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MethodenanleitungFacilitation

Dot Estimation

Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.

KomplexitätNiedrig
Zeit5-20 min
Teilnehmende3-20
FormatWorkshop
ReifegradEmerging
Dot Estimation planen
01

Vorbedingung

Was vorher fertig sein muss

Vorher abschließenVergleichbarer Gegenstand

Vergleichbare Items, enthaltene Arbeit und relative Größenbahn S/M/L/XL oder 1–13 festlegen; genau ein Punkt pro Person und Item vereinbaren.

Ohne gemeinsamen Bezugsrahmen werden Werte nicht vergleichbar.
Vorher abschließenEvidenzzugang

Refinete Items, gemeinsame Definition of Done, relative Größenbahn, je Person ein farbiger Punkt pro Item und Klärungslog

Fehlende Daten bleiben als Unsicherheit sichtbar.
02

Vorbereitung

Was vor Start vorliegen muss

Materialien

Refinete Items, gemeinsame Definition of Done, relative Größenbahn, je Person ein farbiger Punkt pro Item und Klärungslog

Personen / Rollen

Umsetzendes Team punktet · Product Owner klärt · Facilitator liest Streuung

Vorabinfos

Vergleichbare Items, enthaltene Arbeit und relative Größenbahn S/M/L/XL oder 1–13 festlegen; genau ein Punkt pro Person und Item vereinbaren.

Zeitbedarf

20–45 Minuten für 8–20 vergleichbare Items.

Setup

Arbeitsfläche mit Rahmen · Punkten · Lesen · Klären · Schließen vorbereiten; Beispiel und eigene Daten trennen.

03

Kernfrage

Die eine Frage, die diese Methode beantwortet

Wo verortet jede Person ein Item unabhängig auf derselben relativen Größenbahn, und welche Punktstreuung zeigt ein unterschiedliches Arbeitsverständnis?

04

Ablauf

Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle

Mehrere Personen markieren ihre Schätzung direkt sichtbar, sodass sofort erkennbar wird, wo Erfahrung ähnlich ist und wo Wahrnehmung stark auseinandergeht. Der Dialog danach klärt die Ursachen der Unterschiede und liefert eine brauchbare Größenordnung für die nächste Planung.

Dot Estimation · Arbeitsstruktur

Fiktives Beispiel

Fiktive Werte zeigen die tatsächlichen Fachfelder.

Dot Estimation · Arbeitsstruktur
ItemScopeAnkerPunkte R1StreuungKlärungPunkte R2Ergebnis
Karte speichernEvidenz und Begründung ergänzen.Build, Test, Security, RolloutS=Validierung; L=neue ZahlungsartS, M, M, M, LBreit um MGast/Migration out; Security bleibtM, M, M, M, MM
ProviderwechselEvidenz und Begründung ergänzen.Auth, Migration, Fallback, ZertifizierungL=neue ZahlungsartL, XL, XL, XL, XLHoch bei XLMehrere OutcomesKeine neue RundeXL → Split
  1. 1. Scope

    Karte speichern
    Build, Test, Security, Rollout
    Providerwechsel
    Auth, Migration, Fallback, Zertifizierung
  2. 2. Anker

    Karte speichern
    S=Validierung; L=neue Zahlungsart
    Providerwechsel
    L=neue Zahlungsart
  3. 3. Punkte R1

    Karte speichern
    S, M, M, M, L
    Providerwechsel
    L, XL, XL, XL, XL
  4. 4. Streuung

    Karte speichern
    Breit um M
    Providerwechsel
    Hoch bei XL
  5. 5. Klärung

    Karte speichern
    Gast/Migration out; Security bleibt
    Providerwechsel
    Mehrere Outcomes
  6. 6. Punkte R2

    Karte speichern
    M, M, M, M, M
    Providerwechsel
    Keine neue Runde
  7. 7. Ergebnis

    Karte speichern
    M
    Providerwechsel
    XL → Split

Alle Werte sind fiktiv.

Fachquelle · eigene Lehrdarstellung

  1. 1

    Rahmen

    Punktierbasis

    Ziel

    Punktierbasis: Item-Satz, Größenbedeutung, Done und Referenzanker gemeinsam festlegen.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Vergleichbare Items, enthaltene Arbeit und relative Größenbahn S/M/L/XL oder 1–13 festlegen; genau ein Punkt pro Person und Item vereinbaren.
    • Refinete Items, gemeinsame Definition of Done, relative Größenbahn, je Person ein farbiger Punkt pro Item und Klärungslog

    Durchführung

    • Item-Satz, Größenbedeutung, Done und Referenzanker gemeinsam festlegen.

    Ergebnis

    Punktierbasis

    Item-Satz, Größenbedeutung, Done und Referenzanker gemeinsam festlegen.

    Qualitätscheck

    Schätzen alle denselben Scope auf derselben Skala?

    Stolperfalle

    Dots stimmen über Priorität, Risiko und Aufwand zugleich ab. Eine Schätzdimension benennen und Priorisierung getrennt durchführen.

    Zeitlicher Rahmen: 5–8 Minuten

  2. 2

    Punkten

    Punktbild

    Ziel

    Punktbild: Jede Person setzt unabhängig genau einen Punkt pro Item auf die verdeckte oder gleichzeitig freigegebene Größenbahn.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Punktierbasis

    Durchführung

    • Jede Person setzt unabhängig genau einen Punkt pro Item auf die verdeckte oder gleichzeitig freigegebene Größenbahn.

    Ergebnis

    Punktbild

    Jede Person setzt unabhängig genau einen Punkt pro Item auf die verdeckte oder gleichzeitig freigegebene Größenbahn.

    Qualitätscheck

    Sind Punkte unabhängig gesetzt und Personenstimmen gleich gewichtet?

    Stolperfalle

    Frühe Punkte sind sichtbar und ankern spätere. Punkte verdeckt sammeln oder gleichzeitig aufdecken.

    Zeitlicher Rahmen: 5–10 Minuten

  3. 3

    Lesen

    Streuungsbefund

    Ziel

    Streuungsbefund: Cluster, Randpunkte und breite Streuung beschreiben, ohne Punkte zu mitteln oder Mehrheiten sofort zu entscheiden.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Punktbild

    Durchführung

    • Cluster, Randpunkte und breite Streuung beschreiben, ohne Punkte zu mitteln oder Mehrheiten sofort zu entscheiden.

    Ergebnis

    Streuungsbefund

    Cluster, Randpunkte und breite Streuung beschreiben, ohne Punkte zu mitteln oder Mehrheiten sofort zu entscheiden.

    Qualitätscheck

    Wird Dissens als Informationssignal erhalten?

    Stolperfalle

    Der häufigste Punkt wird kommentarlos übernommen. Hohe/niedrige Perspektive und Verteilung sichtbar lassen.

    Zeitlicher Rahmen: 3–5 Minuten

  4. 4

    Klären

    Geklärter Scope

    Ziel

    Geklärter Scope: Randperspektiven erklären Scope, Risiken und vorhandene Komponenten; Item oder Annahme aktualisieren.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Streuungsbefund

    Durchführung

    • Randperspektiven erklären Scope, Risiken und vorhandene Komponenten; Item oder Annahme aktualisieren.

    Ergebnis

    Geklärter Scope

    Randperspektiven erklären Scope, Risiken und vorhandene Komponenten; Item oder Annahme aktualisieren.

    Qualitätscheck

    Erklärt die Klärung, warum die Größenbilder abwichen?

    Stolperfalle

    Personen verteidigen ihren Punkt statt ihr Arbeitsbild. Über enthaltene Arbeit sprechen und anschließend neu punkten.

    Zeitlicher Rahmen: 5–10 Minuten

  5. 5

    Schließen

    Dot-Schätzung

    Ziel

    Dot-Schätzung: Neu punkten, tragbare Größenklasse dokumentieren und breite Reststreuung in Split oder Spike überführen.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Geklärter Scope

    Durchführung

    • Neu punkten, tragbare Größenklasse dokumentieren und breite Reststreuung in Split oder Spike überführen.

    Ergebnis

    Dot-Schätzung

    Neu punkten, tragbare Größenklasse dokumentieren und breite Reststreuung in Split oder Spike überführen.

    Qualitätscheck

    Ist Ergebnis relativ, begründet und mit nächstem Schritt versehen?

    Stolperfalle

    Dots werden zu Stunden oder einer statistischen Genauigkeit umgerechnet. Relative Klasse samt Anker sichern; Prognose getrennt aus Lieferdaten erstellen.

    Zeitlicher Rahmen: 5–10 Minuten

05

Artefakt

Was am Ende rauskommt

Skizze: so sieht das Artefakt aus

Dot Estimation · Aufwand als HeatmapBegrenzte Punkte auf Items verteilen, Häufungen als Aufwand-, Risiko- oder Unsicherheitssignal lesen und gezielt diskutieren
Dot EstimationDas Visual zeigt Dot Estimation als Board mit Items, Punkt-Häufungen, Heatmap-Signal und nächsten Klärungsschritten.Schnelles Gruppensignal zu Aufwand oder Unsicherheit erzeugenPunkte markieren keine exakte Schätzung, sondern zeigen, welche Items groß, riskant oder klärungsbedürftig wirken.Punkte bedeutenAufwand, Risiko oder Unsicherheit klarfestlegen5 Punkte je Personstill verteilen, keine Diskussionwährenddessenstilles VotenCluster zeigen Gesprächsbedarfkein präziser AufwandItems sichtbar machenItem Aklar, kleinItem Bunklarer ScopeItem Ctechnisches RisikoItem Dmittlere GrößeHeatmap SignalHäufungen gezielt besprechen, nichtmechanisch rechnenNächster Schrittsplitten, klären oder Risiko prüfen
Form

Punktverteilungen je Item mit relativer Lage, Streuung, geklärten Annahmen, finaler Größenklasse und Split-/Spike-Aufträgen.

Versionierung / Ownership

Datum, Team, Datenstand und Reviewtermin führen; frühere Fassungen erhalten.

Tool-Alternativen
  • Relative Größenbahn
  • Personenfarbige Punkte
  • Streuungs- und Klärungslog

dot-estimation-working-template.md

Gegenstand, Daten, Rollen, Ablauf und Review festlegen.

Dot Estimation: Arbeitsvorlage

Fragestellung

Noch zu klären

Gewünschtes Ergebnis

Noch zu klären

Rahmen

Praxisdurchlauf Zeit: 20–45 Minuten für 8–20 vergleichbare Items.

Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.

Vorbereitung für diesen Umfang

Methodische Grundausstattung

  • Materialien: Refinete Items, gemeinsame Definition of Done, relative Größenbahn, je Person ein farbiger Punkt pro Item und Klärungslog
  • Rollen: Umsetzendes Team punktet · Product Owner klärt · Facilitator liest Streuung
  • Vorab-Infos: Vergleichbare Items, enthaltene Arbeit und relative Größenbahn S/M/L/XL oder 1–13 festlegen; genau ein Punkt pro Person und Item vereinbaren.
  • Gesamter Zeitbedarf: 20–45 Minuten für 8–20 vergleichbare Items.
  • Setup: Arbeitsfläche mit Rahmen · Punkten · Lesen · Klären · Schließen vorbereiten; Beispiel und eigene Daten trennen.

Für die Arbeitsschritte bereitstellen

Rahmen: Punktierbasis

  • Vergleichbare Items, enthaltene Arbeit und relative Größenbahn S/M/L/XL oder 1–13 festlegen; genau ein Punkt pro Person und Item vereinbaren.
  • Refinete Items, gemeinsame Definition of Done, relative Größenbahn, je Person ein farbiger Punkt pro Item und Klärungslog

Punkten: Punktbild

  • Punktierbasis

Lesen: Streuungsbefund

  • Punktbild

Klären: Geklärter Scope

  • Streuungsbefund

Schließen: Dot-Schätzung

  • Geklärter Scope

Dot Estimation · Arbeitsstruktur

ItemScopeAnkerPunkte R1StreuungKlärungPunkte R2Ergebnis
Karte speichern
Providerwechsel
  • Karte speichern: Evidenz und Begründung ergänzen.
  • Providerwechsel: Evidenz und Begründung ergänzen.

Die leere Vorlage enthält nur Arbeitsimpulse.

Fachquelle · eigene Lehrdarstellung

Rahmen: Punktierbasis

Erwartetes Artefakt: Punktierbasis

Item-Satz, Größenbedeutung, Done und Referenzanker gemeinsam festlegen.

Eintrag:

...

  • Schätzen alle denselben Scope auf derselben Skala?

Punkten: Punktbild

Erwartetes Artefakt: Punktbild

Jede Person setzt unabhängig genau einen Punkt pro Item auf die verdeckte oder gleichzeitig freigegebene Größenbahn.

Eintrag:

...

  • Sind Punkte unabhängig gesetzt und Personenstimmen gleich gewichtet?

Lesen: Streuungsbefund

Erwartetes Artefakt: Streuungsbefund

Cluster, Randpunkte und breite Streuung beschreiben, ohne Punkte zu mitteln oder Mehrheiten sofort zu entscheiden.

Eintrag:

...

  • Wird Dissens als Informationssignal erhalten?

Klären: Geklärter Scope

Erwartetes Artefakt: Geklärter Scope

Randperspektiven erklären Scope, Risiken und vorhandene Komponenten; Item oder Annahme aktualisieren.

Eintrag:

...

  • Erklärt die Klärung, warum die Größenbilder abwichen?

Schließen: Dot-Schätzung

Erwartetes Artefakt: Dot-Schätzung

Neu punkten, tragbare Größenklasse dokumentieren und breite Reststreuung in Split oder Spike überführen.

Eintrag:

...

  • Ist Ergebnis relativ, begründet und mit nächstem Schritt versehen?

Offene Fragen und nächste Schritte

...

Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/dot-estimation/run-sheet

06

Beispielausgabe

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.

dot-estimation-beispiel.md

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Lehrbeispiel: Dot Estimation · Arbeitsstruktur

ItemScopeAnkerPunkte R1StreuungKlärungPunkte R2Ergebnis
Karte speichernBuild, Test, Security, RolloutS=Validierung; L=neue ZahlungsartS, M, M, M, LBreit um MGast/Migration out; Security bleibtM, M, M, M, MM
ProviderwechselAuth, Migration, Fallback, ZertifizierungL=neue ZahlungsartL, XL, XL, XL, XLHoch bei XLMehrere OutcomesKeine neue RundeXL → Split
07

Stolperfallen

Symptome erkennen, gegensteuern

Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf

  1. PunktierbasisDots stimmen über Priorität, Risiko und Aufwand zugleich ab.In der Phase ansehen
  2. PunktbildFrühe Punkte sind sichtbar und ankern spätere.In der Phase ansehen
  3. StreuungsbefundDer häufigste Punkt wird kommentarlos übernommen.In der Phase ansehen
  4. Geklärter ScopePersonen verteidigen ihren Punkt statt ihr Arbeitsbild.In der Phase ansehen
  5. Dot-SchätzungDots werden zu Stunden oder einer statistischen Genauigkeit umgerechnet.In der Phase ansehen
08

Abbruchkriterien

Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest

Stopp Rahmen: Schätzen alle denselben Scope auf derselben Skala?
Stopp Punkten: Sind Punkte unabhängig gesetzt und Personenstimmen gleich gewichtet?
Stopp Lesen: Wird Dissens als Informationssignal erhalten?
Stopp Klären: Erklärt die Klärung, warum die Größenbilder abwichen?
Stopp Schließen: Ist Ergebnis relativ, begründet und mit nächstem Schritt versehen?

Methode nach Agile Community. Die Methode ist aus der agilen Praxisgemeinschaft entstanden oder wurde dort verbreitet. Kuratiert mit 1 Quellen.

Quellen: Dot Estimation

Ablauf, Timeboxen und Stolperfallen sind redaktionell kuratierte Praxisempfehlungen auf Basis der genannten Quellen.

Methodenanleitung durchgearbeitet?

Zum Steckbrief für Zweck, ähnliche Methoden und Quellen oder direkt zur nächsten Methode im Katalog.