Systemgrenze, Ziel, Durchsatzmaß und repräsentatives Nachfragefenster festlegen.
Bottleneck Analysis
Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.
Vorbedingung
Was vorher fertig sein muss
End-to-End-Fluss, Nachfrage, Kapazität, Warteschlangen, Durchsatz und WIP je Schritt
Vorbereitung
Was vor Start vorliegen muss
End-to-End-Fluss, Nachfrage, Kapazität, Warteschlangen, Durchsatz und WIP je Schritt
Flow Owner · Prozessbeteiligte · Datenverantwortung · Constraint-Owner
Systemgrenze, Ziel, Durchsatzmaß und repräsentatives Nachfragefenster festlegen.
60–120 Minuten plus Messung über repräsentative Betriebszyklen.
Arbeitsfläche mit Fluss · Messen · Prüfen · Fokus · Wiederholen vorbereiten; Beispiel und eigene Daten trennen.
Kernfrage
Die eine Frage, die diese Methode beantwortet
Welcher Schritt begrenzt aktuell den Gesamtdurchsatz und welche Evidenz unterscheidet Constraint von bloßer Verzögerung?
Ablauf
Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle
Wartezeiten, Auslastung und Zwischenbestand werden gemeinsam betrachtet, um die engste Stelle im System zu erkennen. Dadurch wird klar, ob der Engpass in Arbeitsschritten, Freigaben oder Übergaben liegt. Änderungen zielen danach gezielt auf die Stelle, an der Entlastung den Fluss am stärksten beschleunigt.
Bottleneck Analysis · Arbeitsstruktur
Fiktives Beispiel
Fiktive Werte zeigen die tatsächlichen Fachfelder.
| Schritt | Nachfrage | Kapazität | Queue/WIP | Blocking/Starving | Constraint-Test |
|---|---|---|---|---|---|
| VorbereitungEvidenz und Begründung ergänzen. | 16/h | 14/h | 3 | blockiert vor Übergabe | nach Elevate neuer Constraint bei 14/h |
| ÜbergabeEvidenz und Begründung ergänzen. | 16/h | 8/h | 11 | nie starved | zweite Person erhöht Übergabekapazität auf 16/h; System erreicht 14/h |
| ZahlungEvidenz und Begründung ergänzen. | 16/h | 18/h | 0 | häufig starved | keine Durchsatzwirkung |
1. Nachfrage
- Vorbereitung
- 16/h
- Übergabe
- 16/h
- Zahlung
- 16/h
2. Kapazität
- Vorbereitung
- 14/h
- Übergabe
- 8/h
- Zahlung
- 18/h
3. Queue/WIP
- Vorbereitung
- 3
- Übergabe
- 11
- Zahlung
- 0
4. Blocking/Starving
- Vorbereitung
- blockiert vor Übergabe
- Übergabe
- nie starved
- Zahlung
- häufig starved
5. Constraint-Test
- Vorbereitung
- nach Elevate neuer Constraint bei 14/h
- Übergabe
- zweite Person erhöht Übergabekapazität auf 16/h; System erreicht 14/h
- Zahlung
- keine Durchsatzwirkung
Alle Werte sind fiktiv.
- 1
Fluss
Flussbild

Ziel
Flussbild: Schritte und Einheiten vom Eingang bis Systemziel abgrenzen.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Systemgrenze, Ziel, Durchsatzmaß und repräsentatives Nachfragefenster festlegen.
- End-to-End-Fluss, Nachfrage, Kapazität, Warteschlangen, Durchsatz und WIP je Schritt
Durchführung
- Schritte und Einheiten vom Eingang bis Systemziel abgrenzen.
Ergebnis
Flussbild
Schritte und Einheiten vom Eingang bis Systemziel abgrenzen.
Qualitätscheck
Sind gleiche Einheit und Grenze für alle Schritte benutzt?
Stolperfalle
Lokale Tätigkeiten werden ohne End-to-End-Grenze verglichen. Systemziel und Flusseinheit zuerst festlegen.
Zeitlicher Rahmen: 15–20 Minuten
- 2
Messen
Kapazitätsbild

Ziel
Kapazitätsbild: Nachfrage, effektive Kapazität, Zykluszeit, Queue und WIP je Schritt erheben.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Flussbild
Durchführung
- Nachfrage, effektive Kapazität, Zykluszeit, Queue und WIP je Schritt erheben.
Ergebnis
Kapazitätsbild
Nachfrage, effektive Kapazität, Zykluszeit, Queue und WIP je Schritt erheben.
Qualitätscheck
Sind effektive statt theoretische Kapazitäten vergleichbar?
Stolperfalle
Hersteller-Nennwerte ersetzen reale Kapazität. Reale Ausfälle, Wechsel und Verfügbarkeit einrechnen.
Zeitlicher Rahmen: 30–45 Minuten
- 3
Prüfen
Constraint-Nachweis

Ziel
Constraint-Nachweis: Blocking und Starving beobachten und Constraint-Hypothese durch Entlastungs- oder Lasttest prüfen.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Kapazitätsbild
Durchführung
- Blocking und Starving beobachten und Constraint-Hypothese durch Entlastungs- oder Lasttest prüfen.
Ergebnis
Constraint-Nachweis
Blocking und Starving beobachten und Constraint-Hypothese durch Entlastungs- oder Lasttest prüfen.
Qualitätscheck
Würde zusätzliche Kapazität am Kandidaten den Gesamtdurchsatz erhöhen?
Stolperfalle
Die längste Einzelzeit gilt automatisch als Bottleneck. Systemdurchsatz bei gezielter Entlastung messen.
Zeitlicher Rahmen: 20–30 Minuten
- 4
Fokus
Fokusregeln

Ziel
Fokusregeln: Engpasszeit schützen und Zufluss/Prioritäten daran ausrichten; lokale Optimierung vermeiden.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Constraint-Nachweis
Durchführung
- Engpasszeit schützen und Zufluss/Prioritäten daran ausrichten; lokale Optimierung vermeiden.
Ergebnis
Fokusregeln
Engpasszeit schützen und Zufluss/Prioritäten daran ausrichten; lokale Optimierung vermeiden.
Qualitätscheck
Verbessern Regeln den Gesamtdurchsatz statt nur lokale Auslastung?
Stolperfalle
Mehr WIP wird vor den Engpass geschoben. Freigabe an Engpasstakt und Puffer koppeln.
Zeitlicher Rahmen: 20–30 Minuten
- 5
Wiederholen
Nächster Constraint

Ziel
Nächster Constraint: Nach Wirkung erneut messen und verschobenen Constraint identifizieren.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Fokusregeln
Durchführung
- Nach Wirkung erneut messen und verschobenen Constraint identifizieren.
Ergebnis
Nächster Constraint
Nach Wirkung erneut messen und verschobenen Constraint identifizieren.
Qualitätscheck
Wurde der gesamte Fluss nach Veränderung neu geprüft?
Stolperfalle
Der alte Bottleneck bleibt dauerhaft im Fokus. Kapazitätsbild aktualisieren und Analyse neu starten.
Zeitlicher Rahmen: Ein bis drei Zyklen
Artefakt
Was am Ende rauskommt
Skizze: so sieht das Artefakt aus
Bottleneck Register mit Kapazität, Nachfrage, Queue, Auslastung, Blocking/Starving, Constraint-Test und Maßnahme.
Datum, Owner, Quellenstand und Reviewtermin führen; frühere Fassungen erhalten.
- Fluss- und Kapazitätstabelle
- Queue- und WIP-Beobachtung
- Constraint-Testlog
bottleneck-analysis-working-template.md
Gegenstand, Evidenz, Rollen, Ablauf und Review festlegen.
Bottleneck Analysis: Arbeitsvorlage
Fragestellung
Noch zu klären
Gewünschtes Ergebnis
Noch zu klären
Rahmen
Vollständiger Durchlauf Zeit: 60–120 Minuten plus Messung über repräsentative Betriebszyklen.
Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.
Vorbereitung für diesen Umfang
Methodische Grundausstattung
- Materialien: End-to-End-Fluss, Nachfrage, Kapazität, Warteschlangen, Durchsatz und WIP je Schritt
- Rollen: Flow Owner · Prozessbeteiligte · Datenverantwortung · Constraint-Owner
- Vorab-Infos: Systemgrenze, Ziel, Durchsatzmaß und repräsentatives Nachfragefenster festlegen.
- Gesamter Zeitbedarf: 60–120 Minuten plus Messung über repräsentative Betriebszyklen.
- Setup: Arbeitsfläche mit Fluss · Messen · Prüfen · Fokus · Wiederholen vorbereiten; Beispiel und eigene Daten trennen.
Für die Arbeitsschritte bereitstellen
Fluss: Flussbild
- Systemgrenze, Ziel, Durchsatzmaß und repräsentatives Nachfragefenster festlegen.
- End-to-End-Fluss, Nachfrage, Kapazität, Warteschlangen, Durchsatz und WIP je Schritt
Messen: Kapazitätsbild
- Flussbild
Prüfen: Constraint-Nachweis
- Kapazitätsbild
Fokus: Fokusregeln
- Constraint-Nachweis
Wiederholen: Nächster Constraint
- Fokusregeln
Bottleneck Analysis · Arbeitsstruktur
| Schritt | Nachfrage | Kapazität | Queue/WIP | Blocking/Starving | Constraint-Test |
|---|---|---|---|---|---|
| Vorbereitung | |||||
| Übergabe | |||||
| Zahlung |
- Vorbereitung: Evidenz und Begründung ergänzen.
- Übergabe: Evidenz und Begründung ergänzen.
- Zahlung: Evidenz und Begründung ergänzen.
Die leere Vorlage enthält nur Arbeitsimpulse.
Fachquelle · eigene Lehrdarstellung
Fluss: Flussbild
Erwartetes Artefakt: Flussbild
Schritte und Einheiten vom Eingang bis Systemziel abgrenzen.
Eintrag:
...
- Sind gleiche Einheit und Grenze für alle Schritte benutzt?
Messen: Kapazitätsbild
Erwartetes Artefakt: Kapazitätsbild
Nachfrage, effektive Kapazität, Zykluszeit, Queue und WIP je Schritt erheben.
Eintrag:
...
- Sind effektive statt theoretische Kapazitäten vergleichbar?
Prüfen: Constraint-Nachweis
Erwartetes Artefakt: Constraint-Nachweis
Blocking und Starving beobachten und Constraint-Hypothese durch Entlastungs- oder Lasttest prüfen.
Eintrag:
...
- Würde zusätzliche Kapazität am Kandidaten den Gesamtdurchsatz erhöhen?
Fokus: Fokusregeln
Erwartetes Artefakt: Fokusregeln
Engpasszeit schützen und Zufluss/Prioritäten daran ausrichten; lokale Optimierung vermeiden.
Eintrag:
...
- Verbessern Regeln den Gesamtdurchsatz statt nur lokale Auslastung?
Wiederholen: Nächster Constraint
Erwartetes Artefakt: Nächster Constraint
Nach Wirkung erneut messen und verschobenen Constraint identifizieren.
Eintrag:
...
- Wurde der gesamte Fluss nach Veränderung neu geprüft?
Offene Fragen und nächste Schritte
...
Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/bottleneck-analysis/run-sheet
Beispielausgabe
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.
bottleneck-analysis-beispiel.md
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Lehrbeispiel: Bottleneck Analysis · Arbeitsstruktur
| Schritt | Nachfrage | Kapazität | Queue/WIP | Blocking/Starving | Constraint-Test |
|---|---|---|---|---|---|
| Vorbereitung | 16/h | 14/h | 3 | blockiert vor Übergabe | nach Elevate neuer Constraint bei 14/h |
| Übergabe | 16/h | 8/h | 11 | nie starved | zweite Person erhöht Übergabekapazität auf 16/h; System erreicht 14/h |
| Zahlung | 16/h | 18/h | 0 | häufig starved | keine Durchsatzwirkung |
Stolperfallen
Symptome erkennen, gegensteuern
Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf
- FlussbildLokale Tätigkeiten werden ohne End-to-End-Grenze verglichen.In der Phase ansehen
- KapazitätsbildHersteller-Nennwerte ersetzen reale Kapazität.In der Phase ansehen
- Constraint-NachweisDie längste Einzelzeit gilt automatisch als Bottleneck.In der Phase ansehen
- FokusregelnMehr WIP wird vor den Engpass geschoben.In der Phase ansehen
- Nächster ConstraintDer alte Bottleneck bleibt dauerhaft im Fokus.In der Phase ansehen
Flussbild
Lokale Tätigkeiten werden ohne End-to-End-Grenze verglichen.
Systemziel und Flusseinheit zuerst festlegen.
Kapazitätsbild
Hersteller-Nennwerte ersetzen reale Kapazität.
Reale Ausfälle, Wechsel und Verfügbarkeit einrechnen.
Constraint-Nachweis
Die längste Einzelzeit gilt automatisch als Bottleneck.
Systemdurchsatz bei gezielter Entlastung messen.
Fokusregeln
Mehr WIP wird vor den Engpass geschoben.
Freigabe an Engpasstakt und Puffer koppeln.
Nächster Constraint
Der alte Bottleneck bleibt dauerhaft im Fokus.
Kapazitätsbild aktualisieren und Analyse neu starten.
Abbruchkriterien
Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest
Methodenanleitung durchgearbeitet?
Zum Steckbrief für Zweck, ähnliche Methoden und Quellen oder direkt zur nächsten Methode im Katalog.

