Beobachtungen, Sollzustand und zuständige Personen sind verfügbar.
Kepner-Tregoe
Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.
Vorbedingung
Was vorher fertig sein muss
Vorbereitung
Was vor Start vorliegen muss
Anliegenliste, IS/IS NOT-Vergleich, Entscheidungskriterien, Alternativen und Risikoplan.
Fachkundige, Prozessverantwortliche, Entscheidungsträger und erfahrene Moderation.
Anliegen, Fakten, Auswirkungen und Verantwortliche sammeln; zuerst den benötigten Analyseweg bestimmen.
Mehrere Analyseblöcke nach Bedarf; 45–90 Minuten je Block
Anliegen zuerst sortieren; getrennte Arbeitsflächen für IS/IS NOT, Entscheidungskriterien und Planrisiken bereitstellen.
Kernfrage
Die eine Frage, die diese Methode beantwortet
Brauchen wir Situationsklärung, Ursachenklärung, eine Entscheidung oder die Absicherung eines Plans?
Ablauf
Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle
Kepner-Tregoe bietet getrennte Denkprozesse für Situationsklärung, Ursachenanalyse, Entscheidung und Absicherung. Situation Appraisal bestimmt, welcher Prozess gebraucht wird; nicht jedes Anliegen durchläuft alle Verfahren.
Kepner-Tregoe · Arbeitsvorlage
Fiktives Beispiel
Kepner-Tregoe bietet getrennte Denkprozesse für Situationsklärung, Ursachenanalyse, Entscheidung und Absicherung. Situation Appraisal bestimmt, welcher Prozess gebraucht wird; nicht jedes Anliegen durchläuft alle Verfahren.
Situation Appraisal
Welche Anliegen bestehen und welcher Analyseweg passt je Anliegen?
Fiktiv: Anmeldungen scheitern seit Dienstag; Ursache unklar. Problem Analysis zuerst, Auswahl einer Korrektur danach.
IS / IS NOT
Was, wo, wann und in welchem Ausmaß tritt die Abweichung auf oder nicht auf?
IS: Mobile Safari, Formularversion 4, seit Dienstag, 18 von 60 Versuchen. IS NOT: Desktop, Version 3, Montag.
Unterschied, Änderung, Test
Welche Änderung erklärt sämtliche Fakten und wie wird sie verifiziert?
Hypothese: neues Datumsfeld. Rücksetzen nur dieses Feldes beseitigt den Fehler im reproduzierbaren Test; übrige Unterschiede weiter prüfen.
Muss, Wunsch, Risiko
Welche Optionen erfüllen Muss-Kriterien und wie unterscheiden sie sich im Nutzen und Risiko?
Muss: kein Datenverlust, Bereitstellung heute. Rollback erfüllt beides; Komplettumbau scheidet aus. Wunsch: wenig Betriebsaufwand; Risiko: alte Bedienhürde kehrt zurück.
Prävention und Reaktion
Welche Gefahr verhindern wir, und welcher Auslöser startet welche Reaktion?
Vor Rollback Datenkompatibilität testen. Bei erhöhter Fehlerrate nach Auslieferung stoppt Jan die weitere Verteilung und aktiviert die geprüfte Vorgängerversion.
Alle Beispielangaben sind erfunden; sie erläutern die Anwendung.
- 1
Situation
Situation Appraisal

Ziel
Analyseaufträge
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Anliegen
- Auswirkungen
Durchführung
- Anliegen trennen und nach aktueller Wirkung, Dringlichkeit und Entwicklung priorisieren.
- Für jedes Anliegen Analyseweg, Owner und nächsten Termin festlegen.
Ergebnis
Analyseaufträge
Ist je Anliegen der benötigte Denkprozess klar?
Qualitätscheck
Ist je Anliegen der benötigte Denkprozess klar?
Stolperfalle
Eine unbekannte Ursache wird mit einer schnellen Auswahl übersprungen. Abweichung und Entscheidung getrennt formulieren.
Zeitlicher Rahmen: 20–40 Minuten
- 2
Problem
Problem Analysis

Ziel
Verifizierte Ursache
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Abweichungsdaten
- Vergleichsfälle
Durchführung
- Abweichung nach Was, Wo, Wann und Ausmaß als IS und IS NOT beschreiben.
- Unterschiede und Veränderungen zu Ursachenhypothesen verbinden; jede gegen alle Fakten prüfen und verifizieren.
Ergebnis
Verifizierte Ursache
Erklärt die Ursache IS und IS NOT ohne Widerspruch?
Qualitätscheck
Erklärt die Ursache IS und IS NOT ohne Widerspruch?
Stolperfalle
Die erste plausible Erklärung wird übernommen. Gegenbeispiele und Änderungen prüfen; einen bestätigenden Test planen.
Zeitlicher Rahmen: 45–90 Minuten
- 3
Entscheidung
Decision Analysis

Ziel
Begründete Wahl
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Ziel
- Kriterien und Optionen
Durchführung
- Entscheidungsziel formulieren; Muss-Kriterien prüfen und geeignete Alternativen an gewichteten Wunsch-Kriterien vergleichen.
- Risiken der aussichtsreichen Optionen separat bewerten, bevor entschieden wird.
Ergebnis
Begründete Wahl
Erfüllt die gewählte Option alle Muss-Kriterien?
Qualitätscheck
Erfüllt die gewählte Option alle Muss-Kriterien?
Stolperfalle
Hohe Wunschpunkte gleichen ein verletztes Muss aus. Nicht geeignete Optionen vor dem gewichteten Vergleich ausschließen.
Zeitlicher Rahmen: 45–90 Minuten
- 4
Planrisiken
Potential Problem Analysis

Ziel
Abgesicherter Plan
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Gewählter Plan
- Kritische Schritte
Durchführung
- Kritische Planschritte und mögliche Probleme mit Ursachen benennen; vorbeugende Maßnahmen festlegen.
- Für den Eintritt Gegenmaßnahme, Auslöser und Verantwortliche vereinbaren.
Ergebnis
Abgesicherter Plan
Sind Prävention und Reaktion samt Auslöser getrennt?
Qualitätscheck
Sind Prävention und Reaktion samt Auslöser getrennt?
Stolperfalle
Ein Risikohinweis bleibt ohne Handlung. Vorbeugung oder vorbereitete Reaktion mit Owner ergänzen.
Zeitlicher Rahmen: 30–60 Minuten
Artefakt
Was am Ende rauskommt
Skizze: so sieht das Artefakt aus
Priorisierter Analyseauftrag und passende Ergebnisse: verifizierte Ursache, begründete Entscheidung oder abgesicherter Plan.
Datum und Geltungsbereich festhalten; bei Änderungen den alten Stand mit Begründung erhalten.
- Strukturiertes Dokument
- Tabellen für Fakten und Kriterien
- Workshopboard mit vier Prozessbereichen
kepner-tregoe-working-template.md
Anliegen, Fakten, Auswirkungen und Verantwortliche sammeln; zuerst den benötigten Analyseweg bestimmen.
Kepner-Tregoe: Arbeitsvorlage
Fragestellung
Noch zu klären
Gewünschtes Ergebnis
Noch zu klären
Rahmen
Gesamter Durchlauf Zeit: Mehrere Analyseblöcke nach Bedarf; 45–90 Minuten je Block
Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.
Vorbereitung für diesen Umfang
Methodische Grundausstattung
- Materialien: Anliegenliste, IS/IS NOT-Vergleich, Entscheidungskriterien, Alternativen und Risikoplan.
- Rollen: Fachkundige, Prozessverantwortliche, Entscheidungsträger und erfahrene Moderation.
- Vorab-Infos: Anliegen, Fakten, Auswirkungen und Verantwortliche sammeln; zuerst den benötigten Analyseweg bestimmen.
- Gesamter Zeitbedarf: Mehrere Analyseblöcke nach Bedarf; 45–90 Minuten je Block
- Setup: Anliegen zuerst sortieren; getrennte Arbeitsflächen für IS/IS NOT, Entscheidungskriterien und Planrisiken bereitstellen.
Für die Arbeitsschritte bereitstellen
Situation: Situation Appraisal
- Anliegen
- Auswirkungen
Problem: Problem Analysis
- Abweichungsdaten
- Vergleichsfälle
Entscheidung: Decision Analysis
- Ziel
- Kriterien und Optionen
Planrisiken: Potential Problem Analysis
- Gewählter Plan
- Kritische Schritte
Kepner-Tregoe · Arbeitsvorlage
Situation Appraisal
Welche Anliegen bestehen und welcher Analyseweg passt je Anliegen?
...
IS / IS NOT
Was, wo, wann und in welchem Ausmaß tritt die Abweichung auf oder nicht auf?
...
Unterschied, Änderung, Test
Welche Änderung erklärt sämtliche Fakten und wie wird sie verifiziert?
...
Muss, Wunsch, Risiko
Welche Optionen erfüllen Muss-Kriterien und wie unterscheiden sie sich im Nutzen und Risiko?
...
Prävention und Reaktion
Welche Gefahr verhindern wir, und welcher Auslöser startet welche Reaktion?
...
Arbeitsimpulse mit eigenen Angaben beantworten. Unbekanntes und Annahmen ausdrücklich markieren.
Situation: Situation Appraisal
Erwartetes Artefakt: Analyseaufträge
Ist je Anliegen der benötigte Denkprozess klar?
Eintrag:
...
- Ist je Anliegen der benötigte Denkprozess klar?
Problem: Problem Analysis
Erwartetes Artefakt: Verifizierte Ursache
Erklärt die Ursache IS und IS NOT ohne Widerspruch?
Eintrag:
...
- Erklärt die Ursache IS und IS NOT ohne Widerspruch?
Entscheidung: Decision Analysis
Erwartetes Artefakt: Begründete Wahl
Erfüllt die gewählte Option alle Muss-Kriterien?
Eintrag:
...
- Erfüllt die gewählte Option alle Muss-Kriterien?
Planrisiken: Potential Problem Analysis
Erwartetes Artefakt: Abgesicherter Plan
Sind Prävention und Reaktion samt Auslöser getrennt?
Eintrag:
...
- Sind Prävention und Reaktion samt Auslöser getrennt?
Offene Fragen und nächste Schritte
...
Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/kepner-tregoe/run-sheet
Beispielausgabe
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.
kepner-tregoe-beispiel.md
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Beispiel
Situation Appraisal: Fiktiv: Anmeldungen scheitern seit Dienstag; Ursache unklar. Problem Analysis zuerst, Auswahl einer Korrektur danach.
IS / IS NOT: IS: Mobile Safari, Formularversion 4, seit Dienstag, 18 von 60 Versuchen. IS NOT: Desktop, Version 3, Montag.
Unterschied, Änderung, Test: Hypothese: neues Datumsfeld. Rücksetzen nur dieses Feldes beseitigt den Fehler im reproduzierbaren Test; übrige Unterschiede weiter prüfen.
Muss, Wunsch, Risiko: Muss: kein Datenverlust, Bereitstellung heute. Rollback erfüllt beides; Komplettumbau scheidet aus. Wunsch: wenig Betriebsaufwand; Risiko: alte Bedienhürde kehrt zurück.
Prävention und Reaktion: Vor Rollback Datenkompatibilität testen. Bei erhöhter Fehlerrate nach Auslieferung stoppt Jan die weitere Verteilung und aktiviert die geprüfte Vorgängerversion.
Stolperfallen
Symptome erkennen, gegensteuern
Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf
- Situation AppraisalEine unbekannte Ursache wird mit einer schnellen Auswahl übersprungen.In der Phase ansehen
- Problem AnalysisDie erste plausible Erklärung wird übernommen.In der Phase ansehen
- Decision AnalysisHohe Wunschpunkte gleichen ein verletztes Muss aus.In der Phase ansehen
- Potential Problem AnalysisEin Risikohinweis bleibt ohne Handlung.In der Phase ansehen
Situation Appraisal
Eine unbekannte Ursache wird mit einer schnellen Auswahl übersprungen.
Abweichung und Entscheidung getrennt formulieren.
Problem Analysis
Die erste plausible Erklärung wird übernommen.
Gegenbeispiele und Änderungen prüfen; einen bestätigenden Test planen.
Decision Analysis
Hohe Wunschpunkte gleichen ein verletztes Muss aus.
Nicht geeignete Optionen vor dem gewichteten Vergleich ausschließen.
Potential Problem Analysis
Ein Risikohinweis bleibt ohne Handlung.
Vorbeugung oder vorbereitete Reaktion mit Owner ergänzen.
Abbruchkriterien
Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest
Methodenanleitung durchgearbeitet?
Zum Steckbrief für Zweck, ähnliche Methoden und Quellen oder direkt zur nächsten Methode im Katalog.

