Komplexe Problemräume nachvollziehbar dokumentieren und Entscheidungslogik sichtbar machen.
IBIS
Strukturiert Diskussionen über Issues, Positions und Arguments.
Fragen werden mit möglichen Positionen und unterstützenden oder widersprechenden Argumenten verknüpft.
Visuelle Orientierung
Methodenskizze für ein schnelles Grundgefühl.
Ablauf
- 1Issue formulieren
- 2Positionen sammeln
- 3Argumente zuordnen
- 4Beziehungen prüfen
- 5Entscheidung oder offene Fragen markieren
Ideal für
- Design Rationale
- Architecture Decisions
- Policy Discussions
Nicht gut für
- Einfache Taskplanung
- Ideation ohne Argumentationsbedarf
Vertiefung
IBIS folgt einer klaren Arbeitslogik: Issue formulieren, Positionen sammeln, Argumente zuordnen, Beziehungen prüfen und Entscheidung oder offene Fragen markieren. Dadurch wird die Methode nicht nur als Gespräch geführt, sondern als sichtbarer Denkprozess aufgebaut. Die Beteiligten bewegen sich schrittweise von Rohmaterial, Beobachtungen oder Optionen zu einer gemeinsamen Struktur. Als Ergebnis entstehen Issue Map, Positions und Argument Notes, die Entscheidungen, Lernen oder weitere Planung anschlussfähig machen.
IBIS eignet sich besonders für Design Rationale, Architecture Decisions und Policy Discussions. Die Methode unterstützt Arbeit rund um IBIS, rationale und knowledge und hilft, implizite Annahmen explizit zu machen. Vorsicht ist in Kontexten wie Einfache Taskplanung und Ideation ohne Argumentationsbedarf geboten; dann sollte vorher geklärt werden, ob genug Kontext, Beteiligung und Entscheidungsspielraum vorhanden sind.
Bereite eine klare Leitfrage, die passenden Informationen und eine sichtbare Arbeitsfläche vor. Plane etwa 1-3 h mit 2-8 Personen und nutze das Format wahlweise im Workshop oder asynchron. Die Durchführung braucht spürbare Struktur und Vorbereitung; hilfreich sind kurze Timeboxes, sichtbare Zwischenergebnisse und ein Parkplatz für offene Fragen.
IBIS ArbeitsvorlageKompakte Arbeitsvorlage für IBIS mit Kontext, Input, Ergebnisartefakten und nächstem Schritt.canvas
# IBIS Canvas
## Kontext
Wofür wird die Methode eingesetzt?
## Kernfrage
Welche Frage soll am Ende beantwortet sein?
## Input
Welche Daten, Beobachtungen oder Materialien liegen vor?
## Arbeitsfläche
- Bereich 1:
- Bereich 2:
- Bereich 3:
- Beziehungen / Muster:
## Ergebnisartefakte
- Issue Map:
- Positions:
- Argument Notes:
## Offene Fragen
- ...
## Nächster Schritt
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