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MethodenanleitungFacilitation

Consensus Workshop

Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.

KomplexitätMittel
Zeit1-3 h
Teilnehmende5-30
FormatWorkshop
ReifegradEstablished
Consensus Workshop planen
01

Vorbedingung

Was vorher fertig sein muss

Vorher abschließenEntscheidungsfähiger Scope

Leitfrage, Entscheidungsrecht und Scope sind geklärt.

Ohne klaren Scope entsteht eine beliebige Sammlung ohne Entscheidungswert.
Vorher abschließenRelevante Perspektiven

Betroffene Fach- und Nutzerperspektiven sind vertreten.

Ohne sie bleiben wichtige Gegenkräfte, Optionen oder Einwände unsichtbar.
02

Vorbereitung

Was vor Start vorliegen muss

Materialien

Consensus Workshop Chart, Timer, Klebezettel und Entscheidungslog.

Personen / Rollen

Facilitator · diverse Teilnehmer · Decision/Process Owner

Vorabinfos

Vorhandene Evidenz und Constraints vorab zusammentragen.

Zeitbedarf

90–150 Minuten

Setup

Kanonische Arbeitsstruktur leer vorbereiten und Timeboxes sichtbar machen.

03

Kernfrage

Die eine Frage, die diese Methode beantwortet

Welches gemeinsame Bild ergibt sich aus unseren unterschiedlichen Antworten auf die Fokusfrage?

04

Ablauf

Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle

Der ToP Consensus Workshop folgt Context, Brainstorm, Cluster, Name und Resolve. Konsens bedeutet tragfähige gemeinsame Interpretation; Minderheitseinwände und offene Spannungen werden nicht wegmoderiert.

Consensus Workshop Chart

Fiktives Arbeitsbeispiel

Originalkarten, Cluster, Konsens und Dissens bleiben nachvollziehbar getrennt.

Fokus und Verwendung

Welche offene Frage wird beantwortet und wofür wird das Ergebnis genutzt?

Was brauchen Teams, damit Reviewentscheidungen später nutzbar bleiben?

Originalkarten

Welche konkreten individuellen Antworten liegen vor?

Owner; Frist; Begründung; Evidenzlink; Suchbarkeit.

Benannte Cluster

Welche Karten gehören semantisch zusammen und welche Aussage trägt das Cluster?

Verbindliche Verantwortung: Owner + Frist. Nachvollziehbarer Kontext: Begründung + Evidenz.

Konsenssatz

Welche gemeinsame Aussage trägt die Gruppe?

Jede Entscheidung braucht verantwortliche Person, Zeitpunkt und prüfbaren Kontext.

Dissens und Folge

Welcher Einwand bleibt und wie wird er bearbeitet?

Pflichtfrist bei Grundsatzentscheidungen offen; Policy Owner prüft bis 15.10.

Konsens ist tragfähige gemeinsame Grundlage, keine erzwungene Einstimmigkeit.

ICA International: Technology of Participation

  1. 1

    Kontext

    Kontext

    Ziel

    Fokusrahmen erzeugen, damit „Welches gemeinsame Bild ergibt sich aus unseren unterschiedlichen Antworten auf die Fokusfrage?“ belastbar beantwortet wird.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • offene Fokusfrage

    Durchführung

    • Zweck, offene Fokusfrage, Verwendung des Ergebnisses und Regeln klären.
    • Beleg, Annahme und offene Frage direkt markieren.

    Ergebnis

    Fokusrahmen

    Fokusrahmen mit Beleg, Owner und nächstem Entscheid.

    Qualitätscheck

    Ist die Frage offen und für alle beantwortbar?

    Stolperfalle

    Die Frage führt zu Ja/Nein oder enthält die gewünschte Antwort. Frage auf konkrete Erfahrung und offenen Inhalt richten.

    Zeitlicher Rahmen: 10–20 Minuten

  2. 2

    Karten

    Karten

    Ziel

    Antwortkarten erzeugen, damit „Welches gemeinsame Bild ergibt sich aus unseren unterschiedlichen Antworten auf die Fokusfrage?“ belastbar beantwortet wird.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Fokusrahmen

    Durchführung

    • Individuell konkrete Antworten schreiben und beste Karten auswählen.
    • Beleg, Annahme und offene Frage direkt markieren.

    Ergebnis

    Antwortkarten

    Antwortkarten mit Beleg, Owner und nächstem Entscheid.

    Qualitätscheck

    Enthält jede Karte genau eine verständliche Idee?

    Stolperfalle

    Teilnehmer formulieren gemeinsam und verlieren unabhängige Perspektiven. Stille Einzelarbeit wiederherstellen.

    Zeitlicher Rahmen: 10–20 Minuten

  3. 3

    Clustern

    Clustern

    Ziel

    Bedeutungscluster erzeugen, damit „Welches gemeinsame Bild ergibt sich aus unseren unterschiedlichen Antworten auf die Fokusfrage?“ belastbar beantwortet wird.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Antwortkarten

    Durchführung

    • Karten in Runden teilen und gemeinsam nach Bedeutung gruppieren.
    • Beleg, Annahme und offene Frage direkt markieren.

    Ergebnis

    Bedeutungscluster

    Bedeutungscluster mit Beleg, Owner und nächstem Entscheid.

    Qualitätscheck

    Bleiben Originalkarten und Minderheitenideen sichtbar?

    Stolperfalle

    Facilitator sortiert allein nach vorgefertigten Kategorien. Teilnehmer Beziehungen erklären und Karten bewegen lassen.

    Zeitlicher Rahmen: 10–20 Minuten

  4. 4

    Benennen

    Benennen

    Ziel

    Clustertitel erzeugen, damit „Welches gemeinsame Bild ergibt sich aus unseren unterschiedlichen Antworten auf die Fokusfrage?“ belastbar beantwortet wird.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Bedeutungscluster

    Durchführung

    • Jedes Cluster mit einem spezifischen Aussagesatz benennen.
    • Beleg, Annahme und offene Frage direkt markieren.

    Ergebnis

    Clustertitel

    Clustertitel mit Beleg, Owner und nächstem Entscheid.

    Qualitätscheck

    Drückt der Titel gemeinsame Bedeutung statt Oberbegriff aus?

    Stolperfalle

    Titel wie Prozess oder Kommunikation sagen nichts aus. Verb plus fachliche Aussage formulieren.

    Zeitlicher Rahmen: 10–20 Minuten

  5. 5

    Konsens

    Konsens

    Ziel

    Konsensbild erzeugen, damit „Welches gemeinsame Bild ergibt sich aus unseren unterschiedlichen Antworten auf die Fokusfrage?“ belastbar beantwortet wird.

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Clustertitel

    Durchführung

    • Gesamtbild interpretieren, Konsens, Dissens und nächste Schritte festhalten.
    • Beleg, Annahme und offene Frage direkt markieren.

    Ergebnis

    Konsensbild

    Konsensbild mit Beleg, Owner und nächstem Entscheid.

    Qualitätscheck

    Kann jede Person mit Ergebnis arbeiten, auch bei dokumentiertem Dissens?

    Stolperfalle

    Schweigen wird als Zustimmung interpretiert. Explizite Zustimmungsrunde und Einwände dokumentieren.

    Zeitlicher Rahmen: 10–20 Minuten

05

Artefakt

Was am Ende rauskommt

Skizze: so sieht das Artefakt aus

Consensus Workshop · ICA ToPVon stillen Ideen über Cluster zu gemeinsam getragenen Konsenstiteln und Prioritäten
Consensus WorkshopEine Gruppe arbeitet von einer Fokusfrage über stille Ideen und Cluster zu Konsenstiteln und priorisierten nächsten Schritten.Einzelideen zu gemeinsam getragenen Themen verdichtenAlle schreiben zuerst still, dann werden Karten geteilt, geclustert, benannt und priorisiert.still schreibenteilenbenennenverdichtenauswählenFokusfragegemeinsamer RahmenStille Ideenalle schreiben zuerst alleinABCCluster bildenähnliche Karten gemeinsam ordnenKundennäheWissensbasisÜbergabenKonsenstitelCluster gemeinsam benennen1Wissensbasis pflegen2Übergaben klärenPrioritätentragfähige nächste SchritteTop-Themen mit Punkten
Form

Versioniertes Consensus Workshop Chart mit Quellen, Annahmen und nächstem Schritt.

Versionierung / Ownership

Datum, Scope, Quellen, Annahmen und Entscheidung je Fassung erhalten.

Tool-Alternativen
  • Consensus Workshop Chart
  • Timer
  • Entscheidungslog

consensus-workshop-working-template.md

Die Session entlang der kanonischen Methodenschritte und einer konkreten Entscheidung planen.

Consensus Workshop: Arbeitsvorlage

Fragestellung

Noch zu klären

Gewünschtes Ergebnis

Noch zu klären

Rahmen

Vollständige Session Zeit: 90–150 Minuten

Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.

Vorbereitung für diesen Umfang

Methodische Grundausstattung

  • Materialien: Consensus Workshop Chart, Timer, Klebezettel und Entscheidungslog.
  • Rollen: Facilitator · diverse Teilnehmer · Decision/Process Owner
  • Vorab-Infos: Vorhandene Evidenz und Constraints vorab zusammentragen.
  • Gesamter Zeitbedarf: 90–150 Minuten
  • Setup: Kanonische Arbeitsstruktur leer vorbereiten und Timeboxes sichtbar machen.

Für die Arbeitsschritte bereitstellen

Kontext: Kontext

  • offene Fokusfrage

Karten: Karten

  • Fokusrahmen

Clustern: Clustern

  • Antwortkarten

Benennen: Benennen

  • Bedeutungscluster

Konsens: Konsens

  • Clustertitel

Consensus Workshop Chart

Fokus und Verwendung

Welche offene Frage wird beantwortet und wofür wird das Ergebnis genutzt?

...

Originalkarten

Welche konkreten individuellen Antworten liegen vor?

...

Benannte Cluster

Welche Karten gehören semantisch zusammen und welche Aussage trägt das Cluster?

...

Konsenssatz

Welche gemeinsame Aussage trägt die Gruppe?

...

Dissens und Folge

Welcher Einwand bleibt und wie wird er bearbeitet?

...

Originalkarten erhalten und Einwände wörtlich sachlich dokumentieren.

ICA International: Technology of Participation

Kontext: Kontext

Erwartetes Artefakt: Fokusrahmen

Fokusrahmen mit Beleg, Owner und nächstem Entscheid.

Eintrag:

...

  • Ist die Frage offen und für alle beantwortbar?

Karten: Karten

Erwartetes Artefakt: Antwortkarten

Antwortkarten mit Beleg, Owner und nächstem Entscheid.

Eintrag:

...

  • Enthält jede Karte genau eine verständliche Idee?

Clustern: Clustern

Erwartetes Artefakt: Bedeutungscluster

Bedeutungscluster mit Beleg, Owner und nächstem Entscheid.

Eintrag:

...

  • Bleiben Originalkarten und Minderheitenideen sichtbar?

Benennen: Benennen

Erwartetes Artefakt: Clustertitel

Clustertitel mit Beleg, Owner und nächstem Entscheid.

Eintrag:

...

  • Drückt der Titel gemeinsame Bedeutung statt Oberbegriff aus?

Konsens: Konsens

Erwartetes Artefakt: Konsensbild

Konsensbild mit Beleg, Owner und nächstem Entscheid.

Eintrag:

...

  • Kann jede Person mit Ergebnis arbeiten, auch bei dokumentiertem Dissens?

Offene Fragen und nächste Schritte

...

Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/consensus-workshop/run-sheet

06

Beispielausgabe

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.

consensus-workshop-beispiel.md

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktive Fokusfrage: Was brauchen Teams, damit Reviewentscheidungen später nutzbar bleiben? Karten nennen Owner, Evidenzlink, Begründung, Frist und Suchbarkeit. Cluster 'Verbindliche Verantwortung' umfasst Owner und Frist; 'Nachvollziehbarer Kontext' umfasst Begründung und Evidenz. Konsenssatz: Jede Entscheidung braucht verantwortliche Person, Zeitpunkt und prüfbaren Kontext. Dissens: Pflichtfrist bei reinen Grundsatzentscheidungen bleibt offen.

07

Stolperfallen

Symptome erkennen, gegensteuern

Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf

  1. KontextDie Frage führt zu Ja/Nein oder enthält die gewünschte Antwort.In der Phase ansehen
  2. KartenTeilnehmer formulieren gemeinsam und verlieren unabhängige Perspektiven.In der Phase ansehen
  3. ClusternFacilitator sortiert allein nach vorgefertigten Kategorien.In der Phase ansehen
  4. BenennenTitel wie Prozess oder Kommunikation sagen nichts aus.In der Phase ansehen
  5. KonsensSchweigen wird als Zustimmung interpretiert.In der Phase ansehen
08

Abbruchkriterien

Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest

Das Artefakt beantwortet die Leitfrage und offene Punkte sind terminiert.
Owner, nächster Schritt und Reviewdatum sind benannt.

Methode nach Institute of Cultural Affairs. Consensus Workshop ist Teil der Technology of Participation. Kuratiert mit 1 Quellen.

Quellen: ICA International: Technology of Participation

Ablauf, Timeboxen und Stolperfallen sind redaktionell kuratierte Praxisempfehlungen auf Basis der genannten Quellen.

Methodenanleitung durchgearbeitet?

Zum Steckbrief für Zweck, ähnliche Methoden und Quellen oder direkt zur nächsten Methode im Katalog.