Praxis etablieren
Lege Kadenz, Owner, Teilnahme und Erfolgssignale für eine wiederkehrende Team-Praxis fest.
Praxis etablieren
Lege Kadenz, Owner, Teilnahme und Erfolgssignale fest, damit die Methode als wiederkehrende Team-Praxis funktioniert.
Variante für Operative Praxis. Der Plan leitet sich aus Methodenform, Methodenschritten und Runsheet ab.
RunsheetEine operative Praxis wirkt durch Wiederholung. Die Kadenz sollte klein genug sein, um verlässlich gehalten zu werden.
Die Schritte beschreiben eine einzelne Wiederholung und werden nach dem Review angepasst.
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Phase 1: Timeline-Walkthrough
20 minFacilitator liest die Timeline laut vor, Beteiligte ergänzen Lücken, korrigieren Zeitstempel und kennzeichnen Entscheidungspunkte. Keine Diskussion über Ursachen, nur Faktenbasis.
OwnerWenn das Team in Phase 1 in Diskussion rutscht, Facilitator stoppt und schiebt Punkte in Phase 3. Timeline ist Grundlage, nicht Bewertung. - 2
Phase 2: Impact-Erfassung
10 minNutzer-Impact, Geschäfts-Impact und SLO-Verletzungen in Zahlen festhalten. Mindestens: Dauer der Beeinträchtigung, Anzahl betroffener Nutzer, geschätzter Umsatz- oder Reputationseffekt.
TeamZahlen brauchen Quelle. Wenn Schätzungen, dann als Schätzung markieren. Impact treibt Priorität der Action Items. - 3
Phase 3: Contributing Factors
30 minBeitragende Faktoren in Kategorien sammeln: Technik, Prozess, Organisation, Information. Pro Faktor: was hat das System getan oder unterlassen, was hätte den Verlauf verändert. Sprache neutral halten.
TeamFacilitator unterbricht bei Personifizierungen und formuliert um. Statt „X hat vergessen“ wird daraus „der Prozess hatte keinen Kontrollpunkt“. - 4
Phase 4: Action Items
20 minPro Contributing Factor 0-2 Massnahmen mit Owner, Frist und Priorität. Action Items als kleine, ausführbare Tickets, keine Programme. Detection-Massnahmen klar von Ursachen-Massnahmen trennen.
TeamWenn alle Action Items „bessere Doku“ oder „mehr Training“ sind, fehlt System-Tiefe. Mindestens eine technische Massnahme pro relevantem Faktor. - 5
Phase 5: Lessons und Sign-off
10 minDrei Lessons Learned formulieren, die andere Teams interessieren könnten. Veröffentlichungs-Format und Adressaten klären. Sign-off durch Incident Commander und Facilitator.
TeamLessons gehören in den teamübergreifenden Lernkanal, nicht nur in den lokalen Wiki-Ordner. Wenn Lessons nur intern bleiben, fehlt der Multiplikator-Effekt.
Practice Charter
Kopierbare Charter mit Zweck, Kadenz, Owner, Teilnahme, Ablauf, Erfolgssignalen und Review.
practice-charter.md
Practice Charter: Blameless Postmortem
Zweck
Nach einem Incident mit Schaden oder Beinahe-Schaden schafft die Methode ein nüchternes Lernfeld ohne Schuldzuweisung. Sie richtet den Blick auf Verlauf, Bedingungen und wirksame Gegenmaßnahmen.
Kadenz
wöchentlich
Owner und Teilnahme
- Owner: offen
- Teilnehmende: 3-12
- Modus: synchron
Ablauf je Iteration
- Phase 1: Timeline-Walkthrough (20 min) Facilitator liest die Timeline laut vor, Beteiligte ergänzen Lücken, korrigieren Zeitstempel und kennzeichnen Entscheidungspunkte. Keine Diskussion über Ursachen, nur Faktenbasis.
- Phase 2: Impact-Erfassung (10 min) Nutzer-Impact, Geschäfts-Impact und SLO-Verletzungen in Zahlen festhalten. Mindestens: Dauer der Beeinträchtigung, Anzahl betroffener Nutzer, geschätzter Umsatz- oder Reputationseffekt.
- Phase 3: Contributing Factors (30 min) Beitragende Faktoren in Kategorien sammeln: Technik, Prozess, Organisation, Information. Pro Faktor: was hat das System getan oder unterlassen, was hätte den Verlauf verändert. Sprache neutral halten.
- Phase 4: Action Items (20 min) Pro Contributing Factor 0-2 Massnahmen mit Owner, Frist und Priorität. Action Items als kleine, ausführbare Tickets, keine Programme. Detection-Massnahmen klar von Ursachen-Massnahmen trennen.
- Phase 5: Lessons und Sign-off (10 min) Drei Lessons Learned formulieren, die andere Teams interessieren könnten. Veröffentlichungs-Format und Adressaten klären. Sign-off durch Incident Commander und Facilitator.
Erfolgssignale
Postmortem Doc, Action Items, Timeline
Review
4 Wochen