methodatlas
Decision Making

Option Framing

Formt mögliche Handlungsoptionen so, dass sie vergleichbar, vollständig und entscheidbar werden.

Decision MakingMediumBoth45-120 min
Zweck

Unklare Lösungsräume in saubere Entscheidungsoptionen mit Annahmen und Konsequenzen übersetzen.

Funktionsweise

Rohideen werden zu Optionen mit Scope, Nutzen, Kosten, Risiken, Voraussetzungen und Entscheidungspunkt ausgearbeitet.

Visuelle Orientierung

Methodenskizze für ein schnelles Grundgefühl.

Option Framing · Entweder/Oder/Hybrid
Option A · Tiefe
  • Fokus auf wenige Konten
  • Hohe Servicequalität
  • Lange Bindungen
Option B · Breite
  • Viele Kunden gleichzeitig
  • Standardisiertes Angebot
  • Skalierung
Hybrid: Tiefe für Top-Konten, Breite über Self-Service-Tier.

Ablauf

  1. 1Rohoptionen sammeln
  2. 2Optionen konsolidieren
  3. 3Jede Option strukturiert ausarbeiten
  4. 4Annahmen und Konsequenzen ergänzen
  5. 5Vergleichbare Shortlist erstellen

Ideal für

  • Vorbereitung komplexer Entscheidungen
  • Strategie- und Produktoptionen
  • Architekturvarianten

Nicht gut für

  • Reine Ursachenanalyse
  • Einzeloption ohne Alternativen
  • Akute Incident Response

Vertiefung

Im Detail

Option Framing liegt zwischen Ideensammlung und Entscheidung. Die Methode verhindert, dass unausgereifte Ideen direkt bewertet werden, indem sie jede Option in vergleichbare Bestandteile übersetzt. Dazu gehören Zielbeitrag, Annahmen, Aufwand, Risiken, Abhängigkeiten, Reversibilität und Konsequenzen. Erst danach werden Optionen wirklich entscheidbar.

Einordnung

Die Methode passt, wenn viele Ideen, Vorschläge oder Lösungsrichtungen im Raum stehen, aber noch nicht fair vergleichbar sind. Sie unterstützt Entscheidungsqualität und macht Lücken in Optionen sichtbar. Sie ist weniger geeignet, wenn bereits klare, ausgearbeitete Alternativen vorliegen.

Durchführung

Nutze ein einheitliches Template für alle Optionen und gib Teams kurze Timeboxes zum Ausarbeiten. Achte darauf, Optionen nicht durch sprachliches Framing unfair attraktiv oder unattraktiv zu machen. Schließe mit einer Shortlist, die in Trade-off Analysis oder Decision Matrix weiterverarbeitet werden kann.

Output-Artefakte
Option FramesAssumption NotesComparable ShortlistDecision Inputs
Artefakt-Vorlagen
Option FrameEinheitliche Beschreibung von Handlungsoptionen, damit sie fair vergleichbar werden.
markdown
# Option Frame: Optionstitel

## Kurzbeschreibung

Was ist die Option in einem Satz?

## Scope

Was ist enthalten, was ausdrücklich nicht?

## Nutzen

Welches Ziel unterstützt diese Option?

## Kosten und Aufwand

Welche Ressourcen, Laufzeit und Abhängigkeiten entstehen?

## Risiken

Welche negativen Folgen oder offenen Punkte bleiben?

## Annahmen

Welche Voraussetzungen müssen stimmen?

## Entscheidungssignal

Woran erkennen wir, dass diese Option bevorzugt werden sollte?

Ähnliche Methoden

Alle Methoden