscheck

    Ist die Auswahl als zu prüfende Hypothese markiert?

    Stolperfalle

    Interne Zustimmung gilt als Nutzerbeleg. Einen Test mit der tatsächlichen Zielgruppe planen.

    Zeitlicher Rahmen: 10–15 Minuten

05

Artefakt

Was am Ende rauskommt

Skizze: so sieht das Artefakt aus

Design Studio · Iterative SkizzenrundeIndividuelle Skizzen, kurze Kritik und gemeinsame Iteration verdichten viele Ansätze zu einer tragfähigen Designrichtung
Design StudioDas Visual zeigt Briefing, parallele Solo-Skizzen, Kritik, Iteration und eine gemeinsame Designrichtung.Skizzieren, kritisieren und gemeinsam iterierenDas Team erzeugt mehrere Lösungsrichtungen sichtbar parallel und kombiniert die stärksten Elemente.Solo-SketchestimeboxedvorstellenkombinierenBriefProblem, Nutzer undConstraintsSkizze AUXSkizze BPMSkizze CTech5 min skizzieren2 min FeedbackKritikStärken, Risiken, FragenIterationbeste Elemente neukombinierenDesignrichtunggemeinsamer nächsterPrototyp
Form

Mehrere annotierte Skizzen, nachvollziehbare Kritik und überarbeiteter Konzeptentwurf mit Testfrage.

Versionierung / Ownership

Datum und Geltungsbereich festhalten; bei Änderungen den alten Stand mit Begründung erhalten.

Tool-Alternativen
  • Papier und dicke Stifte
  • Digitales Zeichenboard
  • Präsentationsfläche für Skizzen

design-studio-working-template.md

Nutzungsszenario, Bedarf, Grenzen und Bewertungskriterien sichtbar vorbereiten; Zeichenfähigkeit ist keine Voraussetzung.

Design Studio: Arbeitsvorlage

Fragestellung

Noch zu klären

Gewünschtes Ergebnis

Noch zu klären

Rahmen

Gesamter Durchlauf Zeit: 60–120 Minuten; Nutzertest separat

Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.

Vorbereitung für diesen Umfang

Methodische Grundausstattung

  • Materialien: Papier, dicke Stifte, Szenario, Kriterien und Platz für mehrere Skizzen.
  • Rollen: Interdisziplinäres Team, Moderation und Person mit Nutzerwissen.
  • Vorab-Infos: Nutzungsszenario, Bedarf, Grenzen und Bewertungskriterien sichtbar vorbereiten; Zeichenfähigkeit ist keine Voraussetzung.
  • Gesamter Zeitbedarf: 60–120 Minuten; Nutzertest separat
  • Setup: Briefing sichtbar auslegen; alle erhalten gleiche Skizzenzeit und Platz für mehrere Alternativen und Kritik.

Für die Arbeitsschritte bereitstellen

Briefing: Briefing

  • Nutzerwissen
  • Szenario

Skizzieren: Parallel skizzieren

  • Designauftrag
  • Papier und Stifte

Kritik: Vorstellen und kritisieren

  • Skizzen
  • Kriterien

Neuentwurf: Neu entwerfen

  • Kritik
  • Entwurfsalternativen

Lerntest: Lernschritt planen

  • Entwurf
  • Offene Annahmen

Design Studio · Arbeitsvorlage

Designauftrag

Welches Szenario und Nutzerziel begrenzen die Skizzen?

...

Erste Entwürfe

Mindestens zwei unterschiedliche Lösungswege mit Ablauf beschreiben oder skizzieren.

...

Kritik

Welche Stärke, Schwäche und offene Frage ergibt sich je Entwurf aus dem Nutzerziel?

...

Überarbeitung

Welche Elemente werden kombiniert und wie funktioniert der neue Ablauf?

...

Testfrage

Welche unsichere Annahme prüfen wir mit welchem beobachtbaren Verhalten?

...

Arbeitsimpulse mit eigenen Angaben beantworten. Unbekanntes und Annahmen ausdrücklich markieren.

NN/g: Facilitating an Effective Design Studio Workshop

Briefing: Briefing

Erwartetes Artefakt: Geteilter Designauftrag

Können alle das Nutzerziel wiedergeben?

Eintrag:

...

  • Können alle das Nutzerziel wiedergeben?

Skizzieren: Parallel skizzieren

Erwartetes Artefakt: Skizzenalternativen

Sind verschiedene Ansätze statt nur Layoutvarianten entstanden?

Eintrag:

...

  • Sind verschiedene Ansätze statt nur Layoutvarianten entstanden?

Kritik: Vorstellen und kritisieren

Erwartetes Artefakt: Annotierte Entwürfe

Bezieht sich Kritik auf Nutzerziel und Kriterien?

Eintrag:

...

  • Bezieht sich Kritik auf Nutzerziel und Kriterien?

Neuentwurf: Neu entwerfen

Erwartetes Artefakt: Überarbeiteter Entwurf

Ist die neue Variante in sich schlüssig?

Eintrag:

...

  • Ist die neue Variante in sich schlüssig?

Lerntest: Lernschritt planen

Erwartetes Artefakt: Prototyp-Testauftrag

Ist die Auswahl als zu prüfende Hypothese markiert?

Eintrag:

...

  • Ist die Auswahl als zu prüfende Hypothese markiert?

Offene Fragen und nächste Schritte

...

Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/design-studio/run-sheet

06

Beispielausgabe

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.

design-studio-beispiel.md

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Beispiel

Designauftrag: Fiktiv: Eine mobile Nutzerin soll einen passenden Abendkurs finden und reservieren.

Erste Entwürfe: A: Filterliste mit sofortiger Reservierung. B: geführte Auswahl nach Termin und Interesse.

Kritik: A zeigt schnell viele Optionen, überfordert möglicherweise. B begrenzt Auswahl, versteckt aber verfügbare Termine.

Überarbeitung: Zuerst freie Abende wählen, danach kurze gefilterte Liste mit sichtbaren Terminen und Reservierung.

Testfrage: Kann eine neue Nutzerin ohne Hilfe einen zeitlich passenden Kurs reservieren? Lea erstellt einen Papierprototyp und beobachtet den Ablauf.

07

Stolperfallen

Symptome erkennen, gegensteuern

Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf

  1. BriefingDas Briefing enthält bereits den gewünschten Screen.In der Phase ansehen
  2. Parallel skizzierenEine Person zeichnet, alle anderen kommentieren.In der Phase ansehen
  3. Vorstellen und kritisierenVerteidigung und Geschmacksdiskussion verbrauchen die Zeit.In der Phase ansehen
  4. Neu entwerfenAlle Vorschläge werden ohne Zusammenhang zusammengebaut.In der Phase ansehen
  5. Lernschritt planenInterne Zustimmung gilt als Nutzerbeleg.In der Phase ansehen
08

Abbruchkriterien

Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest

Geschmacksurteile dominieren: Kritik an Szenario und Kriterien zurückbinden; keine ungeprüfte Skizze als fertige Lösung behandeln.

Methode nach Praxisgemeinschaft. Die Methode ist als verbreitete Praxis entstanden und wird nicht eindeutig einer einzelnen Urheberin oder Organisation zugeschrieben. Kuratiert mit 1 Quellen.

Quellen: NN/g: Facilitating an Effective Design Studio Workshop

Ablauf, Timeboxen und Stolperfallen sind redaktionell kuratierte Praxisempfehlungen auf Basis der genannten Quellen.

Methodenanleitung durchgearbeitet?

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