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MethodenanleitungKnowledge Modeling

Concept Mapping

Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.

KomplexitätMittel
Zeit1-2 h
Teilnehmende1-8
FormatWorkshop + Async
ReifegradCanonical
Planen
01

Vorbedingung

Was vorher fertig sein muss

Vorher abschließenFokusfrage

Die Frage grenzt Thema, Zweck und Perspektive der Map ein.

Ohne Fokus wird die Map zu einem unsortierten Themenbild.
Vorher abschließenWissensbasis

Quellen oder Domänenpersonen können Konzepte und Beziehungen prüfen.

Unsichere Aussagen ausdrücklich markieren.
02

Vorbereitung

Was vor Start vorliegen muss

Materialien

Große Arbeitsfläche, Fokusfrage, Quellenmaterial, Konzeptkarten und Marker für Link-Phrasen.

Personen / Rollen

Personen mit Domänenwissen, eine moderierende Person und ein Dokumentations-Owner.

Vorabinfos

Fokusfrage, betrachteter Kontext und verlässliche Quellen oder Beobachtungen.

Zeitbedarf

60–120 Minuten

Setup

Arbeitsfläche von allgemein nach spezifisch vorbereiten; separate Parkfläche für noch unverbundene Konzepte anlegen.

03

Kernfrage

Die eine Frage, die diese Methode beantwortet

Welche Konzepte und Propositionen beantworten unsere Fokusfrage?

04

Ablauf

Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle

Eine Concept Map beantwortet eine Fokusfrage mit hierarchisch angeordneten Konzepten. Beschriftete Verbindungen bilden lesbare Propositionen; Cross-Links zeigen Beziehungen zwischen Wissensbereichen.

Concept Map · Arbeitsvorlage

Fiktives Beispiel

Die Vorlage hält Fokus, Konzepte, Propositionen, Cross-Links und Revision getrennt fest.

Fokusfrage

Welche offene Frage soll die Map in welchem Kontext beantworten?

Wie entsteht eine verlässliche Kursbuchungsbestätigung?

Konzepte

Welche 15 bis 25 Begriffe sind zentral, und welche sind allgemeiner oder spezifischer?

Buchungsanfrage, Teilnahmebedingungen, Kapazität, Reservierung, Bestätigung.

Propositionen

Welche Konzepte werden durch welche Link-Phrase zu einer sinnvollen Aussage verbunden?

Buchungsanfrage wird geprüft gegen Teilnahmebedingungen.

Cross-Links

Welche Beziehung zwischen verschiedenen Zweigen schafft zusätzliche Bedeutung?

Firmenkontingent begrenzt Kapazität.

Revision

Welche Propositionen sind unsicher, redundant oder offen? Welche Quelle oder Person klärt sie?

Verfall unbezahlter Reservierungen ist offen; Operations klärt bis Freitag.

Das Dokument beschreibt die Bausteine; die eigentliche Map wird räumlich mit gerichteten, beschrifteten Kanten angelegt.

Novak & Cañas: Theory Underlying Concept Maps

  1. 1

    Fokus

    Fokusfrage schärfen

    Ziel

    Klare Fokusfrage

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Lern- oder Entscheidungsziel
    • Themenrahmen

    Durchführung

    • Eine offene Fokusfrage mit Kontext formulieren.
    • Begriffe definieren und ausufernde Nebenthemen ausschließen.

    Ergebnis

    Fokusfrage

    Frage, Kontext und Zweck

    Qualitätscheck

    Kann die fertige Map als Antwort gelesen werden?

    Stolperfalle

    Die Überschrift benennt nur ein Thema. Aus dem Thema eine beantwortbare Fokusfrage machen.

    Zeitlicher Rahmen: 10–15 Minuten

  2. 2

    Konzepte

    Schlüsselkonzepte sammeln

    Ziel

    Konzept-Parkplatz

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Fokusfrage
    • Quellen und Domänenwissen

    Durchführung

    • Etwa 15 bis 25 zentrale Konzepte in knappen Labels sammeln.
    • Dubletten klären und Konzepte von Beispielen oder ganzen Aussagen trennen.

    Ergebnis

    Geordnete Konzeptliste

    Kurze, eindeutige Begriffe

    Qualitätscheck

    Bezeichnet jede Karte ein Konzept statt einer Aussage? Sind die wichtigsten Oberbegriffe enthalten?

    Stolperfalle

    Karten enthalten Sätze oder Tätigkeiten. Auf den tragenden Begriff kürzen; Beziehung später als Link-Phrase ergänzen.

    Zeitlicher Rahmen: 15–20 Minuten

  3. 3

    Hierarchie

    Hierarchie aufbauen

    Ziel

    Vorläufige Wissensstruktur

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Konzeptliste
    • Fokusfrage

    Durchführung

    • Die umfassendsten Konzepte zuerst platzieren.
    • Untergeordnete Konzepte gruppieren und unklare Karten im Parkplatz lassen.

    Ergebnis

    Konzept-Hierarchie

    Ebenen und Gruppen

    Qualitätscheck

    Erklärt die Anordnung eine fachliche Verallgemeinerung? Bleibt die Hierarchie von der Fokusfrage abhängig?

    Stolperfalle

    Die Map wird nur nach Prozessreihenfolge sortiert. Hierarchie nach Bedeutung aufbauen; Abläufe nur bei fachlicher Relevanz nutzen.

    Zeitlicher Rahmen: 15–25 Minuten

  4. 4

    Propositionen

    Propositionen formulieren

    Ziel

    Bedeutungsvolle Concept Map

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Konzept-Hierarchie
    • Fachliche Aussagen

    Durchführung

    • Jede Verbindung mit einem Verb oder einer kurzen Phrase beschriften.
    • Konzept A plus Link-Phrase plus Konzept B als vollständige Aussage lesen und prüfen.

    Ergebnis

    Beschriftete Propositionen

    Konzept, Link-Phrase, Konzept

    Qualitätscheck

    Ergibt jede Verbindung eine sinnvolle Aussage? Ist die Pfeilrichtung eindeutig?

    Stolperfalle

    Linien zeigen Nähe, aber keine Bedeutung. Beziehung als konkrete Link-Phrase ergänzen oder die Linie entfernen.

    Zeitlicher Rahmen: 20–35 Minuten

  5. 5

    Cross-Links

    Cross-Links prüfen

    Ziel

    Integrierte und geprüfte Map

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Beschriftete Map
    • Quellen und Rückfragen

    Durchführung

    • Nach erklärenden Verbindungen zwischen Zweigen suchen.
    • Unklare Propositionen korrigieren, Redundanz entfernen und offene Fragen markieren.

    Ergebnis

    Überarbeitete Concept Map

    Cross-Links, offene Fragen und Version

    Qualitätscheck

    Erzeugt jeder Cross-Link neue Bedeutung? Sind unsichere Aussagen sichtbar markiert?

    Stolperfalle

    Viele Cross-Links machen die Map dichter, aber nicht verständlicher. Nur Beziehungen behalten, die als relevante Proposition erklärbar sind.

    Zeitlicher Rahmen: 15–25 Minuten

05

Artefakt

Was am Ende rauskommt

Skizze: so sieht das Artefakt aus

Concept Mapping · beschriftetes WissensnetzFokusfrage, Konzepte, Relationen und offene Lücken gemeinsam sichtbar machen
Concept MappingEine Fokusfrage führt zu einem beschrifteten Netzwerk aus Konzepten, Relationen und markierten Wissenslücken.Begriffe über benannte Beziehungen verstehenKonzepte werden nicht nur gesammelt, sondern mit expliziten Relationen zu überprüfbarem Wissen verbunden.begrenztbesteht aussteuerterzeugennutztrahmtbeschränktunklar?FokusfrageWas soll die Map erklären?Wie hängen die Begriffe zusammen?SystemGanzesAkteurewirken aufProzessordnet ArbeitArtefaktemachen sichtbarKontextsetzt GrenzenLückeRelation fehlt
Form

Versionierte Concept Map mit Fokusfrage, Hierarchie, beschrifteten Propositionen, Cross-Links und offenen Fragen.

Versionierung / Ownership

Fokusfrage und Datum im Titel führen; größere Umstrukturierungen als neue Version erhalten.

Tool-Alternativen
  • CmapTools
  • Whiteboard mit Karten und beschrifteten Kanten
  • Diagrammwerkzeug mit frei editierbaren Link-Phrasen

concept-mapping-working-template.md

Eine Fokusfrage formulieren, die den Zweck und die Grenze der Map vorgibt.

Concept Mapping: Arbeitsvorlage

Fragestellung

Noch zu klären

Gewünschtes Ergebnis

Noch zu klären

Rahmen

Gesamter Durchlauf Zeit: 60–120 Minuten

Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.

Vorbereitung für diesen Umfang

Methodische Grundausstattung

  • Materialien: Große Arbeitsfläche, Fokusfrage, Quellenmaterial, Konzeptkarten und Marker für Link-Phrasen.
  • Rollen: Personen mit Domänenwissen, eine moderierende Person und ein Dokumentations-Owner.
  • Vorab-Infos: Fokusfrage, betrachteter Kontext und verlässliche Quellen oder Beobachtungen.
  • Gesamter Zeitbedarf: 60–120 Minuten
  • Setup: Arbeitsfläche von allgemein nach spezifisch vorbereiten; separate Parkfläche für noch unverbundene Konzepte anlegen.

Für die Arbeitsschritte bereitstellen

Fokus: Fokusfrage schärfen

  • Lern- oder Entscheidungsziel
  • Themenrahmen

Konzepte: Schlüsselkonzepte sammeln

  • Fokusfrage
  • Quellen und Domänenwissen

Hierarchie: Hierarchie aufbauen

  • Konzeptliste
  • Fokusfrage

Propositionen: Propositionen formulieren

  • Konzept-Hierarchie
  • Fachliche Aussagen

Cross-Links: Cross-Links prüfen

  • Beschriftete Map
  • Quellen und Rückfragen

Concept Map · Arbeitsvorlage

Fokusfrage

Welche offene Frage soll die Map in welchem Kontext beantworten?

...

Konzepte

Welche 15 bis 25 Begriffe sind zentral, und welche sind allgemeiner oder spezifischer?

...

Propositionen

Welche Konzepte werden durch welche Link-Phrase zu einer sinnvollen Aussage verbunden?

...

Cross-Links

Welche Beziehung zwischen verschiedenen Zweigen schafft zusätzliche Bedeutung?

...

Revision

Welche Propositionen sind unsicher, redundant oder offen? Welche Quelle oder Person klärt sie?

...

Beispiele bleiben leer. Jede Proposition in der Form Konzept, Link-Phrase, Konzept notieren.

Novak & Cañas: Theory Underlying Concept Maps

Fokus: Fokusfrage schärfen

Erwartetes Artefakt: Fokusfrage

Frage, Kontext und Zweck

Eintrag:

...

  • Kann die fertige Map als Antwort gelesen werden?

Konzepte: Schlüsselkonzepte sammeln

Erwartetes Artefakt: Geordnete Konzeptliste

Kurze, eindeutige Begriffe

Eintrag:

...

  • Bezeichnet jede Karte ein Konzept statt einer Aussage?
  • Sind die wichtigsten Oberbegriffe enthalten?

Hierarchie: Hierarchie aufbauen

Erwartetes Artefakt: Konzept-Hierarchie

Ebenen und Gruppen

Eintrag:

...

  • Erklärt die Anordnung eine fachliche Verallgemeinerung?
  • Bleibt die Hierarchie von der Fokusfrage abhängig?

Propositionen: Propositionen formulieren

Erwartetes Artefakt: Beschriftete Propositionen

Konzept, Link-Phrase, Konzept

Eintrag:

...

  • Ergibt jede Verbindung eine sinnvolle Aussage?
  • Ist die Pfeilrichtung eindeutig?

Cross-Links: Cross-Links prüfen

Erwartetes Artefakt: Überarbeitete Concept Map

Cross-Links, offene Fragen und Version

Eintrag:

...

  • Erzeugt jeder Cross-Link neue Bedeutung?
  • Sind unsichere Aussagen sichtbar markiert?

Offene Fragen und nächste Schritte

...

Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/concept-mapping/run-sheet

06

Beispielausgabe

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.

concept-mapping-beispiel.md

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Beispiel

Fokusfrage: Wie entsteht eine verlässliche Kursbuchungsbestätigung?

Propositionen: „Buchungsanfrage wird geprüft gegen Teilnahmebedingungen.“ „Teilnahmebedingungen enthalten Kapazität und Firmenkontingent.“ „Gültige Prüfung erzeugt Reservierung.“ „Reservierung löst Bestätigung aus.“

Cross-Link: „Firmenkontingent begrenzt Kapazität“ verbindet Vertragslogik und Platzverwaltung.

Offene Frage: Wann verfällt eine unbezahlte Reservierung? Die Beziehung bleibt bis zur Klärung markiert.

07

Stolperfallen

Symptome erkennen, gegensteuern

Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf

  1. Fokusfrage schärfenDie Überschrift benennt nur ein Thema.In der Phase ansehen
  2. Schlüsselkonzepte sammelnKarten enthalten Sätze oder Tätigkeiten.In der Phase ansehen
  3. Hierarchie aufbauenDie Map wird nur nach Prozessreihenfolge sortiert.In der Phase ansehen
  4. Propositionen formulierenLinien zeigen Nähe, aber keine Bedeutung.In der Phase ansehen
  5. Cross-Links prüfenViele Cross-Links machen die Map dichter, aber nicht verständlicher.In der Phase ansehen
08

Abbruchkriterien

Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest

Die Fokusfrage bleibt trotz Nachschärfung zu breit oder rein thematisch.
Zentrale Propositionen können weder durch Quelle noch Domänenwissen geprüft werden.

Methodenanleitung durchgearbeitet?

Zum Steckbrief für Zweck, ähnliche Methoden und Quellen oder direkt zur nächsten Methode im Katalog.