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MethodenanleitungSystems Thinking

Stock and Flow Diagram

Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.

KomplexitätHoch
Zeit2-6 h
Teilnehmende1-6
FormatWorkshop + Async
ReifegradEstablished
Arbeit planen
01

Vorbedingung

Was vorher fertig sein muss

Vorher abschließenKlarer Arbeitsrahmen

Definiere Systemgrenze, Zeitraum, Bestandsgrößen und ihre Mengeneinheiten.

Ohne abgegrenzte Frage oder prüfbare Belege wird das Ergebnis unscharf.
02

Vorbereitung

Was vor Start vorliegen muss

Materialien

Systemgrenze, Zeitreihe soweit vorhanden, Einheitenliste, fachliche Regeln und Modellierungswerkzeug.

Personen / Rollen

Fachverantwortliche · System-Dynamics-Modellierung · Datenexpertise; alle Größen und Annahmen gemeinsam prüfen.

Vorabinfos

Material, Datenzugang und Teilnehmende vorab nach Forschungs- oder Entscheidungsfrage festlegen.

Zeitbedarf

2–6 Stunden für ein kleines Konzeptmodell; Datenkalibrierung und Simulation sind separate Aufgaben.

Setup

Arbeitsfläche mit der methodenspezifischen Struktur öffnen. Fiktive Beispiele dienen nur der Orientierung; Arbeitsvorlage und eigene Befunde bleiben getrennt.

03

Kernfrage

Die eine Frage, die diese Methode beantwortet

Wie verändern Zu- und Abflüsse die Bestände über Zeit?

04

Ablauf

Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle

Stock-and-Flow-Diagrams zeigen Akkumulation, Verzögerung und Kapazität als Verhalten über Zeit. Stocks sind Zustandsgrößen, Flows Änderungsraten pro Zeit.

Stock and Flow Diagram Arbeitsblatt

Fiktives Beispiel

Methodenspezifische Fragen mit fiktivem ausgearbeiteten Beispiel; die Arbeitsvorlage bleibt leer.

Bestände mit Einheit und Grenze definieren

Stocks mit Einheit und Anfangsbestand

Fiktiv: offene Servicefälle werden als Bestand in Fällen zum Wochenstart beschrieben.

Zu- und Abflüsse mit Zeitrate ergänzen

Konservierte Flüsse und konsistente Rateinheiten

Beispiel: neue Fälle und gelöste Fälle in Fällen pro Woche; Fluss verändert den Bestand.

Raten, Verzögerungen und Einflüsse modellieren

Regeln, Parameter und Verzögerungen

Beispielhypothese: Besetzung beeinflusst Lösungsrate; Einarbeitung verzögert die Kapazitätswirkung.

Verhalten und Szenarien testen

Konsistentes Modell und Szenariofragen

Szenario: Was passiert mit dem offenen Bestand, wenn Zufluss und Lösungsrate über mehrere Wochen auseinanderliegen? Keine Prognose ohne kalibrierte Daten.

System Dynamics Learning Guide explains stock-flow units and consistency. Stocks use quantity units; flows use quantity per time and change stocks.

System Dynamics Learning Guide

  1. 1

    Bestände

    Bestände mit Einheit und Grenze definieren

    Ziel

    Stocks mit Einheit und Anfangsbestand

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Definiere Systemgrenze, Zeitraum, Bestandsgrößen und ihre Mengeneinheiten.
    • Systemgrenze, Zeitreihe soweit vorhanden, Einheitenliste, fachliche Regeln und Modellierungswerkzeug.

    Durchführung

    • Bestimme angesammelte Größen, ihre Einheit, Startwert und Bezugszeitpunkt. Lege Systemgrenze fest.
    • Das Ergebnis „Stocks mit Einheit und Anfangsbestand“ mit Belegstatus, Quelle oder offenem Prüfbedarf festhalten.

    Ergebnis

    Stocks mit Einheit und Anfangsbestand

    Stocks mit Einheit und Anfangsbestand

    Qualitätscheck

    Lässt sich die Größe zu einem Zeitpunkt zählen oder messen?

    Stolperfalle

    Durchsatz oder Ereignisse werden als Bestand eingezeichnet. Akkumulation als Bestand, Veränderung als Rate trennen.

    Zeitlicher Rahmen: Etwa 10–20 Minuten; Daten- oder Klärungsarbeit separat planen.

  2. 2

    Flüsse

    Zu- und Abflüsse mit Zeitrate ergänzen

    Ziel

    Konservierte Flüsse und konsistente Rateinheiten

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Stocks mit Einheit und Anfangsbestand
    • Systemgrenze, Zeitreihe soweit vorhanden, Einheitenliste, fachliche Regeln und Modellierungswerkzeug.

    Durchführung

    • Verbinde jeden Zu- und Abfluss mit einem Stock. Gib jedem Flow dieselbe Mengeneinheit pro Zeiteinheit an.
    • Das Ergebnis „Konservierte Flüsse und konsistente Rateinheiten“ mit Belegstatus, Quelle oder offenem Prüfbedarf festhalten.

    Ergebnis

    Konservierte Flüsse und konsistente Rateinheiten

    Konservierte Flüsse und konsistente Rateinheiten

    Qualitätscheck

    Entspricht Flow-Einheit Bestandseinheit geteilt durch Zeit?

    Stolperfalle

    Flow wirkt, ohne Bestand zu verändern. Bilanz je Bestand aufstellen: Startbestand plus Zuflüsse minus Abflüsse.

    Zeitlicher Rahmen: Etwa 10–20 Minuten; Daten- oder Klärungsarbeit separat planen.

  3. 3

    Dynamik

    Raten, Verzögerungen und Einflüsse modellieren

    Ziel

    Regeln, Parameter und Verzögerungen

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Konservierte Flüsse und konsistente Rateinheiten
    • Systemgrenze, Zeitreihe soweit vorhanden, Einheitenliste, fachliche Regeln und Modellierungswerkzeug.

    Durchführung

    • Lege nachvollziehbare Regeln fest, die Raten beeinflussen; markiere Verzögerungen und kausale Annahmen.
    • Das Ergebnis „Regeln, Parameter und Verzögerungen“ mit Belegstatus, Quelle oder offenem Prüfbedarf festhalten.

    Ergebnis

    Regeln, Parameter und Verzögerungen

    Regeln, Parameter und Verzögerungen

    Qualitätscheck

    Welche Regel bestimmt die Rate und wie lange wirkt eine Verzögerung?

    Stolperfalle

    Eine Korrelation wird als kausales Gesetz kodiert. Beleg, angenommene Funktion und plausible Verzögerung getrennt führen.

    Zeitlicher Rahmen: Etwa 10–20 Minuten; Daten- oder Klärungsarbeit separat planen.

  4. 4

    Verhalten

    Verhalten und Szenarien testen

    Ziel

    Konsistentes Modell und Szenariofragen

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Regeln, Parameter und Verzögerungen
    • Systemgrenze, Zeitreihe soweit vorhanden, Einheitenliste, fachliche Regeln und Modellierungswerkzeug.

    Durchführung

    • Prüfe Modell auf Einheiten, Grenzfälle und historische Verläufe; simuliere Parameter nur mit transparenten Annahmen.
    • Das Ergebnis „Konsistentes Modell und Szenariofragen“ mit Belegstatus, Quelle oder offenem Prüfbedarf festhalten.

    Ergebnis

    Konsistentes Modell und Szenariofragen

    Konsistentes Modell und Szenariofragen

    Qualitätscheck

    Erklärt das Modell plausibles Verhalten über den gewählten Zeitraum?

    Stolperfalle

    Eine Simulation wird als Prognose verstanden. Kalibrierung, Unsicherheitsbereich und Modellgrenze benennen; Entscheidungen nicht allein aus dem Modell ableiten.

    Zeitlicher Rahmen: Etwa 10–20 Minuten; Daten- oder Klärungsarbeit separat planen.

05

Artefakt

Was am Ende rauskommt

Skizze: so sieht das Artefakt aus

Stock and Flow · SystemdynamikBestände, Zu- und Abflüsse sowie Feedback auf Raten als Systemdynamik sichtbar machen
Stock and Flow DiagramDas Visual zeigt einen Bestand, Zufluss, Abfluss, Parameter und Feedback auf Raten.Bestände und Raten getrennt modellierenStocks sammeln sich an, Flows verändern sie; Feedback erklärt, warum sich Raten verändern.fülltleertFeedback auf Ratebeeinflusst ChurnQuelleZuflussNeuanmeldungen / WocheBestandaktive NutzerAbflussChurn / WocheSenkeAkquiseKampagne, ReferralProduktwertRetention-TreiberFriktionKündigungsgrund
Form

Versionierte Dokumentation mit Frage, Evidenz, Ergebnis, Unsicherheit, Verantwortlichen und nächstem Prüftermin.

Versionierung / Ownership

Datum, Scope, Quelle, Annahmen und Änderungen nachhalten; bei Praxis oder Vorhaben eine verantwortliche Person und Überprüfung festlegen.

Tool-Alternativen
  • Papier und Stifte
  • Whiteboard oder einfache Tabelle

stock-and-flow-diagram-working-template.md

Plane die Sitzung oder das Vorhaben passend zum tatsächlichen Arbeitsumfang.

Stock and Flow Diagram: Arbeitsvorlage

Fragestellung

Noch zu klären

Gewünschtes Ergebnis

Noch zu klären

Rahmen

Vollständige Methode vorbereiten Zeit: 2–6 Stunden für ein kleines Konzeptmodell; Datenkalibrierung und Simulation sind separate Aufgaben.

Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.

Vorbereitung für diesen Umfang

Methodische Grundausstattung

  • Materialien: Systemgrenze, Zeitreihe soweit vorhanden, Einheitenliste, fachliche Regeln und Modellierungswerkzeug.
  • Rollen: Fachverantwortliche · System-Dynamics-Modellierung · Datenexpertise; alle Größen und Annahmen gemeinsam prüfen.
  • Vorab-Infos: Material, Datenzugang und Teilnehmende vorab nach Forschungs- oder Entscheidungsfrage festlegen.
  • Gesamter Zeitbedarf: 2–6 Stunden für ein kleines Konzeptmodell; Datenkalibrierung und Simulation sind separate Aufgaben.
  • Setup: Arbeitsfläche mit der methodenspezifischen Struktur öffnen. Fiktive Beispiele dienen nur der Orientierung; Arbeitsvorlage und eigene Befunde bleiben getrennt.

Für die Arbeitsschritte bereitstellen

Bestände: Bestände mit Einheit und Grenze definieren

  • Definiere Systemgrenze, Zeitraum, Bestandsgrößen und ihre Mengeneinheiten.
  • Systemgrenze, Zeitreihe soweit vorhanden, Einheitenliste, fachliche Regeln und Modellierungswerkzeug.

Flüsse: Zu- und Abflüsse mit Zeitrate ergänzen

  • Stocks mit Einheit und Anfangsbestand
  • Systemgrenze, Zeitreihe soweit vorhanden, Einheitenliste, fachliche Regeln und Modellierungswerkzeug.

Dynamik: Raten, Verzögerungen und Einflüsse modellieren

  • Konservierte Flüsse und konsistente Rateinheiten
  • Systemgrenze, Zeitreihe soweit vorhanden, Einheitenliste, fachliche Regeln und Modellierungswerkzeug.

Verhalten: Verhalten und Szenarien testen

  • Regeln, Parameter und Verzögerungen
  • Systemgrenze, Zeitreihe soweit vorhanden, Einheitenliste, fachliche Regeln und Modellierungswerkzeug.

Stock and Flow Diagram Arbeitsblatt

Bestände mit Einheit und Grenze definieren

Stocks mit Einheit und Anfangsbestand

...

Zu- und Abflüsse mit Zeitrate ergänzen

Konservierte Flüsse und konsistente Rateinheiten

...

Raten, Verzögerungen und Einflüsse modellieren

Regeln, Parameter und Verzögerungen

...

Verhalten und Szenarien testen

Konsistentes Modell und Szenariofragen

...

Leere Arbeitsvorlage zeigt ausschließlich die Fragen, keine Beispieldaten.

System Dynamics Learning Guide

Bestände: Bestände mit Einheit und Grenze definieren

Erwartetes Artefakt: Stocks mit Einheit und Anfangsbestand

Stocks mit Einheit und Anfangsbestand

Eintrag:

...

  • Lässt sich die Größe zu einem Zeitpunkt zählen oder messen?

Flüsse: Zu- und Abflüsse mit Zeitrate ergänzen

Erwartetes Artefakt: Konservierte Flüsse und konsistente Rateinheiten

Konservierte Flüsse und konsistente Rateinheiten

Eintrag:

...

  • Entspricht Flow-Einheit Bestandseinheit geteilt durch Zeit?

Dynamik: Raten, Verzögerungen und Einflüsse modellieren

Erwartetes Artefakt: Regeln, Parameter und Verzögerungen

Regeln, Parameter und Verzögerungen

Eintrag:

...

  • Welche Regel bestimmt die Rate und wie lange wirkt eine Verzögerung?

Verhalten: Verhalten und Szenarien testen

Erwartetes Artefakt: Konsistentes Modell und Szenariofragen

Konsistentes Modell und Szenariofragen

Eintrag:

...

  • Erklärt das Modell plausibles Verhalten über den gewählten Zeitraum?

Offene Fragen und nächste Schritte

...

Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/stock-and-flow-diagram/run-sheet

06

Beispielausgabe

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.

stock-and-flow-diagram-beispiel.md

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Beispiel: Service-Warteschlange

Systemgrenze: Eingegangene Servicefälle bis zur Lösung.

Stock: Offene Fälle, Einheit Fälle; fiktiver Anfangsbestand: 10 Fälle am Wochenstart.

Inflows: Neue Fälle: 8 Fälle/Woche über eine Woche.

Outflows: Gelöste Fälle: 6 Fälle/Woche über dieselbe Woche.

Bilanz für eine Woche: 10 Fälle + (8 Fälle/Woche × 1 Woche) − (6 Fälle/Woche × 1 Woche) = 12 Fälle am Periodenende.

Hypothese: Einarbeitung könnte die Lösungsrate nach einer Verzögerung beeinflussen; Beziehung und Verzögerung müssen mit Daten oder Prozesswissen geprüft werden.

Grenze: Zahlen sind fiktiv und illustrieren nur die Bilanz. Ohne valide Raten und Zeitreihen liefert das Modell keine Prognose.

07

Stolperfallen

Symptome erkennen, gegensteuern

Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf

  1. Bestände mit Einheit und Grenze definierenDurchsatz oder Ereignisse werden als Bestand eingezeichnet.In der Phase ansehen
  2. Zu- und Abflüsse mit Zeitrate ergänzenFlow wirkt, ohne Bestand zu verändern.In der Phase ansehen
  3. Raten, Verzögerungen und Einflüsse modellierenEine Korrelation wird als kausales Gesetz kodiert.In der Phase ansehen
  4. Verhalten und Szenarien testenEine Simulation wird als Prognose verstanden.In der Phase ansehen
08

Abbruchkriterien

Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest

Bei fehlender Bestandseinheit, unverbundenem Fluss oder widersprüchlicher Zeitbasis erst Einheiten und Bilanz klären. Keine quantitative Simulation ohne definierte Raten, geprüfte Daten und Sensitivitätsanalyse.

Methode nach Systems Thinking Community. Die Methode stammt aus Systemdenken, System Dynamics oder angrenzender Organisationspraxis. Kuratiert mit 1 Quellen.

Quellen: System Dynamics Learning Guide

Ablauf, Timeboxen und Stolperfallen sind redaktionell kuratierte Praxisempfehlungen auf Basis der genannten Quellen.

Methodenanleitung durchgearbeitet?

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