Eine unstrukturierte Problemsituation, betroffene Perspektiven und Untersuchungsgrenze festlegen; Lösungsvorgaben ausdrücklich offenlassen.
Soft Systems Methodology
Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.
Vorbedingung
Was vorher fertig sein muss
Interview- und Beobachtungsnotizen, Rich-Picture-Fläche, CATWOE, Root Definitions, konzeptionelle Aktivitätsmodelle und Vergleichslog
Vorbereitung
Was vor Start vorliegen muss
Interview- und Beobachtungsnotizen, Rich-Picture-Fläche, CATWOE, Root Definitions, konzeptionelle Aktivitätsmodelle und Vergleichslog
SSM-Facilitator · Beteiligte mit unterschiedlichen Weltanschauungen · Situation Owner · Dokumentation
Eine unstrukturierte Problemsituation, betroffene Perspektiven und Untersuchungsgrenze festlegen; Lösungsvorgaben ausdrücklich offenlassen.
Zwei bis fünf Workshops über mehrere Wochen; Feldzugang und Vergleichsgespräche zusätzlich.
Arbeitsfläche mit Situation · Perspektiven · Modelle · Vergleich · Veränderung vorbereiten; Beispiel und eigene Daten trennen.
Kernfrage
Die eine Frage, die diese Methode beantwortet
Welche unterschiedlichen zweckgerichteten Systeme helfen, die unstrukturierte Situation zu verstehen und wünschenswerte sowie machbare Veränderungen auszuhandeln?
Ablauf
Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle
Zuerst wird die Situation als rich picture oder Problemfeld beschrieben. Dann entwickelt das Team Root Definitions und Conceptual Models, vergleicht diese mit der Realität und leitet daraus machbare Veränderungen ab. So entsteht ein reflektierter Pfad von Wahrnehmung zu Intervention.
Soft Systems Methodology · Arbeitsstruktur
Fiktives Beispiel
Fiktive Werte zeigen die tatsächlichen Fachfelder.
Rich Picture
Fakten, Wahrnehmungen, Beziehungen, Konflikte, Rollen und eigene Beobachterposition in einem Rich Picture darstellen.
Werkstätten warten, Lager priorisiert Expressfälle, Vertrieb verspricht Tempo; Datenfluss, Konflikt und Beobachterrolle sind eingezeichnet.
Root Definitions
Mehrere relevante purposeful activity systems auswählen und je Perspektive CATWOE sowie PQR-Root-Definition formulieren.
Werkstatt-Sicht: planbare Abholung zur Begrenzung von Ausfall; Lager-Sicht: kapazitätsgerechter Fluss zur sicheren Übergabe.
Aktivitätsmodelle
Aus jeder Root Definition logisch notwendige Aktivitäten als konzeptionelles Verbmodell ableiten, ohne den Istprozess zu kopieren.
Bedarf erfassen → Kapazität bestimmen → Slot bestätigen → Übergabe vorbereiten → Wirkung überwachen.
Vergleichslog
Konzeptionelle Modelle strukturiert mit der wahrgenommenen Realwelt vergleichen und Unterschiede als Lernfragen nutzen.
Kapazität bestimmen fehlt heute; Frage: Wer könnte sie mit welchen Daten vor Slotbestätigung bestimmen?
Veränderungsagenda
Systemisch wünschenswerte und kulturell machbare Veränderungen aushandeln; Lernen und neue Iteration festlegen.
Vierwöchiger Kapazitätsslot-Pilot; Owner Lea; Lager und Werkstätten prüfen Wartezeit und Planbarkeit; Rich Picture danach aktualisieren.
Alle Werte sind fiktiv.
- 1
Situation
Rich Picture

Ziel
Rich Picture: Fakten, Wahrnehmungen, Beziehungen, Konflikte, Rollen und eigene Beobachterposition in einem Rich Picture darstellen.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Eine unstrukturierte Problemsituation, betroffene Perspektiven und Untersuchungsgrenze festlegen; Lösungsvorgaben ausdrücklich offenlassen.
- Interview- und Beobachtungsnotizen, Rich-Picture-Fläche, CATWOE, Root Definitions, konzeptionelle Aktivitätsmodelle und Vergleichslog
Durchführung
- Fakten, Wahrnehmungen, Beziehungen, Konflikte, Rollen und eigene Beobachterposition in einem Rich Picture darstellen.
Ergebnis
Rich Picture
Fakten, Wahrnehmungen, Beziehungen, Konflikte, Rollen und eigene Beobachterposition in einem Rich Picture darstellen.
Qualitätscheck
Zeigt das Bild harte und weiche Informationen sowie widersprüchliche Perspektiven?
Stolperfalle
Das Rich Picture wird zu einem sauberen Prozessdiagramm. Beziehungen, Gefühle, Konflikte, Symbole und eigene Position ergänzen.
Zeitlicher Rahmen: 60–90 Minuten
- 2
Perspektiven
Root Definitions

Ziel
Root Definitions: Mehrere relevante purposeful activity systems auswählen und je Perspektive CATWOE sowie PQR-Root-Definition formulieren.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Rich Picture
Durchführung
- Mehrere relevante purposeful activity systems auswählen und je Perspektive CATWOE sowie PQR-Root-Definition formulieren.
Ergebnis
Root Definitions
Mehrere relevante purposeful activity systems auswählen und je Perspektive CATWOE sowie PQR-Root-Definition formulieren.
Qualitätscheck
Sind Transformation und Weltanschauung je Definition klar und Perspektiven getrennt?
Stolperfalle
Eine vermeintlich objektive Root Definition ersetzt alle Weltanschauungen. Mindestens zwei konfliktfähige Perspektiven separat modellieren.
Zeitlicher Rahmen: 60–90 Minuten
- 3
Modelle
Aktivitätsmodelle

Ziel
Aktivitätsmodelle: Aus jeder Root Definition logisch notwendige Aktivitäten als konzeptionelles Verbmodell ableiten, ohne den Istprozess zu kopieren.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Root Definitions
Durchführung
- Aus jeder Root Definition logisch notwendige Aktivitäten als konzeptionelles Verbmodell ableiten, ohne den Istprozess zu kopieren.
Ergebnis
Aktivitätsmodelle
Aus jeder Root Definition logisch notwendige Aktivitäten als konzeptionelles Verbmodell ableiten, ohne den Istprozess zu kopieren.
Qualitätscheck
Ist jede Aktivität logisch aus der Root Definition notwendig und als Verb formuliert?
Stolperfalle
Das Modell bildet nur heutige Abteilungen und Systeme ab. Von der Root Definition ausgehen und notwendige Aktivitäten lösungsneutral formulieren.
Zeitlicher Rahmen: 45–75 Minuten
- 4
Vergleich
Vergleichslog

Ziel
Vergleichslog: Konzeptionelle Modelle strukturiert mit der wahrgenommenen Realwelt vergleichen und Unterschiede als Lernfragen nutzen.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Aktivitätsmodelle
Durchführung
- Konzeptionelle Modelle strukturiert mit der wahrgenommenen Realwelt vergleichen und Unterschiede als Lernfragen nutzen.
Ergebnis
Vergleichslog
Konzeptionelle Modelle strukturiert mit der wahrgenommenen Realwelt vergleichen und Unterschiede als Lernfragen nutzen.
Qualitätscheck
Erzeugt jeder Unterschied eine begründete Frage statt ein simples Soll-Ist-Urteil?
Stolperfalle
Das konzeptionelle Modell wird zum vorgeschriebenen Zieldesign. Unterschiede diskutieren und kulturelle Machbarkeit sowie alternative Ausprägungen prüfen.
Zeitlicher Rahmen: 60–90 Minuten
- 5
Veränderung
Veränderungsagenda

Ziel
Veränderungsagenda: Systemisch wünschenswerte und kulturell machbare Veränderungen aushandeln; Lernen und neue Iteration festlegen.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Vergleichslog
Durchführung
- Systemisch wünschenswerte und kulturell machbare Veränderungen aushandeln; Lernen und neue Iteration festlegen.
Ergebnis
Veränderungsagenda
Systemisch wünschenswerte und kulturell machbare Veränderungen aushandeln; Lernen und neue Iteration festlegen.
Qualitätscheck
Sind Maßnahmen zugleich wünschenswert, machbar, verantwortet und überprüfbar?
Stolperfalle
Die Gruppe wählt nur technisch attraktive Änderungen. Jede Änderung gegen Nutzen, Macht, Kultur, Owner und Review prüfen.
Zeitlicher Rahmen: 45–75 Minuten
Artefakt
Was am Ende rauskommt
Skizze: so sieht das Artefakt aus
SSM-Lernakte mit Rich Picture, perspektivischen Root Definitions, konzeptionellen Aktivitätsmodellen, Realweltvergleich und vereinbarten Veränderungen.
Datum, Owner, Quellenstand und Reviewtermin führen; frühere Fassungen erhalten.
- Rich Picture
- CATWOE und PQR-Root-Definitionen
- Konzeptionelle Aktivitätsmodelle und Vergleichsmatrix
soft-systems-methodology-working-template.md
Gegenstand, Evidenz, Rollen, Ablauf und Review festlegen.
Soft Systems Methodology: Arbeitsvorlage
Fragestellung
Noch zu klären
Gewünschtes Ergebnis
Noch zu klären
Rahmen
Gesamtes Vorhaben Zeit: Zwei bis fünf Workshops über mehrere Wochen; Feldzugang und Vergleichsgespräche zusätzlich.
Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.
Vorbereitung für diesen Umfang
Methodische Grundausstattung
- Materialien: Interview- und Beobachtungsnotizen, Rich-Picture-Fläche, CATWOE, Root Definitions, konzeptionelle Aktivitätsmodelle und Vergleichslog
- Rollen: SSM-Facilitator · Beteiligte mit unterschiedlichen Weltanschauungen · Situation Owner · Dokumentation
- Vorab-Infos: Eine unstrukturierte Problemsituation, betroffene Perspektiven und Untersuchungsgrenze festlegen; Lösungsvorgaben ausdrücklich offenlassen.
- Gesamter Zeitbedarf: Zwei bis fünf Workshops über mehrere Wochen; Feldzugang und Vergleichsgespräche zusätzlich.
- Setup: Arbeitsfläche mit Situation · Perspektiven · Modelle · Vergleich · Veränderung vorbereiten; Beispiel und eigene Daten trennen.
Für die Arbeitsschritte bereitstellen
Situation: Rich Picture
- Eine unstrukturierte Problemsituation, betroffene Perspektiven und Untersuchungsgrenze festlegen; Lösungsvorgaben ausdrücklich offenlassen.
- Interview- und Beobachtungsnotizen, Rich-Picture-Fläche, CATWOE, Root Definitions, konzeptionelle Aktivitätsmodelle und Vergleichslog
Perspektiven: Root Definitions
- Rich Picture
Modelle: Aktivitätsmodelle
- Root Definitions
Vergleich: Vergleichslog
- Aktivitätsmodelle
Veränderung: Veränderungsagenda
- Vergleichslog
Soft Systems Methodology · Arbeitsstruktur
Rich Picture
Fakten, Wahrnehmungen, Beziehungen, Konflikte, Rollen und eigene Beobachterposition in einem Rich Picture darstellen.
...
Root Definitions
Mehrere relevante purposeful activity systems auswählen und je Perspektive CATWOE sowie PQR-Root-Definition formulieren.
...
Aktivitätsmodelle
Aus jeder Root Definition logisch notwendige Aktivitäten als konzeptionelles Verbmodell ableiten, ohne den Istprozess zu kopieren.
...
Vergleichslog
Konzeptionelle Modelle strukturiert mit der wahrgenommenen Realwelt vergleichen und Unterschiede als Lernfragen nutzen.
...
Veränderungsagenda
Systemisch wünschenswerte und kulturell machbare Veränderungen aushandeln; Lernen und neue Iteration festlegen.
...
Die leere Vorlage enthält nur Arbeitsimpulse.
Fachquelle · eigene Lehrdarstellung
Situation: Rich Picture
Erwartetes Artefakt: Rich Picture
Fakten, Wahrnehmungen, Beziehungen, Konflikte, Rollen und eigene Beobachterposition in einem Rich Picture darstellen.
Eintrag:
...
- Zeigt das Bild harte und weiche Informationen sowie widersprüchliche Perspektiven?
Perspektiven: Root Definitions
Erwartetes Artefakt: Root Definitions
Mehrere relevante purposeful activity systems auswählen und je Perspektive CATWOE sowie PQR-Root-Definition formulieren.
Eintrag:
...
- Sind Transformation und Weltanschauung je Definition klar und Perspektiven getrennt?
Modelle: Aktivitätsmodelle
Erwartetes Artefakt: Aktivitätsmodelle
Aus jeder Root Definition logisch notwendige Aktivitäten als konzeptionelles Verbmodell ableiten, ohne den Istprozess zu kopieren.
Eintrag:
...
- Ist jede Aktivität logisch aus der Root Definition notwendig und als Verb formuliert?
Vergleich: Vergleichslog
Erwartetes Artefakt: Vergleichslog
Konzeptionelle Modelle strukturiert mit der wahrgenommenen Realwelt vergleichen und Unterschiede als Lernfragen nutzen.
Eintrag:
...
- Erzeugt jeder Unterschied eine begründete Frage statt ein simples Soll-Ist-Urteil?
Veränderung: Veränderungsagenda
Erwartetes Artefakt: Veränderungsagenda
Systemisch wünschenswerte und kulturell machbare Veränderungen aushandeln; Lernen und neue Iteration festlegen.
Eintrag:
...
- Sind Maßnahmen zugleich wünschenswert, machbar, verantwortet und überprüfbar?
Offene Fragen und nächste Schritte
...
Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/soft-systems-methodology/run-sheet
Beispielausgabe
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.
soft-systems-methodology-beispiel.md
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Lehrbeispiel: Soft Systems Methodology · Arbeitsstruktur
Rich Picture
Werkstätten warten, Lager priorisiert Expressfälle, Vertrieb verspricht Tempo; Datenfluss, Konflikt und Beobachterrolle sind eingezeichnet.
Root Definitions
Werkstatt-Sicht: planbare Abholung zur Begrenzung von Ausfall; Lager-Sicht: kapazitätsgerechter Fluss zur sicheren Übergabe.
Aktivitätsmodelle
Bedarf erfassen → Kapazität bestimmen → Slot bestätigen → Übergabe vorbereiten → Wirkung überwachen.
Vergleichslog
Kapazität bestimmen fehlt heute; Frage: Wer könnte sie mit welchen Daten vor Slotbestätigung bestimmen?
Veränderungsagenda
Vierwöchiger Kapazitätsslot-Pilot; Owner Lea; Lager und Werkstätten prüfen Wartezeit und Planbarkeit; Rich Picture danach aktualisieren.
Stolperfallen
Symptome erkennen, gegensteuern
Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf
- Rich PictureDas Rich Picture wird zu einem sauberen Prozessdiagramm.In der Phase ansehen
- Root DefinitionsEine vermeintlich objektive Root Definition ersetzt alle Weltanschauungen.In der Phase ansehen
- AktivitätsmodelleDas Modell bildet nur heutige Abteilungen und Systeme ab.In der Phase ansehen
- VergleichslogDas konzeptionelle Modell wird zum vorgeschriebenen Zieldesign.In der Phase ansehen
- VeränderungsagendaDie Gruppe wählt nur technisch attraktive Änderungen.In der Phase ansehen
Rich Picture
Das Rich Picture wird zu einem sauberen Prozessdiagramm.
Beziehungen, Gefühle, Konflikte, Symbole und eigene Position ergänzen.
Root Definitions
Eine vermeintlich objektive Root Definition ersetzt alle Weltanschauungen.
Mindestens zwei konfliktfähige Perspektiven separat modellieren.
Aktivitätsmodelle
Das Modell bildet nur heutige Abteilungen und Systeme ab.
Von der Root Definition ausgehen und notwendige Aktivitäten lösungsneutral formulieren.
Vergleichslog
Das konzeptionelle Modell wird zum vorgeschriebenen Zieldesign.
Unterschiede diskutieren und kulturelle Machbarkeit sowie alternative Ausprägungen prüfen.
Veränderungsagenda
Die Gruppe wählt nur technisch attraktive Änderungen.
Jede Änderung gegen Nutzen, Macht, Kultur, Owner und Review prüfen.
Abbruchkriterien
Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest
Methodenanleitung durchgearbeitet?
Zum Steckbrief für Zweck, ähnliche Methoden und Quellen oder direkt zur nächsten Methode im Katalog.

