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MethodenanleitungOperations

Kepner-Tregoe

Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.

KomplexitätHoch
Zeit2-8 h
Teilnehmende2-8
FormatWorkshop + Async
ReifegradCanonical
Planen
01

Vorbedingung

Was vorher fertig sein muss

Vorher abschließenFakten und Mandat

Beobachtungen, Sollzustand und zuständige Personen sind verfügbar.

Fehlende Fakten als Erhebungsauftrag führen.
02

Vorbereitung

Was vor Start vorliegen muss

Materialien

Anliegenliste, IS/IS NOT-Vergleich, Entscheidungskriterien, Alternativen und Risikoplan.

Personen / Rollen

Fachkundige, Prozessverantwortliche, Entscheidungsträger und erfahrene Moderation.

Vorabinfos

Anliegen, Fakten, Auswirkungen und Verantwortliche sammeln; zuerst den benötigten Analyseweg bestimmen.

Zeitbedarf

Mehrere Analyseblöcke nach Bedarf; 45–90 Minuten je Block

Setup

Anliegen zuerst sortieren; getrennte Arbeitsflächen für IS/IS NOT, Entscheidungskriterien und Planrisiken bereitstellen.

03

Kernfrage

Die eine Frage, die diese Methode beantwortet

Brauchen wir Situationsklärung, Ursachenklärung, eine Entscheidung oder die Absicherung eines Plans?

04

Ablauf

Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle

Kepner-Tregoe bietet getrennte Denkprozesse für Situationsklärung, Ursachenanalyse, Entscheidung und Absicherung. Situation Appraisal bestimmt, welcher Prozess gebraucht wird; nicht jedes Anliegen durchläuft alle Verfahren.

Kepner-Tregoe · Arbeitsvorlage

Fiktives Beispiel

Kepner-Tregoe bietet getrennte Denkprozesse für Situationsklärung, Ursachenanalyse, Entscheidung und Absicherung. Situation Appraisal bestimmt, welcher Prozess gebraucht wird; nicht jedes Anliegen durchläuft alle Verfahren.

Situation Appraisal

Welche Anliegen bestehen und welcher Analyseweg passt je Anliegen?

Fiktiv: Anmeldungen scheitern seit Dienstag; Ursache unklar. Problem Analysis zuerst, Auswahl einer Korrektur danach.

IS / IS NOT

Was, wo, wann und in welchem Ausmaß tritt die Abweichung auf oder nicht auf?

IS: Mobile Safari, Formularversion 4, seit Dienstag, 18 von 60 Versuchen. IS NOT: Desktop, Version 3, Montag.

Unterschied, Änderung, Test

Welche Änderung erklärt sämtliche Fakten und wie wird sie verifiziert?

Hypothese: neues Datumsfeld. Rücksetzen nur dieses Feldes beseitigt den Fehler im reproduzierbaren Test; übrige Unterschiede weiter prüfen.

Muss, Wunsch, Risiko

Welche Optionen erfüllen Muss-Kriterien und wie unterscheiden sie sich im Nutzen und Risiko?

Muss: kein Datenverlust, Bereitstellung heute. Rollback erfüllt beides; Komplettumbau scheidet aus. Wunsch: wenig Betriebsaufwand; Risiko: alte Bedienhürde kehrt zurück.

Prävention und Reaktion

Welche Gefahr verhindern wir, und welcher Auslöser startet welche Reaktion?

Vor Rollback Datenkompatibilität testen. Bei erhöhter Fehlerrate nach Auslieferung stoppt Jan die weitere Verteilung und aktiviert die geprüfte Vorgängerversion.

Alle Beispielangaben sind erfunden; sie erläutern die Anwendung.

Kepner-Tregoe: FAQs

  1. 1

    Situation

    Situation Appraisal

    Ziel

    Analyseaufträge

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Anliegen
    • Auswirkungen

    Durchführung

    • Anliegen trennen und nach aktueller Wirkung, Dringlichkeit und Entwicklung priorisieren.
    • Für jedes Anliegen Analyseweg, Owner und nächsten Termin festlegen.

    Ergebnis

    Analyseaufträge

    Ist je Anliegen der benötigte Denkprozess klar?

    Qualitätscheck

    Ist je Anliegen der benötigte Denkprozess klar?

    Stolperfalle

    Eine unbekannte Ursache wird mit einer schnellen Auswahl übersprungen. Abweichung und Entscheidung getrennt formulieren.

    Zeitlicher Rahmen: 20–40 Minuten

  2. 2

    Problem

    Problem Analysis

    Ziel

    Verifizierte Ursache

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Abweichungsdaten
    • Vergleichsfälle

    Durchführung

    • Abweichung nach Was, Wo, Wann und Ausmaß als IS und IS NOT beschreiben.
    • Unterschiede und Veränderungen zu Ursachenhypothesen verbinden; jede gegen alle Fakten prüfen und verifizieren.

    Ergebnis

    Verifizierte Ursache

    Erklärt die Ursache IS und IS NOT ohne Widerspruch?

    Qualitätscheck

    Erklärt die Ursache IS und IS NOT ohne Widerspruch?

    Stolperfalle

    Die erste plausible Erklärung wird übernommen. Gegenbeispiele und Änderungen prüfen; einen bestätigenden Test planen.

    Zeitlicher Rahmen: 45–90 Minuten

  3. 3

    Entscheidung

    Decision Analysis

    Ziel

    Begründete Wahl

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Ziel
    • Kriterien und Optionen

    Durchführung

    • Entscheidungsziel formulieren; Muss-Kriterien prüfen und geeignete Alternativen an gewichteten Wunsch-Kriterien vergleichen.
    • Risiken der aussichtsreichen Optionen separat bewerten, bevor entschieden wird.

    Ergebnis

    Begründete Wahl

    Erfüllt die gewählte Option alle Muss-Kriterien?

    Qualitätscheck

    Erfüllt die gewählte Option alle Muss-Kriterien?

    Stolperfalle

    Hohe Wunschpunkte gleichen ein verletztes Muss aus. Nicht geeignete Optionen vor dem gewichteten Vergleich ausschließen.

    Zeitlicher Rahmen: 45–90 Minuten

  4. 4

    Planrisiken

    Potential Problem Analysis

    Ziel

    Abgesicherter Plan

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Gewählter Plan
    • Kritische Schritte

    Durchführung

    • Kritische Planschritte und mögliche Probleme mit Ursachen benennen; vorbeugende Maßnahmen festlegen.
    • Für den Eintritt Gegenmaßnahme, Auslöser und Verantwortliche vereinbaren.

    Ergebnis

    Abgesicherter Plan

    Sind Prävention und Reaktion samt Auslöser getrennt?

    Qualitätscheck

    Sind Prävention und Reaktion samt Auslöser getrennt?

    Stolperfalle

    Ein Risikohinweis bleibt ohne Handlung. Vorbeugung oder vorbereitete Reaktion mit Owner ergänzen.

    Zeitlicher Rahmen: 30–60 Minuten

05

Artefakt

Was am Ende rauskommt

Skizze: so sieht das Artefakt aus

Kepner-Tregoe · ProblemanalyseSituation, Problem, Entscheidung und Risiko werden als getrennte Analyseprozesse sauber auseinandergehalten
Kepner-TregoeDas Visual zeigt Situationsklärung, Ist-Ist-nicht-Problemanalyse, Entscheidungsanalyse und Risikoplanung als getrennte Denkprozesse.Komplexe Probleme in saubere Analyseprozesse trennenKT hält Situation, Ursache, Entscheidung und Risiko auseinander, damit Teams nicht vorschnell springen.Fakten trennenUrsachen testenRisiko absichernSituationThemen sortieren undPriorität setzenProblem AnalysisDimensionISTIST NICHTUnterschiedWas?Fehler AFehler Bneuer FlowWo?Region NordRegion SüdKonfigurationWann?seit Releasevorher nichtDeploymentAusmaß?10 % Sessionsandere normalKohorteDecision AnalysisOptionen an Muss- undWunschkriterien prüfenPotential ProblemsRisiken, Trigger und Maßnahmenplanen
Form

Priorisierter Analyseauftrag und passende Ergebnisse: verifizierte Ursache, begründete Entscheidung oder abgesicherter Plan.

Versionierung / Ownership

Datum und Geltungsbereich festhalten; bei Änderungen den alten Stand mit Begründung erhalten.

Tool-Alternativen
  • Strukturiertes Dokument
  • Tabellen für Fakten und Kriterien
  • Workshopboard mit vier Prozessbereichen

kepner-tregoe-working-template.md

Anliegen, Fakten, Auswirkungen und Verantwortliche sammeln; zuerst den benötigten Analyseweg bestimmen.

Kepner-Tregoe: Arbeitsvorlage

Fragestellung

Noch zu klären

Gewünschtes Ergebnis

Noch zu klären

Rahmen

Gesamter Durchlauf Zeit: Mehrere Analyseblöcke nach Bedarf; 45–90 Minuten je Block

Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.

Vorbereitung für diesen Umfang

Methodische Grundausstattung

  • Materialien: Anliegenliste, IS/IS NOT-Vergleich, Entscheidungskriterien, Alternativen und Risikoplan.
  • Rollen: Fachkundige, Prozessverantwortliche, Entscheidungsträger und erfahrene Moderation.
  • Vorab-Infos: Anliegen, Fakten, Auswirkungen und Verantwortliche sammeln; zuerst den benötigten Analyseweg bestimmen.
  • Gesamter Zeitbedarf: Mehrere Analyseblöcke nach Bedarf; 45–90 Minuten je Block
  • Setup: Anliegen zuerst sortieren; getrennte Arbeitsflächen für IS/IS NOT, Entscheidungskriterien und Planrisiken bereitstellen.

Für die Arbeitsschritte bereitstellen

Situation: Situation Appraisal

  • Anliegen
  • Auswirkungen

Problem: Problem Analysis

  • Abweichungsdaten
  • Vergleichsfälle

Entscheidung: Decision Analysis

  • Ziel
  • Kriterien und Optionen

Planrisiken: Potential Problem Analysis

  • Gewählter Plan
  • Kritische Schritte

Kepner-Tregoe · Arbeitsvorlage

Situation Appraisal

Welche Anliegen bestehen und welcher Analyseweg passt je Anliegen?

...

IS / IS NOT

Was, wo, wann und in welchem Ausmaß tritt die Abweichung auf oder nicht auf?

...

Unterschied, Änderung, Test

Welche Änderung erklärt sämtliche Fakten und wie wird sie verifiziert?

...

Muss, Wunsch, Risiko

Welche Optionen erfüllen Muss-Kriterien und wie unterscheiden sie sich im Nutzen und Risiko?

...

Prävention und Reaktion

Welche Gefahr verhindern wir, und welcher Auslöser startet welche Reaktion?

...

Arbeitsimpulse mit eigenen Angaben beantworten. Unbekanntes und Annahmen ausdrücklich markieren.

Kepner-Tregoe: FAQs

Situation: Situation Appraisal

Erwartetes Artefakt: Analyseaufträge

Ist je Anliegen der benötigte Denkprozess klar?

Eintrag:

...

  • Ist je Anliegen der benötigte Denkprozess klar?

Problem: Problem Analysis

Erwartetes Artefakt: Verifizierte Ursache

Erklärt die Ursache IS und IS NOT ohne Widerspruch?

Eintrag:

...

  • Erklärt die Ursache IS und IS NOT ohne Widerspruch?

Entscheidung: Decision Analysis

Erwartetes Artefakt: Begründete Wahl

Erfüllt die gewählte Option alle Muss-Kriterien?

Eintrag:

...

  • Erfüllt die gewählte Option alle Muss-Kriterien?

Planrisiken: Potential Problem Analysis

Erwartetes Artefakt: Abgesicherter Plan

Sind Prävention und Reaktion samt Auslöser getrennt?

Eintrag:

...

  • Sind Prävention und Reaktion samt Auslöser getrennt?

Offene Fragen und nächste Schritte

...

Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/kepner-tregoe/run-sheet

06

Beispielausgabe

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.

kepner-tregoe-beispiel.md

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Beispiel

Situation Appraisal: Fiktiv: Anmeldungen scheitern seit Dienstag; Ursache unklar. Problem Analysis zuerst, Auswahl einer Korrektur danach.

IS / IS NOT: IS: Mobile Safari, Formularversion 4, seit Dienstag, 18 von 60 Versuchen. IS NOT: Desktop, Version 3, Montag.

Unterschied, Änderung, Test: Hypothese: neues Datumsfeld. Rücksetzen nur dieses Feldes beseitigt den Fehler im reproduzierbaren Test; übrige Unterschiede weiter prüfen.

Muss, Wunsch, Risiko: Muss: kein Datenverlust, Bereitstellung heute. Rollback erfüllt beides; Komplettumbau scheidet aus. Wunsch: wenig Betriebsaufwand; Risiko: alte Bedienhürde kehrt zurück.

Prävention und Reaktion: Vor Rollback Datenkompatibilität testen. Bei erhöhter Fehlerrate nach Auslieferung stoppt Jan die weitere Verteilung und aktiviert die geprüfte Vorgängerversion.

07

Stolperfallen

Symptome erkennen, gegensteuern

Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf

  1. Situation AppraisalEine unbekannte Ursache wird mit einer schnellen Auswahl übersprungen.In der Phase ansehen
  2. Problem AnalysisDie erste plausible Erklärung wird übernommen.In der Phase ansehen
  3. Decision AnalysisHohe Wunschpunkte gleichen ein verletztes Muss aus.In der Phase ansehen
  4. Potential Problem AnalysisEin Risikohinweis bleibt ohne Handlung.In der Phase ansehen
08

Abbruchkriterien

Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest

Vermutung ersetzt Beleg: im passenden Prozess fehlende Daten erheben; keine Ursache allein aus Plausibilität bestätigen.

Methode nach Praxisgemeinschaft. Die Methode ist als verbreitete Praxis entstanden und wird nicht eindeutig einer einzelnen Urheberin oder Organisation zugeschrieben. Kuratiert mit 2 Quellen.

Quellen: Kepner-Tregoe: FAQs, Kepner-Tregoe: PSDM Prework

Ablauf, Timeboxen und Stolperfallen sind redaktionell kuratierte Praxisempfehlungen auf Basis der genannten Quellen.

Methodenanleitung durchgearbeitet?

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