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MethodenanleitungDelivery

Value Stream Mapping

Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.

KomplexitätMittel
Zeit1-3 h
Teilnehmende4-10
FormatWorkshop
ReifegradCanonical
Planung vorbereiten
01

Vorbedingung

Was vorher fertig sein muss

Vorher abschließenKlare Abgrenzung

Eine Produktfamilie und klarer Anfang-/Endpunkt mit Zugang zu tatsächlichem Ablauf und Beteiligten.

Ohne Grenze werden Daten, Perspektiven oder Abläufe vermischt.
Vorher abschließenZugang zu Belegen

Relevante Personen und Quellen können einbezogen werden.

Lücken bleiben sichtbar; fehlende Evidenz darf nicht erfunden werden.
02

Vorbereitung

Was vor Start vorliegen muss

Materialien

Gemeinsame Arbeitsfläche, zugängliche Quellen und Notiz für Entscheidungen.

Personen / Rollen

Prozessbeteiligte · Moderation · Datenverantwortung

Vorabinfos

Frage, Zeitraum, Datenzugriff, beteiligte Rollen und bekannte Unsicherheiten vorab klären.

Zeitbedarf

2–4 Stunden für einen vorbereiteten Wertstrom; Beobachtung und Messung vorab planen.

Setup

Eine gemeinsame Version anlegen. Fakten, Annahmen und Entscheidung getrennt kennzeichnen.

03

Kernfrage

Die eine Frage, die diese Methode beantwortet

Wie bewegt sich ein konkretes Arbeitselement heute vom Bedarf bis zur Lieferung?

04

Ablauf

Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle

Value Stream Mapping macht den tatsächlichen Informations- und Arbeitsfluss einer Produktfamilie einschließlich Warte- und Durchlaufzeiten sichtbar. Die Darstellung begründet den nächsten Verbesserungsschritt.

Ist-Fluss mit Lead Time und Bearbeitungszeit

Fiktives Lehrbeispiel

Mache den tatsächlichen Informations- und Arbeitsfluss einer Produktfamilie sichtbar, einschließlich Wartezeiten und Durchlaufzeiten.

Produktfamilie

Definiere Produktfamilie, Start, Ende und Nachfrage.

Software-Änderung vom bestätigten Bedarf bis Produktion.

Ist-Fluss

Zeichne beobachtete Schritte, Informationsfluss und Bestände.

Triage wartet 96 h; Umsetzung 1,5 h; Review wartet 72 h; Test 2 h; Deployment wartet 24 h.

Messwerte

Trage je Prozess Bearbeitungszeit, Wartezeit und Einheiten ein.

Lead Time: 195,5 h. Bearbeitungszeit: 3,5 h. Erfasst über eine Stichprobe von 12 Changes.

Nächster Test

Verbinde Engpass mit Zielbild, Experiment und Owner.

Fiktive Hypothese: gebündelte Review-Zeitfenster senken Review-Wartezeit; wöchentlich prüfen.

Fiktiver Software-Change: Anfrage wartet 96 h vor Triage, Umsetzung dauert 1,5 h, Review wartet 72 h, Test dauert 2 h, Deployment wartet 24 h. Beobachtete Lead Time: 195,5 h; Bearbeitungszeit: 3,5 h. Werte aus Ereignisprotokollen und einer Stichprobe.

Understanding the Fundamentals of Value-Stream Mapping · Lean Enterprise Institute

  1. 1

    Rahmen

    Produktfamilie und Rahmen wählen

    Ziel

    Betrachten alle denselben Fluss?

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Produktfamilie, Kundennutzen, Flussgrenze

    Durchführung

    • Grenze Wertstrom über Kundennutzen, Nachfrage und Ende des betrachteten Flusses ab.
    • Betrachten alle denselben Fluss?

    Ergebnis

    Abgegrenzte Produktfamilie und Flussgrenzen

    Abgegrenzte Produktfamilie und Flussgrenzen

    Qualitätscheck

    Betrachten alle denselben Fluss?

    Stolperfalle

    Workshop-Mapping ersetzt Beobachtung Gehe reale Arbeit nach und prüfe Zeitstempel und Warteschlangen am Prozess.

    Zeitlicher Rahmen: Teil des vereinbarten Arbeitsblocks; Recherche ggf. separat.

  2. 2

    Ist-Fluss

    Ist-Zustand am Ort der Arbeit erfassen

    Ziel

    Sind die Werte beobachtet oder bloß geplant?

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Arbeitselemente, Übergaben und Beobachtung vor Ort

    Durchführung

    • Gehe Element für Element; zeichne Schritte, Übergaben, Warteschlangen und Informationssignale auf.
    • Sind die Werte beobachtet oder bloß geplant?

    Ergebnis

    Beobachteter Ist-Fluss mit Übergaben und Warteschlangen

    Beobachteter Ist-Fluss mit Übergaben und Warteschlangen

    Qualitätscheck

    Sind die Werte beobachtet oder bloß geplant?

    Stolperfalle

    Lead Time mit Bearbeitungszeit gleichgesetzt Warte- und Bearbeitungsanteile separat mit gleicher Systemgrenze ausweisen.

    Zeitlicher Rahmen: Teil des vereinbarten Arbeitsblocks; Recherche ggf. separat.

  3. 3

    Messwerte

    Zeit und Bestand quantifizieren

    Ziel

    Sind Lead Time und Cycle Time getrennt?

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Zeitstempel, Bestände, Warte- und Bearbeitungszeiten

    Durchführung

    • Erfasse Bearbeitungszeit, Wartezeit, Bestand und Lead Time mit definierten Einheiten.
    • Sind Lead Time und Cycle Time getrennt?

    Ergebnis

    Zeitdaten mit getrennten Bearbeitungs- und Wartezeiten

    Zeitdaten mit getrennten Bearbeitungs- und Wartezeiten

    Qualitätscheck

    Sind Lead Time und Cycle Time getrennt?

    Stolperfalle

    Verbesserungen vor Ist-Aufnahme gesammelt Vollende erst einen faktenbasierten Ist-Fluss, dann Zielbild und Experimente.

    Zeitlicher Rahmen: Teil des vereinbarten Arbeitsblocks; Recherche ggf. separat.

  4. 4

    Zielbild

    Zielbild und nächsten Test wählen

    Ziel

    Ist das Zielbild aus Ist-Daten abgeleitet?

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Belegte Engpässe und Verbesserungsfrage

    Durchführung

    • Markiere Engpässe, entwirf ein überprüfbares Zielbild und weise erste Verbesserung zu.
    • Ist das Zielbild aus Ist-Daten abgeleitet?

    Ergebnis

    Abgeleitetes Zielbild und erster Verbesserungstest

    Abgeleitetes Zielbild und erster Verbesserungstest

    Qualitätscheck

    Ist das Zielbild aus Ist-Daten abgeleitet?

    Stolperfalle

    Produktfamilie zu breit gewählt Auf ähnliche Abläufe und Nachfrage eingrenzen; Ausnahmen markieren.

    Zeitlicher Rahmen: Teil des vereinbarten Arbeitsblocks; Recherche ggf. separat.

05

Artefakt

Was am Ende rauskommt

Skizze: so sieht das Artefakt aus

Value Stream Mapping · Current StateEnd-to-End-Arbeit mit Prozesszeit, Wartezeit, Informationsfluss und Engpass sichtbar machen
Value Stream MappingDas Visual zeigt Kundenbedarf, Prozessschritte, Wartezeiten, Informationsfluss und Kaizen Burst.Wertfluss, Wartezeit und Engpass trennenCurrent State zeigt, wo Arbeit wertschöpfend läuft und wo sie zwischen Schritten wartet.Steuerung / PrioritätPlanung, Pull-Signal, Expedite-RegelnFlowQueueHandoffWertEngpassKundenbedarfRequestKundenwertgeliefertAnalysePT 2 hBuildPT 6 hReviewPT 1 hWartezeit 2 dWartezeit 5 dWartezeit 3 dKaizen BurstBuild-Wartezeit begrenzen
Form

Versioniertes Ergebnis mit Frage, Evidenz, offenen Punkten, nächster Maßnahme, Verantwortung und Reviewtermin.

Versionierung / Ownership

Datum, Geltungsbereich, Quellen und Änderungen festhalten. Frühere Beobachtungen erhalten.

Tool-Alternativen
  • Whiteboard oder Papier
  • Gemeinsame Tabelle
  • Projektablage mit Versionshistorie

value-stream-mapping-working-template.md

Bereite Value Stream Mapping mit klarer Frage, Rollen und Quellen vor.

Value Stream Mapping: Arbeitsvorlage

Fragestellung

Noch zu klären

Gewünschtes Ergebnis

Noch zu klären

Rahmen

Vollständigen Ablauf planen Zeit: Nach Umfang und verfügbaren Belegen festlegen

Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.

Vorbereitung für diesen Umfang

Methodische Grundausstattung

  • Materialien: Gemeinsame Arbeitsfläche, zugängliche Quellen und Notiz für Entscheidungen.
  • Rollen: Prozessbeteiligte · Moderation · Datenverantwortung
  • Vorab-Infos: Frage, Zeitraum, Datenzugriff, beteiligte Rollen und bekannte Unsicherheiten vorab klären.
  • Gesamter Zeitbedarf: 2–4 Stunden für einen vorbereiteten Wertstrom; Beobachtung und Messung vorab planen.
  • Setup: Eine gemeinsame Version anlegen. Fakten, Annahmen und Entscheidung getrennt kennzeichnen.

Für die Arbeitsschritte bereitstellen

Rahmen: Produktfamilie und Rahmen wählen

  • Produktfamilie, Kundennutzen, Flussgrenze

Ist-Fluss: Ist-Zustand am Ort der Arbeit erfassen

  • Arbeitselemente, Übergaben und Beobachtung vor Ort

Messwerte: Zeit und Bestand quantifizieren

  • Zeitstempel, Bestände, Warte- und Bearbeitungszeiten

Zielbild: Zielbild und nächsten Test wählen

  • Belegte Engpässe und Verbesserungsfrage

Ist-Fluss mit Lead Time und Bearbeitungszeit

Produktfamilie

Definiere Produktfamilie, Start, Ende und Nachfrage.

...

Ist-Fluss

Zeichne beobachtete Schritte, Informationsfluss und Bestände.

...

Messwerte

Trage je Prozess Bearbeitungszeit, Wartezeit und Einheiten ein.

...

Nächster Test

Verbinde Engpass mit Zielbild, Experiment und Owner.

...

Leere Vorlage: beginne mit einer abgegrenzten Frage. Trage nur erhobene Fakten ein, markiere Annahmen und halte offene Fragen sowie Quellen fest.

Understanding the Fundamentals of Value-Stream Mapping · Lean Enterprise Institute

Rahmen: Produktfamilie und Rahmen wählen

Erwartetes Artefakt: Abgegrenzte Produktfamilie und Flussgrenzen

Abgegrenzte Produktfamilie und Flussgrenzen

Eintrag:

...

  • Betrachten alle denselben Fluss?

Ist-Fluss: Ist-Zustand am Ort der Arbeit erfassen

Erwartetes Artefakt: Beobachteter Ist-Fluss mit Übergaben und Warteschlangen

Beobachteter Ist-Fluss mit Übergaben und Warteschlangen

Eintrag:

...

  • Sind die Werte beobachtet oder bloß geplant?

Messwerte: Zeit und Bestand quantifizieren

Erwartetes Artefakt: Zeitdaten mit getrennten Bearbeitungs- und Wartezeiten

Zeitdaten mit getrennten Bearbeitungs- und Wartezeiten

Eintrag:

...

  • Sind Lead Time und Cycle Time getrennt?

Zielbild: Zielbild und nächsten Test wählen

Erwartetes Artefakt: Abgeleitetes Zielbild und erster Verbesserungstest

Abgeleitetes Zielbild und erster Verbesserungstest

Eintrag:

...

  • Ist das Zielbild aus Ist-Daten abgeleitet?

Offene Fragen und nächste Schritte

...

Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/value-stream-mapping/run-sheet

06

Beispielausgabe

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.

value-stream-mapping-beispiel.md

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Lehrbeispiel

Fiktiver Software-Change: Anfrage wartet 96 h vor Triage, Umsetzung dauert 1,5 h, Review wartet 72 h, Test dauert 2 h, Deployment wartet 24 h. Beobachtete Lead Time: 195,5 h; Bearbeitungszeit: 3,5 h. Werte aus Ereignisprotokollen und einer Stichprobe.

Alle Angaben sind erfunden. Lead Time umfasst Warte- und Bearbeitungszeit; die beiden Zeitarten bleiben getrennt.

07

Stolperfallen

Symptome erkennen, gegensteuern

Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf

  1. Produktfamilie und Rahmen wählenWorkshop-Mapping ersetzt BeobachtungIn der Phase ansehen
  2. Ist-Zustand am Ort der Arbeit erfassenLead Time mit Bearbeitungszeit gleichgesetztIn der Phase ansehen
  3. Zeit und Bestand quantifizierenVerbesserungen vor Ist-Aufnahme gesammeltIn der Phase ansehen
  4. Zielbild und nächsten Test wählenProduktfamilie zu breit gewähltIn der Phase ansehen
08

Abbruchkriterien

Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest

Die Frage oder Grenze bleibt mehrdeutig: zuerst eingrenzen.
Zentrale Daten oder Beteiligte fehlen: Lücke kennzeichnen und Zugriff klären.
Die Gruppe vermischt Beobachtung und Erklärung: Belege erneut prüfen.
Eine unmittelbare Sicherheits- oder Betriebsgefahr entsteht: Arbeit stoppen und zuständige Verfahren nutzen.

Methodenanleitung durchgearbeitet?

Zum Steckbrief für Zweck, ähnliche Methoden und Quellen oder direkt zur nächsten Methode im Katalog.