Systemgrenze, Ziel und eine durchsatzbezogene Zielgröße festlegen, bevor lokale Auslastung betrachtet wird.
Theory of Constraints
Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.
Vorbedingung
Was vorher fertig sein muss
Systemziel, Durchsatzmaß, Prozessfluss, Nachfrage- und Kapazitätsdaten, Engpasslog und Maßnahmenboard
Vorbereitung
Was vor Start vorliegen muss
Systemziel, Durchsatzmaß, Prozessfluss, Nachfrage- und Kapazitätsdaten, Engpasslog und Maßnahmenboard
System-Owner · Prozessbeteiligte vor und nach dem Engpass · Datenverantwortung · Maßnahmen-Owner
Systemgrenze, Ziel und eine durchsatzbezogene Zielgröße festlegen, bevor lokale Auslastung betrachtet wird.
90–180 Minuten für Analyse und Maßnahmenplan; Wirkung über mehrere Betriebszyklen prüfen.
Arbeitsfläche in Systemziel · Constraint identifizieren · Exploit · Subordinate · Elevate und wiederholen gliedern; Quellen, Annahmen und Entscheidungen getrennt halten.
Kernfrage
Die eine Frage, die diese Methode beantwortet
Welcher Engpass begrenzt aktuell das Systemziel, und wie nutzen, unterordnen und erweitern wir ihn?
Ablauf
Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle
Der Fluss wird aus Sicht seiner schwächsten Stelle betrachtet, nicht aus Sicht der lautesten Probleme. Dadurch wird klar, wo zusätzliche Kapazität wirklich Wirkung entfaltet und wo sie nur WIP vergrößert. Nach jeder Verbesserung verschiebt sich der Fokus erneut auf den nächsten begrenzenden Faktor.
Theory of Constraints · Arbeitsstruktur
Fiktives Beispiel
Fiktive Werte zeigen die tatsächlichen Fachfelder der Methode.
Messbares Systemziel
Systemgrenze, Kundennutzen und Durchsatzmaß definieren; lokale Kennzahlen dem Systemziel unterordnen.
Ziel: termingerechte Geräteübergaben; Maß: vollständige Übergaben pro Samstag, bei Reklamationsquote unter 3 %.
Belegter Engpass
Fluss und Warteschlangen messen; genau den Faktor bestimmen, der den aktuellen Gesamtdurchsatz begrenzt.
Übergabe schafft 8 Geräte/Stunde, Vorbereitung 14 und Zahlung 18; vor Übergabe warten 11 Geräte.
Exploit-Regeln
Verfügbare Engpasszeit ohne größere Investition schützen und auf wertschöpfende Arbeit konzentrieren.
Geräte werden vollständig vorbereitet; Pausenvertretung steht; Rückfragen verlassen die Übergabestation.
Abgestimmter Systemfluss
Zufluss, Prioritäten und Arbeit anderer Bereiche an den Takt des Engpasses anpassen; Puffergrenzen festlegen.
Maximal acht fertige Geräte pro Stunde freigeben; Vorbereitung hilft bei Puffer unter drei Geräten.
Nächster Verbesserungszyklus
Falls Exploit und Subordinate nicht genügen, Kapazität gezielt erhöhen; danach Constraint neu bestimmen und Trägheit vermeiden.
Zweite Übergabestation erhöht die Übergabe auf 16 Geräte/Stunde; Vorbereitung bleibt bei 14 und wird zum neuen Constraint.
Alle Werte sind fiktiv.
- 1
Systemziel
Messbares Systemziel

Ziel
Messbares Systemziel: Systemgrenze, Kundennutzen und Durchsatzmaß definieren; lokale Kennzahlen dem Systemziel unterordnen.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Systemgrenze, Ziel und eine durchsatzbezogene Zielgröße festlegen, bevor lokale Auslastung betrachtet wird.
- Systemziel, Durchsatzmaß, Prozessfluss, Nachfrage- und Kapazitätsdaten, Engpasslog und Maßnahmenboard
Durchführung
- Systemgrenze, Kundennutzen und Durchsatzmaß definieren; lokale Kennzahlen dem Systemziel unterordnen.
Ergebnis
Messbares Systemziel
Systemgrenze, Kundennutzen und Durchsatzmaß definieren; lokale Kennzahlen dem Systemziel unterordnen.
Qualitätscheck
Sind Grenze, Ziel und Durchsatzmaß eindeutig und gemeinsam bestätigt?
Stolperfalle
Jede Station optimiert ihre Auslastung, ohne gemeinsames Systemziel. Ein End-to-End-Ziel und eine Durchsatzgröße mit Schutzkennzahl vereinbaren.
Zeitlicher Rahmen: 15–25 Minuten
- 2
Constraint
Belegter Engpass

Ziel
Belegter Engpass: Fluss und Warteschlangen messen; genau den Faktor bestimmen, der den aktuellen Gesamtdurchsatz begrenzt.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Messbares Systemziel
Durchführung
- Fluss und Warteschlangen messen; genau den Faktor bestimmen, der den aktuellen Gesamtdurchsatz begrenzt.
Ergebnis
Belegter Engpass
Fluss und Warteschlangen messen; genau den Faktor bestimmen, der den aktuellen Gesamtdurchsatz begrenzt.
Qualitätscheck
Zeigen Daten, dass mehr Kapazität am Kandidaten den Systemdurchsatz erhöhen könnte?
Stolperfalle
Die lauteste Beschwerde wird ohne Flussdaten zum Engpass erklärt. Kapazität, Nachfrage und Warteschlange je Schritt vergleichen und Constraint-Hypothese testen.
Zeitlicher Rahmen: 25–40 Minuten
- 3
Exploit
Exploit-Regeln

Ziel
Exploit-Regeln: Verfügbare Engpasszeit ohne größere Investition schützen und auf wertschöpfende Arbeit konzentrieren.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Belegter Engpass
Durchführung
- Verfügbare Engpasszeit ohne größere Investition schützen und auf wertschöpfende Arbeit konzentrieren.
Ergebnis
Exploit-Regeln
Verfügbare Engpasszeit ohne größere Investition schützen und auf wertschöpfende Arbeit konzentrieren.
Qualitätscheck
Reduzieren die Regeln Leerlauf, Störung und Fehlbelegung am Engpass messbar?
Stolperfalle
Mehr Arbeit wird zum Engpass geschickt, obwohl fehlende Vorbereitung ihn weiter blockiert. Engpasszeit erfassen und Unterbrechungen, Nacharbeit sowie fehlende Inputs zuerst beseitigen.
Zeitlicher Rahmen: 20–30 Minuten
- 4
Subordinate
Abgestimmter Systemfluss

Ziel
Abgestimmter Systemfluss: Zufluss, Prioritäten und Arbeit anderer Bereiche an den Takt des Engpasses anpassen; Puffergrenzen festlegen.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Exploit-Regeln
Durchführung
- Zufluss, Prioritäten und Arbeit anderer Bereiche an den Takt des Engpasses anpassen; Puffergrenzen festlegen.
Ergebnis
Abgestimmter Systemfluss
Zufluss, Prioritäten und Arbeit anderer Bereiche an den Takt des Engpasses anpassen; Puffergrenzen festlegen.
Qualitätscheck
Unterstützen vorgelagerte und nachgelagerte Regeln den Engpass statt lokale Auslastung?
Stolperfalle
Vorgelagerte Bereiche produzieren weiter und vergrößern Bestand sowie Sucharbeit. Freigabe und Prioritäten an Engpasstakt und Puffer koppeln.
Zeitlicher Rahmen: 20–35 Minuten
- 5
Elevate
Nächster Verbesserungszyklus

Ziel
Nächster Verbesserungszyklus: Falls Exploit und Subordinate nicht genügen, Kapazität gezielt erhöhen; danach Constraint neu bestimmen und Trägheit vermeiden.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Abgestimmter Systemfluss
Durchführung
- Falls Exploit und Subordinate nicht genügen, Kapazität gezielt erhöhen; danach Constraint neu bestimmen und Trägheit vermeiden.
Ergebnis
Nächster Verbesserungszyklus
Falls Exploit und Subordinate nicht genügen, Kapazität gezielt erhöhen; danach Constraint neu bestimmen und Trägheit vermeiden.
Qualitätscheck
Ist Elevate durch verbleibende Durchsatzlücke begründet und wurde der neue Engpass geprüft?
Stolperfalle
Nach Investition bleibt der alte Engpass dauerhaft Fokus, obwohl er sich verschoben hat. Gesamtfluss erneut messen und Schritt 1 mit dem aktuellen Constraint wiederholen.
Zeitlicher Rahmen: Ein bis vier Betriebszyklen
Artefakt
Was am Ende rauskommt
Skizze: so sieht das Artefakt aus
TOC-Verbesserungslog mit belegtem Engpass, Exploit-, Subordinate- und Elevate-Maßnahmen sowie neuer Engpassprüfung.
Datum, Owner, Quellenstand, Entscheidung und Review führen; frühere Zyklen erhalten.
- Fluss- und Kapazitätsdaten
- Engpass- und Pufferlog
- Maßnahmenboard mit Durchsatzreview
theory-of-constraints-working-template.md
Gegenstand, Evidenz, Rollen, Ablauf und Review festlegen.
Theory of Constraints: Arbeitsvorlage
Fragestellung
Noch zu klären
Gewünschtes Ergebnis
Noch zu klären
Rahmen
Vollständiger Durchlauf Zeit: 90–180 Minuten für Analyse und Maßnahmenplan; Wirkung über mehrere Betriebszyklen prüfen.
Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.
Vorbereitung für diesen Umfang
Methodische Grundausstattung
- Materialien: Systemziel, Durchsatzmaß, Prozessfluss, Nachfrage- und Kapazitätsdaten, Engpasslog und Maßnahmenboard
- Rollen: System-Owner · Prozessbeteiligte vor und nach dem Engpass · Datenverantwortung · Maßnahmen-Owner
- Vorab-Infos: Systemgrenze, Ziel und eine durchsatzbezogene Zielgröße festlegen, bevor lokale Auslastung betrachtet wird.
- Gesamter Zeitbedarf: 90–180 Minuten für Analyse und Maßnahmenplan; Wirkung über mehrere Betriebszyklen prüfen.
- Setup: Arbeitsfläche in Systemziel · Constraint identifizieren · Exploit · Subordinate · Elevate und wiederholen gliedern; Quellen, Annahmen und Entscheidungen getrennt halten.
Für die Arbeitsschritte bereitstellen
Systemziel: Messbares Systemziel
- Systemgrenze, Ziel und eine durchsatzbezogene Zielgröße festlegen, bevor lokale Auslastung betrachtet wird.
- Systemziel, Durchsatzmaß, Prozessfluss, Nachfrage- und Kapazitätsdaten, Engpasslog und Maßnahmenboard
Constraint: Belegter Engpass
- Messbares Systemziel
Exploit: Exploit-Regeln
- Belegter Engpass
Subordinate: Abgestimmter Systemfluss
- Exploit-Regeln
Elevate: Nächster Verbesserungszyklus
- Abgestimmter Systemfluss
Theory of Constraints · Arbeitsstruktur
Messbares Systemziel
Systemgrenze, Kundennutzen und Durchsatzmaß definieren; lokale Kennzahlen dem Systemziel unterordnen.
...
Belegter Engpass
Fluss und Warteschlangen messen; genau den Faktor bestimmen, der den aktuellen Gesamtdurchsatz begrenzt.
...
Exploit-Regeln
Verfügbare Engpasszeit ohne größere Investition schützen und auf wertschöpfende Arbeit konzentrieren.
...
Abgestimmter Systemfluss
Zufluss, Prioritäten und Arbeit anderer Bereiche an den Takt des Engpasses anpassen; Puffergrenzen festlegen.
...
Nächster Verbesserungszyklus
Falls Exploit und Subordinate nicht genügen, Kapazität gezielt erhöhen; danach Constraint neu bestimmen und Trägheit vermeiden.
...
Die leere Vorlage enthält nur Arbeitsimpulse.
Fachquelle · eigene Lehrdarstellung
Systemziel: Messbares Systemziel
Erwartetes Artefakt: Messbares Systemziel
Systemgrenze, Kundennutzen und Durchsatzmaß definieren; lokale Kennzahlen dem Systemziel unterordnen.
Eintrag:
...
- Sind Grenze, Ziel und Durchsatzmaß eindeutig und gemeinsam bestätigt?
Constraint: Belegter Engpass
Erwartetes Artefakt: Belegter Engpass
Fluss und Warteschlangen messen; genau den Faktor bestimmen, der den aktuellen Gesamtdurchsatz begrenzt.
Eintrag:
...
- Zeigen Daten, dass mehr Kapazität am Kandidaten den Systemdurchsatz erhöhen könnte?
Exploit: Exploit-Regeln
Erwartetes Artefakt: Exploit-Regeln
Verfügbare Engpasszeit ohne größere Investition schützen und auf wertschöpfende Arbeit konzentrieren.
Eintrag:
...
- Reduzieren die Regeln Leerlauf, Störung und Fehlbelegung am Engpass messbar?
Subordinate: Abgestimmter Systemfluss
Erwartetes Artefakt: Abgestimmter Systemfluss
Zufluss, Prioritäten und Arbeit anderer Bereiche an den Takt des Engpasses anpassen; Puffergrenzen festlegen.
Eintrag:
...
- Unterstützen vorgelagerte und nachgelagerte Regeln den Engpass statt lokale Auslastung?
Elevate: Nächster Verbesserungszyklus
Erwartetes Artefakt: Nächster Verbesserungszyklus
Falls Exploit und Subordinate nicht genügen, Kapazität gezielt erhöhen; danach Constraint neu bestimmen und Trägheit vermeiden.
Eintrag:
...
- Ist Elevate durch verbleibende Durchsatzlücke begründet und wurde der neue Engpass geprüft?
Offene Fragen und nächste Schritte
...
Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/theory-of-constraints/run-sheet
Beispielausgabe
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.
theory-of-constraints-beispiel.md
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Lehrbeispiel: Theory of Constraints · Arbeitsstruktur
Messbares Systemziel
Ziel: termingerechte Geräteübergaben; Maß: vollständige Übergaben pro Samstag, bei Reklamationsquote unter 3 %.
Belegter Engpass
Übergabe schafft 8 Geräte/Stunde, Vorbereitung 14 und Zahlung 18; vor Übergabe warten 11 Geräte.
Exploit-Regeln
Geräte werden vollständig vorbereitet; Pausenvertretung steht; Rückfragen verlassen die Übergabestation.
Abgestimmter Systemfluss
Maximal acht fertige Geräte pro Stunde freigeben; Vorbereitung hilft bei Puffer unter drei Geräten.
Nächster Verbesserungszyklus
Zweite Übergabestation erhöht die Übergabe auf 16 Geräte/Stunde; Vorbereitung bleibt bei 14 und wird zum neuen Constraint.
Stolperfallen
Symptome erkennen, gegensteuern
Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf
- Messbares SystemzielJede Station optimiert ihre Auslastung, ohne gemeinsames Systemziel.In der Phase ansehen
- Belegter EngpassDie lauteste Beschwerde wird ohne Flussdaten zum Engpass erklärt.In der Phase ansehen
- Exploit-RegelnMehr Arbeit wird zum Engpass geschickt, obwohl fehlende Vorbereitung ihn weiter blockiert.In der Phase ansehen
- Abgestimmter SystemflussVorgelagerte Bereiche produzieren weiter und vergrößern Bestand sowie Sucharbeit.In der Phase ansehen
- Nächster VerbesserungszyklusNach Investition bleibt der alte Engpass dauerhaft Fokus, obwohl er sich verschoben hat.In der Phase ansehen
Messbares Systemziel
Jede Station optimiert ihre Auslastung, ohne gemeinsames Systemziel.
Ein End-to-End-Ziel und eine Durchsatzgröße mit Schutzkennzahl vereinbaren.
Belegter Engpass
Die lauteste Beschwerde wird ohne Flussdaten zum Engpass erklärt.
Kapazität, Nachfrage und Warteschlange je Schritt vergleichen und Constraint-Hypothese testen.
Exploit-Regeln
Mehr Arbeit wird zum Engpass geschickt, obwohl fehlende Vorbereitung ihn weiter blockiert.
Engpasszeit erfassen und Unterbrechungen, Nacharbeit sowie fehlende Inputs zuerst beseitigen.
Abgestimmter Systemfluss
Vorgelagerte Bereiche produzieren weiter und vergrößern Bestand sowie Sucharbeit.
Freigabe und Prioritäten an Engpasstakt und Puffer koppeln.
Nächster Verbesserungszyklus
Nach Investition bleibt der alte Engpass dauerhaft Fokus, obwohl er sich verschoben hat.
Gesamtfluss erneut messen und Schritt 1 mit dem aktuellen Constraint wiederholen.
Abbruchkriterien
Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest
Methodenanleitung durchgearbeitet?
Zum Steckbrief für Zweck, ähnliche Methoden und Quellen oder direkt zur nächsten Methode im Katalog.

