Systemziel, Flusseinheit, Zeitraum, Nachfrage und Systemgrenze festlegen; Kapazität und tatsächlichen Durchsatz in derselben Einheit erfassen.
Constraint Analysis
Die Anleitung zur Methode: Voraussetzungen und Materialien klären, den gesamten Ablauf verstehen und Ergebnisse, Stolperfallen sowie Abbruchkriterien nachschlagen.
Vorbedingung
Was vorher fertig sein muss
Systemziel und Grenze, Durchsatz-/Bedarfsdaten, Prozess- oder Abhängigkeitskarte, Constraint-Register und Testzugang
Vorbereitung
Was vor Start vorliegen muss
Systemziel und Grenze, Durchsatz-/Bedarfsdaten, Prozess- oder Abhängigkeitskarte, Constraint-Register und Testzugang
System Owner · Prozessbeteiligte · Datenverantwortliche · Constraint Owner · Facilitator
Systemziel, Flusseinheit, Zeitraum, Nachfrage und Systemgrenze festlegen; Kapazität und tatsächlichen Durchsatz in derselben Einheit erfassen.
90–150 Minuten für einen klar abgegrenzten Systemfluss; Messung und Test zusätzlich.
Arbeitsfläche mit Grenze · Register · Bindung · Test · Entscheid vorbereiten; Beispiel und eigene Daten trennen.
Kernfrage
Die eine Frage, die diese Methode beantwortet
Welche Grenze bindet das Systemziel aktuell, welche vermeintlichen Grenzen sind nur Regeln oder Annahmen, und was zeigt ein kontrollierter Entlastungstest?
Ablauf
Phasen mit Ziel, Durchführung, Ergebnis und Stolperfalle
Rahmenbedingungen werden nach ihrer Bindungskraft betrachtet und in belastbare, veränderbare oder nur zu umgehende Grenzen zerlegt. So wird unterscheidbar, wo Gestaltung möglich ist und wo die Lösung sich an Realität anpassen muss. Das schützt vor Scheinalternativen, die an der Umgebung scheitern.
Constraint Analysis · Arbeitsstruktur
Fiktives Beispiel
Fiktive Werte zeigen die tatsächlichen Fachfelder.
| Grenze | Typ | Obergrenze | Evidenz | Pufferbild | Bindend? | Entlastungstest | Folge |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| VorbereitungEvidenz und Begründung ergänzen. | Kapazität | 14 Geräte/h | Zeitstudie über 4 Samstage | Kein Puffer davor; nach Übergabe später 11 wartend | Nach Test ja | Nach Übergabeentlastung beobachten | Als neues Constraint schützen |
| ÜbergabeEvidenz und Begründung ergänzen. | Regel/Kapazität | 9 Geräte/h bei einer Spur | Scanner- und Übergabelog | 11 Geräte davor; Abholung danach leer | Ja, vor Test | Zweite Spur 60 Min. → System 14/h | Spurstandard und Owner festlegen |
| LagerzufuhrEvidenz und Begründung ergänzen. | Kapazität | 18 Geräte/h | Lagerlog | Kein dauerhafter Puffer | Nein | Kein Test nötig | Nur überwachen |
1. Typ
- Vorbereitung
- Kapazität
- Übergabe
- Regel/Kapazität
- Lagerzufuhr
- Kapazität
2. Obergrenze
- Vorbereitung
- 14 Geräte/h
- Übergabe
- 9 Geräte/h bei einer Spur
- Lagerzufuhr
- 18 Geräte/h
3. Evidenz
- Vorbereitung
- Zeitstudie über 4 Samstage
- Übergabe
- Scanner- und Übergabelog
- Lagerzufuhr
- Lagerlog
4. Pufferbild
- Vorbereitung
- Kein Puffer davor; nach Übergabe später 11 wartend
- Übergabe
- 11 Geräte davor; Abholung danach leer
- Lagerzufuhr
- Kein dauerhafter Puffer
5. Bindend?
- Vorbereitung
- Nach Test ja
- Übergabe
- Ja, vor Test
- Lagerzufuhr
- Nein
6. Entlastungstest
- Vorbereitung
- Nach Übergabeentlastung beobachten
- Übergabe
- Zweite Spur 60 Min. → System 14/h
- Lagerzufuhr
- Kein Test nötig
7. Folge
- Vorbereitung
- Als neues Constraint schützen
- Übergabe
- Spurstandard und Owner festlegen
- Lagerzufuhr
- Nur überwachen
Alle Werte sind fiktiv.
- 1
Grenze
Systemrahmen

Ziel
Systemrahmen: Systemziel, Flusseinheit, Nachfrage, Zeitraum und Anfang/Ende des Flusses festlegen.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Systemziel, Flusseinheit, Zeitraum, Nachfrage und Systemgrenze festlegen; Kapazität und tatsächlichen Durchsatz in derselben Einheit erfassen.
- Systemziel und Grenze, Durchsatz-/Bedarfsdaten, Prozess- oder Abhängigkeitskarte, Constraint-Register und Testzugang
Durchführung
- Systemziel, Flusseinheit, Nachfrage, Zeitraum und Anfang/Ende des Flusses festlegen.
Ergebnis
Systemrahmen
Systemziel, Flusseinheit, Nachfrage, Zeitraum und Anfang/Ende des Flusses festlegen.
Qualitätscheck
Sind Nachfrage, Durchsatz und Kapazität in derselben Einheit und Periode angegeben?
Stolperfalle
Lokale Auslastung wird ohne Systemziel verglichen. Eine Flusseinheit und ein Ende-zu-Ende-Ziel verbindlich setzen.
Zeitlicher Rahmen: 15–20 Minuten
- 2
Register
Grenzenregister

Ziel
Grenzenregister: Physische, kapazitive, regelbasierte und angenommene Grenzen mit Evidenz, Obergrenze und Spielraum erfassen.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Systemrahmen
Durchführung
- Physische, kapazitive, regelbasierte und angenommene Grenzen mit Evidenz, Obergrenze und Spielraum erfassen.
Ergebnis
Grenzenregister
Physische, kapazitive, regelbasierte und angenommene Grenzen mit Evidenz, Obergrenze und Spielraum erfassen.
Qualitätscheck
Ist jede Grenze als messbare Bedingung statt als Problemwort formuliert?
Stolperfalle
Jede Schwierigkeit heißt Constraint. Obergrenze, beobachteten Durchsatz und Wirkung auf das System je Grenze angeben.
Zeitlicher Rahmen: 20–30 Minuten
- 3
Bindung
Bindende Grenze

Ziel
Bindende Grenze: Kandidaten gegen Nachfrage und Systemdurchsatz prüfen; Blockierung davor und Leerlauf danach beobachten.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Grenzenregister
Durchführung
- Kandidaten gegen Nachfrage und Systemdurchsatz prüfen; Blockierung davor und Leerlauf danach beobachten.
Ergebnis
Bindende Grenze
Kandidaten gegen Nachfrage und Systemdurchsatz prüfen; Blockierung davor und Leerlauf danach beobachten.
Qualitätscheck
Erklärt die Grenze den Systemdurchsatz und die Pufferlage?
Stolperfalle
Die langsamste Nennkapazität wird ohne Flussbeobachtung gewählt. WIP/Puffer vor und Leerlauf nach dem Kandidaten mitmessen.
Zeitlicher Rahmen: 20–30 Minuten
- 4
Test
Entlastungsbefund

Ziel
Entlastungsbefund: Constraint schützen oder gezielt entlasten und vorab messbare Vorhersage samt Stopregel festlegen.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Bindende Grenze
Durchführung
- Constraint schützen oder gezielt entlasten und vorab messbare Vorhersage samt Stopregel festlegen.
Ergebnis
Entlastungsbefund
Constraint schützen oder gezielt entlasten und vorab messbare Vorhersage samt Stopregel festlegen.
Qualitätscheck
Ändert nur der Test die bindende Bedingung und misst Systemdurchsatz?
Stolperfalle
Lokale Verbesserung gilt automatisch als Systemgewinn. Ende-zu-Ende-Durchsatz, Qualität und neuen Puffer messen.
Zeitlicher Rahmen: 20–45 Minuten
- 5
Entscheid
Constraint-Plan

Ziel
Constraint-Plan: Bindende Grenze, Ausnutzung/Erweiterung und nächste Constraint-Suche mit Owner und Review festhalten.
Voraussetzungen für diesen Schritt
- Entlastungsbefund
Durchführung
- Bindende Grenze, Ausnutzung/Erweiterung und nächste Constraint-Suche mit Owner und Review festhalten.
Ergebnis
Constraint-Plan
Bindende Grenze, Ausnutzung/Erweiterung und nächste Constraint-Suche mit Owner und Review festhalten.
Qualitätscheck
Ist klar, welche Grenze jetzt bindet und wann erneut geprüft wird?
Stolperfalle
Nach dem ersten Gewinn endet die Analyse. Neue Pufferlage prüfen und den Zyklus am neuen Constraint fortsetzen.
Zeitlicher Rahmen: 15–25 Minuten
Artefakt
Was am Ende rauskommt
Skizze: so sieht das Artefakt aus
Belegtes Constraint-Register mit bindender Grenze, Pufferwirkung, Entlastungstest, neuer Grenze und Entscheidungsregel.
Datum, Owner, Quellenstand und Reviewtermin führen; frühere Fassungen erhalten.
- Fluss- und Kapazitätskarte
- Constraint-Register
- Entlastungs- und Messlog
constraint-analysis-working-template.md
Gegenstand, Evidenz, Rollen, Ablauf und Review festlegen.
Constraint Analysis: Arbeitsvorlage
Fragestellung
Noch zu klären
Gewünschtes Ergebnis
Noch zu klären
Rahmen
Vollständiger Durchlauf Zeit: 90–150 Minuten für einen klar abgegrenzten Systemfluss; Messung und Test zusätzlich.
Diese Vorlage während der Arbeit auf Papier oder in einem eigenen Dokument ausfüllen.
Vorbereitung für diesen Umfang
Methodische Grundausstattung
- Materialien: Systemziel und Grenze, Durchsatz-/Bedarfsdaten, Prozess- oder Abhängigkeitskarte, Constraint-Register und Testzugang
- Rollen: System Owner · Prozessbeteiligte · Datenverantwortliche · Constraint Owner · Facilitator
- Vorab-Infos: Systemziel, Flusseinheit, Zeitraum, Nachfrage und Systemgrenze festlegen; Kapazität und tatsächlichen Durchsatz in derselben Einheit erfassen.
- Gesamter Zeitbedarf: 90–150 Minuten für einen klar abgegrenzten Systemfluss; Messung und Test zusätzlich.
- Setup: Arbeitsfläche mit Grenze · Register · Bindung · Test · Entscheid vorbereiten; Beispiel und eigene Daten trennen.
Für die Arbeitsschritte bereitstellen
Grenze: Systemrahmen
- Systemziel, Flusseinheit, Zeitraum, Nachfrage und Systemgrenze festlegen; Kapazität und tatsächlichen Durchsatz in derselben Einheit erfassen.
- Systemziel und Grenze, Durchsatz-/Bedarfsdaten, Prozess- oder Abhängigkeitskarte, Constraint-Register und Testzugang
Register: Grenzenregister
- Systemrahmen
Bindung: Bindende Grenze
- Grenzenregister
Test: Entlastungsbefund
- Bindende Grenze
Entscheid: Constraint-Plan
- Entlastungsbefund
Constraint Analysis · Arbeitsstruktur
| Grenze | Typ | Obergrenze | Evidenz | Pufferbild | Bindend? | Entlastungstest | Folge |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Vorbereitung | |||||||
| Übergabe | |||||||
| Lagerzufuhr |
- Vorbereitung: Evidenz und Begründung ergänzen.
- Übergabe: Evidenz und Begründung ergänzen.
- Lagerzufuhr: Evidenz und Begründung ergänzen.
Die leere Vorlage enthält nur Arbeitsimpulse.
Fachquelle · eigene Lehrdarstellung
Grenze: Systemrahmen
Erwartetes Artefakt: Systemrahmen
Systemziel, Flusseinheit, Nachfrage, Zeitraum und Anfang/Ende des Flusses festlegen.
Eintrag:
...
- Sind Nachfrage, Durchsatz und Kapazität in derselben Einheit und Periode angegeben?
Register: Grenzenregister
Erwartetes Artefakt: Grenzenregister
Physische, kapazitive, regelbasierte und angenommene Grenzen mit Evidenz, Obergrenze und Spielraum erfassen.
Eintrag:
...
- Ist jede Grenze als messbare Bedingung statt als Problemwort formuliert?
Bindung: Bindende Grenze
Erwartetes Artefakt: Bindende Grenze
Kandidaten gegen Nachfrage und Systemdurchsatz prüfen; Blockierung davor und Leerlauf danach beobachten.
Eintrag:
...
- Erklärt die Grenze den Systemdurchsatz und die Pufferlage?
Test: Entlastungsbefund
Erwartetes Artefakt: Entlastungsbefund
Constraint schützen oder gezielt entlasten und vorab messbare Vorhersage samt Stopregel festlegen.
Eintrag:
...
- Ändert nur der Test die bindende Bedingung und misst Systemdurchsatz?
Entscheid: Constraint-Plan
Erwartetes Artefakt: Constraint-Plan
Bindende Grenze, Ausnutzung/Erweiterung und nächste Constraint-Suche mit Owner und Review festhalten.
Eintrag:
...
- Ist klar, welche Grenze jetzt bindet und wann erneut geprüft wird?
Offene Fragen und nächste Schritte
...
Methodenanleitung: https://methodatlas.meierhoff-systems.de/de/methods/constraint-analysis/run-sheet
Beispielausgabe
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Beispiel zur Orientierung. Die genannten Mengen und Zeiten beschreiben diesen Fall und sind keine allgemeine Vorgabe.
constraint-analysis-beispiel.md
Konkret gefülltes Szenario, fiktives Beispiel
Fiktives Lehrbeispiel: Constraint Analysis · Arbeitsstruktur
| Grenze | Typ | Obergrenze | Evidenz | Pufferbild | Bindend? | Entlastungstest | Folge |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Vorbereitung | Kapazität | 14 Geräte/h | Zeitstudie über 4 Samstage | Kein Puffer davor; nach Übergabe später 11 wartend | Nach Test ja | Nach Übergabeentlastung beobachten | Als neues Constraint schützen |
| Übergabe | Regel/Kapazität | 9 Geräte/h bei einer Spur | Scanner- und Übergabelog | 11 Geräte davor; Abholung danach leer | Ja, vor Test | Zweite Spur 60 Min. → System 14/h | Spurstandard und Owner festlegen |
| Lagerzufuhr | Kapazität | 18 Geräte/h | Lagerlog | Kein dauerhafter Puffer | Nein | Kein Test nötig | Nur überwachen |
Stolperfallen
Symptome erkennen, gegensteuern
Kurzüberblick, vollständiger Text steht in der jeweiligen Phase im Ablauf
- SystemrahmenLokale Auslastung wird ohne Systemziel verglichen.In der Phase ansehen
- GrenzenregisterJede Schwierigkeit heißt Constraint.In der Phase ansehen
- Bindende GrenzeDie langsamste Nennkapazität wird ohne Flussbeobachtung gewählt.In der Phase ansehen
- EntlastungsbefundLokale Verbesserung gilt automatisch als Systemgewinn.In der Phase ansehen
- Constraint-PlanNach dem ersten Gewinn endet die Analyse.In der Phase ansehen
Systemrahmen
Lokale Auslastung wird ohne Systemziel verglichen.
Eine Flusseinheit und ein Ende-zu-Ende-Ziel verbindlich setzen.
Grenzenregister
Jede Schwierigkeit heißt Constraint.
Obergrenze, beobachteten Durchsatz und Wirkung auf das System je Grenze angeben.
Bindende Grenze
Die langsamste Nennkapazität wird ohne Flussbeobachtung gewählt.
WIP/Puffer vor und Leerlauf nach dem Kandidaten mitmessen.
Entlastungsbefund
Lokale Verbesserung gilt automatisch als Systemgewinn.
Ende-zu-Ende-Durchsatz, Qualität und neuen Puffer messen.
Constraint-Plan
Nach dem ersten Gewinn endet die Analyse.
Neue Pufferlage prüfen und den Zyklus am neuen Constraint fortsetzen.
Abbruchkriterien
Wann du anhalten, Voraussetzungen klären oder einen anderen Ansatz wählen solltest
Methodenanleitung durchgearbeitet?
Zum Steckbrief für Zweck, ähnliche Methoden und Quellen oder direkt zur nächsten Methode im Katalog.

