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MethodenanleitungDomain Modeling

Domain Context Map

Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.

KomplexitätMittel
Zeit1-3 h
Teilnehmende3-10
FormatWorkshop
ReifegradEstablished
Planen
01

Vorbedingung

Was vorher fertig sein muss

Vorher abschließenDomänenwissen

Fachkundige können Begriffe und Geschäftsregeln anhand realer Abläufe erklären.

Ohne Fachsprache entstehen leicht reine Systemkästen.
Vorher abschließenBeide Seiten

Vertretungen der beteiligten Teams können Abhängigkeiten und Einflussmöglichkeiten bestätigen.

Einseitige Annahmen als ungeklärt markieren.
02

Vorbereitung

Was vor Start vorliegen muss

Materialien

Context-Karten, Integrationsverträge, Teamliste, Pfeile mit U/D-Legende und Notizen zu Fachbegriffen.

Personen / Rollen

Domänenfachleute, Modellverantwortliche, beteiligte Entwicklungsteams und Moderation.

Vorabinfos

Einen fachlichen Ausschnitt, konkrete Geschäftsabläufe, Teamzuständigkeiten und bekannte Schnittstellen zusammentragen. Ist- und Zielbild getrennt betrachten.

Zeitbedarf

90–180 Minuten erster Ausschnitt; weitere Modellierungstermine nach Bedarf

Setup

Context-Karten mit Fachbegriffen und Ownern auslegen; U/D-Legende ergänzen und Verbindungen aus konkreten Integrationen ableiten.

03

Kernfrage

Die eine Frage, die diese Methode beantwortet

Wo gelten welche Modelle und wie müssen ihre verantwortlichen Teams zusammenarbeiten?

04

Ablauf

Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle

Eine Context Map zeigt Bounded Contexts mit eigener Fachsprache und Modellverantwortung sowie ihre Integrations- und Teambeziehungen. Upstream und Downstream beschreiben Modellabhängigkeit; das ist nicht automatisch die Richtung eines Datenpakets.

Domain Context Map · Arbeitsvorlage

Fiktives Beispiel

Eine Context Map zeigt Bounded Contexts mit eigener Fachsprache und Modellverantwortung sowie ihre Integrations- und Teambeziehungen. Upstream und Downstream beschreiben Modellabhängigkeit; das ist nicht automatisch die Richtung eines Datenpakets.

Context-Inventar

Pro Context Zweck, Fachbegriffe, Grenzen und Owner erfassen.

Fiktiv: Catalog (Team Angebot) verwaltet Kursangebote; Enrollment (Team Teilnahme) verwaltet Platzreservierungen; Billing (Team Finanzen) verwaltet Forderungen.

Beziehung 1

Contexts, U/D-Rollen, Vertrag, Muster und Änderungsabstimmung notieren.

Catalog U → Enrollment D: Kurs-ID und Angebot über versionierte API. Catalog bietet OHS/Published Language; Enrollment übersetzt fremde Statuswerte per ACL in sein Reservierungsmodell.

Beziehung 2

Eine weitere Beziehung einschließlich Einfluss auf die Schnittstelle beschreiben.

Enrollment U → Billing D: bestätigte Anmeldung als Ereignis. Customer/Supplier: Billing kann benötigte Abrechnungsfelder mit Team Teilnahme vereinbaren.

Offene Modellierungsfrage

Welche Bedeutung oder Verantwortung ist ungeklärt, wer klärt sie und womit?

Bei Stornierung unterscheiden sich Reservierungsstatus und Forderungsstatus. Beide Teams prüfen bis Freitag drei Stornofälle und dokumentieren die Ereignisregeln.

Alle Beispielangaben sind erfunden; sie erläutern die Anwendung.

DDD Crew: Context Mapping

  1. 1

    Contexts

    Contexts abgrenzen

    Ziel

    Context-Inventar

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Geschäftsabläufe
    • Begriffe und Regeln

    Durchführung

    • Anhand von Begriffen und Regeln Bereiche mit jeweils konsistentem Modell identifizieren.
    • Für jeden Context Verantwortung, Kernbegriffe und Grenzen notieren; Subdomäne und Deployment nicht gleichsetzen.

    Ergebnis

    Context-Inventar

    Gilt innerhalb jeder Grenze eine konsistente Fachsprache?

    Qualitätscheck

    Gilt innerhalb jeder Grenze eine konsistente Fachsprache?

    Stolperfalle

    Jeder Microservice wird ohne Prüfung zum Bounded Context. Modellbedeutungen vergleichen und Grenzen fachlich begründen.

    Zeitlicher Rahmen: 20–40 Minuten

  2. 2

    Ownership

    Ownership und Ist-Bild

    Ziel

    Bestätigte Zuständigkeiten

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Context-Inventar
    • Teamvertreter

    Durchführung

    • Jeden Context einem verantwortlichen Team zuordnen und bestehende Integrationen sammeln.
    • Tatsächlichen Zustand und gewünschte Zukunft mit getrennten Versionen markieren.

    Ergebnis

    Bestätigte Zuständigkeiten

    Sind Owner und Ist-Status für jeden Context bestätigt?

    Qualitätscheck

    Sind Owner und Ist-Status für jeden Context bestätigt?

    Stolperfalle

    Wunscharchitektur verdeckt heutige Abhängigkeiten. Zuerst die tatsächlich genutzten Verträge und Zuständigkeiten abbilden.

    Zeitlicher Rahmen: 15–25 Minuten

  3. 3

    Abhängigkeit

    Abhängigkeiten beschriften

    Ziel

    Beschriftete Context-Beziehungen

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Integrationen
    • Modellabhängigkeiten

    Durchführung

    • Für jedes verbundene Paar Modellabhängigkeit als Upstream/Downstream oder symmetrische Beziehung bestimmen.
    • Fachlichen Austausch und Vertragsgrenze direkt an der Verbindung benennen.

    Ergebnis

    Beschriftete Context-Beziehungen

    Ist die Pfeilbedeutung in einer Legende erklärt?

    Qualitätscheck

    Ist die Pfeilbedeutung in einer Legende erklärt?

    Stolperfalle

    Datenfluss und Einflussrichtung werden verwechselt. Beide Perspektiven getrennt beschriften und mit den Teams abgleichen.

    Zeitlicher Rahmen: 20–35 Minuten

  4. 4

    Muster

    Beziehungsmuster prüfen

    Ziel

    Begründete Beziehungsmuster

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Context-Beziehungen
    • Teamvereinbarungen

    Durchführung

    • Teambeziehung und Integrationsmuster begründet wählen: etwa Customer/Supplier, Partnership, Conformist oder Anti-Corruption Layer.
    • Shared Kernel nur mit gemeinsamer Änderungspflege festhalten; offene Annahmen markieren.

    Ergebnis

    Begründete Beziehungsmuster

    Beschreibt das Muster tatsächliche Zusammenarbeit und Übersetzung?

    Qualitätscheck

    Beschreibt das Muster tatsächliche Zusammenarbeit und Übersetzung?

    Stolperfalle

    Muster werden dekorative Etiketten ohne Vereinbarung. Für jedes Muster Konsequenzen für Änderungen, Übersetzung und Abstimmung klären.

    Zeitlicher Rahmen: 20–40 Minuten

  5. 5

    Risiken

    Risiken und nächste Modellierung

    Ziel

    Geprüfte Map und Klärungsaufträge

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Map-Entwurf
    • Konkrete Geschäftsfälle

    Durchführung

    • Widersprüchliche Begriffe, ungepflegte Verträge und starke Kopplungen mit beiden Seiten prüfen.
    • Einen konkreten Modellierungs- oder Vertragsklärungsauftrag samt Owner und Termin vereinbaren.

    Ergebnis

    Geprüfte Map und Klärungsaufträge

    Sind ungeklärte Beziehungen mit einem Klärungsauftrag verbunden?

    Qualitätscheck

    Sind ungeklärte Beziehungen mit einem Klärungsauftrag verbunden?

    Stolperfalle

    Aus der Map folgt sofort ein großer Umbau. Zunächst die risikoreichste Annahme anhand eines Geschäftsfalls prüfen.

    Zeitlicher Rahmen: 15–30 Minuten

05

Artefakt

Was am Ende rauskommt

Skizze: so sieht das Artefakt aus

Domain Context Map · Bounded ContextsFachliche Contexts, Grenzen, Ownership und Abhängigkeiten als strategische Domänenlandschaft sichtbar machen
Domain Context MapDas Visual zeigt eine fachliche Domänenlandschaft mit Core, Supporting, Generic und Platform Context, Ownership und Beziehungshinweisen.Domänenlandschaft, Grenzen und Ownership klärenDie Karte zeigt, welche fachlichen Contexts zusammenwirken und wo Modellgrenzen bewusst entschieden werden müssen.fachliche LandschaftupstreamSaaSIntegrationshared capabilityBoundary QuestionCore DomainDifferenzierende WertschöpfungTeam CoreSupporting Domainfachlich wichtig, aber nichteinzigartigTeam OpsGeneric DomainStandardlösung oder SaaSVendorPlatform Contextgemeinsame technische FähigkeitenPlatformGrenzenWo endet Sprache undModell?OwnershipWer entscheidet amModell?RisikenWelche Kopplung istkritisch?
Form

Versionierte Context Map mit Grenzen, Fachbegriffen, Ownern, gerichteten Abhängigkeiten, Beziehungsmustern und offenen Modellierungsfragen.

Versionierung / Ownership

Datum und Geltungsbereich festhalten; bei Änderungen den alten Stand mit Begründung erhalten.

Tool-Alternativen
  • Whiteboard mit Context-Karten
  • Versionierte Diagrammdatei
  • Context Mapper oder Textdokument

domain-context-map-working-template.md

Einen fachlichen Ausschnitt, konkrete Geschäftsabläufe, Teamzuständigkeiten und bekannte Schnittstellen zusammentragen. Ist- und Zielbild getrennt betrachten.

Domain Context Map: Arbeitsvorlage

Fragestellung

Noch zu klären

Gewünschtes Ergebnis

Noch zu klären

Rahmen

Gesamter Durchlauf Zeit: 90–180 Minuten erster Ausschnitt; weitere Modellierungstermine nach Bedarf

Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.

Vorbereitung für diesen Umfang

Methodische Grundausstattung

  • Materialien: Context-Karten, Integrationsverträge, Teamliste, Pfeile mit U/D-Legende und Notizen zu Fachbegriffen.
  • Rollen: Domänenfachleute, Modellverantwortliche, beteiligte Entwicklungsteams und Moderation.
  • Vorab-Infos: Einen fachlichen Ausschnitt, konkrete Geschäftsabläufe, Teamzuständigkeiten und bekannte Schnittstellen zusammentragen. Ist- und Zielbild getrennt betrachten.
  • Gesamter Zeitbedarf: 90–180 Minuten erster Ausschnitt; weitere Modellierungstermine nach Bedarf
  • Setup: Context-Karten mit Fachbegriffen und Ownern auslegen; U/D-Legende ergänzen und Verbindungen aus konkreten Integrationen ableiten.

Für die Arbeitsschritte bereitstellen

Contexts: Contexts abgrenzen

  • Geschäftsabläufe
  • Begriffe und Regeln

Ownership: Ownership und Ist-Bild

  • Context-Inventar
  • Teamvertreter

Abhängigkeit: Abhängigkeiten beschriften

  • Integrationen
  • Modellabhängigkeiten

Muster: Beziehungsmuster prüfen

  • Context-Beziehungen
  • Teamvereinbarungen

Risiken: Risiken und nächste Modellierung

  • Map-Entwurf
  • Konkrete Geschäftsfälle

Domain Context Map · Arbeitsvorlage

Context-Inventar

Pro Context Zweck, Fachbegriffe, Grenzen und Owner erfassen.

...

Beziehung 1

Contexts, U/D-Rollen, Vertrag, Muster und Änderungsabstimmung notieren.

...

Beziehung 2

Eine weitere Beziehung einschließlich Einfluss auf die Schnittstelle beschreiben.

...

Offene Modellierungsfrage

Welche Bedeutung oder Verantwortung ist ungeklärt, wer klärt sie und womit?

...

Arbeitsimpulse mit eigenen Angaben beantworten. Unbekanntes und Annahmen ausdrücklich markieren.

DDD Crew: Context Mapping

Contexts: Contexts abgrenzen

Erwartetes Artefakt: Context-Inventar

Gilt innerhalb jeder Grenze eine konsistente Fachsprache?

Eintrag:

...

  • Gilt innerhalb jeder Grenze eine konsistente Fachsprache?

Ownership: Ownership und Ist-Bild

Erwartetes Artefakt: Bestätigte Zuständigkeiten

Sind Owner und Ist-Status für jeden Context bestätigt?

Eintrag:

...

  • Sind Owner und Ist-Status für jeden Context bestätigt?

Abhängigkeit: Abhängigkeiten beschriften

Erwartetes Artefakt: Beschriftete Context-Beziehungen

Ist die Pfeilbedeutung in einer Legende erklärt?

Eintrag:

...

  • Ist die Pfeilbedeutung in einer Legende erklärt?

Muster: Beziehungsmuster prüfen

Erwartetes Artefakt: Begründete Beziehungsmuster

Beschreibt das Muster tatsächliche Zusammenarbeit und Übersetzung?

Eintrag:

...

  • Beschreibt das Muster tatsächliche Zusammenarbeit und Übersetzung?

Risiken: Risiken und nächste Modellierung

Erwartetes Artefakt: Geprüfte Map und Klärungsaufträge

Sind ungeklärte Beziehungen mit einem Klärungsauftrag verbunden?

Eintrag:

...

  • Sind ungeklärte Beziehungen mit einem Klärungsauftrag verbunden?

Offene Fragen und nächste Schritte

...

Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/domain-context-map/run-sheet

06

Beispielausgabe

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.

domain-context-map-beispiel.md

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Beispiel

Context-Inventar: Fiktiv: Catalog (Team Angebot) verwaltet Kursangebote; Enrollment (Team Teilnahme) verwaltet Platzreservierungen; Billing (Team Finanzen) verwaltet Forderungen.

Beziehung 1: Catalog U → Enrollment D: Kurs-ID und Angebot über versionierte API. Catalog bietet OHS/Published Language; Enrollment übersetzt fremde Statuswerte per ACL in sein Reservierungsmodell.

Beziehung 2: Enrollment U → Billing D: bestätigte Anmeldung als Ereignis. Customer/Supplier: Billing kann benötigte Abrechnungsfelder mit Team Teilnahme vereinbaren.

Offene Modellierungsfrage: Bei Stornierung unterscheiden sich Reservierungsstatus und Forderungsstatus. Beide Teams prüfen bis Freitag drei Stornofälle und dokumentieren die Ereignisregeln.

07

Stolperfallen

Symptome erkennen, gegensteuern

Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf

  1. Contexts abgrenzenJeder Microservice wird ohne Prüfung zum Bounded Context.In der Phase ansehen
  2. Ownership und Ist-BildWunscharchitektur verdeckt heutige Abhängigkeiten.In der Phase ansehen
  3. Abhängigkeiten beschriftenDatenfluss und Einflussrichtung werden verwechselt.In der Phase ansehen
  4. Beziehungsmuster prüfenMuster werden dekorative Etiketten ohne Vereinbarung.In der Phase ansehen
  5. Risiken und nächste ModellierungAus der Map folgt sofort ein großer Umbau.In der Phase ansehen
08

Abbruchkriterien

Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest

Ungeklärte Grenzen oder fehlende Teamvertretung als Hypothese markieren; daraus keine verbindliche Schnittstellenverpflichtung ableiten.

Methode nach Praxisgemeinschaft. Die Methode ist als verbreitete Praxis entstanden und wird nicht eindeutig einer einzelnen Urheberin oder Organisation zugeschrieben. Kuratiert mit 1 Quellen.

Quellen: DDD Crew: Context Mapping

Ablauf, Timeboxen und Stolperfallen sind redaktionell kuratierte Praxisempfehlungen auf Basis der genannten Quellen.

Methodenanleitung durchgearbeitet?

Zum Steckbrief für Zweck, ähnliche Methoden und Quellen oder direkt zur nächsten Methode im Katalog.