Definiere Systemgrenze, Zeitraum, Bestandsgrößen und ihre Mengeneinheiten.
Stock and Flow Diagram
Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.
Vorbedingung
Was vorher fertig sein muss
Vorbereitung
Was vor Start vorliegen muss
Systemgrenze, Zeitreihe soweit vorhanden, Einheitenliste, fachliche Regeln und Modellierungswerkzeug.
Fachverantwortliche · System-Dynamics-Modellierung · Datenexpertise; alle Größen und Annahmen gemeinsam prüfen.
Material, Datenzugang und Teilnehmende vorab nach Forschungs- oder Entscheidungsfrage festlegen.
2–6 Stunden für ein kleines Konzeptmodell; Datenkalibrierung und Simulation sind separate Aufgaben.
Arbeitsfläche mit der methodenspezifischen Struktur öffnen. Fiktive Beispiele dienen nur der Orientierung; Arbeitsvorlage und eigene Befunde bleiben getrennt.
Kernfrage
Die eine Frage, die diese Methode beantwortet
Wie verändern Zu- und Abflüsse die Bestände über Zeit?
Ablauf
Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle
Stock-and-Flow-Diagrams zeigen Akkumulation, Verzögerung und Kapazität als Verhalten über Zeit. Stocks sind Zustandsgrößen, Flows Änderungsraten pro Zeit.
Stock and Flow Diagram Arbeitsblatt
Fiktives Beispiel
Methodenspezifische Fragen mit fiktivem ausgearbeiteten Beispiel; die Arbeitsvorlage bleibt leer.
Bestände mit Einheit und Grenze definieren
Stocks mit Einheit und Anfangsbestand
Fiktiv: offene Servicefälle werden als Bestand in Fällen zum Wochenstart beschrieben.
Zu- und Abflüsse mit Zeitrate ergänzen
Konservierte Flüsse und konsistente Rateinheiten
Beispiel: neue Fälle und gelöste Fälle in Fällen pro Woche; Fluss verändert den Bestand.
Raten, Verzögerungen und Einflüsse modellieren
Regeln, Parameter und Verzögerungen
Beispielhypothese: Besetzung beeinflusst Lösungsrate; Einarbeitung verzögert die Kapazitätswirkung.
Verhalten und Szenarien testen
Konsistentes Modell und Szenariofragen
Szenario: Was passiert mit dem offenen Bestand, wenn Zufluss und Lösungsrate über mehrere Wochen auseinanderliegen? Keine Prognose ohne kalibrierte Daten.
System Dynamics Learning Guide explains stock-flow units and consistency. Stocks use quantity units; flows use quantity per time and change stocks.
- 1
Bestände
Bestände mit Einheit und Grenze definieren

Ziel
Stocks mit Einheit und Anfangsbestand
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Definiere Systemgrenze, Zeitraum, Bestandsgrößen und ihre Mengeneinheiten.
- Systemgrenze, Zeitreihe soweit vorhanden, Einheitenliste, fachliche Regeln und Modellierungswerkzeug.
Durchführung
- Bestimme angesammelte Größen, ihre Einheit, Startwert und Bezugszeitpunkt. Lege Systemgrenze fest.
- Das Ergebnis „Stocks mit Einheit und Anfangsbestand“ mit Belegstatus, Quelle oder offenem Prüfbedarf festhalten.
Ergebnis
Stocks mit Einheit und Anfangsbestand
Stocks mit Einheit und Anfangsbestand
Qualitätscheck
Lässt sich die Größe zu einem Zeitpunkt zählen oder messen?
Stolperfalle
Durchsatz oder Ereignisse werden als Bestand eingezeichnet. Akkumulation als Bestand, Veränderung als Rate trennen.
Zeitlicher Rahmen: Etwa 10–20 Minuten; Daten- oder Klärungsarbeit separat planen.
- 2
Flüsse
Zu- und Abflüsse mit Zeitrate ergänzen

Ziel
Konservierte Flüsse und konsistente Rateinheiten
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Stocks mit Einheit und Anfangsbestand
- Systemgrenze, Zeitreihe soweit vorhanden, Einheitenliste, fachliche Regeln und Modellierungswerkzeug.
Durchführung
- Verbinde jeden Zu- und Abfluss mit einem Stock. Gib jedem Flow dieselbe Mengeneinheit pro Zeiteinheit an.
- Das Ergebnis „Konservierte Flüsse und konsistente Rateinheiten“ mit Belegstatus, Quelle oder offenem Prüfbedarf festhalten.
Ergebnis
Konservierte Flüsse und konsistente Rateinheiten
Konservierte Flüsse und konsistente Rateinheiten
Qualitätscheck
Entspricht Flow-Einheit Bestandseinheit geteilt durch Zeit?
Stolperfalle
Flow wirkt, ohne Bestand zu verändern. Bilanz je Bestand aufstellen: Startbestand plus Zuflüsse minus Abflüsse.
Zeitlicher Rahmen: Etwa 10–20 Minuten; Daten- oder Klärungsarbeit separat planen.
- 3
Dynamik
Raten, Verzögerungen und Einflüsse modellieren

Ziel
Regeln, Parameter und Verzögerungen
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Konservierte Flüsse und konsistente Rateinheiten
- Systemgrenze, Zeitreihe soweit vorhanden, Einheitenliste, fachliche Regeln und Modellierungswerkzeug.
Durchführung
- Lege nachvollziehbare Regeln fest, die Raten beeinflussen; markiere Verzögerungen und kausale Annahmen.
- Das Ergebnis „Regeln, Parameter und Verzögerungen“ mit Belegstatus, Quelle oder offenem Prüfbedarf festhalten.
Ergebnis
Regeln, Parameter und Verzögerungen
Regeln, Parameter und Verzögerungen
Qualitätscheck
Welche Regel bestimmt die Rate und wie lange wirkt eine Verzögerung?
Stolperfalle
Eine Korrelation wird als kausales Gesetz kodiert. Beleg, angenommene Funktion und plausible Verzögerung getrennt führen.
Zeitlicher Rahmen: Etwa 10–20 Minuten; Daten- oder Klärungsarbeit separat planen.
- 4
Verhalten
Verhalten und Szenarien testen

Ziel
Konsistentes Modell und Szenariofragen
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Regeln, Parameter und Verzögerungen
- Systemgrenze, Zeitreihe soweit vorhanden, Einheitenliste, fachliche Regeln und Modellierungswerkzeug.
Durchführung
- Prüfe Modell auf Einheiten, Grenzfälle und historische Verläufe; simuliere Parameter nur mit transparenten Annahmen.
- Das Ergebnis „Konsistentes Modell und Szenariofragen“ mit Belegstatus, Quelle oder offenem Prüfbedarf festhalten.
Ergebnis
Konsistentes Modell und Szenariofragen
Konsistentes Modell und Szenariofragen
Qualitätscheck
Erklärt das Modell plausibles Verhalten über den gewählten Zeitraum?
Stolperfalle
Eine Simulation wird als Prognose verstanden. Kalibrierung, Unsicherheitsbereich und Modellgrenze benennen; Entscheidungen nicht allein aus dem Modell ableiten.
Zeitlicher Rahmen: Etwa 10–20 Minuten; Daten- oder Klärungsarbeit separat planen.
Artefakt
Was am Ende rauskommt
Skizze: so sieht das Artefakt aus
Versionierte Dokumentation mit Frage, Evidenz, Ergebnis, Unsicherheit, Verantwortlichen und nächstem Prüftermin.
Datum, Scope, Quelle, Annahmen und Änderungen nachhalten; bei Praxis oder Vorhaben eine verantwortliche Person und Überprüfung festlegen.
- Papier und Stifte
- Whiteboard oder einfache Tabelle
stock-and-flow-diagram-working-template.md
Plane die Sitzung oder das Vorhaben passend zum tatsächlichen Arbeitsumfang.
Stock and Flow Diagram: Arbeitsvorlage
Fragestellung
Noch zu klären
Gewünschtes Ergebnis
Noch zu klären
Rahmen
Vollständige Methode vorbereiten Zeit: 2–6 Stunden für ein kleines Konzeptmodell; Datenkalibrierung und Simulation sind separate Aufgaben.
Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.
Vorbereitung für diesen Umfang
Methodische Grundausstattung
- Materialien: Systemgrenze, Zeitreihe soweit vorhanden, Einheitenliste, fachliche Regeln und Modellierungswerkzeug.
- Rollen: Fachverantwortliche · System-Dynamics-Modellierung · Datenexpertise; alle Größen und Annahmen gemeinsam prüfen.
- Vorab-Infos: Material, Datenzugang und Teilnehmende vorab nach Forschungs- oder Entscheidungsfrage festlegen.
- Gesamter Zeitbedarf: 2–6 Stunden für ein kleines Konzeptmodell; Datenkalibrierung und Simulation sind separate Aufgaben.
- Setup: Arbeitsfläche mit der methodenspezifischen Struktur öffnen. Fiktive Beispiele dienen nur der Orientierung; Arbeitsvorlage und eigene Befunde bleiben getrennt.
Für die Arbeitsschritte bereitstellen
Bestände: Bestände mit Einheit und Grenze definieren
- Definiere Systemgrenze, Zeitraum, Bestandsgrößen und ihre Mengeneinheiten.
- Systemgrenze, Zeitreihe soweit vorhanden, Einheitenliste, fachliche Regeln und Modellierungswerkzeug.
Flüsse: Zu- und Abflüsse mit Zeitrate ergänzen
- Stocks mit Einheit und Anfangsbestand
- Systemgrenze, Zeitreihe soweit vorhanden, Einheitenliste, fachliche Regeln und Modellierungswerkzeug.
Dynamik: Raten, Verzögerungen und Einflüsse modellieren
- Konservierte Flüsse und konsistente Rateinheiten
- Systemgrenze, Zeitreihe soweit vorhanden, Einheitenliste, fachliche Regeln und Modellierungswerkzeug.
Verhalten: Verhalten und Szenarien testen
- Regeln, Parameter und Verzögerungen
- Systemgrenze, Zeitreihe soweit vorhanden, Einheitenliste, fachliche Regeln und Modellierungswerkzeug.
Stock and Flow Diagram Arbeitsblatt
Bestände mit Einheit und Grenze definieren
Stocks mit Einheit und Anfangsbestand
...
Zu- und Abflüsse mit Zeitrate ergänzen
Konservierte Flüsse und konsistente Rateinheiten
...
Raten, Verzögerungen und Einflüsse modellieren
Regeln, Parameter und Verzögerungen
...
Verhalten und Szenarien testen
Konsistentes Modell und Szenariofragen
...
Leere Arbeitsvorlage zeigt ausschließlich die Fragen, keine Beispieldaten.
System Dynamics Learning Guide
Bestände: Bestände mit Einheit und Grenze definieren
Erwartetes Artefakt: Stocks mit Einheit und Anfangsbestand
Stocks mit Einheit und Anfangsbestand
Eintrag:
...
- Lässt sich die Größe zu einem Zeitpunkt zählen oder messen?
Flüsse: Zu- und Abflüsse mit Zeitrate ergänzen
Erwartetes Artefakt: Konservierte Flüsse und konsistente Rateinheiten
Konservierte Flüsse und konsistente Rateinheiten
Eintrag:
...
- Entspricht Flow-Einheit Bestandseinheit geteilt durch Zeit?
Dynamik: Raten, Verzögerungen und Einflüsse modellieren
Erwartetes Artefakt: Regeln, Parameter und Verzögerungen
Regeln, Parameter und Verzögerungen
Eintrag:
...
- Welche Regel bestimmt die Rate und wie lange wirkt eine Verzögerung?
Verhalten: Verhalten und Szenarien testen
Erwartetes Artefakt: Konsistentes Modell und Szenariofragen
Konsistentes Modell und Szenariofragen
Eintrag:
...
- Erklärt das Modell plausibles Verhalten über den gewählten Zeitraum?
Offene Fragen und nächste Schritte
...
Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/stock-and-flow-diagram/run-sheet
Beispielausgabe
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.
stock-and-flow-diagram-beispiel.md
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Beispiel: Service-Warteschlange
Systemgrenze: Eingegangene Servicefälle bis zur Lösung.
Stock: Offene Fälle, Einheit Fälle; fiktiver Anfangsbestand: 10 Fälle am Wochenstart.
Inflows: Neue Fälle: 8 Fälle/Woche über eine Woche.
Outflows: Gelöste Fälle: 6 Fälle/Woche über dieselbe Woche.
Bilanz für eine Woche: 10 Fälle + (8 Fälle/Woche × 1 Woche) − (6 Fälle/Woche × 1 Woche) = 12 Fälle am Periodenende.
Hypothese: Einarbeitung könnte die Lösungsrate nach einer Verzögerung beeinflussen; Beziehung und Verzögerung müssen mit Daten oder Prozesswissen geprüft werden.
Grenze: Zahlen sind fiktiv und illustrieren nur die Bilanz. Ohne valide Raten und Zeitreihen liefert das Modell keine Prognose.
Stolperfallen
Symptome erkennen, gegensteuern
Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf
- Bestände mit Einheit und Grenze definierenDurchsatz oder Ereignisse werden als Bestand eingezeichnet.In der Phase ansehen
- Zu- und Abflüsse mit Zeitrate ergänzenFlow wirkt, ohne Bestand zu verändern.In der Phase ansehen
- Raten, Verzögerungen und Einflüsse modellierenEine Korrelation wird als kausales Gesetz kodiert.In der Phase ansehen
- Verhalten und Szenarien testenEine Simulation wird als Prognose verstanden.In der Phase ansehen
Bestände mit Einheit und Grenze definieren
Durchsatz oder Ereignisse werden als Bestand eingezeichnet.
Akkumulation als Bestand, Veränderung als Rate trennen.
Zu- und Abflüsse mit Zeitrate ergänzen
Flow wirkt, ohne Bestand zu verändern.
Bilanz je Bestand aufstellen: Startbestand plus Zuflüsse minus Abflüsse.
Raten, Verzögerungen und Einflüsse modellieren
Eine Korrelation wird als kausales Gesetz kodiert.
Beleg, angenommene Funktion und plausible Verzögerung getrennt führen.
Verhalten und Szenarien testen
Eine Simulation wird als Prognose verstanden.
Kalibrierung, Unsicherheitsbereich und Modellgrenze benennen; Entscheidungen nicht allein aus dem Modell ableiten.
Abbruchkriterien
Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest
Methodenanleitung durchgearbeitet?
Zum Steckbrief für Zweck, ähnliche Methoden und Quellen oder direkt zur nächsten Methode im Katalog.

