Meine Session planen
Plane einen konkreten Arbeitsblock mit Agenda, Rollen, Vorbereitung und kopierbarem Ergebnisartefakt.
Session: IBIS
Der Plan übersetzt die Methode in einen konkreten moderierten Arbeitsblock. Die Eingaben fließen direkt in Session Brief und Arbeitsartefakt.
Methoden-Session mit 2-8. Der Plan nutzt die vorhandene Methodenlogik und das Run Sheet.
Run Sheet- 1
Phase 1: Issue formulieren
10-15 minHauptfrage als offene Issue formulieren („Wie soll X gelöst werden?“). Bei zu breitem Scope in Sub-Issues zerlegen. Wichtigste Issue oben am Board. Hinweis: Issues sind offene Fragen, keine Bewertungen. „Sollen wir X tun“ ist Bewertungsfrage, besser „Wie können wir X erreichen, gegeben Y und Z“. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
FacilitatorIssue Map - 2
Phase 2: Positionen sammeln
20-30 minMögliche Antworten auf das Issue als Positionen sammeln (mindestens drei). Pro Position einen klaren Satz, der eine konkrete Antwort darstellt. Hinweis: Wenn nur eine Position genannt wird, ist die Diskussion nicht offen. Facilitator generiert mit Devil's Advocate mindestens eine Gegenposition. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
FacilitatorPositions - 3
Phase 3: Argumente zuordnen
30-45 minPro Position Pro- und Contra-Argumente sammeln. Argumente können Daten, Erfahrung oder Constraints sein. Pfeile von Argument zu Position, Pro/Contra-Symbol klar erkennbar. Hinweis: Manche Argumente beziehen sich auf mehrere Positionen. Sauber pro Beziehung einen eigenen Pfeil setzen, sonst wird Map unleserlich. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
FacilitatorArgument Notes - 4
Phase 4: Beziehungen prüfen
20-30 minMap gemeinsam durchgehen. Schwache Argumente markieren. Sub-Issues, die sich aus Argumenten ergeben, als neue Issues notieren („Issue-Knospe“). Hinweis: IBIS-Maps wachsen oft Issue-Knospen, die in eigene Sub-Maps gehören. Nicht alles auf einer Map zwingen. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
FacilitatorIssue Map - 5
Phase 5: Entscheidung oder offene Fragen
15-20 minEntscheidungstragende Position markieren. Begründung im Decision Log. Offene Sub-Issues mit Owner und Datum versehen. Hinweis: IBIS ist primär Dokumentation, nicht Entscheidungsmaschine. Wenn keine Position klar dominiert, Entscheidung an Decider übergeben mit Map als Anlage. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
OwnerPositions - 6
Artefakt veröffentlichen
10 minArtefakt auf Vollständigkeit prüfen, Ablageort festlegen, Version oder Status setzen und Review-Empfänger benennen.
OwnerIssue Map
Session Brief
Für Einladung, Board, Ticket, PR-Beschreibung oder Workshop-Notiz.
# Session Brief: IBIS
## Ziel
Artefakt: Issue Map
## Arbeitsfrage
Welche Positionen beantworten die zentrale Issue, und welche Argumente sprechen für oder gegen jede Position?
## Kontext
Zentrale Frage (Issue) als Ausgangspunkt; bestehende Designdokumente oder Architecture Decisions; Liste bisheriger Diskussionsstände; Definition, was als Argument zählt (qualitativ, quantitativ).
## Setup
- Format: Methoden-Session
- Dauer: 1-3 h
- Modus: Workshop oder async
- Teilnehmende: Ein Facilitator mit IBIS-Erfahrung; zwei bis acht Teilnehmer mit Domänen- und Architekturkenntnis; ein Scribe, der die Map nachzieht und am Ende digital konsolidiert.
- Owner: Ein Facilitator mit IBIS-Erfahrung
- Beteiligungsmodus: Teamrunde, gemeinsames Arbeiten und Alignment
- Ergebnislogik: Artefakt fertigstellen
## Beteiligungslogik
Nutze die Session für gemeinsames Verständnis. Beiträge werden sichtbar gesammelt, Annahmen werden abgeglichen und offene Unterschiede bleiben im Artefakt nachvollziehbar.
## Ergebnislogik
Die Session arbeitet direkt auf Issue Map hin. Das Artefakt soll nach der Session teilbar, reviewbar oder weiterverwendbar sein.
## Input
Whiteboard oder Miro-Board mit drei Notations-Farben (Issue als Frage, Position als Aussage, Argument pro/contra); Symbole für Pro (+) und Contra (-); Stifte; Timer; geteilte Definition der IBIS-Notation.
## Vorbereitung
Issue oben als Frage. Symbole für Position und Argument-Typ sichtbar. Regel ansagen: jede Position antwortet auf ein Issue, jedes Argument verweist auf eine Position.
## Agenda
1. Phase 1: Issue formulieren (10-15 min)
Owner: Facilitator
Aktion: Hauptfrage als offene Issue formulieren („Wie soll X gelöst werden?“). Bei zu breitem Scope in Sub-Issues zerlegen. Wichtigste Issue oben am Board. Hinweis: Issues sind offene Fragen, keine Bewertungen. „Sollen wir X tun“ ist Bewertungsfrage, besser „Wie können wir X erreichen, gegeben Y und Z“. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
Output: Issue Map
2. Phase 2: Positionen sammeln (20-30 min)
Owner: Facilitator
Aktion: Mögliche Antworten auf das Issue als Positionen sammeln (mindestens drei). Pro Position einen klaren Satz, der eine konkrete Antwort darstellt. Hinweis: Wenn nur eine Position genannt wird, ist die Diskussion nicht offen. Facilitator generiert mit Devil's Advocate mindestens eine Gegenposition. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
Output: Positions
3. Phase 3: Argumente zuordnen (30-45 min)
Owner: Facilitator
Aktion: Pro Position Pro- und Contra-Argumente sammeln. Argumente können Daten, Erfahrung oder Constraints sein. Pfeile von Argument zu Position, Pro/Contra-Symbol klar erkennbar. Hinweis: Manche Argumente beziehen sich auf mehrere Positionen. Sauber pro Beziehung einen eigenen Pfeil setzen, sonst wird Map unleserlich. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
Output: Argument Notes
4. Phase 4: Beziehungen prüfen (20-30 min)
Owner: Facilitator
Aktion: Map gemeinsam durchgehen. Schwache Argumente markieren. Sub-Issues, die sich aus Argumenten ergeben, als neue Issues notieren („Issue-Knospe“). Hinweis: IBIS-Maps wachsen oft Issue-Knospen, die in eigene Sub-Maps gehören. Nicht alles auf einer Map zwingen. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
Output: Issue Map
5. Phase 5: Entscheidung oder offene Fragen (15-20 min)
Owner: Owner
Aktion: Entscheidungstragende Position markieren. Begründung im Decision Log. Offene Sub-Issues mit Owner und Datum versehen. Hinweis: IBIS ist primär Dokumentation, nicht Entscheidungsmaschine. Wenn keine Position klar dominiert, Entscheidung an Decider übergeben mit Map als Anlage. Sammle Beiträge sichtbar, gleiche Annahmen im Team ab und halte Dissens nicht nur mündlich fest. Arbeite direkt im Zielartefakt, statt nur über das Artefakt zu sprechen.
Output: Positions
6. Artefakt veröffentlichen (10 min)
Owner: Owner
Aktion: Artefakt auf Vollständigkeit prüfen, Ablageort festlegen, Version oder Status setzen und Review-Empfänger benennen.
Output: Issue Map
## Abschluss
- Ergebnisartefakt aktualisieren: Issue Map
- Ablageort, Version und Review-Empfänger festlegen.
- Owner, nächster Schritt und Reviewtermin festlegen.Arbeitsartefakt
Vorgefüllter Startpunkt auf Basis der passenden Vorlage.
# Issue Map: IBIS
## Arbeitsfrage
Welche Positionen beantworten die zentrale Issue, und welche Argumente sprechen für oder gegen jede Position?
## Kontext
Zentrale Frage (Issue) als Ausgangspunkt; bestehende Designdokumente oder Architecture Decisions; Liste bisheriger Diskussionsstände; Definition, was als Argument zählt (qualitativ, quantitativ).
## Beteiligte
- Owner: Ein Facilitator mit IBIS-Erfahrung
- Teilnehmende: Ein Facilitator mit IBIS-Erfahrung; zwei bis acht Teilnehmer mit Domänen- und Architekturkenntnis; ein Scribe, der die Map nachzieht und am Ende digital konsolidiert.
## Input
Whiteboard oder Miro-Board mit drei Notations-Farben (Issue als Frage, Position als Aussage, Argument pro/contra); Symbole für Pro (+) und Contra (-); Stifte; Timer; geteilte Definition der IBIS-Notation.
## Vorlage
# IBIS Canvas
## Kontext
Wofür wird die Methode eingesetzt?
## Kernfrage
Welche Frage soll am Ende beantwortet sein?
## Input
Welche Daten, Beobachtungen oder Materialien liegen vor?
## Arbeitsfläche
- Bereich 1:
- Bereich 2:
- Bereich 3:
- Beziehungen / Muster:
## Ergebnisartefakte
- Issue Map:
- Positions:
- Argument Notes:
## Offene Fragen
- ...
## Nächster Schritt
Owner, Datum, Erfolgssignal.
## Fertigstellungscheck
- Issue Map ist vollständig genug für Review:
- Ablageort:
- Version / Status:
- Review durch:
- Nächster Schritt:
## Nächster Schritt
- Ergebnis prüfen
- offene Fragen markieren
- Review oder Entscheidung terminierenIBIS Arbeitsvorlage
# IBIS Canvas
## Kontext
Wofür wird die Methode eingesetzt?
## Kernfrage
Welche Frage soll am Ende beantwortet sein?
## Input
Welche Daten, Beobachtungen oder Materialien liegen vor?
## Arbeitsfläche
- Bereich 1:
- Bereich 2:
- Bereich 3:
- Beziehungen / Muster:
## Ergebnisartefakte
- Issue Map:
- Positions:
- Argument Notes:
## Offene Fragen
- ...
## Nächster Schritt
Owner, Datum, Erfolgssignal.- Arbeitsfrage, Owner und Zielartefakt sind sichtbar.
- Das Ergebnis passt zu Issue Map.
- Pro Issue eigene Map mit Datum. Bei neuer Information oder umgestoßener Entscheidung Folge-Map als v2; alte Positionen nicht löschen, sondern als „abgelehnt“ kennzeichnen mit Begründung.
- Offene Fragen sind als Follow-up notiert.
- Der nächste Review oder Entscheidungspunkt ist terminiert.