Mandat und Decision Owner klären; Stakeholder vorab nach Entscheidung, Grenzen, Interessen und strittigen Annahmen befragen.
Decision Framing Workshop
Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.
Vorbedingung
Was vorher fertig sein muss
Entscheidungsmandat, Stakeholder- und Scope-Karte, Ziele, Alternativen, Unsicherheiten, Evidenzquellen und Entscheidungslog
Vorbereitung
Was vor Start vorliegen muss
Entscheidungsmandat, Stakeholder- und Scope-Karte, Ziele, Alternativen, Unsicherheiten, Evidenzquellen und Entscheidungslog
Decision Owner · zentrale Stakeholder · Fach-/Datenexpert:innen · Facilitator · Scribe
Mandat und Decision Owner klären; Stakeholder vorab nach Entscheidung, Grenzen, Interessen und strittigen Annahmen befragen.
120–180 Minuten plus Vorinterviews bei strittigem Scope.
Arbeitsfläche mit Entscheid · Scope · Ziele · Optionen · Evidenz vorbereiten; Beispiel und eigene Daten trennen.
Kernfrage
Die eine Frage, die diese Methode beantwortet
Welche Entscheidung steht jetzt an, wer trägt sie, welche Ziele, Alternativen und Unsicherheiten gehören hinein, und welche Analyse ist vor der Entscheidung nötig?
Ablauf
Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle
Die Entscheidung wird als präzise Frage mit Kontext, Kriterien und Randbedingungen gefasst. Die gemeinsame Rahmung zeigt, welche Informationen fehlen, welche Perspektiven nötig sind und welcher Entscheidungsmodus passt. Das verhindert, dass das Team auf eine unklare Frage zu früh eine endgültige Antwort baut.
Decision Framing Workshop · Arbeitsstruktur
Fiktives Beispiel
Fiktive Werte zeigen die tatsächlichen Fachfelder.
| Framefeld | Arbeitsfrage | Fiktiver Inhalt | Owner/Quelle | Status |
|---|---|---|---|---|
| EntscheidungEvidenz und Begründung ergänzen. | Wer entscheidet was bis wann? | Operations wählt am 28.10. das Samstagsmodell ab Januar. | Operations Lead | Abgenommen |
| ScopeEvidenz und Begründung ergänzen. | Was ist in, out, fix oder offen? | In: Hamburg/Samstag; out: Preis/Werktage; fix: Tarif/Brandschutz. | Decision Owner + Stakeholder | Abgenommen |
| ZieleEvidenz und Begründung ergänzen. | Welche fundamentalen Werte und roten Linien zählen? | p80-Wartezeit; Fehler <1 %; Lagerlast; Notfallzugang; Aufwand. | Stakeholderrunde | Abgenommen |
| AlternativenEvidenz und Begründung ergänzen. | Welche echten Handlungen inklusive Status quo? | A Status quo; B feste Slots; C dynamische Slots; D Slots plus Puffer. | Operations + Product | Offen für Ergänzung |
| UnsicherheitEvidenz und Begründung ergänzen. | Welche Kippfrage ändert die Wahl? | Notfälle/Monat und erreichbare p80-Zeit kippen B gegen D. | Lea, Pilot 4 Samstage | Fällig 21.10. |
1. Arbeitsfrage
- Entscheidung
- Wer entscheidet was bis wann?
- Scope
- Was ist in, out, fix oder offen?
- Ziele
- Welche fundamentalen Werte und roten Linien zählen?
- Alternativen
- Welche echten Handlungen inklusive Status quo?
- Unsicherheit
- Welche Kippfrage ändert die Wahl?
2. Fiktiver Inhalt
- Entscheidung
- Operations wählt am 28.10. das Samstagsmodell ab Januar.
- Scope
- In: Hamburg/Samstag; out: Preis/Werktage; fix: Tarif/Brandschutz.
- Ziele
- p80-Wartezeit; Fehler <1 %; Lagerlast; Notfallzugang; Aufwand.
- Alternativen
- A Status quo; B feste Slots; C dynamische Slots; D Slots plus Puffer.
- Unsicherheit
- Notfälle/Monat und erreichbare p80-Zeit kippen B gegen D.
3. Owner/Quelle
- Entscheidung
- Operations Lead
- Scope
- Decision Owner + Stakeholder
- Ziele
- Stakeholderrunde
- Alternativen
- Operations + Product
- Unsicherheit
- Lea, Pilot 4 Samstage
4. Status
- Entscheidung
- Abgenommen
- Scope
- Abgenommen
- Ziele
- Abgenommen
- Alternativen
- Offen für Ergänzung
- Unsicherheit
- Fällig 21.10.
Alle Werte sind fiktiv.
- 1
Entscheid
Entscheidungssatz

Ziel
Entscheidungssatz: Decision Owner, Entscheidungssatz, Termin und ausgelöste Folgeentscheidung klären.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Mandat und Decision Owner klären; Stakeholder vorab nach Entscheidung, Grenzen, Interessen und strittigen Annahmen befragen.
- Entscheidungsmandat, Stakeholder- und Scope-Karte, Ziele, Alternativen, Unsicherheiten, Evidenzquellen und Entscheidungslog
Durchführung
- Decision Owner, Entscheidungssatz, Termin und ausgelöste Folgeentscheidung klären.
Ergebnis
Entscheidungssatz
Decision Owner, Entscheidungssatz, Termin und ausgelöste Folgeentscheidung klären.
Qualitätscheck
Enthält der Satz eine konkrete Wahl und einen handlungsfähigen Owner?
Stolperfalle
Der Workshop soll ‚das Abholproblem lösen‘. Wahl, Owner, Zeitpunkt und nachgelagerte Nutzung explizit festhalten.
Zeitlicher Rahmen: 20–25 Minuten
- 2
Scope
Scope-Karte

Ziel
Scope-Karte: In/Out, Zeithorizont, betroffene Gruppen, feste Grenzen und Schnittstellen markieren.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Entscheidungssatz
Durchführung
- In/Out, Zeithorizont, betroffene Gruppen, feste Grenzen und Schnittstellen markieren.
Ergebnis
Scope-Karte
In/Out, Zeithorizont, betroffene Gruppen, feste Grenzen und Schnittstellen markieren.
Qualitätscheck
Sind strittige Grenzen als Entscheidung oder Annahme sichtbar?
Stolperfalle
Teilnehmende arbeiten mit verschiedenen Systemgrenzen. Jede Grenze gemeinsam als in, out, fix oder offen markieren.
Zeitlicher Rahmen: 20–30 Minuten
- 3
Ziele
Zielhierarchie

Ziel
Zielhierarchie: Fundamentale Ziele, Messgrößen und rote Linien aus Stakeholderperspektiven ableiten.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Scope-Karte
Durchführung
- Fundamentale Ziele, Messgrößen und rote Linien aus Stakeholderperspektiven ableiten.
Ergebnis
Zielhierarchie
Fundamentale Ziele, Messgrößen und rote Linien aus Stakeholderperspektiven ableiten.
Qualitätscheck
Sind Ziele unabhängig von einer bevorzugten Lösung und ohne Doppelzählung?
Stolperfalle
Mittel wie ‚Slots einführen‘ werden als Ziel geführt. Warum fragen und Mittel unter das zugehörige Ziel verschieben.
Zeitlicher Rahmen: 20–30 Minuten
- 4
Optionen
Alternativenraum

Ziel
Alternativenraum: Status quo und unterscheidbare, ausführbare Alternativen auf passender Entscheidungsebene formulieren.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Zielhierarchie
Durchführung
- Status quo und unterscheidbare, ausführbare Alternativen auf passender Entscheidungsebene formulieren.
Ergebnis
Alternativenraum
Status quo und unterscheidbare, ausführbare Alternativen auf passender Entscheidungsebene formulieren.
Qualitätscheck
Sind mindestens zwei echte Handlungen und der Status quo vergleichbar?
Stolperfalle
Eine vorab favorisierte Lösung wird gegen eine Strohoption gestellt. Mechanismus und notwendige Fähigkeiten jeder Option konkretisieren.
Zeitlicher Rahmen: 20–30 Minuten
- 5
Evidenz
Evidenzplan

Ziel
Evidenzplan: Schlüsselunsicherheiten, Kippwerte, Quellen, Owner und Entscheidungsprozess festlegen; Frame abnehmen.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Alternativenraum
Durchführung
- Schlüsselunsicherheiten, Kippwerte, Quellen, Owner und Entscheidungsprozess festlegen; Frame abnehmen.
Ergebnis
Evidenzplan
Schlüsselunsicherheiten, Kippwerte, Quellen, Owner und Entscheidungsprozess festlegen; Frame abnehmen.
Qualitätscheck
Ist klar, welche Unsicherheit die Wahl ändern kann und wer sie bis wann klärt?
Stolperfalle
Der Frame endet als Poster ohne nächsten Entscheid. Kippfragen, Evidenzowner, Termin, Entscheidungsregel und Revisit-Trigger protokollieren.
Zeitlicher Rahmen: 20–35 Minuten
Artefakt
Was am Ende rauskommt
Skizze: so sieht das Artefakt aus
Abgenommener Decision Frame mit Entscheidungssatz, Scope, Zielen, Alternativen, Unsicherheiten, Evidenzplan und Revisit-Regeln.
Datum, Owner, Quellenstand und Reviewtermin führen; frühere Fassungen erhalten.
- Decision-Frame-Canvas
- Ziel- und Stakeholderkarte
- Unsicherheits-/Evidenzlog
decision-frame-markdown.md
Gegenstand, Evidenz, Rollen, Ablauf und Review festlegen.
Decision Framing Workshop: Arbeitsvorlage
Fragestellung
Noch zu klären
Gewünschtes Ergebnis
Noch zu klären
Rahmen
Vollständiger Durchlauf Zeit: 120–180 Minuten plus Vorinterviews bei strittigem Scope.
Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.
Vorbereitung für diesen Umfang
Methodische Grundausstattung
- Materialien: Entscheidungsmandat, Stakeholder- und Scope-Karte, Ziele, Alternativen, Unsicherheiten, Evidenzquellen und Entscheidungslog
- Rollen: Decision Owner · zentrale Stakeholder · Fach-/Datenexpert:innen · Facilitator · Scribe
- Vorab-Infos: Mandat und Decision Owner klären; Stakeholder vorab nach Entscheidung, Grenzen, Interessen und strittigen Annahmen befragen.
- Gesamter Zeitbedarf: 120–180 Minuten plus Vorinterviews bei strittigem Scope.
- Setup: Arbeitsfläche mit Entscheid · Scope · Ziele · Optionen · Evidenz vorbereiten; Beispiel und eigene Daten trennen.
Für die Arbeitsschritte bereitstellen
Entscheid: Entscheidungssatz
- Mandat und Decision Owner klären; Stakeholder vorab nach Entscheidung, Grenzen, Interessen und strittigen Annahmen befragen.
- Entscheidungsmandat, Stakeholder- und Scope-Karte, Ziele, Alternativen, Unsicherheiten, Evidenzquellen und Entscheidungslog
Scope: Scope-Karte
- Entscheidungssatz
Ziele: Zielhierarchie
- Scope-Karte
Optionen: Alternativenraum
- Zielhierarchie
Evidenz: Evidenzplan
- Alternativenraum
Decision Framing Workshop · Arbeitsstruktur
| Framefeld | Arbeitsfrage | Fiktiver Inhalt | Owner/Quelle | Status |
|---|---|---|---|---|
| Entscheidung | ||||
| Scope | ||||
| Ziele | ||||
| Alternativen | ||||
| Unsicherheit |
- Entscheidung: Evidenz und Begründung ergänzen.
- Scope: Evidenz und Begründung ergänzen.
- Ziele: Evidenz und Begründung ergänzen.
- Alternativen: Evidenz und Begründung ergänzen.
- Unsicherheit: Evidenz und Begründung ergänzen.
Die leere Vorlage enthält nur Arbeitsimpulse.
Fachquelle · eigene Lehrdarstellung
Entscheid: Entscheidungssatz
Erwartetes Artefakt: Entscheidungssatz
Decision Owner, Entscheidungssatz, Termin und ausgelöste Folgeentscheidung klären.
Eintrag:
...
- Enthält der Satz eine konkrete Wahl und einen handlungsfähigen Owner?
Scope: Scope-Karte
Erwartetes Artefakt: Scope-Karte
In/Out, Zeithorizont, betroffene Gruppen, feste Grenzen und Schnittstellen markieren.
Eintrag:
...
- Sind strittige Grenzen als Entscheidung oder Annahme sichtbar?
Ziele: Zielhierarchie
Erwartetes Artefakt: Zielhierarchie
Fundamentale Ziele, Messgrößen und rote Linien aus Stakeholderperspektiven ableiten.
Eintrag:
...
- Sind Ziele unabhängig von einer bevorzugten Lösung und ohne Doppelzählung?
Optionen: Alternativenraum
Erwartetes Artefakt: Alternativenraum
Status quo und unterscheidbare, ausführbare Alternativen auf passender Entscheidungsebene formulieren.
Eintrag:
...
- Sind mindestens zwei echte Handlungen und der Status quo vergleichbar?
Evidenz: Evidenzplan
Erwartetes Artefakt: Evidenzplan
Schlüsselunsicherheiten, Kippwerte, Quellen, Owner und Entscheidungsprozess festlegen; Frame abnehmen.
Eintrag:
...
- Ist klar, welche Unsicherheit die Wahl ändern kann und wer sie bis wann klärt?
Offene Fragen und nächste Schritte
...
Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/decision-framing-workshop/run-sheet
Beispielausgabe
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.
decision-framing-workshop-beispiel.md
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Lehrbeispiel: Decision Framing Workshop · Arbeitsstruktur
| Framefeld | Arbeitsfrage | Fiktiver Inhalt | Owner/Quelle | Status |
|---|---|---|---|---|
| Entscheidung | Wer entscheidet was bis wann? | Operations wählt am 28.10. das Samstagsmodell ab Januar. | Operations Lead | Abgenommen |
| Scope | Was ist in, out, fix oder offen? | In: Hamburg/Samstag; out: Preis/Werktage; fix: Tarif/Brandschutz. | Decision Owner + Stakeholder | Abgenommen |
| Ziele | Welche fundamentalen Werte und roten Linien zählen? | p80-Wartezeit; Fehler <1 %; Lagerlast; Notfallzugang; Aufwand. | Stakeholderrunde | Abgenommen |
| Alternativen | Welche echten Handlungen inklusive Status quo? | A Status quo; B feste Slots; C dynamische Slots; D Slots plus Puffer. | Operations + Product | Offen für Ergänzung |
| Unsicherheit | Welche Kippfrage ändert die Wahl? | Notfälle/Monat und erreichbare p80-Zeit kippen B gegen D. | Lea, Pilot 4 Samstage | Fällig 21.10. |
Stolperfallen
Symptome erkennen, gegensteuern
Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf
- EntscheidungssatzDer Workshop soll ‚das Abholproblem lösen‘.In der Phase ansehen
- Scope-KarteTeilnehmende arbeiten mit verschiedenen Systemgrenzen.In der Phase ansehen
- ZielhierarchieMittel wie ‚Slots einführen‘ werden als Ziel geführt.In der Phase ansehen
- AlternativenraumEine vorab favorisierte Lösung wird gegen eine Strohoption gestellt.In der Phase ansehen
- EvidenzplanDer Frame endet als Poster ohne nächsten Entscheid.In der Phase ansehen
Entscheidungssatz
Der Workshop soll ‚das Abholproblem lösen‘.
Wahl, Owner, Zeitpunkt und nachgelagerte Nutzung explizit festhalten.
Scope-Karte
Teilnehmende arbeiten mit verschiedenen Systemgrenzen.
Jede Grenze gemeinsam als in, out, fix oder offen markieren.
Zielhierarchie
Mittel wie ‚Slots einführen‘ werden als Ziel geführt.
Warum fragen und Mittel unter das zugehörige Ziel verschieben.
Alternativenraum
Eine vorab favorisierte Lösung wird gegen eine Strohoption gestellt.
Mechanismus und notwendige Fähigkeiten jeder Option konkretisieren.
Evidenzplan
Der Frame endet als Poster ohne nächsten Entscheid.
Kippfragen, Evidenzowner, Termin, Entscheidungsregel und Revisit-Trigger protokollieren.
Abbruchkriterien
Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest
Methodenanleitung durchgearbeitet?
Zum Steckbrief für Zweck, ähnliche Methoden und Quellen oder direkt zur nächsten Methode im Katalog.

