Optionen, Entscheidungsträger, Zeitraum und Mindestbedingungen sind benannt.
Decision Matrix
Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.
Vorbedingung
Was vorher fertig sein muss
Kriterien unterscheiden die Optionen; ihre Skala lässt sich für alle Optionen gleich anwenden.
Vorbereitung
Was vor Start vorliegen muss
Entscheidungsfrage, echte Alternativen, Kriterien und Gewichtung, definierte Skala, Evidenzquellen und leere Vergleichstabelle.
Entscheidungsverantwortung genehmigt Kriterien und Gewichte. Fachkundige bewerten Belege und Unsicherheit. Facilitation dokumentiert abweichende Einschätzungen.
Optionen beschreiben, harte Mindestanforderungen klären, relevante Evidenz je Kriterium zusammentragen und den Entscheidungsträger einbeziehen.
45–90 Minuten für einen vorbereiteten Vergleich. Fehlende Markt-, Kosten- oder Technikrecherche ist zusätzliche Arbeit.
Kriterien so formulieren, dass sie unterscheidbar und entscheidungsrelevant sind. Gewichte auf insgesamt 100 Prozent normieren. Eine gemeinsame Skala mit beobachtbaren Ankern festlegen. Bei einer Nutzwertsumme gilt: Gesamtscore = Summe aus Gewicht × Bewertung; Bewertungen müssen auf einer gemeinsamen Skala liegen. Niedrige Kosten oder Risiken brauchen eine passende Richtung in der Skala. Evidenz, Annahmen und Unsicherheit je Zelle sichtbar halten.
Kernfrage
Die eine Frage, die diese Methode beantwortet
Welche Alternative passt unter denselben belegten Kriterien und offengelegten Unsicherheiten am besten zur Entscheidung?
Ablauf
Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle
Eine Decision Matrix legt Alternativen neben entscheidungsrelevante Kriterien. Bei einer gewichteten Variante werden Kriteriengewichte und Bewertungen auf eine gemeinsame, definierte Skala gebracht. Die Summe ist eine nachvollziehbare Zusammenfassung der Annahmen, keine objektive Wahrheit. Unsicherheit und enge Rangabstände müssen die Empfehlung mitbestimmen.
Gewichteter Vergleich zweier Dienste
Fiktives Lehrbeispiel
Fiktive Bewertungen mit verankertem 1-bis-5-Maßstab und offenem knappen Ergebnis.
| Kriterium | Kriterium | Gewicht | Dienst A | Dienst B | Fiktive Evidenz |
|---|---|---|---|---|---|
| Kriterium 1Bewertung 1–5 × Gewicht; höher bedeutet bessere Eignung. | Verständlichkeit für Nutzende | 30 % | 4 × 30 % = 1,20 | 3 × 30 % = 0,90 | Skriptbasierter Verständlichkeitstest |
| Kriterium 2Bewertung 1–5 × Gewicht; höher bedeutet bessere Eignung. | Zugriffsschutz | 35 % | 3 × 35 % = 1,05 | 5 × 35 % = 1,75 | Abgleich mit Pilotanforderungen |
| Kriterium 3Bewertung 1–5 × Gewicht; höher bedeutet bessere Eignung. | Passung zum Ablauf | 25 % | 5 × 25 % = 1,25 | 4 × 25 % = 1,00 | Fiktiver Ablaufprototyp |
| Kriterium 4Skala ist hier so verankert, dass geringe Einführungslast höher bewertet wird. | Einführungsaufwand | 10 % | 4 × 10 % = 0,40 | 3 × 10 % = 0,30 | Fiktive Teamschätzung |
| Gewichtete SummeSumme aus Gewicht × Bewertung; Ergebnis bis maximal 5. | Gesamtwert | 100 % | 3,90 | 3,95 | Dienst B liegt 0,05 vorn; Robustheit prüfen. |
1. Kriterium
- Kriterium 1
- Verständlichkeit für Nutzende
- Kriterium 2
- Zugriffsschutz
- Kriterium 3
- Passung zum Ablauf
- Kriterium 4
- Einführungsaufwand
- Gewichtete Summe
- Gesamtwert
2. Gewicht
- Kriterium 1
- 30 %
- Kriterium 2
- 35 %
- Kriterium 3
- 25 %
- Kriterium 4
- 10 %
- Gewichtete Summe
- 100 %
3. Dienst A
- Kriterium 1
- 4 × 30 % = 1,20
- Kriterium 2
- 3 × 35 % = 1,05
- Kriterium 3
- 5 × 25 % = 1,25
- Kriterium 4
- 4 × 10 % = 0,40
- Gewichtete Summe
- 3,90
4. Dienst B
- Kriterium 1
- 3 × 30 % = 0,90
- Kriterium 2
- 5 × 35 % = 1,75
- Kriterium 3
- 4 × 25 % = 1,00
- Kriterium 4
- 3 × 10 % = 0,30
- Gewichtete Summe
- 3,95
5. Fiktive Evidenz
- Kriterium 1
- Skriptbasierter Verständlichkeitstest
- Kriterium 2
- Abgleich mit Pilotanforderungen
- Kriterium 3
- Fiktiver Ablaufprototyp
- Kriterium 4
- Fiktive Teamschätzung
- Gewichtete Summe
- Dienst B liegt 0,05 vorn; Robustheit prüfen.
Formel: gewichteter Gesamtwert = Summe aus Gewicht (als Dezimalzahl) × Bewertung. Gewichte summieren sich zu 1 beziehungsweise 100 %. Werte steigen immer mit der Eignung. Bei einer plausiblen Änderung von 30/35/25/10 zu 35/30/25/10 kehrt sich die Rangfolge um: A 3,95, B 3,85. Gewichtung und Mindestanforderungen vor der Empfehlung prüfen.
- 1
Entscheidung
Entscheidungsrahmen fixieren

Ziel
Alle bewerten dieselbe Entscheidung.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Entscheidungsbedarf und Kontext
Durchführung
- Optionen und Entscheidungsverantwortung bestätigen
- harte Ausschlussbedingungen kennzeichnen.
Ergebnis
Abgegrenzte Entscheidung
Ein Scoring beginnt erst nach Klärung der Muss-Bedingungen.
Qualitätscheck
Die Matrix soll Optionen erzeugen, die noch nicht existieren.
Stolperfalle
Die Entscheidung ist noch nicht ausreichend eingegrenzt. Optionen vorab entwickeln und Mindestanforderungen prüfen.
Zeitlicher Rahmen: 8–10 Minuten
- 2
Kriterien
Kriterien trennen und verankern

Ziel
Jedes Kriterium kann für alle Optionen gleich bewertet werden.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Anforderungen und Fachwissen
Durchführung
- Doppelte Kriterien streichen
- Gewichte mit 100 % Summe festlegen
- Skalenpunkte beobachtbar verankern.
Ergebnis
Kriterienkatalog und Bewertungsregel
Gewichte bilden Wichtigkeit innerhalb dieser Entscheidung ab, nicht allgemeingültige Wahrheit.
Qualitätscheck
Kriterien sind vage, doppelt oder rückwärts an die gewünschte Option angepasst.
Stolperfalle
Bewertungen beruhen auf vagen oder überlappenden Kriterien. Kriterien gemeinsam mit dem Entscheidungsträger neu formulieren.
Zeitlicher Rahmen: 12–15 Minuten
- 3
Evidenz
Optionen evidenzbasiert bewerten

Ziel
Alle Matrixzellen sind nachvollziehbar ausgefüllt.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Optionsbeschreibungen und Kriterien
Durchführung
- Quellen je Zelle erfassen
- Kriterien mit unterschiedlichen Einheiten nur nach klarer Normalisierung kombinieren
- Unsicherheit markieren.
Ergebnis
Bewertete Matrix
Eine Zahl ohne Evidenz und Skalenanker ist nur eine Meinung mit Dezimalstelle.
Qualitätscheck
Bewertungen beruhen auf verschiedenen Zeiträumen oder Definitionen.
Stolperfalle
Bewertungen verwenden keine vergleichbaren Belege oder Skalen. Bewertungsmaßstab angleichen und fehlende Daten beschaffen.
Zeitlicher Rahmen: 15–25 Minuten
- 4
Rangfolge
Summen und Abstände prüfen

Ziel
Die Rangfolge ist rechnerisch korrekt und fachlich lesbar.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Vollständige Matrix und vereinbarte Gewichtung
Durchführung
- Summe aus Gewicht mal Bewertung bilden
- Ergebnis mit Höchstwert und Einheiten erklären
- nahe Optionen markieren.
Ergebnis
Vorläufige Rangfolge
Ein Gesamtscore kann ein kritisches Sicherheits- oder Compliance-Risiko nicht aufwiegen.
Qualitätscheck
Die höchste Summe wird automatisch als einzig richtige Wahl erklärt.
Stolperfalle
Ein knapper Gesamtwert wird als sichere Entscheidung dargestellt. Mindestbedingungen und entscheidende Nachteile neben der Summe ausweisen.
Zeitlicher Rahmen: 8–12 Minuten
- 5
Robustheit
Sensitivität und Entscheidung dokumentieren

Ziel
Die verantwortliche Person kennt die Robustheit der Matrix.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Rangfolge, Annahmen und Unsicherheit
Durchführung
- Kippwerte suchen
- eng benachbarte Optionen als solche zeigen
- Empfehlung und Entscheidung mit Begründung dokumentieren.
Ergebnis
Begründete Entscheidungsvorlage
Eine fragile Rangfolge verlangt zusätzliche Prüfung oder bewusste Risikoübernahme.
Qualitätscheck
Ein knapper Vorsprung wird als robust dargestellt.
Stolperfalle
Der Einfluss unsicherer Werte bleibt ungeprüft. Sensitivität berichten und fehlende Evidenz gezielt reduzieren.
Zeitlicher Rahmen: 10–15 Minuten
Artefakt
Was am Ende rauskommt
Skizze: so sieht das Artefakt aus
Versionierte Decision Matrix mit Frage, Optionen, Mindestbedingungen, gewichteten Kriterien, Skalenankern, Evidenz, Sensitivität, Empfehlung und tatsächlicher Entscheidung.
Datum, Scope, Kriterien, Gewichtungen, Skala und Quellen sichern. Änderungen protokollieren und Rangfolge erneut berechnen. Empfehlung und formelle Entscheidung getrennt halten.
- Tabelle mit expliziten Skalenankern und Gewichtssumme
- Workshop-Board zum Aushandeln von Kriterien vor der Bewertung
- Prototyp, Angebotsdaten oder technische Prüfung für unsichere Bewertungsfelder
trade-off-matrix-markdown.md
Markdown-Matrix, um Optionen entlang konkurrierender Kriterien und akzeptierter Nachteile zu vergleichen.
Trade-off Matrix: Entscheidung
| Kriterium | Gewicht | Option A | Option B | Option C |
|---|---|---|---|---|
| Nutzen | 30 | |||
| Kosten | 20 | |||
| Risiko | 20 | |||
| Time-to-Learn | 15 | |||
| Reversibilität | 15 |
Akzeptierte Nachteile
- Option A akzeptiert:
- Option B akzeptiert:
- Option C akzeptiert:
Empfehlung
Welche Option wird empfohlen und warum?
Sensitivität
Welche kleine Änderung an Gewichtung oder Annahme würde die Empfehlung kippen?
decision-matrix-working-template.md
Plane eine klar begrenzte Entscheidung mit vergleichbaren Optionen, gemeinsamem Bewertungsmaßstab und belegten Kriterien.
Decision Matrix: Arbeitsvorlage
Fragestellung
Noch zu klären
Gewünschtes Ergebnis
Noch zu klären
Rahmen
Einen Kriterienvergleich durchführen Zeit: 45–90 Minuten für die gemeinsame Bewertung; Evidenzbeschaffung zusätzlich
Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.
Vorbereitung für diesen Umfang
Methodische Grundausstattung
- Materialien: Entscheidungsfrage, echte Alternativen, Kriterien und Gewichtung, definierte Skala, Evidenzquellen und leere Vergleichstabelle.
- Rollen: Entscheidungsverantwortung genehmigt Kriterien und Gewichte. Fachkundige bewerten Belege und Unsicherheit. Facilitation dokumentiert abweichende Einschätzungen.
- Vorab-Infos: Optionen beschreiben, harte Mindestanforderungen klären, relevante Evidenz je Kriterium zusammentragen und den Entscheidungsträger einbeziehen.
- Gesamter Zeitbedarf: 45–90 Minuten für einen vorbereiteten Vergleich. Fehlende Markt-, Kosten- oder Technikrecherche ist zusätzliche Arbeit.
- Setup: Kriterien so formulieren, dass sie unterscheidbar und entscheidungsrelevant sind. Gewichte auf insgesamt 100 Prozent normieren. Eine gemeinsame Skala mit beobachtbaren Ankern festlegen. Bei einer Nutzwertsumme gilt: Gesamtscore = Summe aus Gewicht × Bewertung; Bewertungen müssen auf einer gemeinsamen Skala liegen. Niedrige Kosten oder Risiken brauchen eine passende Richtung in der Skala. Evidenz, Annahmen und Unsicherheit je Zelle sichtbar halten.
Für die Arbeitsschritte bereitstellen
Entscheidung: Entscheidungsrahmen fixieren
- Entscheidungsbedarf und Kontext
Kriterien: Kriterien trennen und verankern
- Anforderungen und Fachwissen
Evidenz: Optionen evidenzbasiert bewerten
- Optionsbeschreibungen und Kriterien
Rangfolge: Summen und Abstände prüfen
- Vollständige Matrix und vereinbarte Gewichtung
Robustheit: Sensitivität und Entscheidung dokumentieren
- Rangfolge, Annahmen und Unsicherheit
Gewichteter Vergleich zweier Dienste
| Kriterium | Kriterium | Gewicht in Prozent | Option A: Bewertung und gewichteter Wert | Option B: Bewertung und gewichteter Wert | Beleg, Quelle oder Unsicherheit |
|---|---|---|---|---|---|
| Kriterium 1 | |||||
| Kriterium 2 | |||||
| Kriterium 3 | |||||
| Kriterium 4 | |||||
| Gewichtete Summe |
- Kriterium 1: Bewertung 1–5 × Gewicht; höher bedeutet bessere Eignung.
- Kriterium 2: Bewertung 1–5 × Gewicht; höher bedeutet bessere Eignung.
- Kriterium 3: Bewertung 1–5 × Gewicht; höher bedeutet bessere Eignung.
- Kriterium 4: Skala ist hier so verankert, dass geringe Einführungslast höher bewertet wird.
- Gewichtete Summe: Summe aus Gewicht × Bewertung; Ergebnis bis maximal 5.
Leere Vorlage: Entscheidung, Mindestanforderungen, Skala und Gewichtssumme festhalten. Belege und Bewertungen selbst eintragen. Beispielwerte werden nicht übernommen.
NASA Systems Engineering Handbook: Decision Analysis
Entscheidung: Entscheidungsrahmen fixieren
Erwartetes Artefakt: Abgegrenzte Entscheidung
Ein Scoring beginnt erst nach Klärung der Muss-Bedingungen.
Eintrag:
...
- Die Matrix soll Optionen erzeugen, die noch nicht existieren.
Kriterien: Kriterien trennen und verankern
Erwartetes Artefakt: Kriterienkatalog und Bewertungsregel
Gewichte bilden Wichtigkeit innerhalb dieser Entscheidung ab, nicht allgemeingültige Wahrheit.
Eintrag:
...
- Kriterien sind vage, doppelt oder rückwärts an die gewünschte Option angepasst.
Evidenz: Optionen evidenzbasiert bewerten
Erwartetes Artefakt: Bewertete Matrix
Eine Zahl ohne Evidenz und Skalenanker ist nur eine Meinung mit Dezimalstelle.
Eintrag:
...
- Bewertungen beruhen auf verschiedenen Zeiträumen oder Definitionen.
Rangfolge: Summen und Abstände prüfen
Erwartetes Artefakt: Vorläufige Rangfolge
Ein Gesamtscore kann ein kritisches Sicherheits- oder Compliance-Risiko nicht aufwiegen.
Eintrag:
...
- Die höchste Summe wird automatisch als einzig richtige Wahl erklärt.
Robustheit: Sensitivität und Entscheidung dokumentieren
Erwartetes Artefakt: Begründete Entscheidungsvorlage
Eine fragile Rangfolge verlangt zusätzliche Prüfung oder bewusste Risikoübernahme.
Eintrag:
...
- Ein knapper Vorsprung wird als robust dargestellt.
Offene Fragen und nächste Schritte
...
Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/decision-matrix/run-sheet
Beispielausgabe
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.
decision-matrix-beispiel.md
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Lehrbeispiel: Benachrichtigungsdienst auswählen
Alle Optionen, Bewertungen und Prüfresultate sind erfunden. Ein kleines Produktteam vergleicht zwei Dienste auf derselben Skala von 1 bis 5. Ein Wert von 1 verfehlt die Anforderung deutlich, 3 erfüllt den Mindestbedarf und 5 passt sehr gut. Die Skala steigt bei allen Kriterien mit der Eignung. Die Gewichte summieren sich zu 100 Prozent.
| Kriterium | Gewicht | Dienst A | Dienst B | Fiktive Evidenz |
|---|---|---|---|---|
| Verständlichkeit für Nutzende | 30 % | 4 × 30 % = 1,20 | 3 × 30 % = 0,90 | Skriptbasierter Verständlichkeitstest |
| Zugriffsschutz | 35 % | 3 × 35 % = 1,05 | 5 × 35 % = 1,75 | Abgleich mit Pilotanforderungen |
| Passung zum Ablauf | 25 % | 5 × 25 % = 1,25 | 4 × 25 % = 1,00 | Fiktiver Ablaufprototyp |
| Einführungsaufwand | 10 % | 4 × 10 % = 0,40 | 3 × 10 % = 0,30 | Aufwandsschätzung des Teams |
| Gewichtete Summe auf einer Skala bis 5 | 100 % | 3,90 | 3,95 | Dienst B liegt um 0,05 vorn. |
Die knappe Differenz ist kein belastbarer Siegerbeweis. Eine Sensitivitätsprobe verschiebt fünf Prozentpunkte vom Zugriffsschutz zur Verständlichkeit, also auf 35/30/25/10. Dienst A steigt auf 3,95 und Dienst B sinkt auf 3,85; die Rangfolge dreht sich. Das Team prüft, ob Zugriffsschutz als harte Mindestbedingung abgesichert ist und ob Verständlichkeit tatsächlich höher gewichtet werden soll. Die entscheidungsverantwortliche Person dokumentiert Auswahl, Vorbehalte und noch zu beschaffende Evidenz.
Stolperfallen
Symptome erkennen, gegensteuern
Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf
- Entscheidungsrahmen fixierenDie Entscheidung ist noch nicht ausreichend eingegrenzt.In der Phase ansehen
- Kriterien trennen und verankernBewertungen beruhen auf vagen oder überlappenden Kriterien.In der Phase ansehen
- Optionen evidenzbasiert bewertenBewertungen verwenden keine vergleichbaren Belege oder Skalen.In der Phase ansehen
- Summen und Abstände prüfenEin knapper Gesamtwert wird als sichere Entscheidung dargestellt.In der Phase ansehen
- Sensitivität und Entscheidung dokumentierenDer Einfluss unsicherer Werte bleibt ungeprüft.In der Phase ansehen
Entscheidungsrahmen fixieren
Die Entscheidung ist noch nicht ausreichend eingegrenzt.
Optionen vorab entwickeln und Mindestanforderungen prüfen.
Kriterien trennen und verankern
Bewertungen beruhen auf vagen oder überlappenden Kriterien.
Kriterien gemeinsam mit dem Entscheidungsträger neu formulieren.
Optionen evidenzbasiert bewerten
Bewertungen verwenden keine vergleichbaren Belege oder Skalen.
Bewertungsmaßstab angleichen und fehlende Daten beschaffen.
Summen und Abstände prüfen
Ein knapper Gesamtwert wird als sichere Entscheidung dargestellt.
Mindestbedingungen und entscheidende Nachteile neben der Summe ausweisen.
Sensitivität und Entscheidung dokumentieren
Der Einfluss unsicherer Werte bleibt ungeprüft.
Sensitivität berichten und fehlende Evidenz gezielt reduzieren.
Abbruchkriterien
Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest
Methodenanleitung durchgearbeitet?
Zum Steckbrief für Zweck, ähnliche Methoden und Quellen oder direkt zur nächsten Methode im Katalog.

