Ein klares Ziel und zumindest ein mögliches Messsignal sind benannt.
Impact Mapping
Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.
Vorbedingung
Was vorher fertig sein muss
Business, Technik und betroffene Nutzerperspektiven sind vertreten.
Vorbereitung
Was vor Start vorliegen muss
Wandfläche oder digitales Mind-Map-Board, Karten für Goal, Actor, Impact und Deliverable, Messsignale und vorhandene Wirkungsevidenz.
Business- und technische Verantwortliche, Produktteam, betroffene Nutzer- oder Fachperspektive und eine moderierende Person.
Warum-Ziel und bekannte Ausgangslage zusammentragen. Vorhandene Indikatoren, Grenzen des Einflusses und laufende Initiativen prüfen.
Etwa 90 bis 120 Minuten für einen fokussierten ersten Mapping-Durchlauf; Wirkungsmessung und Delivery-Review folgen später.
Mit Why beginnen, dann Who, How und What verzweigt ergänzen. Jeder What-Vorschlag bleibt mit Akteur und Impact verbunden.
Kernfrage
Die eine Frage, die diese Methode beantwortet
Warum ist das Ziel wichtig, wer kann es beeinflussen, wie müsste sich Verhalten verändern und was könnte das unterstützen?
Ablauf
Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle
Impact Mapping ist eine kollaborative Visualisierung der Annahmen hinter einem Vorhaben: Warum ist das Ziel wichtig, wer kann es beeinflussen, wie sollte sich Verhalten ändern und was könnte diese Veränderung unterstützen?
Impact Map: Ziel, Akteure, Impacts und Optionen
Fiktives Lehrbeispiel
Fiktive Map zu einem messbaren Outcome. Der übergeordnete Why-Knoten steht separat; jede Tabellenzeile bildet einen möglichen Akteur-Impact-Deliverable-Zweig ab.
| Möglicher Zweig | Wer · Actor | Wie · Impact | Was · Deliverable |
|---|---|---|---|
| Zweig 1Welcher Akteur, welches Verhalten und welche mögliche Unterstützung gehören zusammen? | Haushalte mit gelegentlichem Reparaturbedarf. | Verfügbare Werkzeuge vor der Anfahrt verlässlich auswählen. (Fiktive Wirkannahme) | Statusanzeige oder verbindliche Reservierungsbestätigung. (Option) |
| Zweig 2Wie kann diese Gruppe das Ziel fördern oder blockieren? | Freiwillige, die Ausgabe und Rückgabe organisieren. | Verfügbarkeits- und Rückgabezustände zeitnah aktualisieren. (Fiktive Wirkannahme) | Einfacher Statusprozess oder Erinnerungsablauf. (Option) |
| Zweig 3Welche weitere Gruppe kann die Wirkung beeinflussen? | Lokale Organisationen, die Werkzeuge bereitstellen. | Bestand und Öffnungszeiten verlässlich mitteilen. (Fiktive Wirkannahme) | Abgestimmter Bestands- und Öffnungszeitenprozess. (Option) |
1. Wer · Actor
- Zweig 1
- Haushalte mit gelegentlichem Reparaturbedarf.
- Zweig 2
- Freiwillige, die Ausgabe und Rückgabe organisieren.
- Zweig 3
- Lokale Organisationen, die Werkzeuge bereitstellen.
2. Wie · Impact
- Zweig 1
- Verfügbare Werkzeuge vor der Anfahrt verlässlich auswählen. (Fiktive Wirkannahme)
- Zweig 2
- Verfügbarkeits- und Rückgabezustände zeitnah aktualisieren. (Fiktive Wirkannahme)
- Zweig 3
- Bestand und Öffnungszeiten verlässlich mitteilen. (Fiktive Wirkannahme)
3. Was · Deliverable
- Zweig 1
- Statusanzeige oder verbindliche Reservierungsbestätigung. (Option)
- Zweig 2
- Einfacher Statusprozess oder Erinnerungsablauf. (Option)
- Zweig 3
- Abgestimmter Bestands- und Öffnungszeitenprozess. (Option)
Fiktives Why-Ziel: Anteil abgeschlossener Ausleihen an allen Reservierungsanfragen im Pilotgebiet innerhalb von acht Wochen von 20 % auf 35 % erhöhen. Ausgangswert, Ziel und Zeitraum sind erfunden. Die Zeilen sind Wirkannahmen und Optionen, keine bestätigte Kausalität oder Lieferzusage.
- 1
Warum
Ein messbares Ziel setzen

Ziel
Die Map beginnt mit einem überprüfbaren Ergebnis statt einer Feature-Liste.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Geschäfts- oder Produktziel
- Baseline, Zeitraum und Einflussbereich soweit bekannt
Durchführung
- Ziel in Ergebnis- und Messsprache formulieren.
- Bezug zu Zeitraum und Ausgangslage herstellen, wenn Daten vorliegen.
- Abhängigkeiten und Einflussgrenzen markieren.
Ergebnis
Ziel als Zentrum der Impact Map
Warum · Ergebnis · Zeithorizont
Qualitätscheck
Wird ein Ergebnis benannt statt die Lieferung einer Lösung?
Stolperfalle
Das Ziel ist eine Maßnahme oder ein Feature. Ergebnisziel klären und begründen, warum es für die Organisation wichtig ist.
Zeitlicher Rahmen: Etwa 15 Minuten.
- 2
Wer
Einflussreiche Akteure identifizieren

Ziel
Die Map fokussiert Gruppen, deren Verhalten das Ziel beeinflussen kann.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Ziel und Systemgrenze
- Kunden-, Geschäfts- und Delivery-Perspektiven
Durchführung
- Personen, Rollen, Gruppen oder Systeme sammeln, die beitragen oder blockieren können.
- Betroffene Nutzer und relevante Stakeholder einschließen.
- Akteure nach möglichem Einfluss auf das Ziel bündeln.
Ergebnis
Akteursgruppen mit Zielbezug
Akteur · Einflussmöglichkeit · Betroffenheit
Qualitätscheck
Sind Akteure wegen ihres möglichen Verhaltens mit dem Ziel verbunden?
Stolperfalle
Ein vollständiges Organigramm verdrängt relevante Verhaltensgruppen. Akteure über ihren Einfluss auf das Ziel definieren, nicht nur über Hierarchie.
Zeitlicher Rahmen: Etwa 20 Minuten.
- 3
Wie
Erwünschte Verhaltensänderungen beschreiben

Ziel
Jeder Wirkpfad ist als Hypothese sichtbar und überprüfbar.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Akteursgruppen
- Ziel und relevante Nutzer- oder Geschäftsevidenz
Durchführung
- Pro Akteur gewünschtes oder zu verhinderndes Verhalten formulieren.
- Erwünschte Änderungen mit Ergebnislogik und Evidenz begründen.
- Unbelegte Verhaltensannahmen sichtbar kennzeichnen.
Ergebnis
Impact-Äste je Akteur
Akteur → Verhalten → Beitrag zum Ziel
Qualitätscheck
Beschreibt ein Impact eine Verhaltensänderung? Ist der Bezug zum Ziel nachvollziehbar?
Stolperfalle
Ein Impact wird als ausgelieferte Funktion formuliert. Funktion auf die Verhaltensänderung zurückübersetzen, die sie unterstützen soll.
Zeitlicher Rahmen: Etwa 25 Minuten.
- 4
Was
Mögliche Deliverables ableiten

Ziel
Scope wird in Bezug auf angenommene Wirkung diskutiert, nicht als Wunschliste.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Goal, Actor und Impact-Zweige
- Produkt-, Service- und Organisationsoptionen
Durchführung
- Mögliche Produkt-, Prozess-, Service- oder Kommunikationsbeiträge sammeln.
- Jeden Vorschlag an Impact und Akteur zurückbinden.
- Optionen zunächst auf hoher Ebene belassen und mit Lernbedarf verbinden.
Ergebnis
Optionale Deliverables je Impact
Option → Impact → Akteur → Ziel
Qualitätscheck
Kann jedes Deliverable über einen Impact bis zum Ziel begründet werden? Welche Annahme sollte vor der Umsetzung geprüft werden?
Stolperfalle
Deliverables werden als beschlossene Zusagen behandelt. Sie als zu prüfende Optionen markieren und Wirkung nach Umsetzung messen.
Zeitlicher Rahmen: Etwa 20 Minuten.
Artefakt
Was am Ende rauskommt
Skizze: so sieht das Artefakt aus
Versionierte Impact Map mit Ziel, Akteuren, Verhaltensimpacts, möglichen Deliverables, Annahmen, Messsignalen und späteren Ergebnissen.
Ziel, Datum und Teilnehmer festhalten. Änderungen an Wirkungspfaden, Annahmen und Messsignalen versionieren; umgesetzte Deliverables nicht als bewiesene Wirkung markieren.
- Digitales Mind-Map- oder Whiteboard-Tool
- Karten nach Why / Who / How / What gruppiert
- Mess- und Forschungsnotizen mit Quellenlinks
impact-mapping-working-template.md
Plane den gemeinsamen Dialog vom Ziel über Akteure und Verhaltensänderungen zu möglichen Optionen.
Impact Mapping: Arbeitsvorlage
Fragestellung
Noch zu klären
Gewünschtes Ergebnis
Noch zu klären
Rahmen
Eine Impact Map entwickeln Zeit: Etwa 90 bis 120 Minuten
Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.
Vorbereitung für diesen Umfang
Methodische Grundausstattung
- Materialien: Wandfläche oder digitales Mind-Map-Board, Karten für Goal, Actor, Impact und Deliverable, Messsignale und vorhandene Wirkungsevidenz.
- Rollen: Business- und technische Verantwortliche, Produktteam, betroffene Nutzer- oder Fachperspektive und eine moderierende Person.
- Vorab-Infos: Warum-Ziel und bekannte Ausgangslage zusammentragen. Vorhandene Indikatoren, Grenzen des Einflusses und laufende Initiativen prüfen.
- Gesamter Zeitbedarf: Etwa 90 bis 120 Minuten für einen fokussierten ersten Mapping-Durchlauf; Wirkungsmessung und Delivery-Review folgen später.
- Setup: Mit Why beginnen, dann Who, How und What verzweigt ergänzen. Jeder What-Vorschlag bleibt mit Akteur und Impact verbunden.
Für die Arbeitsschritte bereitstellen
Warum: Ein messbares Ziel setzen
- Geschäfts- oder Produktziel
- Baseline, Zeitraum und Einflussbereich soweit bekannt
Wer: Einflussreiche Akteure identifizieren
- Ziel und Systemgrenze
- Kunden-, Geschäfts- und Delivery-Perspektiven
Wie: Erwünschte Verhaltensänderungen beschreiben
- Akteursgruppen
- Ziel und relevante Nutzer- oder Geschäftsevidenz
Was: Mögliche Deliverables ableiten
- Goal, Actor und Impact-Zweige
- Produkt-, Service- und Organisationsoptionen
Impact Map: Ziel, Akteure, Impacts und Optionen
| Möglicher Zweig | Akteur | Verhaltensänderung | Optionale Maßnahme |
|---|---|---|---|
| Zweig 1 | |||
| Zweig 2 | |||
| Zweig 3 |
- Zweig 1: Welcher Akteur, welches Verhalten und welche mögliche Unterstützung gehören zusammen?
- Zweig 2: Wie kann diese Gruppe das Ziel fördern oder blockieren?
- Zweig 3: Welche weitere Gruppe kann die Wirkung beeinflussen?
Leere Vorlage: Ziel außerhalb der Tabelle festlegen. Pro Zweig Akteur, erforderliche Verhaltensänderung, mögliche Unterstützung und Annahme erfassen.
Warum: Ein messbares Ziel setzen
Erwartetes Artefakt: Ziel als Zentrum der Impact Map
Warum · Ergebnis · Zeithorizont
Eintrag:
...
- Wird ein Ergebnis benannt statt die Lieferung einer Lösung?
Wer: Einflussreiche Akteure identifizieren
Erwartetes Artefakt: Akteursgruppen mit Zielbezug
Akteur · Einflussmöglichkeit · Betroffenheit
Eintrag:
...
- Sind Akteure wegen ihres möglichen Verhaltens mit dem Ziel verbunden?
Wie: Erwünschte Verhaltensänderungen beschreiben
Erwartetes Artefakt: Impact-Äste je Akteur
Akteur → Verhalten → Beitrag zum Ziel
Eintrag:
...
- Beschreibt ein Impact eine Verhaltensänderung?
- Ist der Bezug zum Ziel nachvollziehbar?
Was: Mögliche Deliverables ableiten
Erwartetes Artefakt: Optionale Deliverables je Impact
Option → Impact → Akteur → Ziel
Eintrag:
...
- Kann jedes Deliverable über einen Impact bis zum Ziel begründet werden?
- Welche Annahme sollte vor der Umsetzung geprüft werden?
Offene Fragen und nächste Schritte
...
Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/impact-mapping/run-sheet
Beispielausgabe
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.
impact-mapping-beispiel.md
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Lehrbeispiel: Werkzeugausleihe
Alle Ziele, Wirkannahmen und Deliverables sind erfunden; es gibt keinen kausalen Nachweis.
Why (fiktiv): Anteil abgeschlossener Ausleihen an allen Reservierungsanfragen im Pilotgebiet innerhalb von acht Wochen von 20 % auf 35 % erhöhen. Ausgangswert, Ziel und Zeitraum sind erfunden.
Who: Haushalte, die ein Werkzeug brauchen; Freiwillige im Verleih.
How: Haushalte können Verfügbarkeit vorab einschätzen; Freiwillige aktualisieren den Status zeitnah. Das sind zu prüfende Verhaltensannahmen.
What-Optionen: Reservierungsbestätigung; einfacher Statusablauf. Beide bleiben Optionen.
Nächster Schritt: Prüfen, ob Verfügbarkeitsunsicherheit den Ausleihabschluss beeinflusst. Die Map ist ein Wirkmodell, kein Kausalitätsnachweis.
Stolperfallen
Symptome erkennen, gegensteuern
Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf
- Ein messbares Ziel setzenDas Ziel ist eine Maßnahme oder ein Feature.In der Phase ansehen
- Einflussreiche Akteure identifizierenEin vollständiges Organigramm verdrängt relevante Verhaltensgruppen.In der Phase ansehen
- Erwünschte Verhaltensänderungen beschreibenEin Impact wird als ausgelieferte Funktion formuliert.In der Phase ansehen
- Mögliche Deliverables ableitenDeliverables werden als beschlossene Zusagen behandelt.In der Phase ansehen
Ein messbares Ziel setzen
Das Ziel ist eine Maßnahme oder ein Feature.
Ergebnisziel klären und begründen, warum es für die Organisation wichtig ist.
Einflussreiche Akteure identifizieren
Ein vollständiges Organigramm verdrängt relevante Verhaltensgruppen.
Akteure über ihren Einfluss auf das Ziel definieren, nicht nur über Hierarchie.
Erwünschte Verhaltensänderungen beschreiben
Ein Impact wird als ausgelieferte Funktion formuliert.
Funktion auf die Verhaltensänderung zurückübersetzen, die sie unterstützen soll.
Mögliche Deliverables ableiten
Deliverables werden als beschlossene Zusagen behandelt.
Sie als zu prüfende Optionen markieren und Wirkung nach Umsetzung messen.
Abbruchkriterien
Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest
Methodenanleitung durchgearbeitet?
Zum Steckbrief für Zweck, ähnliche Methoden und Quellen oder direkt zur nächsten Methode im Katalog.

