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MethodenanleitungProduct Discovery

Opportunity Interview

Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.

KomplexitätMittel
Zeit30-60 min je Interview
Teilnehmende5-12 Interviews
FormatWorkshop + Async
ReifegradEstablished
Planen
01

Vorbedingung

Was vorher fertig sein muss

Vorher abschließenErlebniszugang

Eine relevante zurückliegende Situation und freiwillige Teilnahme.

Ohne Erlebnis werden allgemeine Meinungen gesammelt.
Vorher abschließenLernrahmen

Produkt-Outcome und Suchraum als interne Orientierung klären.

Eine Lösungsidee darf die Geschichte nicht vorstrukturieren.
02

Vorbereitung

Was vor Start vorliegen muss

Materialien

Offener Leitfaden, Notizen, optional vereinbarte Aufnahme.

Personen / Rollen

Interviewperson, Gesprächsführung, stille Mitschrift.

Vorabinfos

Passende Person mit einem kürzlich erlebten relevanten Ereignis gewinnen.

Zeitbedarf

20–30 Minuten Gespräch, 15 Minuten Synthese; wiederkehrend nach Lernbedarf.

Setup

Ruhigen Gesprächsort wählen; offene Erzählfrage bereithalten und eine Ereignislinie für Notizen öffnen. Mitschrift bleibt vom Gespräch getrennt.

03

Kernfrage

Die eine Frage, die diese Methode beantwortet

Welche Bedürfnisse zeigen sich in einer konkreten erlebten Situation?

04

Ablauf

Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle

Das Opportunity Interview sammelt konkrete vergangene Erlebnisse, um unerfüllte Bedürfnisse, Hindernisse und Wünsche im Nutzungskontext zu entdecken. Die Erzählung liefert Hinweise für weitere Discovery.

Opportunity Interview · Arbeitsvorlage

Fiktives Beispiel

Das Opportunity Interview sammelt konkrete vergangene Erlebnisse, um unerfüllte Bedürfnisse, Hindernisse und Wünsche im Nutzungskontext zu entdecken. Die Erzählung liefert Hinweise für weitere Discovery.

Kontext und Erzählanker

Welche Person, welches relevante Ereignis und welche Einwilligung? Keine unnötigen Identifikationsdaten notieren.

Fiktiv, Person P03: suchte am Dienstag einen Abendkurs. Freiwilliges Gespräch; nur Notizen vereinbart. Einstieg: den Ablauf der letzten Kurssuche erzählen lassen.

Ereignisfolge

Auslöser, konkrete Schritte, Entscheidungen und Ergebnis festhalten.

Nach einer Schichtplanänderung öffnete P03 drei Kursseiten, schrieb Zeiten auf Papier ab und rief wegen eines unklaren Endtermins an. Eine Anmeldung erfolgte noch nicht.

Opportunities mit Beleg

Bedürfnis, Szene und Aussage getrennt von eigener Interpretation festhalten.

Opportunity: alle Termine mit wechselnden Schichten abgleichen können. Beleg: Zeiten wurden abgeschrieben und telefonisch ergänzt. Interpretation des Teams: die Einzelansicht erschwert den Vergleich; noch ungeprüft.

Kontraste und Anschluss

Welche offenen Fragen, Gegenfälle und nächsten Interviews helfen beim Lernen?

Nächster Kontrast: Person mit regelmäßigem Arbeitsplan. Unklar ist, ob fehlende Termine oder Schichtwechsel den Ausschlag gaben. Kein Schluss auf Häufigkeit aus P03.

Alle Beispielangaben sind erfunden; sie erläutern die Anwendung.

Teresa Torres: Story-Based Customer Interviews

  1. 1

    Einstieg

    Einstieg

    Ziel

    Erzählanker

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Rekrutierung und Lernrahmen

    Durchführung

    • Zweck, Freiwilligkeit und Aufzeichnung klären; ein kürzliches relevantes Ereignis auswählen.
    • Nicht mehrere hypothetische Szenarien anbieten, die die Erzählung lenken.

    Ergebnis

    Erzählanker

    Ist ein konkretes Ereignis gewählt?

    Qualitätscheck

    Ist ein konkretes Ereignis gewählt?

    Stolperfalle

    Das Team präsentiert seine neue Idee. Die Idee beiseitelegen und nach der letzten Situation fragen.

    Zeitlicher Rahmen: 5 Minuten

  2. 2

    Erzählung

    Erzählung

    Ziel

    Ereignisfolge

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Gewähltes Erlebnis

    Durchführung

    • Auslöser, Schritte, Entscheidungen und Ergebnis chronologisch erzählen lassen.
    • Bei Verallgemeinerungen zurück zu diesem Zeitpunkt führen; nach Beteiligten, Hilfsmitteln und Kontext fragen.

    Ergebnis

    Ereignisfolge

    Sind Handlungen und Kontext nachvollziehbar?

    Qualitätscheck

    Sind Handlungen und Kontext nachvollziehbar?

    Stolperfalle

    Der Leitfaden unterbricht jede interessante Abzweigung. Der Geschichte folgen und Lücken anschließend schließen.

    Zeitlicher Rahmen: 10–15 Minuten

  3. 3

    Vertiefung

    Vertiefung

    Ziel

    Bedürfnisspuren

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Wendepunkte der Geschichte

    Durchführung

    • An konkreten Wendepunkten nach Ziel, Hürde, Umgang und Bedeutung fragen.
    • Nachfragen offen stellen; Gefühle als Aussage der Person dokumentieren, nicht hineininterpretieren.

    Ergebnis

    Bedürfnisspuren

    Ist jedes Bedürfnis an eine Szene gebunden?

    Qualitätscheck

    Ist jedes Bedürfnis an eine Szene gebunden?

    Stolperfalle

    Ein Featurewunsch wird ungeprüft als Bedürfnis übernommen. Nach dem Anlass und dem gewünschten Fortschritt fragen.

    Zeitlicher Rahmen: 5–10 Minuten

  4. 4

    Snapshot

    Snapshot

    Ziel

    Interview-Snapshot

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Notizen und Erlaubnisse

    Durchführung

    • Fakten, Zitate, Deutungen und offene Fragen getrennt verdichten.
    • Opportunities in Kundensprache festhalten und mit der Szene verknüpfen; weitere Fälle nach Wissenslücken auswählen.

    Ergebnis

    Interview-Snapshot

    Bleibt die Herkunft jeder Opportunity sichtbar?

    Qualitätscheck

    Bleibt die Herkunft jeder Opportunity sichtbar?

    Stolperfalle

    Ein Interview gilt als Größenbeleg für den Markt. Als qualitativen Hinweis markieren und weitere Kontexte prüfen.

    Zeitlicher Rahmen: 15 Minuten

05

Artefakt

Was am Ende rauskommt

Skizze: so sieht das Artefakt aus

Opportunity Interview · Continuous DiscoveryKonkrete Kundensituationen, Auslöser, Workarounds und gewünschte Outcomes zu belastbaren Opportunity-Themes verdichten
Opportunity InterviewDas Visual zeigt Leitfrage, Kundengespräch, konkrete Situation, Workaround, Pain, Zitat und Opportunity Theme.Reale Kundensituationen in Opportunity-Themes übersetzenDas Interview sucht keine Lösungsidee, sondern wiederkehrende Auslöser, Friktionen und gewünschte Outcomes.nicht pitchenMuster extrahierenevidenzbasiertLeitfrageErzähl mir von der letztenSituationKundengesprächkonkret, vergangen,story-basiertIch mache das jede Woche manuell.Auslöserwann begann es?Workaroundwas wurde versucht?PainKosten, FriktionOpportunity Themeunerfülltes Bedürfnis mitEvidenzNächste Hypothesetesten oder weiter befragen
Form

Interview-Snapshot mit Ereignisfolge, belegten Bedürfnissen und offenen Fragen.

Versionierung / Ownership

Datum und Geltungsbereich festhalten; bei Änderungen den alten Stand mit Begründung erhalten.

Tool-Alternativen
  • Papiernotizen und Ereignislinie
  • Gemeinsames Interview-Snapshot
  • Aufnahme nur nach Vereinbarung

opportunity-interview-working-template.md

Passende Person mit einem kürzlich erlebten relevanten Ereignis gewinnen.

Opportunity Interview: Arbeitsvorlage

Fragestellung

Noch zu klären

Gewünschtes Ergebnis

Noch zu klären

Rahmen

Gesamter Durchlauf Zeit: 20–30 Minuten Gespräch, 15 Minuten Synthese; wiederkehrend nach Lernbedarf.

Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.

Vorbereitung für diesen Umfang

Methodische Grundausstattung

  • Materialien: Offener Leitfaden, Notizen, optional vereinbarte Aufnahme.
  • Rollen: Interviewperson, Gesprächsführung, stille Mitschrift.
  • Vorab-Infos: Passende Person mit einem kürzlich erlebten relevanten Ereignis gewinnen.
  • Gesamter Zeitbedarf: 20–30 Minuten Gespräch, 15 Minuten Synthese; wiederkehrend nach Lernbedarf.
  • Setup: Ruhigen Gesprächsort wählen; offene Erzählfrage bereithalten und eine Ereignislinie für Notizen öffnen. Mitschrift bleibt vom Gespräch getrennt.

Für die Arbeitsschritte bereitstellen

Einstieg: Einstieg

  • Rekrutierung und Lernrahmen

Erzählung: Erzählung

  • Gewähltes Erlebnis

Vertiefung: Vertiefung

  • Wendepunkte der Geschichte

Snapshot: Snapshot

  • Notizen und Erlaubnisse

Opportunity Interview · Arbeitsvorlage

Kontext und Erzählanker

Welche Person, welches relevante Ereignis und welche Einwilligung? Keine unnötigen Identifikationsdaten notieren.

...

Ereignisfolge

Auslöser, konkrete Schritte, Entscheidungen und Ergebnis festhalten.

...

Opportunities mit Beleg

Bedürfnis, Szene und Aussage getrennt von eigener Interpretation festhalten.

...

Kontraste und Anschluss

Welche offenen Fragen, Gegenfälle und nächsten Interviews helfen beim Lernen?

...

Arbeitsimpulse mit eigenen Angaben beantworten. Unbekanntes und Annahmen ausdrücklich markieren.

Teresa Torres: Story-Based Customer Interviews

Einstieg: Einstieg

Erwartetes Artefakt: Erzählanker

Ist ein konkretes Ereignis gewählt?

Eintrag:

...

  • Ist ein konkretes Ereignis gewählt?

Erzählung: Erzählung

Erwartetes Artefakt: Ereignisfolge

Sind Handlungen und Kontext nachvollziehbar?

Eintrag:

...

  • Sind Handlungen und Kontext nachvollziehbar?

Vertiefung: Vertiefung

Erwartetes Artefakt: Bedürfnisspuren

Ist jedes Bedürfnis an eine Szene gebunden?

Eintrag:

...

  • Ist jedes Bedürfnis an eine Szene gebunden?

Snapshot: Snapshot

Erwartetes Artefakt: Interview-Snapshot

Bleibt die Herkunft jeder Opportunity sichtbar?

Eintrag:

...

  • Bleibt die Herkunft jeder Opportunity sichtbar?

Offene Fragen und nächste Schritte

...

Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/opportunity-interview/run-sheet

06

Beispielausgabe

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.

opportunity-interview-beispiel.md

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Beispiel

Kontext und Erzählanker: Fiktiv, Person P03: suchte am Dienstag einen Abendkurs. Freiwilliges Gespräch; nur Notizen vereinbart. Einstieg: den Ablauf der letzten Kurssuche erzählen lassen.

Ereignisfolge: Nach einer Schichtplanänderung öffnete P03 drei Kursseiten, schrieb Zeiten auf Papier ab und rief wegen eines unklaren Endtermins an. Eine Anmeldung erfolgte noch nicht.

Opportunities mit Beleg: Opportunity: alle Termine mit wechselnden Schichten abgleichen können. Beleg: Zeiten wurden abgeschrieben und telefonisch ergänzt. Interpretation des Teams: die Einzelansicht erschwert den Vergleich; noch ungeprüft.

Kontraste und Anschluss: Nächster Kontrast: Person mit regelmäßigem Arbeitsplan. Unklar ist, ob fehlende Termine oder Schichtwechsel den Ausschlag gaben. Kein Schluss auf Häufigkeit aus P03.

07

Stolperfallen

Symptome erkennen, gegensteuern

Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf

  1. EinstiegDas Team präsentiert seine neue Idee.In der Phase ansehen
  2. ErzählungDer Leitfaden unterbricht jede interessante Abzweigung.In der Phase ansehen
  3. VertiefungEin Featurewunsch wird ungeprüft als Bedürfnis übernommen.In der Phase ansehen
  4. SnapshotEin Interview gilt als Größenbeleg für den Markt.In der Phase ansehen
08

Abbruchkriterien

Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest

Allgemeine Wünsche dominieren: freundlich zu einem konkreten letzten Erlebnis zurückkehren.

Methode nach Praxisgemeinschaft. Die Methode ist als verbreitete Praxis entstanden und wird nicht eindeutig einer einzelnen Urheberin oder Organisation zugeschrieben. Kuratiert mit 1 Quellen.

Quellen: Teresa Torres: Story-Based Customer Interviews

Ablauf, Timeboxen und Stolperfallen sind redaktionell kuratierte Praxisempfehlungen auf Basis der genannten Quellen.

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