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MethodenanleitungArchitecture

C4 Model

Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.

KomplexitätNiedrig
Zeit1-4 h
Teilnehmende1-5
FormatWorkshop + Async
ReifegradCanonical
C4 Model planen
01

Vorbedingung

Was vorher fertig sein muss

Vorher abschließenKlarer Umfang

Stimmt Gegenstand, Grenze und Entscheidung ab, bevor ihr das Modell füllt.

Ein zu breiter oder gemischter Umfang erzeugt ein irreführendes Modell.
Vorher abschließenZugang zu relevanten Belegen

Bringt Quellen und Personen mit Prozesswissen ein; trennt Fakten von Annahmen.

Ungeprüfte Deutungen wirken sonst wie gesicherte Erkenntnis.
02

Vorbereitung

Was vor Start vorliegen muss

Materialien

Gemeinsame Arbeitsfläche, Quellenbelege und eine abgestimmte Entscheidungsfrage.

Personen / Rollen

Architektur oder technische Leitung, Entwicklung, Product-/Fachvertretung.

Vorabinfos

Sammle vorhandene Daten, Beispiele, Rahmenbedingungen und relevante Perspektiven.

Zeitbedarf

60–120 Min. für ein erstes Modell; Details und Review hängen vom Systemumfang ab.

Setup

Zuerst wird der Systemkontext mit Menschen, Nachbarsystemen und Grenzen beschrieben. Danach werden Container, Components und bei Bedarf Code-Sicht ergänzend dargestellt. So bleibt die Architektur auf jeder Ebene anschlussfähig, ohne in einem einzigen Diagramm zu viel zu überladen.

03

Kernfrage

Die eine Frage, die diese Methode beantwortet

Welche Diagramme helfen den jeweiligen Zielgruppen, die Softwarearchitektur zu verstehen?

04

Ablauf

Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle

Das C4 Model macht ein System über mehrere Auflösungsebenen lesbar, vom Kontext bis zum Code. Es eignet sich, wenn verschiedene Zielgruppen dieselbe Architektur aus unterschiedlichen Höhen verstehen sollen.

C4-Sichten

Fiktives Arbeitsbeispiel

Fiktiv, Kontextdiagramm für Praxisportal: Patient:in nutzt Web-App; Praxispersonal nutzt Verwaltungsoberfläche; Portal ruft Praxisverwaltung ab und sendet Bestätigungen über E-Mail-Dienst. Containerdiagramm darunter: Web-Frontend, Booking API, Termin-Datenbank. Beziehung beschriftet: API liest verfügbare Slots und fordert Reservierung an. Keine Component-Sicht, solange sie keine konkrete Frage beantwortet.

System Context

System, Menschen und Nachbarsysteme mit Beziehungen darstellen.

Patient:in → Praxisportal → Praxisverwaltung.

Container

Anwendungen, Services und Datenspeicher der Systemgrenze zeigen.

Web-App → Booking API → Termindatenbank.

Component

Innere Bausteine nur zur Klärung einer konkreten Frage zerlegen.

Buchungsservice prüft Verfügbarkeit und Reservierung.

Code

Code-Ebene nur bei relevantem Detailbedarf nutzen.

Kein Code-Diagramm ohne konkreten Leserbedarf.

Supporting diagrams

Dynamic, deployment oder landscape ergänzen, wenn die Kommunikation es verlangt.

Deployment-Sicht für Betriebsübergabe.

Der Beispieltext ist fiktiv; ersetze ihn durch belegte Projektinformationen.

C4 model: Diagrams

  1. 1

    Frage

    System, Zielgruppe und Frage wählen

    Ziel

    Diagrammauftrag

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Systemgrenze, Gesprächsanlass, Zielgruppe

    Durchführung

    • Definiere genau eine System-of-interest-Grenze und notiere, welche Verständnisfrage die Diagramme beantworten.

    Ergebnis

    Diagrammauftrag

    Diagrammauftrag

    Qualitätscheck

    Ist die Frage mit einer Architekturansicht beantwortbar?

    Stolperfalle

    Ein Diagramm soll gleichzeitig Überblick und Implementierungsdetail zeigen. Teile nach Zielgruppe und Zoomstufe auf.

    Zeitlicher Rahmen: Zeitbedarf richtet sich nach Umfang und Beleglage; es gibt keine allgemeine Dauer.

  2. 2

    Kontext

    System Context darstellen

    Ziel

    System-Context-Diagramm

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Nutzer, Nachbarsysteme und belegte Beziehungen

    Durchführung

    • Zeichne das System als eine Box mit Nutzern und externen Systemen; beschrifte Beziehungen mit Zweck und Interaktion.

    Ergebnis

    System-Context-Diagramm

    System-Context-Diagramm

    Qualitätscheck

    Sind externe Abhängigkeiten und Systemgrenze klar?

    Stolperfalle

    Interne Komponenten werden schon auf Context-Ebene gezeigt. Entferne Innenleben und erläutere System-of-interest separat.

    Zeitlicher Rahmen: Zeitbedarf richtet sich nach Umfang und Beleglage; es gibt keine allgemeine Dauer.

  3. 3

    Container

    Container-Sicht ergänzen

    Ziel

    Container-Diagramm

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Context-Sicht, ausführbare Deployables und Datenspeicher

    Durchführung

    • Zerlege das System in Anwendungen, Services und Datenspeicher; nenne Verantwortung, Technologie nur wenn hilfreich, und Verbindungen.

    Ergebnis

    Container-Diagramm

    Container-Diagramm

    Qualitätscheck

    Sind Container deploybare oder ausführbare Einheiten?

    Stolperfalle

    „Container“ wird fälschlich als Docker-Container verstanden. Beschreibe den C4-Begriff und benenne die tatsächliche Softwareeinheit.

    Zeitlicher Rahmen: Zeitbedarf richtet sich nach Umfang und Beleglage; es gibt keine allgemeine Dauer.

  4. 4

    Details

    Nur benötigte Zoomstufen pflegen

    Ziel

    Kohärenter Satz C4-Sichten

    Voraussetzungen für diesen Schritt

    • Offene Architekturfrage, Diagrammkonventionen und Owner

    Durchführung

    • Ergänze Component-, Code-, Dynamic- oder Deployment-Diagramm nur wenn es eine offene Frage klärt; kennzeichne Legende und Pflegeverantwortung.

    Ergebnis

    Kohärenter Satz C4-Sichten

    Kohärenter Satz C4-Sichten

    Qualitätscheck

    Sind Begriffe, Richtung und Detailgrad für Leser verständlich?

    Stolperfalle

    Alle vier Ebenen werden automatisch erstellt und veralten. Lösche Sichten ohne Kommunikationszweck und aktualisiere den Rest gemeinsam.

    Zeitlicher Rahmen: Zeitbedarf richtet sich nach Umfang und Beleglage; es gibt keine allgemeine Dauer.

05

Artefakt

Was am Ende rauskommt

Skizze: so sieht das Artefakt aus

C4 Model · Zoom-in von Kontext bis CodeVier Ebenen vom Systemkontext bis zur Implementierung
C4 ModelVier Architektur-Ebenen zeigen den Zoom vom Systemkontext über Container und Components bis zum optionalen Code-Level.Architektur über vier Zoomstufen erklärenJede Ebene beantwortet eine andere Frage, ohne alle Details in ein Diagramm zu pressen.ZoomZoombei BedarfC1System ContextWer nutzt welches System?PersonNutzerSystemim FokusExternNachbarC2ContainerApps, APIs und DatenstoresWeb AppUIAPIBackendDatabaseDatenWorkerJobsC3ComponentBausteine im ContainerControllerEingangServiceLogikPolicyRegelnRepositoryPersistenzAdapterIntegrationC4CodeKlassen, Module, TestsService.tsModulPolicy.tsRegelRepo.tsDatenTestsBelegeSequenzDetailpfad
Form

Das C4 Model funktioniert, weil es dieselbe Architektur in abgestuften Auflösungen zeigt und dadurch verschiedene Zielgruppen ohne Diagrammüberladung abholt. Gute Anwendung hält die Abstraktion je Ebene diszipliniert und vermeidet Mischbilder aus Kontext, Container und Detail. Wirksam wird der Ansatz, wenn Beziehungen, Verantwortungen und Schnittstellen pro Sicht so klar werden, dass Verständnisfragen schneller gelöst und falsche Annahmen früher entdeckt werden.

Versionierung / Ownership

Notiere Umfang, Datum, Beteiligte, Quellenstand und Verantwortung. Halte geänderte Annahmen samt Änderungsgrund fest.

Tool-Alternativen
  • Gemeinsames Whiteboard oder Papiervorlage
  • Quellen, Aufzeichnungen oder Messdaten

c4-model-working-template.md

Bereite Entscheidung, Quellenbelege und nächste Prüfung vor.

C4 Model: Arbeitsvorlage

Fragestellung

Noch zu klären

Gewünschtes Ergebnis

Noch zu klären

Rahmen

Methode durchführen Zeit: Siehe Zeitrahmen im Katalog; keine allgemeine Dauer.

Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.

Vorbereitung für diesen Umfang

Methodische Grundausstattung

  • Materialien: Gemeinsame Arbeitsfläche, Quellenbelege und eine abgestimmte Entscheidungsfrage.
  • Rollen: Architektur oder technische Leitung, Entwicklung, Product-/Fachvertretung.
  • Vorab-Infos: Sammle vorhandene Daten, Beispiele, Rahmenbedingungen und relevante Perspektiven.
  • Gesamter Zeitbedarf: 60–120 Min. für ein erstes Modell; Details und Review hängen vom Systemumfang ab.
  • Setup: Zuerst wird der Systemkontext mit Menschen, Nachbarsystemen und Grenzen beschrieben. Danach werden Container, Components und bei Bedarf Code-Sicht ergänzend dargestellt. So bleibt die Architektur auf jeder Ebene anschlussfähig, ohne in einem einzigen Diagramm zu viel zu überladen.

Für die Arbeitsschritte bereitstellen

Frage: System, Zielgruppe und Frage wählen

  • Systemgrenze, Gesprächsanlass, Zielgruppe

Kontext: System Context darstellen

  • Nutzer, Nachbarsysteme und belegte Beziehungen

Container: Container-Sicht ergänzen

  • Context-Sicht, ausführbare Deployables und Datenspeicher

Details: Nur benötigte Zoomstufen pflegen

  • Offene Architekturfrage, Diagrammkonventionen und Owner

C4-Sichten

System Context

System, Menschen und Nachbarsysteme mit Beziehungen darstellen.

...

Container

Anwendungen, Services und Datenspeicher der Systemgrenze zeigen.

...

Component

Innere Bausteine nur zur Klärung einer konkreten Frage zerlegen.

...

Code

Code-Ebene nur bei relevantem Detailbedarf nutzen.

...

Supporting diagrams

Dynamic, deployment oder landscape ergänzen, wenn die Kommunikation es verlangt.

...

Das leere Dokument enthält ausschließlich Abschnittsimpulse.

C4 model: Diagrams

Frage: System, Zielgruppe und Frage wählen

Erwartetes Artefakt: Diagrammauftrag

Diagrammauftrag

Eintrag:

...

  • Ist die Frage mit einer Architekturansicht beantwortbar?

Kontext: System Context darstellen

Erwartetes Artefakt: System-Context-Diagramm

System-Context-Diagramm

Eintrag:

...

  • Sind externe Abhängigkeiten und Systemgrenze klar?

Container: Container-Sicht ergänzen

Erwartetes Artefakt: Container-Diagramm

Container-Diagramm

Eintrag:

...

  • Sind Container deploybare oder ausführbare Einheiten?

Details: Nur benötigte Zoomstufen pflegen

Erwartetes Artefakt: Kohärenter Satz C4-Sichten

Kohärenter Satz C4-Sichten

Eintrag:

...

  • Sind Begriffe, Richtung und Detailgrad für Leser verständlich?

Offene Fragen und nächste Schritte

...

Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/c4-model/run-sheet

06

Beispielausgabe

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.

c4-model-beispiel.md

Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel

Fiktiv, Kontextdiagramm für Praxisportal: Patient:in nutzt Web-App; Praxispersonal nutzt Verwaltungsoberfläche; Portal ruft Praxisverwaltung ab und sendet Bestätigungen über E-Mail-Dienst. Containerdiagramm darunter: Web-Frontend, Booking API, Termin-Datenbank. Beziehung beschriftet: API liest verfügbare Slots und fordert Reservierung an. Keine Component-Sicht, solange sie keine konkrete Frage beantwortet.

07

Stolperfallen

Symptome erkennen, gegensteuern

Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf

  1. System, Zielgruppe und Frage wählenEin Diagramm soll gleichzeitig Überblick und Implementierungsdetail zeigen.In der Phase ansehen
  2. System Context darstellenInterne Komponenten werden schon auf Context-Ebene gezeigt.In der Phase ansehen
  3. Container-Sicht ergänzen„Container“ wird fälschlich als Docker-Container verstanden.In der Phase ansehen
  4. Nur benötigte Zoomstufen pflegenAlle vier Ebenen werden automatisch erstellt und veralten.In der Phase ansehen
08

Abbruchkriterien

Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest

Stoppe, wenn Frage oder Umfang strittig sind; stimmt sie zuerst ab.
Stoppe bei fehlenden Kerndaten und notiere den Evidenzbedarf.
Stoppe, wenn Annahmen als beobachtete Fakten behandelt werden.

Methode nach Simon Brown. Kuratiert mit 1 Quellen.

Quellen: C4 model: Diagrams

Ablauf, Timeboxen und Stolperfallen sind redaktionell kuratierte Praxisempfehlungen auf Basis der genannten Quellen.

Methodenanleitung durchgearbeitet?

Zum Steckbrief für Zweck, ähnliche Methoden und Quellen oder direkt zur nächsten Methode im Katalog.